Monatsevaluation

Auswertung 2017/10

 Auswertung 2017/10 korrigiert

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Oktober 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Der Oktober 2017 hatte einen bemerkenswerten, ungewöhnlichen Wetterverlauf. Während für den südwestdeutschen Raum mit 30 antizyklonalen Tagen ein relativ ruhiges und trockenes Wetter registriert werden konnte, wurde der Norden und Osten Deutschlands zu Beginn und gegen Ende des Monats von den beiden Orkantiefs Xavier und Herwart, die Menschenleben forderten und schwere Schäden verursachten, stark getroffen.

In der Mitte des Monats bildete sich über dem Atlantik südwestlich der Azoren der Hurrikan Ophelia, das mit einer ausgeprägten Hochdruckbildung vom Mittelmeerraum bis über Europa und mit der Zufuhr warmer Luftmassen einherging. Hurrikan Ophelia erreichte ihre intensivste Entwicklung in dem Zeitraum zwischen dem 13. und 16. Oktober, als zuerst Merkur und dann die Sonne in Konjunktion mit Haumea traten und zugleich damit die Opposition zwischen Haumea und Eris aktivierten. (Im Vormonat, am 7. September, war Jupiter in Konjunktion mit Haumea getreten und Hurrikan Maria erreichte in der Karibik ihre intensivste Ausprägung als Tropischer Wirbelsturm der Kategorie 5, und zugleich trat an diesem Tag ein starkes Erdbeben in Mexiko auf.) Die Aktivierung der Haumea-Eris-Opposition ging deutlich mit einer Antizyklonalisierung der Atmosphäre über Südwestdeutschland einher und verursachte eine mehrtägige Fehlprognose des Premeteo-Indexes, da mehrere Aspekte von niederem Rang mit Tiefdruckimpulsen auftraten.  Zum Zeitpunkt der Prognose war Haumea 180° Eris bezüglich seines Impulses noch unbekannt. Inzwischen ist diese Winkelbeziehung nun insgesamt sieben Mal exakt geworden, dabei fünf mal bei einer Hochdruckwetterlage über Südwestdeutschland, so dass ein antizyklonaler Impuls wahrscheinlich erscheint, da die Haumea-Eris-Opposition den höchsten Rang aller zeitgleich beteiligten Aspekte inne hatte.

Hurrikan Ophelia erreichte den Höhepunkt ihrer Entwicklung nicht nur mit dem Exaktwerden von Merkur/Sonne 0° Haumea, sondern auch am 16. mit der Dreier-Konjunktion Venus 0° Supergalaktisches Zentrum (GSZ) 0° Makemake. Dies zeigte wieder sehr deutlich, dass ungewöhnliche und seltene Wetterereignisse mit ungewöhnlichen und seltenen Konstellationen einhergehen! Solche geordneten, atmosphärischen Gebilde entwickeln sich  nicht zufällig und irgendwann, sondern sie sind verbunden mit besonderen, kosmischen Ordnungszuständen des Raumzeit-Kontinuums, in deren Zentrum sich die Erde befindet.

Die beiden Diagramme mit dem Verlauf der unkorrigierten Premeteo-Index-Prognose und dem Verlauf der im Index 3 korrigierten Prognose zeigen deutlich, dass der korrigierte Premeteo-Index besonders in der dritten Dekade den realen Wetterverlauf besser wiedergab. Beim korrigierten Index waren insgesamt 21 Tage richtig prognostiziert, beim unkorrigierten Index waren es nur 17 Tage. Der korrigierte mittlere Premeteo-Index pro Tag beträgt für die Hochwetterlagen +6,37, beim ursprünglichen Premeteo-Index nur +2,87.

Die Tage mit den höchsten Luftdruckwerten über Südwestdeutschland wurden jedes Mal am Tag vor dem Auftreten der beiden Hurrikane Xavier (5.) und Herwart (29.) erreicht, sowie in dem Zeitraum, als sich Ophelia Europa annäherte und Irland (13.-16.) überquerte.

Die wärmsten Tage des Monats waren der 2. mit Ceres 144° GSZ und der 21. mit Venus 60° Ceres. Die kältesten Tage waren der 30. Merkur 90° KN1 und Venus 60° KN1 sowie der  31. mit Saturn 60° Haumea und Ceres 150° Neptun.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Hochdruckphase 1: Den ersten Tag des Monats bestimmte das Azorenhoch. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +34 / korr. +29

Tiefdruckphase 1: Am 2. kam Südwestdeutschland unter den schwachen Einfluss von Tief Wolfgang über den Färöer-Inseln. Von West nach Ost betrachtet lag die Region in einem flachen Trog zwischen dem Azorenhoch und Hoch Rosa über Russland. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +21 / +16. Der positive Wert entsprang in erster Linie dem Index 2 durch die Symmetrie Vesta 2° Sonne Merkur H H +14, wobei Merkur gerade aus einer Dreier-Konjunktion mit Makemake und dem GSZ kam. Auf den ersten 10° Waage (= 180° bis 190°) waren die Positionen von GSZ, Merkur, Makemake, Vesta und Sonne sehr dicht versammelt. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +21 / korr. +16

Hochdruckphase 2: Um 0 UTC des 3. Oktober lag die Region noch im Isobarenbereich von Tief Wolfgang über dem Nordmeer, und es kam in der Nacht lokal zu Niederschlägen. Doch bis 12 UTC hatte sich Hoch Sylvia mit Kern über dem Ostatlantik bei kräftigem Luftdruckanstieg durchgesetzt. Am 4. lag der Kern von Hoch Sylvia über Ostfrankreich. Auch an den folgenden Tagen bis zum 7. verblieb Südwestdeutschland im Bereich einer  Hochdruckströmung mit Kernen über dem Ostatlantik und Frankreich. In der Nacht zum 8. nahm Tief Yap über der Ostsee Einfluss bis über unsere Region. Es kam in der Nacht zu Regen, während es am Tage trocken, aber grau bedeckt und kühl blieb. Die Antizyklonalität blieb nur sehr schwach bestehen. Auch am 9. und 10. lag die Region unter dem schwachen, ostatlantischen Hochdruckeinfluss, wobei es zu überwiegend dichter Bewölkung mit wenigen Niederschlägen kam. Die bedeckte Witterung stimmte mit dem flach negativen Premeteo-Index vom 10. überein.

Am 11. dehnte sich das Atlantikhoch weiter nach Osten aus, bildete einen Kern über Süddeutschland und  erhielt den Namen Tanja. Der Premeteo-Index war noch flach negativ durch Mars 90° Saturn Tf, das mit – 10 Punkten angerechnet worden war. Doch schon am Morgen wurde die Symmetrie Neptun 144° Sonne Ceres A H* A exakt und dazu die beiden H*-Aspekte Ceres 144° Neptun und Vesta 150° Neptun am Abend, so dass der einzelne Tf-Aspekt nicht zum Zuge kam, sondern die Aspekte mit Neptun zum „Tagesthema“ wurden. Die beiden Asteroiden-Aspekte mit Neptun waren entsprechend der Prognoseregel erst dem 12. Oktober zugeordnet worden. Mit Neptun 144° zu Sonne und Ceres, sowie Merkur 60° aufsteigender Mondknoten und Venus 144° absteigender Mondknoten entwickelte sich der Tropensturm Ophelia südwestlich der Azoren zu einem Hurrikan. Sein erstes Luftdruckminimum erreichte er am 13. mit Merkur 0° Haumea/180° Eris.  Diese Konjunktion Merkurs mit Haumea, die zugleich gepaart war mit einer Opposition zu Eris, wurde Anlass zu einer Fehlprognose. Als die Prognose vor rund zwei Jahren erstellt wurde, war noch nicht bekannt, welchen Impuls die Haumea-Eris-Opposition tragen würde. Durch die Konjunktion Merkurs mit Haumea wurde sie nun aktiviert, da sie sich im fast exakten Bereich von ± 1° befand. (Inzwischen wurde die Opposition zwischen Haumea und Eris schon sieben Mal exakt, fünf Mal bei einer Hochdruckwetterlage über Südwestdeutschland.) Der steile Luftdruckanstieg, der mit der Merkurpassage nun eintrat, wies nun deutlich auf einen H*-Aspekt hin, der als Winkelbeziehung zwischen zwei Kuiper-Gürtelobjekten gegenüber den anderen Aspekten des 13. und 14. Oktobers den höchsten Rang hatte. Merkur 0° Haumea ist ein ambivalenter A-Aspekt ohne Impuls. Merkur 180° Eris ist ein Tf-Aspekt, der sowohl im Index 1, als auch in einer Symmetrie des Index 2 auftrat, und damit für den negativen Premeteo-Index verantwortlich war. Wenn Haumea 180° Eris ein H*-Aspekt ist, hatte dieser den höchsten Rang und die Merkur-Aspekte in Index 1 und 2 hätten nicht angerechnet werden dürfen. Dies wurde im alternativen Premeteo-Index bei der Prognosenerstellung bereits so vollzogen, der am 13. den Wert 0 statt -21 hatte. Am 14. hätte dann im Index 3 Haumea 180° Eris mit +11 Punkten angerechnet werden können und der korr. Premeteo-Index hätte dann einen Wert von +11 angenommen.

Am 15. wurden im Index 1 fünf T-Aspekte exakt, u. a. Merkur 60° GaZ Tf, aber das große Hochdruckgebiet mit Kern über den Alpen reichte weiterhin stabil vom Mittelmeer über West- und Mitteleuropa. Da am 16. die Sonne in Opposition zu Eris und am 17. in Konjunktion mit Haumea trat, verstärkte sie damit wie schon zuvor Merkur am 13. und 14. die Haumea-Eris-Opposition, an deren H*-Impuls inzwischen nicht mehr gezweifelt werden kann. Hurrikan Ophelia näherte sich derweil Europa weiter an. Er nahm Kurs in Richtung Irland. Laut Berliner Wetterkarte erreichte er am 16. um 6 UTC einen Kerndruck von 958 hpa. Um 6:40 UTC wurde die Konjunktion von Venus mit dem Supergalaktischen Zentrum (GSZ) exakt, die für Südwestdeutschland einen Tf-Impuls trägt. Da das GSZ sich noch immer in Konjunktion mit Makemake befand, bildete die Venus-Passage die Dreier-Konjunktion  Venus-GSZ-Makemake. So erreichte der östlichste Hurrikan der Kategorie 3 auf dem Nordatlantik seit 1851 (siehe Berliner Wetterkarte vom 16.10.17) seine intensivste Zyklonalität im Moment der Verstärkung der Haumea-Eris-Opposition durch die Sonne sowie der Dreier-Konjunktion von Venus-GSZ-Makemake! Über Süddeutschland bildete sich dazu ein ausgleichender, antizyklonaler Kern aus. Alle T-Aspekte des 16. Oktober im Index 1, die den negativen Premeteo-Indexwert des Tages verursachten, verschwanden in der Bodenatmosphäre durch die beschriebenen, von Venus und Sonne unterstützten hochrangigen Konstellationen der Kuipergürtel-Kleinplaneten. Auf 500 hpa zeigte sich jedoch am 16. um 0 UTC ein zyklonaler Kaltlufttropfen über dem westdeutschen Raum.

Auch der 17. wurde durch Varuna 60° GSZ ?* im Index 3 noch mal zu einem Fehlprognosetag, da vor allem der Index 1 nun einen stark negativen Wert durch T-Aspekte von Juno, Saturn, Mars und Venus aufwies . Hoch Tanja verlor dabei im Laufe des Tages deutlich an Spannkraft, blieb aber wetterbestimmend. Erst ab dem 18. verlief auch der Premeteo-Index wieder im positiven Bereich. Jetzt trat die Sonne in Konjunktion mit Haumea und löste im Index 3 erneut Haumea 180° Eris H?* aus. Doch dieses Mal war auch der Index 1 im positiven Bereich, so dass kein Widerspruch zu seinem möglichen H*-Impuls bestand. Hoch Tanja, das mit seinem Kern schon über den Balkan abgewandert war, blieb für unsere Region bis zum 19. wetterbestimmend. Am 19. fiel über der iberischen Halbinsel auf 500 hpa eine geschlossene, kalte Tiefdruckzelle von -20°C auf, während sich über Mitteleuropa ein warmer Hockdruckkeil ausdehnte. Am 20. um 0 UTC lag Tief Dietrich über Großbritannien und dehnte sich nur sehr flach bis über Südwestdeutschland aus, um 12 UTC lag die Region schon wieder in einer schwachen antizyklonalen Strömung, die auch am 21. um 0 UTC noch durch ein Mittelmeerhoch mit Kern über der Adria gespeist aufrecht erhalten wurde. Tief Dietrich war zu einem kleinen Teiltief innerhalb des kräftigen Tiefs Elmar mit Kern westlich Irlands retardiert. Um 12 UTC dehnte sich der Trog von Tief Elmar schmal und flach bis nach Südwestdeutschland aus. Das Luftdruckminimum wurde am Nachmittag erreicht, am Spätnachmittag-Abend regnete es ausgiebig, doch sorgte ein schmaler Keil des Azorenhochs, der um 0 UTC gerade bis zum Südwestzipfel Deutschlands reichte, schon wieder für Auflockerungen, die noch bis in den frühen Nachmittag des 22. anhielten. Die Troglinie  von Tief Elmar über Großbritannien verlief um 0 UTC östlich der südwestdeutschen Region, die sich letztlich - mit relativ hohem Luftdruck gemessen an der Wechselhaftigkeit des Wetters -  im Übergangsbereich zwischen der antizyklonalen zur zyklonalen Strömung befand.

Am 23. entwickelte sich das Azorenhoch schließlich zu Hoch Ulrike mit Kern über der Iberischen Halbinsel, der sich am 24. nach Südwestfrankreich verlagerte und am 25. Südwestdeutschland erreichte. Am 26. und 27. wanderte Hoch Ulrike über die Alpen zum Balkan, und die Region wechselte in den Isobarenbereich von Hoch Vera, das mit seinem Kern südlich von Irland lag. Die beiden Diagramme mit dem korrigierten und unkorrigierten Premeteo-Index zeigen deutlich, dass der im Index 3 korrigierte Index vom 24. bis zum 29. Oktober besser mit der realen Wetterlage übereinstimmte als die im negativen Bereich verlaufende, ursprüngliche Premeteo-Prognose. Allerdings entwickelte sich vom 28. zum 29., als der Premeteo-Index ein Minimum erreichte, Tief Herwart mit Kern über Südskandinavien zu einem Orkantief, das über Nord- und Ostdeutschland schwere Schäden verursachte und zwei Menschenleben forderte. Sein Isobarenbereich konnte über Südwestdeutschland jedoch den ostatlantischen Hochdruckeinfluss nicht ganz verdrängen. Hoch Vera zog bis zum 31. über Irland nach Nordwestfrankreich und bescherte der südwestdeutschen Region noch zwei goldene Oktobertage. Der Premeteo-Index summierte über die ungewöhnlich lange, 29-tägige Hochdruckphase auf +52 / korr. +164. Auch hier zeigte sich wieder, dass der im Index 3 korrigierte Premeteo-Index der langen, realen Hochdruckwetterlage besser entsprach.

SW-D befand sich an 30 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +86 / korr. 191. Dies entsprach einer Indexzahl von +2,87 / korr. +6,37 pro Tag.

An 1 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +21 / korr. +16.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 10 Tagen falsch (am 2., 3., 7., 13., 14., 15., 17., 20., 22. und 24.), an 7 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.


 

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Kosmogramm 10/2017

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.