August 2016

Auswertung 2016/08

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf August 2016 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Die Auswertung des Prognosemonats August 2016 zeitigte wieder zufriedenstellende Ergebnisse. 23 Tage waren bezüglich der Wetterlage richtig prognostiziert, nur drei Wettersymbole mussten als falsch eingestuft werden. Der mittlere Premeteo-Index war in den real abgelaufen Hochdruckphasen positiv, in den Tiefdruckphasen  negativ. Auffallend waren die jeweils zweitägigen Fehlprognosen bei den Konjunktionen Venus-Orcus und Sonne-Orcus (siehe Diagramm und Beschreibung der Wetterlagen). Sie gingen einher mit einer deutlichen Abkühlung und Stabilisierung der unteren Atmosphäre, während in der Höhe, vor allem bei der Venuskonjunktion, die prognostizierte, zyklonale Strömung vorlag.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:

Hochdruckphase 1: Der August 2016 begann mit einer Abkühlung und dem Vorstoß des Azorenhochs Carl, wobei auf 500 hpa bis zum 2. noch eine westliche, zyklonale Strömung vorlag. Hoch Carl lag am 3. über den Alpen und zog Richtung Balkan weiter. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Hochdruckphase auf +24.
Tiefdruckphase 1: In Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index wurde am 4. das Tief Christiane mit Kernen über Schottland, Südnorwegen und der Benelux-Region wetterwirksam. Es kam zu kräftigen Niederschlägen. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -29.
Hochdruckphase 2: Ein kräftiger Kaltluftvorstoß stabilisierte am 5. die Bodenatmosphäre und bildete das Hoch Daniel über der Biskaya, während unsere Region auf 500 hpa weiter unter dem Einfluss eines starken Höhentrogs blieb. Der Premeteo-Index hatte noch einen negativen Wert von -7 und Cumulonimben mit kräftigen Schauern prägten die Wetterlage. Der Kern von Hoch Daniel bewegte sich über Frankreich zu den Alpen und lag am 8. August um 0 UTC über den Ostalpen. Dies war mit steigenden Lufttemperaturen verbunden. Tief Ella über dem Nordmeer erfasste mit seinem Strömungen unser Gebiet kurzfristig, es kam zu einem Luftmassenwechsel und das vom Atlantik heranrückende Hoch, das am 10. den Namen Egbert erhielt, dehnte seinen Isobarenbereich über unsere Region aus. Der Luftmassenwechsel brachte erneut eine Abkühlung und Niederschläge mit sich. Ab dem 9. zeigte die Höhenkarte auf 500 hpa einen kräftigen Trog über Europa, dessen Achse sich vom 10. zum 11. über unsere Region bewegte. Am 11. hatte der Premeteo-Index einen Wert von -8, der mit den Konstellationen Venus 0° Orcus A, Venus 45° Haumea T und Orcus 45° Haumea T*  zusammenhing. Im Bodenbereich blieb durch die starke Abkühlung die antizyklonale Strömung bei noch starker Wolkenbildung bestehen.  Auch am 12. war der zyklonale Einfluss durch Tief Finni bei Island mit dichten Wolkenfeldern präsent, doch verblieb das südliche Deutschland im Isobarenbereich von Hoch Egbert, was möglicherweise auch mit dem Exaktwerden des Hf*-Aspekts Vesta 60° Orcus zusammenhing. Dieses Hoch wanderte am 13. über die Alpen Richtung Balkan. Von Westen rückte Hoch Fatih nach. Der Luftmassenwechsel ging am 14. mit dichter Bewölkung einher. Am 15. lag Hoch Fatih über der Nordsee, doch baute sich die antizyklonale Strömung bis 12 UTC über unserer Region ab. Der Premeteo-Index summierte über die 10-tägige Hochdruckphase auf +75.
Tiefdruckphase 2: Die 12-UTC-Bodenkarte des 15. und die 00-UTC-Bodenkarte des 16. August zeigten eine ganz flache, zyklonale Strömung über Südwestdeutschland an. Der Premeteo-Index hatte an diesem 15. September den Wert -4.
Hochdruckphase 3: Trotz weiter fallenden Luftdrucks dehnte sich Hoch Fatih mit Kern über Skandinavien am 17. ganz flach weiter nach Süden aus. (Eigentümlicherweise befand sich um 0 UTC innerhalb seiner Luftdruckzelle von 1025 hpa noch ein kleiner Tiefdruckkern von 1025 hpa, der auch um 0-UTC des 18. vorhanden war, als sich der Hochdruckkern bereits nach Nordrussland verlagert hatte.) Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +2.
Tiefdruckphase 3: Am 18. fand der Übergang in die zyklonale Strömung von Tief Greta über der Ostsee statt, die sich am 19. schließlich über ganz Deutschland ausdehnte. Die zyklonale Strömung über unserer Region wurde am 20. von Tief Hildegund über Irland übernommen. Der Premeteo-Index hatte am 20. einen Wert von +1 und auf 500 hpa herrschte um 0 UTC eine flache antizyklonale Strömung aus WSW. Der Premeteo-Index summierte über die drei Tage auf +1.
Hochdruckphase 4: Hoch Gerd mit Kernen über dem Atlantik westlich Spaniens und über Nordspanien übernahm am 21. nach einer deutlichen Abkühlung die Wetterregie bis in unsere Region. Der Luftdruck stieg stark an und überschritt am 22. die Marke von 1030 hpa. Das Hoch zog vom 22. bis 26. über Frankreich, Süddeutschland, Ostdeutschland nach  Weißrussland. Am 26. bildete sich das Wellentief Jeanett über der Nordsee. Dies ging einher mit einem Premeteo-Index von +1. Die antizyklonale Lage blieb jedoch für unser Gebiet erhalten, und am 27. verlagerte sich der Kern von Hoch Gerd zur Ukraine, während über der Nordsee wieder eine Hochdruckzelle lag, da Tief Jeanett seinen Kern nach Skandinavien verlegt hatte. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +31. Die starke Erwärmung der Atmosphäre ließ den Luftdruck im Gegensatz zum Index fallen und dennoch entsprach die  Antizyklonalität, die über ganz Mittel- und Osteuropa herrschte, dem stark positiven Premeteo-Index. In der Nacht vom 27. zum 28. gab es lokal schwache Gewitter, die sich schnell auflösten und am 28. erreichten die Temperaturen erneut sehr hohe Werte. Die Kaltfront von Tief Kitty über Großbritannien lag in 12 UTC noch westlich unserer Region. Erst am Spätnachmittag zog von Westen Bewölkung auf. Mit dem Durchzug der kalten Luftmassengrenze kam es zu einem deutlichen Luftdruckanstieg, auch zu vermehrter Bewölkung, aber die Atmosphäre stabilisierte sich am Boden, während die Region auf 500 hpa in den Bereich eines Trogs kam. Hoch Harald über dem Atlantik dehnte im Laufe des 29. seinen Einfluss bis nach Südwestdeutschland aus. Entgegen dem Premeteo-Index verstärkte sich nun die antizyklonale Lage. Auffallend war eine starke Abkühlung und es kam mit der Konjunktion von Sonne und Orcus zu einer ganz ähnlichen Fehlprognose, wie sie auch am 11. August innerhalb der Hochdruckphase 2 mit der Konjunktion von Venus und Orcus stattgefunden hatte! Auch in diesem Fall war die Strömung auf 500 hpa flach zyklonal. In der Bodenatmosphäre fand durch die Sonne-Orcus-Konjunktion, die einen H-Impuls trägt, keine Auslösung von Orcus 45° Haumea T*-11 statt. Es zeigte sich schon mehrfach, dass die Sonne als Zentralgestirn keine sekundären Aktivierungen auslöst und das muss in zukünftigen Prognosen nun konsequent beachtet werden. Da gemäß den Prognoseregeln Orcus nicht zugleich im Index 1 an einem H-Impuls und im Index 2 an einem T-Impuls teilnehmen darf, hätte die Symmetrie Venus 22° Orcus Haumea nicht angerechnet werden dürfen. Dagegen war es am 30. und 31. versäumt worden, im Index 3 Jupiter 90° Quaoar H*+6 einzutragen, das durch die Konjunktion von Quaoar mit dem Galaktischen Zentrum aktiviert wurde. Der Premeteo-Index  hätte eigentlich am 30. den Wert +9 und am 31. den Wert -5 gehabt (siehe Tabellen). So mussten leider beide Tage als Fehlprognosen abgelegt werden. Der Premeteo-Index summierte über die 10-tägige Hochdruckphase auf +135.

SW-D befand sich an 25 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +234. Dies entsprach einer Indexzahl von +9,00 pro Tag.
 An 5 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab –32. Dies entsprach einer Indexzahl von -6,4 pro Tag.
Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 10., 30., 31.), an 12 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.


 


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Kosmogramm 08/2016

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.