April 2014

Auswertung 2014/04

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf April 2014 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Am 1. stellte sich die Strömung im Laufe des Vormittags in der Bodenschicht durch Tief Karola über dem Ostatlantik auf eine flache zyklonale Strömung um. In der Höhe verblieb SW-D noch in einem Höhenkeil, der sich vom Mittelmeerraum bis über Mitteleuropa ausdehnte. So blieb es auch am 2. noch sonnig bei auffallend geringer Luftfeuchte und weiterem Luftdruckfall. Tief Karola verblieb auch am 3. über dem Ostatlantik und dehnte sich nur flach bis in unsere Region aus, während das Mittelmeerhoch seinen Isobarenbereich bis über die Alpen ausdehnte. Auf 500 hpa blieb die Strömung antizyklonal und transportierte ungewöhnlich viel Sahara-Sand nach Deutschland. Der Premeteo-Index summierte auf -18.
Hochdruckphase 1: Am 4. und 5. April befand sich die südwestdeutsche Region in einem Bereich flacher Luftdruckgegensätze. Hoch Mark über dem skandinavisch-baltischen Raum und das Azorenhoch prägten schwach die Witterung. Über dem Mittelmeer befand sich Tief Ludmilla. Eine meist geschlossene hochnebelartige Wolkendecke verhinderte Sonnenschein. Am 6. gab es dann unter dem Einfluss eines Hochdruckkeils von Spanien und am 7. einer Hochdruckzelle über den Alpen vermehrt heiteres Wetter. Die für den 9. als einzelner Tag vom Premeteo-Index mit
-19 zyklonal prognostizierte Strömung trat in der Bodenschicht schon am 8. ein, auf 500 hpa jedoch exakt am 9. April. Konstellatorisch handelte es sich um die Doppelopposition von Sonne und Juno auf der rechten Seite zu Mars und Haumea auf der linken Seite des Kosmogramms. Der am 9. exakte T-Aspekt Sonne 180° Mars wurde schon am 8. durch Mars 180° Juno H ausgelöst, wobei sich der Sonne-T-Aspekt kurzzeitig als dominant erwies. Doch schwang die Strömung schon im Laufe des 8. wieder auf antizyklonal um. Hoch Nino über dem Ostatlantik bestimmte am 9. und 10. die Strömung. Am 11. und 12. blieb eindeutig die antizyklonale Lage bei geringen Luftdruckgegensätzen erhalten. Am 11. und 12. waren die große Hochdruckzelle über Russland und das Azorenhoch für die Wetterlage verantwortlich. Am 12. war der Premeteo-Index mit +49 Punkten besonders hoch, während der Luftdruck nur im flachen Bereich verlief. Da ist es interessant, dass es an diesem Tag zwei Oppositionssymmetrien gab, an denen Sonne, Mars und Uranus mit T-Aspekten vertreten waren, die aber wegen des zu großen Oppositionsspielraums  und der Sonne-H-Konjunktion mit Eris nicht angerechnet worden waren. Am 13. und 14. übernahm Hoch Olaf vom Atlantik aus die Regie über die Region. Am 15. und 16. lag der Premeteo-Index im negativen Bereich. Tatsächlich stellte sich auf 500hpa auch sofort ein Trog ein, in dessen nordwestliche Strömung die Region zu liegen kam. Die Zufuhr von kalter, maritimer Polarluft stabilisierte jedoch die Bodenatmosphäre und baute Hoch Olaf über den Britischen Inseln auf. Lokal kam es sogar zu Bodenfrost. Im Diagramm kann man sehr gut die Parallelität dieses Wettergeschehens zu dem Kaltlufteinbruch am 8./9. April sehen! Am 17. hatte sich der Kern von Hoch Olaf schon bis nach Südostdeutschland verlagert. Der Premeteo-Index summierte über die 14-tägige Hochdruckwetterlage auf +122.
Tiefdruckphase 2: Am 18., entgegen dem positiven Premeteo-Index von +15, setzte sich Tief Quendolin mit Kern über Südskandinavien bis über ganz Deutschland durch. Auf 500 hpa herrschte dagegen noch eine flache antizyklonale Nordwestströmung vor. Der Index 1 betrug für diesen Tag allerdings -6 durch die beiden T-Aspekte Venus 60° Pluto und Venus 135° aufst. Mondknoten, die sich in dieser Kombination gegenüber den Symmetrien behaupteten, durch die der positive Index zustande gekommen war. An beiden Symmetrien war Merkur beteiligt, der auch für die Fehlprognose des folgenden Tages wahrscheinlich die entscheidende Rolle gespielt hat. Bei Merkur lag die Besonderheit vor, dass er sich in dieser Phase besonders schnell gegenüber der Erde bewegte, etwa zwei Bogengrad schritt er täglich voran und bildete vom 18. abends bis zum 20. April mittags in Folge auffallende sieben Impulsaspekte, drei davon mit H-, vier mit T-Impuls, wobei der T-Aspekt Merkur 30° Sedna den höchsten Rang hatte. Es sieht so aus, dass Merkur mit dieser Geschwindigkeits- und Impulsintensität für das starke Höhentief verantwortlich war, das sich um 0 UTC am 19. über Mitteleuropa kurzfristig etabliert hatte. In der Bodenschicht sah es ganz anders aus. Hoch Pere über Südskandinavien dehnte seinen Isobarenbereich entsprechend dem Premeteo-Index über ganz Deutschland aus, außer dem Süden Deutschlands, das kam unter den Einfluss von Tief Quendolin über dem Golf von Genua und daher musste auch der 19. für Südwestdeutschland trotz des hohen positiven Index als Fehlprognosetag notiert werden. Am 20. war der Premeteo-Index in Übereinstimmung mit der Wetterlage, am 21., als er wieder hoch im positiven Bereich verlief, setzte sich aber die Folge der Fehlprognosen fort. Nun jedoch durch eine übergeordnete Struktur, ein kosmogeometrisches Quadrat, dessen Entwicklung vom 21.bis 24. sehr gut im Kosmogramm zu verfolgen war. Seine Seiten verliefen von Mars im Bereich Waage zu Jupiter im Bereich Krebs. Von Jupiter zu Uranus im Bereich Widder und von Jupiter zu Pluto im Bereich Steinbock. Uranus bildete in diesem sehr exakt umlaufenden Quadrat zwei Tiefdruckaspekte aus einmal in Opposition zu Mars und in 90° zu Jupiter. Diese beiden schienen die Großwetterlage mit einer zyklonalen Strömung bei sehr schwachem Luftdruckgefälle am 21. noch zu dominieren. Solche übergeordneten Strukturbildungen konnten aus finanziellen Gründen bisher noch nicht für die Prognosen erschlossen werden. Ein handwerklicher Fehler war mit dem Tf-Aspekt Venus 0° Chiron unterlaufen. Er hätte mit -8 Punkten angerechnet werden müssen. Der Index 1 wäre dann am 21. mit -2 Punkten negativ gewesen. Die Tiefdruckphase endete mit dem 21. Der Premeteo-Index summierte leider auf +91!
Hochdruckphase 2: Über Norditalien hatte sich am 22. eine kleine Hochdruckzelle ausgebildet und das flache Rest-Tief Quendolin lag über dem Ärmelkanal. Auch am 23. bei einem Premeteo-Index von 0 und am 24. und 25. bei einem Index von +13 und +5 blieb die flache antizyklonale Strömung bestehen, allerdings fiel der Druck vom 24. auf den 25. deutlich ab, da sich über Frankreichreich eine kleine Tiefdruckzelle gebildet hatte. Trotzdem blieb über unserer Region die schwache antizyklonale Strömung erhalten, wie an der Abzeichnung der planetarischen Luftdruckwelle um die Mittagszeit zu erkennen war. Die Mittagskarte zeigte eine Übergangszone zwischen Hoch- und Tiefdruckströmung an. Am Abend kam es in der Region zu Gewittern mit Niederschlägen. Ein flacher Keil des Azorenhochs bildete sich am 26. über Frankreich bis Südwestdeutschland aus, da befand sich Tief Sabine schon bei Irland. Der Premeteo-Index summierte auf +48.
Tiefdruckphase 3: Am 27. bewegte sich Tief Sabine bei Irland nur geringfügig bis nach Südwestengland. Dabei okkludierte es weiter und brachte in der Nacht kräftige Niederschläge, und auf 500 hpa hatte sich das Höhentief über unsere Region ausgedehnt. Um die Mittagszeit etablierte sich über Südwestdeutschland bereits wieder eine antizyklonale Strömung, aber am 28. war die Bodenströmung dann doch eindeutig zyklonal durch ein kleines Tief über Frankreich und Tief Sabine über Italien. Der Premeteo-Index summierte auf 0.
Hochdruckphase 3: Am 29. setzte sich kurz das Azorenhoch bei einem Index von +18 durch und auch auf 500 hpa lag die Region im Bereich eines Höhenhochs über der Nordsee.
Tiefdruckphase 4: Der letzte Apriltag endete mit einer Fehlprognose. Ein kleines Tief über Frankreich bestimmte das Wetter. Die Wetterkarte zeigte über ganz Europa (außer Spanien) und Russland eine flache Tiefdruckströmung mit kleinen, okkludierten Zyklonen. Der positive Index von +11 rührte hauptsächlich von dem Hf-Aspekt Mars 45° Pallas her, dessen Impuls aus unbekannten Gründen nicht zum Tragen kam.

Zusammenfassung:

Der April 2014 lag mit seiner Prognosesicherheit in etwa im Durchschnitt. Neun Tage waren insgesamt bezüglich der Strömung falsch prognostiziert gewesen.

Die ersten acht Tage waren sehr konform mit dem Premeteo-Index verlaufen (siehe Diagramm im Link). Bis zum 17. trat dann zweimal der Fall auf, dass in der Bodenschicht ein Kaltluftvorstoß die Atmosphäre so stabilisierte, dass die zyklonalen, kosmischen Impulse überdeckt wurden, auf 500 hpa aber präsent waren.
In der zweiten Monatshälfte kam es zu weiteren Abweichungen des realen Wetterverlaufs vom Premeteo-Index. Die Atmosphäre zeigte insgesamt nur ein geringes Luftdruckgefälle und der Luftdruck bewegte sich auch bei antizyklonalen Lagen auf relativ niedrigem Niveau.


SW-D befand sich an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +188, das einer Indexzahl von +9,4 pro Tag entsprach.
 
An 10 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +89, das einer Indexzahl pro Tag von +8,9 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 4., 16., 18., 26., 29., 30.), an 10 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 01/2014

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.