April 2015

Auswertung 2015/04

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf April 2015 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Hochdruckphase 1: Am 1. April, nach dem Orkan-Tief Niclas dehnte sich für einen Tag - noch mit Regen- und Schneeschauern durchwachsen -  der Isobarenbereich des Azorenhochs bis nach Südwestdeutschland aus. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +17.
Tiefdruckphase 1: Beim nachfolgenden Durchgang von Tief Oskar am 2. spielte, wie schon Ende letzten Monats, die Konjunktion Pallas 0° Quaoar Tf* die dominante Rolle, die nun durch die Symmetrie mit dem Galaktischen Zentrum GaZ erneut aktiviert wurde und kräftige, ausdauernde Niederschläge brachte. Die zyklonale NW-Strömung auf 500 hpa bewirkte eine kalte und graue Witterung. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +4.
Hochdruckphase 2: Ein Hoch über der Schweiz und Hoch Ostra über dem Ostatlantik bestimmten am 3. kurzfristig das Wetter. Der Premeteo-Index lag bei 0.
Tiefdruckphase 2: Noch immer bei einem Premeteo-Index von 0 setzte sich am 4. kurz das okkludierte Tief Peter über Frankreich durch.
Hochdruckphase 3: Seit Monatsbeginn herrschte auf 500 hpa eine zyklonale Strömung. Sie war noch vom 5. bis zum 7.  mit einer starken Nord- bzw. Nordostströmung vertreten, aber in der Bodenschicht etablierte sich über Großbritannien das Hoch Ostra, das zwar schon vermehrt Sonnenschein brachte, aber verbunden mit einer noch unangenehm kalten Atmosphäre. Erst am 8. bewegte sich Hoch Ostra weiter ostwärts und die Region kam nun auch auf 500 hpa in den Bereich einer antizyklonalen Strömung. Am 9. lag der Kern von Hoch Ostra über Ostdeutschland, am 10. bereits über dem Balkan, aber das Höhenhoch hatte auf 500 hpa seinen Kern über Korsika-Sardinien und blockierte das Nachrücken von Atlantiktiefs. Der Premeteo-Index hatte am 10. einen einzelnen Tag mit einem stark negativen Index von -24, der durch den T-Aspekt Sonne 135° Orcus und seine Symmetrie zu Saturn zustande kam. Am 11. stieg der Premeteo-Index schon wieder steil auf +33. Der Luftdruck erreichte schon am Abend des 10. seinen tiefsten Wert, doch die Wetterauswirkungen mit Bewölkung und geringem Niederschlag stellten sich aber erst am 11. ein, die Strömung blieb jedoch auch am 11. überwiegend antizyklonal, wir wurden von den Ausläufern des Tief Roland über Island nur kurz gestreift. Am 13. übernahm Hoch Padma von Westfrankreich herein ziehend die Regie und brachte die antizyklonale Strömung am 14. noch mal auf einen Höhepunkt. Dieser Tag hatte als einzelner Tag einen negativen Index von -1. Der negative Wert kam von der Symmetrie Venus 120° GSZ Ceres TA um 18 UTC und tatsächlich zeigte die Atmosphäre im Westen am Spätnachmittag deutlich labile Bewölkungsstrukturen. Der Kern von Hoch Padma zog am 15. über Süddeutschland und erreichte am 16. Italien. An diesem letzten Tag der 12-tägigen Hochdruckphase fiel der Premeteo-Index steil ab auf einen Wert von -15. Der Premeteo-Index summiert über die ganze Hochdruckphase auf +90.
Tiefdruckphase 3: Am 17. bildete sich eine flache Tiefdruckrinne vom Ostatlantik über Frankreich und Deutschland nach Osteuropa aus. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -2.
Hochdruckphase 4: Am 18. kam es zu einem kräftigen Kaltluftvorstoß durch eine zyklonale Höhenströmung aus nördlicher Richtung, während sich am Boden die Atmosphäre in der kräftigen Antizyklone Quila mit Kern über dem Nordmeer stabilisierte. Am 19. und 20. führte dies zu Fehlprognosen, da der Premeteo-Index für diese Tage die Werte -15 und -2 aufwies. Die negativen Werte kamen aus dem Index 1 durch T-Aspekte von Venus und Merkur, die durch den Kaltluftvorstoß nur auf 500 hpa sichtbar wurden. Erst zum 21. verlagerte sich der Kern von Hoch Quila nach Irland. Am 22. bildete sich auf 500 hpa interessanterweise ein kleiner Tiefdruckwirbel aus, der am 23. mit seinem Kern über Südostdeutschland lag. Am Nachmittag/ Abend des 22. trat die Konjunktion von Merkur mit Mars ein, die selbst ein T-Aspekt ist und die die T-Aspekte Mars 120° Apogäum und Merkur 120° Apogäum bildete. In der Bodenatmosphäre war dieser Wirbel nur wenig wirksam. Hoch Quila lag am 23. noch über Großbritannien und wanderte am 24. über Westdeutschland Richtung Balkan. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Hochdruckphase auf +48.
Tiefdruckphase 4: Am 25. bildete das okkludierte Tief Waldemar, das mit seinem Kern über der nördlichen Nordsee lag,  über Deutschland einen flachen Trog aus. Auf 500 hpa lag die Region unter einer antizyklonalen Strömung. Der Premeteo-Index war vom Vortag um 10 Punkte auf +6 gefallen.
Hochdruckphase 4: Tief Waldemar, das am 25. um 0 UTC ein okkludiertes Tief war, vertiefte sich erneut vor der norwegischen Küste und hatte am 26. um 0 UTC einen Kerndruck von 985 hpa. Auch über der südwestdeutschen Region fiel der Luftdruck, doch konnte das Tief seinen Isobarenbereich nicht bis über die Region ausdehnen und fiel – bei einem Premeteo-Index von +19 gerade noch in den Isobarenkrümmungsbereich von Hoch Quila über Süditalien.
Tiefdruckphase 5: Tief Vasco, das seit dem 24. mit diesem Namen sich sehr langsam dem Festland näherte, überquerte am 27. Frankreich und Südwestdeutschland. Es begann erst am Spätnachmittag/Abend zu regnen.
Der Premeteo-Index hatte noch einen Wert von +12, und es war der Tag der Merkur-Sedna-Konjunktion, die ein H-Aspekt ist. Der Luftdruck erreichte schon am 27. sein Minimum. Der Premeteo-Index fiel zum 28. auf -1 ab, und der ausschlaggebende, zyklonalisierende Aspekt war Mars 60° Chiron, der am 28. um 07:18 UTC exakt wurde. Der Premeteo-Index summierte auf +11.
Hochdruckphase 5: Am 29. bestimmte Hoch Regina die Wetterlage. Es bewegte sich mit seinem Kern über Westdeutschland nach Osten und war am 30. über Polen angelangt. Südwestdeutschland blieb noch bis zum Nachmittag des 30. in seinem Strömungsbereich. Der Premeteo-Index summierte auf +23. (Am 29. und 30. waren im Index 2 die Symmetrien zwar richtig eingetragen, aber ihre Werte falsch addiert worden. Dies wurde nun gegenüber der Notar-Ausgabe korrigiert und die korrigierten Zellen wurden in der Tabelle rot unterlegt. Für die Auswertungsstatistik spielt die Korrektur keine Rolle.)

Zusammenfassung: Mit 23 bezüglich der Strömung richtig prognostizierten Tagen und nur 7 Fehlprognosetagen war der April 2015 ein guter Prognosemonat. Das Diagramm zeigte auch sehr schön, dass bis zum 17. der Verlauf des Luftdruck einen recht engen Zusammenhang zum geglätteten Premeteo-Index aufwies. Vom 18. bis zum 23. entsprach der Formverlauf des Luftdrucks dann direkt dem Premeteo-Index,  (dünne rote Linie), wies aber naturgemäß viel geringere Amplituden auf als der Verlauf des Index. Vom 24. bis zum 27. April verlief die Luftdruckkurve dann entgegen dem Premeteo-Index nach unten. Dies führte am 25. und 27. zu Fehlprognosen, aber z.B. nicht am 26., als trotz des niederen Luftdrucks die Region bei einem Premeteo-Index von +19 wieder in den flachen, antizyklonalen Isobarenbereich von Hoch Quila zurückgekehrt war, das dann schon seinen Kern über Süditalien hatte. Ab dem 28. entsprach der Wetterlagenverlauf wieder normal der Prognose.

SW-D befand sich an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +197, das einer Indexzahl von +8,21 pro Tag entsprach.
 
An 6 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab 19, das einer Indexzahl pro Tag von +3,27 entsprach.

So war zwar bei den Tiefdruckwetterlagen der mittlere Premeteo-Index nicht negativ, wie es im Idealfall sein sollte, aber sein positiver Wert war doch deutlich kleiner als bei den Hochdruckwetterlagen.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 6., 11., 19., 21.), an 9 Tagen richtig und an 17 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 04/2015

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.