Monatsevaluation

Auswertung 2014/07

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Juli 2014 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Am 1. Juli griff vorübergehend ein Tief vom Ostatlantik flach über Frankreich und Deutschland. Der Premeteo-Index hatte den Wert -6.
Hochdruckphase 1: Am 2. bewegte sich Hoch Yoshiki von den Britischen Inseln nach Süddeutschland am 3. Juli. Am Abend kam Mars in Konjunktion mit Haumea, und es war auffallend, wie sich kurzfristig in der Nacht von 3. auf den 4. ein kräftiger Höhenkeil vom Mittelmeer über Deutschland ausdehnte, da, wie schon im Juni ausführlich beschrieben, der Aspekt Haumea 144° Sedna H* ausgelöst wurde. Doch bewegte sich der Keil überraschend schnell weiter. Der Premeteo-Index summierte auf -1, der alternative Premeteo-Index jedoch auf +11.
Tiefdruckphase 2: Im Laufe des 4. Juli, bei einem Premeteo-Index von +16, der mit der Wetterlage von 0 UTC noch gut korrelierte, zog Hoch Yoshiki weiter bis zum Balkan, und Tief Lucia bei Island dehnte sich bis über Frankreich und Deutschland aus. Der tiefste Luftdruck wurde gegen 18 UTC erreicht und er stieg am 5. verbunden mit kräftigen Niederschlägen wieder an. Der Premeteo-Index summierte auf +21, alternativ auf +11 Punkte.
Hochdruckphase 2: Am 6. setzte sich von den Alpen vorübergehend flacher Hochdruck durch. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +7.
Tiefdruckphase 3: Im Laufe des 7. kam die Region in den Einflussbereich von Tief Lucia zwischen Island und Schottland.  Der Premeteo-Index befand sich im positiven Bereich, aber der Tf-Aspekt Venus 90° Pallas mit seinem starken Lokalbezug dominierte.  Am Abend und in der Nacht zum 8. gab es anhaltende, ergiebige Niederschläge durch Tief Michaela, das sich mit seinem Kern direkt über dem süddeutschen Raum gebildet hatte. Tief Michaela bestimmte bis zum 11. die Wetterlage entgegen dem Premeteo- Index, der sich im positiven Bereich bewegte. Das Kosmogramm zeigte, dass sich zu der schon lange bestehenden Konjunktion zwischen Vesta und Ceres nun auch noch Mars dazu gesellte. Ab dem 11. entwickelte sich die Konstellation zu einer Viererkonjunktion noch zusammen mit dem aufsteigenden Mondknoten. Am 11. war der Premeteo-Index auf +45 und fiel um ganze 55 Punkte zum 12. steil ab auf -5. In der Nacht vom 11. zum 12. mit Vollmond am 12. um 11 UTC kam es zu katastrophalen Niederschlagen am Westrand des mittleren Schwarzwalds. Auch in Durbach-Hespengrund regnete es 61 Liter in rund einer Stunde und der Hespengrundbach, sowie die Durbach traten über die Ufer. Im Rench- und Achertal kam es zu noch schwereren Überschwemmungen und Erdrutschen. Der Premeteo-Index summierte auf +55, ohne den 11. Juli wären es nur +10 Punkte gewesen.
Hochdruckphase 3: Ab dem 13. stellte sich in der Bodenschicht noch ganz zögerlich eine flache, antizyklonale Strömung ein durch das Azorenhoch und ein flaches Hoch über dem Balkan. In der Höhe blieb die zyklonale Strömung erhalten. Am 14. erhielt das Hoch über der Biskaya den Namen Aymen und bewegte sich bis zum 15. zur Nordschweiz, von da nach Süddeutschland und dehnte sich am 17. über ganz Frankreich, Deutschland und Osteuropa aus und bestimmte bis zum 18. die Strömung. Der Premeteo-Index summierte auf +51.
Tiefdruckphase 4: Der 19. war noch ein heißer und sonniger Tag, doch stellte sich die Strömung bis Mittag auf zyklonal um durch Tief Paula, das in den folgenden Tagen von Westfrankreich bis zum Balkan zog, viel Niederschlag brachte und bis einschließlich den 22. wetterbeherrschend blieb. Der Premeteo-Index summierte auf -49.
Hochdruckphase 4: Am 23. setzte sich Hoch Bertram über der Nordsee nach Süden durch, wanderte am 24. nach Skandinavien weiter. Der Luftdruck fiel wieder leicht, aber die Strömung erhielt sich über unserer Region bis zum 27. einen flach antizyklonalen Charakter mit viel Sonne und starker Erwärmung der Atmosphäre, nur am 26. war es bedeckt und kam es zu Niederschlag. Die Bodenströmung blieb schwach antizyklonal, während auf 500 hpa beständig eine flache Tiefdruckzelle lag. Der Premeteo-Index summierte auf +35.
Tiefdruckphase 5: Entsprechend dem Premeteo-Index von -4 stellte sich nun am 28. am Boden die Strömung deutlich auf zyklonal um und wurde durch Tief Quintia bestimmt, das sich von Schottland nach Mitteleuropa bewegte, sehr viel Niederschlag und teilweise Überschwemmungen brachte. Am 29. hatte der Premeteo-Index einen Wert von +8 durch Venus 72° Pallas, aber der starke Tiefdruck Aspekt Mars 135 ° Chiron Tf, der einen besonders intensiven Lokalbezug hat, bestimmte die Witterung bis zum 30. Der Premeteo-Index summierte auf +1.
Hochdruckphase 5: Am 31. dehnte sich ein Hoch vom Atlantik über Frankreich und Deutschland aus. Der Premeteo-Index betrug nochmal +1.

Zusammenfassung:
Der Juli 2014 war in der südwestdeutschen Region der niederschlagsreichste Monat seit Bestehen des Premeteo-Index. Die Station Lahr verzeichnete rund 265, Durbach-Hespengrund 300 Liter pro Quadratmeter. Aufgrund der vielen und anhaltenden Konjunktionen dieses Monats war die Prognosesicherheit des Premeteo-Index herabgesetzt, dennoch blieb das Ergebnis mit 20 richtig prognostizierten Tagen bezüglich der Strömungsart noch akzeptabel.

Immer weisen extreme Monate auch seltene, ungewöhnliche Konstellationen auf. So trat die Konjunktion zwischen den beiden Asteroiden Vesta und Ceres schon am 22. Juni in den 1°-Exaktheitsbereich, wurde erst am 5. Juli exakt und baute sich bis zum 18. Juli allmählich ab. Das heißt, die beiden Asteroiden, deren Umlaufgeschwindigkeiten nur relativ wenig voneinander abweichen, befanden sich über 27 Tage in Konjunktion, was in dieser Art zwischen den klassischen Planeten nie vorkommt. Die Vesta-Ceres-Konjunktion ist ein relativ seltenes Ereignis, das sich nur rund alle 16 Jahre vollzieht und ihr Aspekt-Impuls ist weiterhin unklar. Wahrscheinlich ist es ein ambivalenter Aspekt. Auffallend waren die oft tropisch-feuchte Witterung und die häufig extremen Niederschläge bei zyklonalen Strömungen.
Die Konjunktion war zudem noch besonders intensiviert durch begleitende Aspekte, dadurch dass Mars und der aufsteigende Mondknoten vom 11. bis zum 22. Juli auch noch in Konjunktion kamen. Zugleich spielte sich dieses vierfache Konjunktionsgeschehen in Opposition zu Eris auf der Mondknotenachse ab und bildete dadurch eine übergeordnete, geometrische Formierung, die sich in absehbarer Zeit nicht wiederholen wird. In den unten angefügten Kosmogrammen sind die Konstellationen vom 8. und 23. Juli  dargestellt, unmittelbar vor und nach der Zeit der dichtesten Formierung. Ceres, Vesta und Mars werden noch bis zum 19. August ein 10°-Konjunktionsfeld bilden, dann wird sich Mars aufgrund seiner höheren Umlaufgeschwindigkeit von Vesta und Ceres weiter entfernen.

SW-D befand sich an 15 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +105, das einer Indexzahl von +7 pro Tag entsprach.

 

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Kosmogramm 07/2014

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.