April 2013

Auswertung 2013/03Auswertung korrigiert 2013/03

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf April 2013 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Im April setzte sich zunächst die Großwetterlage von Ende März weiter fort. Ein kaltes Hochdruckgebiet über Skandinavien und eine Tiefdruckzone über dem Mittelmeer grenzten im Alpenraum aneinander. Südwestdeutschland lag mal im Isobarenbereich des Hochdruckgebiets, mal im Isobarenbereich des Tiefdruckgebiets. Der Luftdruck pendelte weiterhin um 1010 hpa. Am 1. April lag der Kern von Hoch Katrin in der Nordsee. Der Premeteo-Index hatte den Wert  -5, der alternative Index durch die Symmetrie Pal 22,5 Ura Sed  (06)   H?*(4/2) 0 /+14 jedoch +9 und wäre damit zutreffender gewesen.
Tiefdruckphase 1: Am 2. April zog sich das Hoch über der Nordsee ein wenig nach Norden zurück, während sich Tief Fery über Korsika über die Alpen flach bis nach SW-D ausdehnte. Auch am 3. befand sich die Region noch im Isobarenbereich von Tief Fery, das sich über den Balkan verlagert hat. Bei uns bleibt es teilweise sonnig und es fällt kein Niederschlag. Der Premeteo-Index summierte  auf -15.
Hochdruckphase 2: Am 4. überwog flach der Einfluss von Hoch Monika-Liebhild mit Kernen bei Island und über Westrussland.  Im Laufe des Tages vollzieht sich ein Luftmassenwechsel. Die kalte maritime Arktikluft weicht einer Warmluftströmung aus dem Süden. Der Premeteo-Index lag bei +4.
Tiefdruckphase 2: Am 5. verstärkte sich wieder Tief Györgi über dem Golf von Genua und S-Frankreich und dehnte sich über Deutschland aus. Die Witterung blieb bei uns jedoch freundlich. Der Premeteo-Index war mit +2 flach positiv. Das kam von der Symmetrie Hau 3op Ven Eri  (22) H  ?*  +7 / 0. Der alternative Index war korrekter, weil im Index 3 durch die Konjunktion Apo 0 Ves der T-Aspekt Ves 60 Eri T -5 ausgelöst wurde. Am 6. lag unsere Region noch im Strömungsbereich eines okkludierten Tiefs über dem Golf von Genua. Der Premeteo-Index summierte auf -10
Hochdruckphase 3: Am 7. erreichte gemäß dem Premeteo-Index Hoch Monika über dem Ärmelkanal unseren Raum. Der Premeteo-Index betrug +29.
Tiefdruckphase 3: Entgegen dem steigenden Premeteo-Index fiel am 8. der Luftdruck bereits wieder durch Tief Ingo, das sich vom Ostatlantik näherte. Allerdings hatte sich bei einem Premeteo-Index von +42 wenigstens auf 500 hpa für diesen einen Tag ein Hochdruckkeil ausgebildet. Eine hohe Indexzahl weist immer darauf hin, dass sehr viele Aspekte beteiligt sind und deren Wechselwirkungen mangels Erfahrung oftmals nur fehlerhaft umgesetzt werden können. Meist sind mehrere Aspekte durch die Beteiligung eines gleichen Planeten verknüpft und die Hierarchiefrage kann sehr komplex werden. Am 8. stellte sich die Hierarchiefrage zwischen den H-Symmetrien Hau 1op Son Ven und Hau 1op Son Mar zu dem T-Aspekt Son 135 Orc im Index 1. Offensichtlich war der direkt exakt werdende T-Aspekt der Sonne in der Bodenströmung der entscheidende Faktor, während die H-Symmetrien in der Höhenströmung präsent waren. Im korrigierten Index-Diagramm wurde dies berücksichtigt. Außerdem bestand am 8./9. April die Dreierkonjunktion Venus-Mars-Eris, die in ihren Einzelbestandteilen nur H-Aspekte enthielt, die angerechnet worden waren. Die Konzentration dieser drei Himmelkörper in diesem Raumbereich könnte als Gesamtkonstellation aber auch einen zyklonalen Impuls bedeuten. Oft schon traten Fehlprognosen bei Dreier-Konjunktionen auf. So war auch der 9. mit einem Premeteo-Index von +18 ein Fehlprognose Tag. Ab dem 10. bewegte sich der originale Premeteo-Index nur noch im flach positiven Bereich. Aber das korrigierte Index-Diagramm zeigt, dass er eigentlich tiefer im negativen Bereich verlief, weil am 10. vergessen worden war, die Auslösung Mar 30 Sed Tf -10 bei der Konjunktionssymmetrie  Mar 2 Son Ven T H zu berechnen. Mar 30 Sed Tf zählt zu den Aspekten, die einen starken Lokalbezug zu Südwestdeutschland haben und er wurde am 11. um 7:39 UTC exakt gefolgt von Mar 90 Var T um 20:32 UTC. Im korrigierten Indexdiagramm wurde der zweite Mars-T-Aspekt zum 11. dazugenommen und nicht wie in der Originalprognose zum 12. April. Der originale Premeteo-Index summierte auf +69 (!), der korrigierte auf +9.
Hochdruckphase 4: Am Vormittag des 12. April stellte sich die Strömung auf antizyklonal um. Es fielen noch Schauer, aber die Sonne setzte sich auch immer mal wieder durch. Hoch Walburga wanderte vom 13. bis 15. April mit seinem Kern von Südfrankreich nach Nordpolen und ließ endlich den Frühling in unsere Region einziehen. Der Premeteo-Index summierte auf +10.
Tiefdruckphase 4: Ab dem 15. bildet sich in der Bodenschicht eine flache zyklonale Strömung aus durch Tief Leo über dem NO-Atlantik, während auf 500 hpa eine flache antizyklonale Strömung vorherrschte. Entsprechend kommt es zu hohen Temperaturmaxima über 25°C. Im weiteren Verlauf sind es die Tiefs Michael und Nils, die weiterhin bis zum 18. einen nur flachen zyklonalen Einfluss auf SW-D ausüben. Über die ganze Phase wies die flache zyklonale Strömung einen relativ hohen Luftdruck auf und auf 500 hpa überwog eine flache antizyklonale Strömung. Der Premeteo summierte auf -12.
Hochdruckphase 5: Am 19. kam mit einem Tag Verspätung gegenüber dem Premeteo-Index unsere Region an den Ostrand des Hochs Oxana über dem Ostatlantik. Die Tagesmitteltemperatur war z. B. in Lahr um 6,5°C gegenüber dem Vortag gefallen und diese starke Abkühlung führte zu einer Absinkbewegung und Stabilisierung der Luftmasse über unserem Raum. Der Premeteo-Index lag bei -9.
Tiefdruckphase 5: Am Vormittag des 20. schwenkte die Strömung auf T-Odo über dem Golf von Genua ein und blieb mit ihr bis zum 22.verbunden. Der Premeteo-Index verlief ab dem 21. flach alternierend zwischen dem positiven und negativen Bereich. Über die ganze Phase summierte der Premeteo-Index auf -7.
Hochdruckphase 6: Am 23. dehnte sich Hoch Paula vom Ostatlantik nach Europa aus und wanderte bis zum 26. mit seinem Kern über die Alpen bis Balkan. Es kam zu nachmittäglichen Höchsttemperaturen um 26°C. Der Premeteo-Index summierte auf +36.
Tiefdruckphase 6: Am 26. , noch bei einem flachen Premeteo-Index von +7, stellte sich bis zum Mittag die Strömung auf die Tiefdruckströmung Randolf über Südskandinavien ein, am 27. , bei einem Premeteo-Index von -10 reichte eine Tiefdruckrinne von NW-Russland über Deutschland bis nach Portugal und brachte starke Niederschläge. Der entscheidende Aspekt war Mars 60 Nep Tf -10 um 1:48 UTC. Der Premeteo-Index summierte auf -3.
Hochdruckphase 7: Am 28. bildete sich im Laufe des Tages durch Hoch Quirina vom Atlantik her eine flache Hochdruckzone über Deutschland aus. Die Atmosphäre hatte sich stark abgekühlt und es blieb durchgehend dicht bewölkt aber niederschlagsfrei. Der Premeteo-Index betrug +7.
Tiefdruckphase 7: Die letzten beiden Tage des Monats wurden von einer flachen zyklonalen Strömung über den Alpen und vom Mittelmeerraum (Tief Torsten) her bestimmt. Es gab nur geringfügige Niederschläge und eine leichte Erwärmung. Der Premeteo-Index summierte auf -14.


Zusammenfassung:
Der April 2013 war mit 10 Fehlprognosetagen bezüglich der Strömungsform ein  durchschnittlich gelungener Prognosemonat.
Dass er nicht besser ausfiel, lag an der schwierigen Konstellation zwischen dem 8. und 11., als Venus, Mars und Eris eine Dreierkonjunktion bildeten, der starke Tiefdruckaspekt Mars 30° Sedna dabei das ganze Geschehen fokussierte und alle mit der Konjunktion verbundenen H-Aspekte dominierte. Dies erscheint nachträglich einleuchtend, war aber in der Prognosesituation schwer zu durchschauen. Das korrigierte Diagramm zeigt, wie der Premeteo-Index bei Berücksichtigung dieser Tatsache verlaufen wäre. Siehe Text der Wetterlagenbeschreibungen.
Ein schweres Erdbeben ereignete sich im Iran, als die Dreierkonjunktion am exaktesten war.

Eine weitere Besonderheit des Monats war die lang anhaltende Konjunktion von Sonne und Mars im 1°-Exaktheitsbereich, mit der zwei weitere starke Erdbeben im Grenzbereich von Iran-Pakistan und in China verbunden waren. In diese Phase fielen auch die dramatischen Ereignisse in den USA mit dem Boston-Attentat und der katastrophalen Explosion einer Düngemittelfabrik in Texas.

Bei der Symbolprognose gab es nur zwei ganz falsche Tage, 10 Tage waren genau zutreffend, aber 18 Tage waren nur tendenziell richtig und zwar war es meist etwas bewölkter, mit größerer Regenneigung als prognostiziert.

SW-D befand sich an 11 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +92, was einer Indexzahl von +8,36 pro Tag entspricht.

An 19 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +6, was einer Indexzahl pro Tag von +0,32 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 2 Tagen falsch (am 8. und 9.), an 10 Tagen richtig und an 18 Tagen tendenziell richtig.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.