August 2014

Auswertung 2014/08

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf August 2014 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Im Diagramm sind über der Datumsachse die real eingetreten Hoch- und Tiefdruckphasen durch Doppelpfeile eingetragen. Ausschlaggebend für die Evaluation ist der tägliche Premeteo-Index, in der dünneren, roten Linie mit Dreieckspunkten dargestellt. Ein negativer Premeteo-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Tiefdruckströmung, ein positiver Premeteo-Index die Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Hochdruckströmung an.
Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Ausschlaggebend ist die Europa-Bodenkarte um 0 UTC, die feiner skalierte 12 UTC-Karte von Mitteleuropa wird nur bei einem Wetterlagenwechsel für die Einordnung des Tages hinzugezogen. Am Ende des Dokuments befinden sich die Tabellen und Konstellationen, die dem Diagramm zugrunde liegen.)


Hochdruckphase 1: Ein Hoch über Ostdeutschland setzte die flache antizyklonale Strömung vom 31. Juli am Boden fort, während auf 500 hpa weiterhin ein Trog bestand und am 3. die Atmosphäre stärker labilisierte. Am 4. ist es Hoch Carlos über der Biskaya, das sich trotz der zyklonalen Höhenströmung verstärkte, sich nach Mitteleuropa hineinbewegte und bis zum 8. die Wetterlage bestimmte. Vom 6. auf den 7. zog mit dem T-Aspekt Sonne 45° Makemake eine kurze Störung durch, aber auf 500 hpa hatte sich nun ab dem 6. auch eine antizyklonale Strömung eingestellt.
Tiefdruckphase 1: Entsprechend dem Premeteo-Index dehnte sich am 9. Tief Ursula von der Nordsee über Deutschland aus. Auch am 10. sorgte das Tiefdrucksystem von Ursula, ex-Bertha  und Thekla über dem Ost- und Nordostatlantik für bewölktes und niederschlagsreiches Wetter. Der Premeteo-Index summierte auf -26.
Hochdruckphase 2: Am 11. und 12. bildete sich am Boden eine flache antizyklonale Strömung aus, während auf 500 hpa weiter eine kräftige zyklonale Strömung erhalten blieb. Der Premeteo-Index hatte vom 11. bis 13. Werte größer +10, dafür war die reale Antizyklonalität nur schwach ausgebildet. Tief ex-Bertha stagnierte über der nördlichen Nordsee und kam in der unteren Atmosphäre nicht nach Süden voran. Am 13. wurde der ranghohe Aspekt Varuna 150° Galakt. Zentrum exakt. Der Premeteo-Index summierte auf +33.
Tiefdruckphase 2: Vor zwei Jahren, als die Prognose erstellt wurde, konnte man noch nicht völlig sicher sein, dass Aspekt Varuna 150° Galakt. Zentrum einen Tiefdruckimpuls hat. Inzwischen ist das kaum noch zu bezweifeln und die -11 Punkte, mit denen er der Regel gemäß eingerechnet wurde, sind offensichtlich gemessen an seinem starken, realen Lokalbezug sogar noch zu gering angesetzt. Die Chiron-Symmetrie am 13. würde nach den aktuellen Prognoseregeln nicht mehr angerechnet werden. So bestimmte Tief ex-Bertha schon am 13. und 14. das Wetter unserer Region. Am 14. war der Premeteo-Index mit +8 Punkten ebenfalls positiv und zwar mit +7 Punkten durch eine Symmetrie mit Chiron, die, wie oben erwähnt, bei den aktuellen Prognoseregeln nicht mehr angewendet wird. Der Premeteo-Index erreichte erst am 15. und 16. negative Werte. Am 16. stieg der Luftdruck mit der anhaltenden Zufuhr kalter, maritimer Luftmassen bereits stark an, doch war die Atmosphäre noch von einer starken Zyklonalität geprägt. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +2.
Hochdruckphase 3: Am 17. hatte sich über unserer Region entsprechend dem positiven Premeteo-Index eine schwache, antizyklonale Strömung eingestellt, auch auf 500 hpa hatte sich die seit sieben Tagen stabile Zyklonalität etwas abgeschwächt, doch fiel im Lauf des Tages der Luftdruck wieder kräftig ab, da sich Tief  Wilma auf seinem Weg nach Skandinavien deutlich vertiefte. Dadurch gab es auch bei uns vermehrt Bewölkung, doch blieb es dabei überwiegend trocken, jedoch herbstlich kühl. Am 19. verlagerte sich der Kern von Tief Wilma etwas nach Norden und ließ den Luftdruck bei uns dadurch wieder etwas ansteigen, auf 500 hpa hatte sich der Trog dagegen wieder stabilisiert! In der Bodenschicht blieb bei einem schwachen, negativen Premeteo-Index die Strömung nur flach antizyklonal. Auch am 23. blieb die Strömung insgesamt überwiegend antizyklonal, auch wenn am Nachmittag sich eine Störung von Norden her mit etwas Niederschlag bemerkbar machte. Am 24. und 25. bestimmte Hoch Elmar das Wetter, das sich von der Biskaya über Deutschland nach Osten bewegte. Durch den Höhentrog gab es relativ viel Bewölkung und es war weiterhin kühl. Über die ganze Phase summierte der Premeteo-Index auf +66.
Tiefdruckphase 3: Am 26. war der Premeteo-Index noch auf +25, als sich Tief Yasmin von Großbritannien über Frankreich und Deutschland ausdehnte und starke Niederschläge brachte. Schon am 25. zog hohe, dichte Bewölkung auf, als um 13:11 UTC der Hf-Aspekt Mars 72° Orcus und um 19:31 UTC der T-Aspekt Mars 0° Saturn exakt wurden. Ganz eindeutig hatte die Mars-Saturn-Konjunktion den stärkeren Lokalbezug zu unserer Region. Am 27. stieg der Luftdruck bereits wieder kräftig an, doch fielen hierbei noch kräftige Niederschläge und der Tag musste noch als überwiegend zyklonal eingestuft werden. Der Premeteo-Index summierte auf +30.
Hochdruckphase 4: Am 28. und 29. stellte sich auf 500 hpa eine flache antizyklonale Strömung ein, aber auch in der Bodenschicht setzte sich Hoch Frank durch, das sich über Süddeutschland zum Balkan bewegte. Durch den Einfluss von Tief Angelika über Schottland kam es dennoch zu Bewölkung und Niederschlag. Die Tage waren geprägt von der Konjunktion der Sonne mit Orcus bei gleichzeitiger Opposition von Sonne und Orcus zu Neptun. Sonne 0° Orcus  und Sonne 180° Neptun waren H-Aspekte, gleichzeitig bestand durch die Konjunktion jedoch die Möglichkeit der Auslösung von Orcus 45° Haumea T* -11, weshalb auch ein alternativer, negativer Premeteo-Index ausgegeben worden war. Diesseits des Kuipergürtels hatten sich die Sonnekonjunktionen immer als dominant erwiesen, ganz so eindeutig scheint es bei Auslösungen im Kuiperbereich nicht zu sein. Dennoch konnte am 30. die Strömung klar als antizyklonal durch Hoch Görge über dem Ostatlantik eingestuft werden. Der Premeteo-Index summierte auf +41.
Tiefdruckphase 4: Tief Angelika über der Nordsee bestimmte dann am 31. mit reichlich Niederschlag das Wetter. Der Premeteo-Index lag bei -6 Punkten.


Zusammenfassung: Der August 2014 war durch den Premeteo-Index an 24 Tagen bezüglich der Bodenströmung richtig prognostiziert worden. Das ist ein gutes Ergebnis.

Auffallend war jedoch, dass er viel kühler und nasser ausfiel, als man dies vom Kurvenlauf des Premeteo-Index erwartet hätte, da sich dieser nur an insgesamt sieben Tagen unterhalb der Nulllinie bewegte. Ursache war der stabile Höhentrog, der an 22 Tagen über der Region auf 500 hpa für eine zyklonale Strömung sorgte.

Wenn man auf der Seite der Raumstrukturen nach der Besonderheit des Monats sucht, so war dies  der ranghohe und seltene Aspekt Varuna 150° Galaktisches Zentrum, der am 13. August 2014 exakt wurde und mit einem Tiefdruckimpuls in die Prognose eingearbeitet und nur im alternativen Index ohne Impuls eingesetzt worden war. Aufgrund der vielen Hochdruckimpulse des Monats entsteht der Eindruck, dass sich der zyklonale Impuls des Varuna-Aspekts auf 500 hpa durch seinen hohen Rang etablierte. Da wir nur wenig über die Dynamik des Raums und seine Erzeugung und Verarbeitung von Impulsen wissen, ist es wichtig solche besonderen Konstellationen aufmerksam weiter zu verfolgen.

Es gab bezüglich der Wettersymbole nur 6 Tage, an denen die Witterung eindeutig falsch prognostiziert war, dagegen 15 Tage, an denen die Erwartung, die das Symbol weckte, mit der Realität übereinstimmte.


SW-D befand sich an 22 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +218, das einer Indexzahl von +9,91 pro Tag entsprach.
 
An 9 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab 0, das einer Indexzahl pro Tag von 0 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 3., 13., 18., 25., 26., 29.), an 15 Tagen richtig und an 10 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 08/2014

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.