August 2013

Auswertung 2013/08

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf August 2013 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Hoch Antonia setzte die Wetterlage vom Juli in den August weiterhin fort und die Atmosphäre heizte sich stark auf. Am 3. kam die Region nur vorübergehend in den Einfluss von Tief Dirk, dass mit seinem Kern nordwestlich von Schottland lag. Hoch Antonia wanderte nach Finnland ab und das nächste Hoch namens Beibhinn  mit Kernen über der Biskaya und N-D übernahm die Herrschaft bis zum 5. August. Der Premeteo summierte auf +43.
Tiefdruckphase 1: Am 6. bestimmte Tief Ernst über der Nordsee die Wetterlage, am 7. Tief Franz, das von Nordostspanien nach Frankreich zog. Beide Tiefs brachten zum Teil heftige Gewitter. Der 7. war ein einzelner Tag mit einem positiven Index von +24 und es war die starke Erwärmung der Atmosphäre, die Thermodynamik, die den kosmischen Zusammenhang überformte. Der Premeteo-Index summierte auf +23.
Hochdruckphase 2: Der 8. August begann übereinstimmend mit dem Premeteo-Index noch mit der zyklonalen Strömung von Tief Franz über Norddeutschland, wechselte aber bereits bis Mittag durch die einfließenden kühlen Luftmassen in eine antizyklonale Strömung, die sich am nächsten Tag als Hoch Cornelia weiter in der Bodenschicht durchsetzte, während die Region auf 500 hpa in einem Trog lag, wie es dem negativen Index entsprach. Die Witterung war kühl mit Schauern und entsprach der Premeteo-Prognose. Bis zum 11. blieb Hoch Cornelia in der Bodenschicht bestimmend für die Strömung in unserer Region. Der Premeteo-Index war bis zum 10. flach negativ, am 10. aber gab es einen alternativen Index von +13, der für diesen Tag stimmig war. Die Symmetrie Mer 15 Son Mar  (08)   H K 0 /+14 war nur im alternativen Index eingerechnet worden wegen dem T-Aspekt  Mer 60 GSZ. Ab dem 11. war der Premeteo-Index, der dann hohe positive Werte annahm, in Übereinstimmung mit der Hochdruckströmung. Am 12. ging eine kurzwellige Gewitterstörung durch, die Niederschlag brachte. Danach trat eine deutliche Abkühlung der Luftmassen ein, die sich stabilisierte und die Minimumwerte mit dem Exaktwerden der Opposition von Neptun mit Orcus zusammenfielen. Seit 2012 wurde dieser Aspekt nun zum vierten Mal exakt und dreimal war dabei eine markante vorübergehende Abkühlung zu verzeichnen. Hoch Dörte zog vom Ostatlantik  relativ rasch nach Osten. Ab dem 15. war der Premeteo-Index zunächst im flach negativen Bereich und erreichte am 17. ein Minimum von -15. Der Druck fiel an diesen Tagen leicht ab, aber die Strömung blieb antizyklonal, so dass sie als Fehlprognosetage verbucht werden mussten. Auffallend waren die beiden Ceres-Aspekte Cer 135 Plu H* und Cer 90 Sed T*. Wegen dem höheren Rang war nur der zweite berechnet worden. Auch die Sonne, die am 18. in Konjunktion mit Ceres kam, bildete Son 135 Plu H und Son 90 Sed T. Auch hier könnte gelten, dass der Aspekt mit Pluto den größeren Lokalbezug hat. So blieb am 18. und 19 bei weiterhin schwachem Druckabfall und dem Durchzug einer Gewitterstörung die Strömung auf Meereshöhe insgesamt überwiegend antizyklonal, während auf 500 hpa  ein Trog über der Region lag. Hoch Eliza zog nun von Nordwestfrankreich nach Mitteleuropa und bestimmte bis zum 23. das Wetter in unserer Region. Dabei zog es mit seinem Kern in den skandinavischen Raum. Die Hochdruckphase, die über 16 Tage andauerte, enthielt 6 Fehlprognosetage bezüglich des Indexvorzeichens. Auf 500 hpa befand sich die Region dabei jedoch an 8 Tagen im zyklonalen Bereich und nur an 4 Tagen klar im antizyklonalen Bereich, die Wettersymbolprognose war dadurch nur am 17. August wirklich falsch. Über die ganze Phase summierte der Premeteo-Index auf +60.
Tiefdruckphase 2: Am 24. zog im Laufe des Tages von Westen die Gewitterstörung Joseph auf bei einem Premeteo-Index von +27. Am Tag zuvor trat der starke Tf-Aspekt Mars 135° Chiron auf, weshalb am 23. der Index 1 (grüne gestrichelte Linie) bei -13 lag und ungewöhnlich stark zum Premeteo-Index kontrastierte. Am 25. setzte sich die Tiefdruckströmung fort. An diesem Tag wurde der noch unbekannte Aspekt Neptun 135° Haumea um 16:21 UTC exakt. Dies könnte ein Hinweis sein, dass er mit einem Tiefdruckimpuls verbunden ist. Am 26. waren Sonne, Merkur und Orcus miteinander in Dreier-Konjunktion (siehe Kosmogramme), was für die Prognosen immer ein kritischer Moment ist, da eine Dreierkonjunktion ein eigenes Strukturelement darstellt, bei dem fraglich ist, ob sich seine Interpretation aus den Einzelkonjunktionen synthetisieren lässt. Seit dem 24. haben Sonne, Merkur und Orcus auch schon verschiedene Konjunktionssymmetrien miteinander gebildet haben, die wegen der Sonnebeteiligung trotz des Auslöseaspekts Orc 45 Hau T* immer mit H-Impulsen verrechnet wurden. Das bedeutet, dass exakt mit den Symmetriebildungen die drei Fehlprognosetage auftraten und die Dreierkonjunktion damit wahrscheinlich ursächlich verbunden war. Am 27. und 28. war auch der Premeteo-Index wieder im negativen Bereich und Tief Joseph bestimmte bis zum 28. die Strömung über der Region. Der Premeteo-Index summierte aus den genannten Gründen über die ganze Phase auf +33.
Hochdruckphase 3: Am 29. schwang um einen Tag gegenüber dem Index verfrüht die Strömung durch das Azorenhoch Gerlinde um. Auf 500 hpa befand sich die Region mit einer Nordströmung im Übergangsbereich zwischen einem Keil vom Atlantik und einem Trog über Osteuropa. Der Kern von Hoch Gerlinde befand sich am 31. über den Alpen. Der Premeteo-Index summierte auf +9.

Zusammenfassung: Die Premeteo-Prognose des August 2013 war mit 12 Fehlprognosetagen bezüglich des Indexvorzeichens nicht zufriedenstellend. Erstaunlicherweise wies er jedoch mit 17 richtigen und nur 4 falschen Prognosetagen eine gute Bilanz auf. Dies hing vor allem damit zusammen, dass zeitweise starke thermodynamischen Vorgänge durch Erwärmung oder Abkühlung die Atmosphäre in der Bodenschicht gegenläufig zum Premeteo-Index labilisierten oder stabilisierten, während auf 500 hpa die Strömung dem Index entsprach. Außerdem war der Zeitraum gekennzeichnet durch die zwei seltenen und noch nicht bestimmten Aspekte Neptun 180° Orcus am 15. und Neptun 135° Haumea am 25. August. Am 26. bildeten Sonne, Merkur und Orcus eine Dreier-Konjunktion (siehe Kosmogramme). Dreier-Konjunktionen stellen eigenständige Strukturelemente dar, die bisher noch nicht statistisch an den Wetterlagen der Vergangenheit untersucht werden konnten.

SW-D befand sich an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +113, das einer Indexzahl von +4,4 pro Tag entspricht.

An 7 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +56, das einer Indexzahl pro Tag von +8,0 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 17., 24., 25., 26.), an 17 Tagen richtig und an 10 Tagen tendenziell richtig.


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kosmogramm-link
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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.