Monatsevaluation

Auswertung 2015/03

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf März 2015 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Tiefdruckphase 1: Der März begann mit einer Tiefdruckphase durch Tief Yoda, das am 1. mit seinem Kernbereich über Schottland lag und durch Tief Zacharias, das sich von der Nordsee aus über ganz Deutschland ausdehnte. Der Premeteo-Index summierte auf -18.
Hochdruckphase 1: Am 3. März stieg der Luftdruck mit Hoch Juana über Frankreich kräftig an. In der Nacht überquerte eine Kaltfront die Region und bei weiter steigendem Luftdruck dehnte sich um 0 UTC bereits das Azorenhoch Karin bis nach der Schweiz aus. Karin lag am 5. mit dem Kern über der Biskaya und reichte bis über Osteuropa. Auf 500 hpa verlief bis zum 5. über unserer Region der Grenzbereich zwischen zyklonaler und antizyklonaler Strömung, so dass es neben Sonnenschein z. T. auch graue, dichte Bewölkung gab. Erst ab dem 6. befand sich Südwestdeutschland auch auf 500 hpa eindeutig im Bereich antizyklonaler Strömung. Der Kern von Hoch Karin befand sich am 7. schon über Österreich und bewegte sich über die Karpaten nach Südrussland. Hoch Luisa über Großbritannien übernahm ab dem 9. die Regie und verlagerte seinen Kern bis zum 13. über das Baltikum. Am 10. zeigte der Premeteo-Index einen einzelnen negativen Tag mit -4 an und am Abend kam es tatsächlich zum Durchzug eines Regengebiets, aber insgesamt blieb die antizyklonale Strömung erhalten. Der Premeteo-Index verlief am 12. und 13. erneut im negativen Bereich, das entsprach der Zyklonalisierung der Atmosphäre auf 500 hpa und dem fallenden Luftdruck, aber am Boden trat die zyklonale Strömung durch die relativ kalte Luftmasse mit ihren Nachtfrösten erst um drei Tage verzögert ein. Am 12. war der Index 1 positiv gewesen und am 13. trat um 20 UTC noch der Hf-Aspekt Merkur 150° Makemake auf. Am 14. lag die südwestdeutsche Region flach im südlichen Grenzbereich von Hoch Luisa, dessen Kerne nun über Skandinavien und Russland lagen. Über Südfrankreich befand sich bereits der Kern einer zyklonalen Strömung, die nun nach Norden vorstieß. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Hochdruckphase auf +63.
Tiefdruckphase 2: Bei gleichem Luftdruckniveau und ähnlicher Witterung wie an den Vortagen kam die Region am 15. in den Isobarenbereich des Tiefs über dem Mittelmeer. Am 17. war es auf Meereshöhe ein Tief westlich der Iberischen Halbinsel,  das die Isobaren bis nach Südwestdeutschland um seinen Kern noch flach krümmte, auf 500 hpa stellte sich eine Südströmung zwischen zyklonaler und antizyklonaler Strömung ein. Die Witterung hatte den Charakter von Hochdruckwetter, und der Luftdruck pendelte zwischen 1023 hpa und 1025 hpa, aber dennoch war am 18. die Krümmung der Isobaren in unserer Region zum Tiefdruckkern hin gerichtet, der jetzt über Portugal lag. Auffallend war, dass das Goethe-Barometer, dessen Mess-Flüssigkeit Wasser ist, die Zyklonalität trotz der relativ hohen Luftdruckwerte anzeigte indem das Wasser in der schmalen Tülle immer weit nach oben stieg, so wie es normalerweise nur bei sehr tiefen Luftdruckwerten der Fall ist.  Am 19. war auf 500 hpa die zyklonale Strömung ausgeprägt vorhanden, während die Bodenkarte eher einen Übergangsbereich mit sehr geringem Luftdruckgradienten anzeigte. Um die Mittagszeit war jedoch eine deutliche, zyklonale Strömung vorhanden, so dass auch dieser Tag dieser Strömung zugeordnet wurde. Am 20. lag der Kern, der bei uns noch flach-zyklonalen Strömung, westlich Marokkos, der Premeteo hatte für diesen Tag aber schon einen positiven Wert angenommen. Über die ganze, sechstägige, flache Tiefdruckphase summierte der Premeteo-Index auf -35.
Hochdruckphase 2: Am 21. geriet Südwestdeutschland vorübergehend in den Isobarenbereich von Hoch Natascha über dem Ostatlantik. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +7.
Tiefdruckphase 3: Der Kern von Hoch Natascha bewegte sich relativ rasch nach Osten und unsere Region lag schon am Mittag des 22. bereits im Bereich zyklonaler Strömung eines kleinen Tiefdruckgebildes über der Schweiz. Am 23. war es wieder das Mittelmeertief mit Kern bei Gibraltar, das mit seiner Isobarenkrümmung bis nach Südwestdeutschland reichte bei relativ hohen Luftdruckwerten (nur das Goethebarometer zeigte wieder deutlich die Zyklonalität der Strömung!). Vom 24. zum 25. wechselte die Strömung über Südwestdeutschland vom Tief über der Iberischen Halbinsel zu Tief Jörg über Ostfrankreich und die Luftdruckwerte gingen jetzt entsprechend dem Premeteo-Index deutlich nach unten. Tief Jörg bewegte sich rasch weiter nach Nordost. Der Premeteo-Index summierte auf -21.
Hochdruckphase 3: Am 26. kam es zu einem Vorstoß des Azorenhochs. In der Nacht zum 27. machte sich kurz der Einfluss von Tief Klaus über der Nordsee bemerkbar, doch hatte sich in der Mittagskarte die antizyklonale Strömung des Azorenhochs bereits wieder über unserer Region durchgesetzt und blieb auch am 28. erhalten. Der Premeteo-Index summierte über die dreitägige Hochdruckphase auf +40.
Tiefdruckphase 4: Am 29. griff Tief Lucien  entgegen dem hohen Premeteo-Index von +27 auf Südwestdeutschland über und brachte in der Nacht zum 30. Sturm und zum Teil kräftige Niederschläge. Die Überprüfung der Konstellationen förderte einen handwerklichen Fehler zutage: Ceres 135° Apogäum H*+5, sowie Ceres 72° abst. Mondknoten H*+10 am 28. um 11:14 UTC und 14:39 UTC hätten gemäß den bestehenden Regeln nicht angerechnet werden dürfen, wegen Ceres 30° Pallas T*-5 am 30. März. Dadurch hätten die Werte des Premeteo-Index am 28. und 29. statt +19 und +27 nur +14 und +17 betragen. Damit wäre aber der Vorstoß von Tief Lucien auch nicht prognostiziert worden. Der hohe positive Wert des Premeteo-Index stammte aus Index 2 und 3. Es war die Symmetrie Quaoar 135° Venus Jupiter HH*T, die mit +14 Punkten einging, und die beiden H-Aspekte Venus 135° Quaoar und Jupiter 135° Quaoar erschienen auch noch einmal im Index 3 mit +8 Punkten durch die Konjunktion von Pallas mit Quaoar. Gerade diese Konjunktion schien für die weitere Abfolge von Tief Mike am 30. und Orkan-Tief Niklas am 31. verantwortlich zu sein. Pallas 0° Quaoar ist ein starker Tiefdruck-Aspekt. Als er am 25. exakt wurde, zeigten der Verlauf des Premeteo-Index und des Luftdrucks eine bemerkenswerte Übereinstimmung. Am 30. schien die Konjunktion Pallas-Quaoar durch die beiden T-Aspekte Mars 120° Pallas und Ceres 120° Pallas noch mal besonders aktiviert worden zu sein und schloss damit Index 2 und 3 aus. Nach den bestehenden, noch zu wenig differenzierten Prognoseregeln war diese starke Tiefdruckphase nicht vorherzusagen, doch entsprach sie dem Verlauf von Index 1, wie das Diagramm zeigt, denn sie hatte einen leichten Überschuss an exakten T-Aspekten. Der Premeteo-Index summierte durch Index 2 und 3 jedoch auf +52 (korrigiert +42).

Zusammenfassung:
Der März 2015 erfüllte mit seinen 23 bezüglich der Strömung richtig prognostizierten Tagen recht gut die Premeteo-Langzeitprognose, besonders wenn man bedenkt, dass die Prognose schon vor zwei Jahren am 27.03.2013 erstellt und am 18.02.2014 zusammen mit dem ganzen Jahr 2015 am Notariat Offenburg abgegeben worden war.

Zu den Besonderheiten dieses Monats gehörten die Tiefdruckphasen 2 und 3 vom 15. bis 20. und vom 22. bis 25. März. Südwestdeutschland lag in dieser Zeit flach innerhalb der Nordgrenze einer zyklonalen Strömung des westlichen Mittelmeerraums. Die Witterung blieb trocken und hatte, wie auch die Werte des Luftdrucks, häufig eher Hochdruckcharakter. Trotzdem konnten diese Tage aufgrund der Strömung als richtig prognostiziert angesehen werden. (Siehe Wetterlagenbeschreibung). Es war vor allem der durch die Konjunktion von Pallas mit dem Galaktischen Zentrum (GaZ) ausgelöste T*-Aspekt Varuna 150° Gaz, der mit -11 Punkten bis zum 23. den Premeteo-Index nach unten drückte, übrigens begleitet von Neptun 72° GaZ, dessen Impuls noch unbekannt ist.

Die letzten drei Tage des März stellten eine auffallende Fehlprognose dar, als die stürmischen Tiefdruckgebiete Lucien, Mike und Niclas in rascher Folge hintereinander das Wetter bis nach Südwestdeutschland prägten. Dabei entwickelte sich Niclas sogar zum Orkan und forderte Todesopfer. Dies fand statt, als die noch im Toleranzbereich von ±1° sich befindende Konjunktion von Pallas mit Quaoar, die einen starken, zyklonalen Impuls trägt, durch die exakt werdenden T-Aspekte von Mars 120° Pallas und Ceres 30° Pallas erneut aktiviert wurde. Eine Aktivierung fast-exakter Konjunktionen durch an sie anknüpfende, exakt werdende Aspekte von Planeten geringeren Rangs ist bis jetzt noch nicht Bestandteil der Prognoseregeln, kann aber offensichtlich in bestimmten Kombinationen sehr bedeutungsvoll sein. Solche Situationen müssen nun weiterhin genau beobachtet und beschrieben werden.

SW-D befand sich an 16 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +110, das einer Indexzahl von +6,88 pro Tag entsprach.
 
An 15 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -22, das einer Indexzahl pro Tag von –1,47 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 13., 18., 26., 29. -31.), an 13 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 03/2015

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.