April 2018

Auswertung 2018/03

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf April 2018 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Die Auswertung der Premeteo-Prognose April 2018 für die zyklonalen und antizyklonalen Wetterlagentage lag mit 21 richtig und 9 falsch prognostizierten Tage im Bereich des Normalen. Der Monat war sehr trocken und das entsprach dem Premeteo-Index, der nur an sechs Tagen einen negativen Wert annahm. Vier dieser Tage waren einzelne negative Tage zwischen Tagen mit positiven Werten.

Der Verlauf der Luftdruckkurve und der Verlauf des Premeteo-Index zeigen im Diagramm jedoch zum Teil kräftige Abweichungen von einander. Das hing einerseits mit den Wärmeverhältnissen der Luftmassen zusammen, wie z. B. in Hochdruckphase 1 mit der flachen, antizyklonale Strömung um einen H-Kern im südlichen Balkan. Andererseits wiesen die beiden Tiefdruckphasen 2 und 5, die zusammen 9 Tage ausmachen, 6 Tage mit relativ hohem positivem Index auf. Diese beiden Phasen waren hauptverantwortlich für die aufgetretenen Fehlprognosetage und brachten kaum Niederschlag.

Tiefdruckphase 2 zeichnete sich durch das Exaktwerden der beiden Kuipergürtel-Aspekte Quaoar 144° Sedna A?* (am kältesten Tag dieser Phase) und Orcus 135° Eris T?* (am letzten Tag der Phase) aus. Mit dem hohen Rang dieser Aspekte waren in der komplexen Gesamtkonstellation viele Unsicherheiten verbunden. Eine weitere Analyse kann in der ausführlichen Beschreibung dieser Wetterlage nachgelesen werden.

In Tiefdruckphase 5 trat die Konjunktion Ceres 0° aufsteigender Mondknoten, die in der Vergangenheit schon mit auffälligen und zum Teil sehr starken Zyklonalisierungen aufgefallen ist, wieder in den 1°-Exaktheitsbereich ein, verbunden mit starken Aspekten der Sonne. Diese Gesamtkonstellation konnte durch den Premeteo-Index nicht angemessen wiedergegeben werden. (Siehe Beschreibung der Wetterlagen).

Die beiden wärmsten Tage des Monats waren der 21. und 22. mit Venus 0° Sedna in 72° zu Ceres und 60° zu Juno. Die beiden kältesten Tage waren der 1. und 2. April mit Merkur 0° Sonne in 120° zum aufsteigenden Mondknoten und Venus 30° Pallas, 150° GSZ, 45° Juno sowie Mars 0° Saturn.
Der höchste Luftdruck entstand am 18. mit Sonne 0° Uranus und am 12., als Orcus 135° Eris exakt wurde, trat der tiefste Luftdruck ein.


Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Hochdruckphase 1: Der 1. April (Ostersonntag) verlief bei steigendem Luftdruck unfreundlicher und kälter als der frühlingshafte 31. März. Die Isobaren waren im Bereich der südwestdeutschen Region um 0 UTC zwar schon zum Kern des Hochs Klaus über Spanien gekrümmt, und die Krümmung ist für die Zuordnung ausschlaggebend, doch gehörten die 1010er und die 1005er Isobare noch zum Strömungsgebilde des Tiefdrucksystems Franziska mit Kernen über den Niederlanden, Polen und Italien. Am 2. lag der Kern von Hoch Klaus II im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Südwestdeutschland und von Hoch Klaus I vor Libyen. Der Premeteo-Index zeigte einen einzelnen negativen Wert von -12 und Hoch Klaus verlagerte sein Zentrum bis zum 3. rasch nach Osten über den Südbalkan. Zwischen ihm und Tief Hypatia-Gabi mit Kernen über dem Ostatlantik strömte sehr warme Luft in die Region. Die Region lag im Grenzbereich der Strömungssysteme und die Antizyklonalität blieb nur schwach erhalten. Um 12 UTC zeigte sich eine ausgeprägte Divergenz der Isobaren über dem südwestdeutschen Gebiet. Auch am 4. waren um 0 UTC die Isobaren über der Region gerade noch schwach zu dem Hochdruckgebiet Klaus über Griechenland und Schwarzen Meer gekrümmt. Um 12 UTC zeigte sich eine eigentümliche und seltene Strömungskonstellation über Südwestdeutschland: Zwischen einem Hoch südwestlich der Vogesen und einem Tief östlich von Stuttgart hatte sich eine intensive, kleine Frontalzone mit starkem Nordwind ausgebildet. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige Hochdruckphase auf +30.
Tiefdruckphase 1: Am 5. geriet die Region mit der Abkühlung der Luftmasse bei steigendem Luftdruck für einen Tag in den Isobarenbereich von Tief Hypatia-Gabi mit Kernen über der Nordsee und dem Nordmeer. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -9.
Hochdruckphase 2: Bei weiterem kräftigen Luftdruckanstieg bildete sich am 6. das Hochdrucksystem Leo I und II mit Kernen über Deutschland und Tunesien aus. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -3.
Tiefdruckphase 2: Die Isobaren krümmten sich am 7. und 8. schwach zum Kern von T-Isabeau I über dem Ostatlantik. Am 8. hatte sich Tief Isabeau schon in eine lange, von Schottland über die Nordsee, Südwestfrankreich bis über das westliche Mittelmeer verlaufende Okklusionslinie verwandelt, deren Einzelfronten noch bis nach Nordafrika reichten. Entlang der östlichen Trogvorderseite strömte sehr warme und trockene subtropische Luft nach Deutschland, die trotz des niedrigen Luftdrucks bei der schwachen Zyklonalität nur wenig Bewölkung zuließ. Am 9. erreichte der Premeteo-Index einen Wert von +15, aber der Luftdruck fiel unter dem Vorstoß sehr warmer subtropischer Luft aus Süden weiter nach unten und erreichte ein erst am 10. ein Minimum, bei einem Premeteo-Index von +5. Der positive Premeteo-Index stammte von den beiden H*-Aspekten Chiron 120° Varuna H*(8/0,5) und Juno 60° Pluto H*. Bei dem Chiron-Aspekt  kann der H*-Impuls allerdings angezweifelt werden, da nur wenige Fallzahlen zur Verfügung standen. Der Luftdruck stieg zum 11. wieder ein wenig an und das Wetter entsprach dem Premeteo-Index von +28, doch verblieb die Region im Isobarenbereich von Tief Joi über Nordostspanien. Am 11. fiel der Luftdruck erneut stark bei relativ ruhigem, trockenem und auch sonnigem Wetter in einem weiterhin divergierenden Isobarenbereich von Tief Joi mit Kern über dem Westmittelmeer. Ab dem 9. schwankte der Luftdruckverlauf in der gleichen Weise wie der Premeteo-Index, nur - wie schon im letzten Monat -  eine Etage tiefer im zyklonalen Bereich. Auch am 12. hielt das Tiefdrucksystem Joi mit Kernen über den Balearen und der Schweiz die zyklonale Strömung aufrecht. Der Premeteo-Index summierte über die 6-tägige Tiefdruckphase auf +38. (Tiefdruckphase 2 zeichnete sich durch das Exaktwerden der beiden Kuipergürtel-Aspekte Quaoar 144° Sedna A?*(5,5/3) (am 10. und kältesten Tag dieser Phase) und Orcus 135° Eris T?*(0/5) (am 12. und letzten Tag der Phase) aus. Mit dem hohen Rang dieser Aspekte waren in der komplexen Gesamtkonstellation viele Unsicherheiten verbunden.)
Hochdruckphase 3: Am 13. stellte sich die Strömung im Laufe des Vormittags allmählich auf die antizyklonale Strömung um, die am 14. über dem Alpenraum um 0 UTC einen Kern ausbildete und auch um 0 UTC des 15. noch als schmale H-Brücke von Spanien bis Russland vorhanden war. Der Premeteo-Index summierte über die 2-tägige Hochdruckphase auf +38.
Tiefdruckphase 3: Um 12 UTC des 15. lag Südwestdeutschland innerhalb einer regionalen Tiefdruckzelle, die sich um 0 UTC des 16. als Tief Kathrin  über Südostdeutschland zeigte und zusammen mit den Resten von Tief Joi über Südskandinavien einen Trog über Deutschland bildete, der bis 12 UTC von antizyklonalen Strömungen verdrängt wurde. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -4.
Hochdruckphase 4: Der Vorstoß von Hoch Norbert über Frankreich nach Osten führte am 16. bis 12 UTC schon zu einer Antizyklonalisierung der Atmosphäre über dem Oberrheingraben und seiner Umgebung. Am 18. und 19. lag sein Kern Norbert über dem Gebiet Ostdeutschlands und der Tschechei. Doch während die 1025er Außenisobare des Hochs am 18. noch geradlinig entlang der Grenze zu dem Tiefdrucksystem über dem Atlantik verlief, war sie am 19. im Bereich unserer Region zum Tief hin gekrümmt. Daher wurde der 19. nicht mehr der vierten Hochdruckphase zugeordnet. Der Premeteo-index summierte über die 3-tägige Hochdruckphase auf +25
Tiefdruckphase 4: Thermodynamisch würde man den 19. April zur Hochdruckphase zählen, während in der raumzeit-geometrischen Perspektive dieser Tag aufgrund der Isobarenkrümmung zum Tief über dem Nordostatlantik zur zyklonalen Strömung zugeordnet wurde. Bei Sonnenaufgang gab es eine deutliche Rosafärbung des östlichen Himmels, wie es nur bei Tiefdruckwetterlagen am Morgen erscheint. Dieser Tag war ein Bewertungsgrenzfall und zeigte, dass die beiden Perspektiven der kosmogeometrischen und der thermodynamischen Meteorologie nicht völlig deckungsgleich sind. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -8.
Hochdruckphase 5: Hoch Norbert mit Kern über Ostdeutschland am 20. wanderte rasch weiter zum Ostbalkan am 21. Das Azorenhoch rückte von Westen nach und bildete Kern Oni über der Nordsee aus. Der Luftdruck ist seit dem 19. leicht fallend und erreichte seinen tiefsten Wert am 23., als der Luftdruckgradient um 0 UTC über dem südwestdeutschen Raum nur noch flach antizyklonal war. Die Kaltfront von Tief Madeleine über dem Nordmeer streifte die Region in einer schmalen Trogwelle erst am Nachmittag, und danach trat gleich wieder eine Antizyklonalisierung der Strömung durch das Azorenhoch ein, das auch am 24. die Wetterlage bestimmte. Um 0 UTC des 25. lagen Süd- und Südwestdeutschland noch innerhalb des Isobarenbereichs des Hochs über dem südlichen Mittelmeer, während um 12 UTC der Trog der Kaltfront von Tief Ottilia mit Kern über der südlichen Ostsee über unsere Region reichte. Der Kern von Hoch Peter über dem Ostatlantik bewegte sich am 26. über Frankreich und Deutschland und erreichte am 27. den östlichen Alpenraum. Von Westen rückte nun Tief Pearl nach. Der Premeteo-Index summierte über die 8-tägige Hochdruckphase auf +110.
Tiefdruckphase 5: Tief Pearl mit Kern über Südengland am 28. übte nur einen schwachen Einfluss über die südwestdeutsche Region aus und die zyklonale Zuordnung des Tages ist nicht ganz eindeutig.  Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +27 und zwischen dem tiefen Druck von Tief Pearl im Norden und dem Tiefdruck über dem Mittelmeerraum im Süden, lag Südwestdeutschland in einer ambivalenten Übergangszone. Das zeigte sich auch in der 12 UTC-Karte. Bemerkenswert ist, dass Ceres nun gerade wieder in Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten getreten war (wie bei den Fehlprognosen im Januar 2018 und wie bei den katastrophalen Regenfällen im Juli 2014)  und dabei zugleich Ceres 144° Neptun H* bildete, das im Index 3 als positiver Wert erschien. Am 29. und 30. erreichte die Sonne einen exakten 90°-Winkel zur Ceres-Mondknoten-Konjunktion, wobei Sonne 90° Ceres ein kalter Tiefdruckimpuls ist. So zeigte die Atmosphäre auf 500 hpa in Entsprechung zum positiven Premeteo-Index eine zwar flache aber doch antizyklonale Strömungskrümmung, während sich in der Bodenatmosphäre die zyklonal impulsierende Sonne-Ceres-Winkelbildung durchsetzte mit den beiden Tiefs Pearl und Qitta. Dadurch mussten die drei letzten Tage des Monats bezüglich des Premeteo-Indexvorzeichens als Fehlprognose eingeordnet werden. Interessant bei dieser Tiefdruckphase ist jedoch, dass sie die Kernhypothese der Premeteo-Theorie erfüllte, denn in ihr wurden vier T-Aspekte und nur zwei H-Aspekte exakt! Die Fehlprognose wurde zum Teil auch durch Index 2 und 3 verursacht und durch die zu geringe Bewertung der Sonnenaspekte, die sich bis in die Bodenatmosphäre durchgesetzt haben. Die Symbolprognose für die Prognosennutzer war hingegen akzeptabel. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf +45.

SW-D befand sich an 18 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +199. Dies entsprach einer Indexzahl von +11,06 pro Tag.

 An 12 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +62. Dies entsprach einer Indexzahl von +5,17 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 4., 7., 9., 23.), an 10 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.


 

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Kosmogramm 04/2018

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.