Monatsevaluation

Auswertung 2016/11

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf November 2016 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Für den November 2016 waren durch den Premeteo-Index 16 Tage als antizyklonale Tage für Südwestdeutschland berechnet worden. In der Realität waren es 15 Tage, so dass die Gesamttendenz des Monats mit der Prognose stimmig war. Dennoch kam es zu zeitlichen Verschiebungen zwischen Prognose und realem Wetterlagenverlauf, so dass es 9 Fehlprognosetage bezüglich der Wetterlagenströmung  gab.

Auffällig waren dabei besonders die drei aufeinander folgenden, realen Hochdrucktage bei negativem Index durch das Kältehoch Siegfried vom 12. bis 14. November. Ebenso eindrücklich waren die beiden Fehlprognosetage des 23./24. mit positivem Premeteo-Index, an denen unsere Region noch im flachen Isobarenbereich von Tief Queenie über Spanien/Südwestfrankreich lag. Dieses Tief verursachte katastrophale Niederschläge über Norditalien, während bei uns ein statisches Wetter mit Nebel und Hochnebel herrschte. Von den insgesamt neun Fehlprognosetagen hatten vier Tage einen flachen Index, bei einem Tag entsprach die Höhenströmung dem Index. Der mittlere tägliche Premeteo-Index lag für die realen Hochdruckphasen bei +10,40 und für die realen Tiefdruckphasen bei -1,27.

Die bisher bezüglich ihres Impulses unsichere Konjunktion des aufsteigenden Mondknotens mit Orcus bestätigte sich als zyklonaler Impuls.
Zur ersten starken Temperaturabsenkung am 3./4. kommt es mit Venus 30° Mondapogäum, Neptun 0° absteigendem Mondknoten, sowie Sonne 30° Jupiter. Mit der Einleitung der kalten Wetterphase am Ende des Monats ab dem 29. November waren Sonne 90° aufsteigender Mondknoten und Venus 90° Ceres verbunden.


Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Hochdruckphase 1: Am 1. November setzte Hoch Quinn die antizyklonale Wetterlage vom Oktober zunächst fort, wandert dann jedoch rasch nach Osten ab. Es fand im Laufe des 2. ein Wechsel zu dem vom Atlantik vorrückenden Hoch Rafael statt. Zwischen beiden Hochs wurde in der Nacht und am Vormittag Tief Gisi über der Ostsee mit Niederschlägen wetterwirksam, doch vollzog sich der Übergang in den Isobarenbereich zu Hoch Rafael schon bis Mittag. Hoch Rafael wanderte am 3. von Südwestengland bis zum Balkan. Die Hochdruckphase endete damit einen Tag früher als vom Premeteo-Index vorgegeben und summierte über die 4 Tage auf +87.
Tiefdruckphase 1: Bei einem Indexabfall von +32 auf +7 setzte die Tiefdruckwetterlage durch Tief Husch über der Nordsee am 5. November um einen Tag früher als beim Premeteo-Index ein. Der Kern von Tief Husch verblieb bis zum 9. in der Region Benelux/Norddeutschland/Dänemark. (Bei der Korrektur der Originalprognose mit Neptun 72° Quaoar am 30.10.2014 sind am 7. im Index 2, am 8. und 10. im Index 3 ein Regelfehler bzw. zwei Rechenfehler aufgetreten, die die Prognoseregeln verletzt haben und daher jetzt bei der Auswertung richtig gestellt werden. Die entsprechenden Zellen der Tabelle wurden rot hinterlegt. Statt -3, -24 und 7 hat der richtige Premeteo-Index die Werte -10, -4 und 12. Es ergibt sich durch die Richtigstellung kein Vorzeichenwechsel und für die Gesamtauswertung der Monatsprognose kein bedeutsamer Unterschied.) Am 10. lag der Kern von Tief Julia I über Westdeutschland und von Tief Julia II über Schottland. Tief Julia I erreichte am 11. Polen, und Tief Julia II die Beneluxländer. Am 10. und 11. lag der Premeteo-Index im flach positiven Bereich. Am 10. spielten die beiden unsicheren Aspekte Orcus 0° aufsteigender Mondknoten (KN1) T?* (1/6) und Galaktisches Zentrum (GaZ) 72° absteigender Mondknoten (KN2) eine bedeutsame Rolle für den positiven Wert des Premeteo-Index. Man konnte sehr schön beobachten, wie das Luftdruckminimum gerade um die Zeit des Exaktwerdens der Orcus-KN1-Konjunktion erreicht wurde, so dass diese Konjunktion jetzt im Wetterschlüssel für zukünftige Prognosen mit einem sicheren T-Impuls eingetragen werden konnte. Der 72°-Aspekt des GaZ mit KN2 wurde dagegen als ambivalenter Aspekt für zukünftige Prognosen umnotiert. (Der Premeteo-Index hätte am 10. mit dieser Korrektur anstatt +12 den Wert -6 erreicht.) Der Premeteo-Index summierte über die 7-tägige Tiefdruckphase auf -9.
Hochdruckphase 2: Am 12. bewegte sich Hoch Siegfried von Skandinavien nach Süden und etablierte sich mit Kernen über Norddeutschland und Frankreich, während Tief Julia ebenfalls nach Süden zur Adria abwanderte. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -16, alternativ allerdings einen Wert von +16. Bei der Prognose hatte die Unsicherheit bestanden, ob dem Tf-Aspekt Venus 150° Varuna oder der H-Symmetrie Venus 15° Saturn Pluto der Vorrang zu geben war. Varuna hatte von den beteiligten Körpern die höchste Rangordnung und so wurde dem zyklonalen Impuls der Zuschlag gegeben, aber interessanterweise hatte die Dreier-Kombination der Symmetrie Venus-Saturn-Pluto den stärkeren Lokalbezug. Hoch Siegfried bewegte sich über Norddeutschland nur wenig nach Osten und seine kalte Luftmasse bewirkte über Südwestdeutschland dichten Nebel und Hochnebelbewölkung. Es blockierte das Eindringen der Tiefdruckgebiete vom Nordatlantik. Im Index 1 wurde Mars 144° Orcus H exakt. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -2. Hoch Siegfried war ein Kältehoch mit kontinentaler Subpolarluft zwischen dem warmen Hoch über dem Ostatlantik und Tief Julia über der Ukraine. Es herrschte eine statische Wetterlage. Das Temperaturminimum bildete sich am 14. mit (Merkur 0° Juno) 30° Venus. Gegen 18 UTC wurde an diesem Tag noch der starke Hf-Aspekt Sonne 150° Eris exakt. Die Tiefdruckimpulse von Venus und Merkur kamen daneben nicht zum Zuge. Am 15. hatte der Premeteo-Index einen einzelnen Tag mit positivem Wert und der Luftdruck stieg noch einmal etwas an. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige, kalte Hochdruckphase auf -15.
Tiefdruckphase 2: Trotz der antizyklonalen Höhenströmung setzten sich am 16. am Boden bei negativem Premeteo-Index die Tiefs Mirja und Laura über Island und dem Nordmeer bis nach Südwestdeutschland durch und brachten Regen. Tief Mirja verharrte über dem Nordmeer bis zum 19., dann wanderte es weiter nach Norden ab. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf -43.
Hochdruckphase 3: Im Laufe des Vormittags des 19. bildete sich eine flache Hochdruckzelle über Nordostfrankreich aus und um 0 UTC des 20. lag der Kern eines flachen Hochs über Tschechien, so dass der 19. als einzelner Hochdrucktag eingestuft werden musste. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -14.
Tiefdruckphase 3: Bis zum Mittag des 20. November übernahm Tief Nanette mit Kern über dem Ärmelkanal die Regie, dann folgte Tief Petrine westlich der Biskaya, das am 22. mit seinem Kern über Südwestengland lag. Der Luftdruck stieg nun wieder an, aber eine flache zyklonale Strömung blieb durch Tief Queenie über der ostspanischen Küste für unsere Region erhalten. Tief Queenie verlagerte seinen Kern am 24. zur Biskaya und zum 25. an die Westküste der Iberischen Halbinsel. Unsere Region verblieb schwach in seinem Einflussbereich, obwohl der Premeteo-Index am 23. und 24. schon auf die Werte +15 und +26 anstieg. Die rückläufige Ceres, die am 17. mit Eris in exakte Konjunktion gekommen war, bildete ab dem 23. eine Dreierkonjunktion mit Eris und Uranus. In diese rückläufige  Bewegung der Ceres in die Konjunktionen mit Eris und Uranus hinein fiel auch die Ausbildung eines starken Kältehochs über Westsibirien, dessen Kern am 20. einen maximalen Luftdruck von 1065 hpa erreichte und der sich in den folgenden Tagen nach Westen Richtung Russland verlagerte. Am 20. wechselte Neptun von seiner rückläufigen Bewegung in die Rechtläufigkeit. An diesem Tag kam es damit zu einem relativen Bewegungsstillstand Neptuns von der Erde aus gesehen. Am Südwestrand des russischen Hochs wurde Tief Queenie zugleich südlich von Hoch Thomas (mit Kern über Großbritannien) in der iberischen Region fixiert. Ein statisches Wetter mit Nebel und Hochnebel in unserer Region, dagegen katastrophale Niederschläge in Norditalien waren die Folge. Am 25. erreichte der Premeteo-Index ein Maximum von +42 Punkten. Der Luftdruck senkte sich von 0 bis 6 UTC noch mal um rund 3 hpa ab, um dann im Laufe des Vormittags und Nachmittags wieder ein wenig kräftiger anzusteigen. In der 12 UTC Karte zeigte sich eine ganz flache H-Zelle über Südwestdeutschland, so dass dieser Tag gemäß den Regeln der folgenden Hochdruckphase zugeordnet werden konnte. Der Premeteo-Index summierte über die 5-tägige Tiefdruckphase durch die letzten beiden stark positiven Tage auf +33.
Hochdruckphase 4: Im Laufe des 25. setzte sich die statische Wetterlage mit Nebel und Hochnebel fort, aber lokal trat nun schon auch vermehrt Sonnenschein am Südrand von Hoch Thomas über Großbritannien auf. Um 0 UTC am 26. hatte Thomas I seinen Kern weiterhin über Großbritannien, während der Kern von Hoch Thomas II über Osteuropa lag. Tief Queenie war nun vollständig okkludiert und die Okklusionslinie verlief an der Südgrenze des Prognosegebiets. Die feiner skalierte Mittagskarte zeigte gegenüber dem Vortag jedoch nun deutlich die Ausweitung von Hoch Thomas nach Süden. Am 27. war es Hoch Uwe über dem Nordmeer, das über die Nordsee nach Norddeutschland zog und am 28. und 29. klare, frostige Nächte brachte.

SW-D befand sich an 15 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +214. Dies entsprach einer Indexzahl von +14,27 pro Tag.
An 15 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab –19. Dies entsprach einer Indexzahl von -1,27 pro Tag.
Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 2., 4., 23. bis 26.), an 10 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.


 


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Kosmogramm 11/2016

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.