August 2017

Auswertung 2017/07

 Auswertung 2017/07 korrigiert

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf August 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Im Diagramm sind über der Datumsachse die real eingetreten Hoch- und Tiefdruckphasen durch Doppelpfeile eingetragen. Ausschlaggebend für die Evaluation ist der tägliche Premeteo-Index, in der dünneren, roten Linie mit Dreieckspunkten dargestellt. Ein negativer Premeteo-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Tiefdruckströmung, ein positiver Premeteo-Index die Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Hochdruckströmung an.
Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Ausschlaggebend ist die Europa-Bodenkarte um 0 UTC, die feiner skalierte 12 UTC-Karte von Mitteleuropa wird nur bei einem Wetterlagenwechsel für die Einordnung des Tages hinzugezogen. Am Ende des Dokuments befinden sich die Tabellen und Konstellationen, die dem Diagramm zugrunde liegen.)

Zusammenfassung:

Der reale Verlauf der Wetterlagen im Vergleich zur Premeteo-Index-Prognose im August 2017 war geprägt von einer Reihe von Merkwürdigkeiten. Zunächst kann gesagt werden, dass sich die Originalprognose und die im Index 3 korrigierte Prognose nur unwesentlich unterschieden, so dass alle folgenden Aussagen im Wesentlichen für beide Prognosen gelten. An 22 Tagen verlief der Premeteo-Index relativ nahe der Nulllinie (Betrag < 10), an 15 / korr. 17 Tagen im negativen Bereich und entsprechend wechselhaft, kühl und nass war die Witterung. Nur an 5 Tagen war der Himmel über der Gesamtregion weitgehend wolkenfrei. So gab es bei der Symbolprognose nur 4 falsche Tage, während die Anzahl der richtigen Tage mit 17 verglichen mit anderen Monaten relativ hoch war. An 10 Tagen konnte die Witterung im Verhältnis zum Prognosesymbol noch als tendenziell richtig, d.h. nicht völlig unerwartet, eingestuft werden.

In Bezug auf die konkrete Zuordnung der einzelnen Tage zum Isobarenbereich von Hoch- oder Tiefdruckwetterlagen innerhalb der Bodenatmosphäre war allerdings rund die Hälfte der Tage falsch prognostiziert. Der Blick auf die beiden Auswertungsdiagramme (Originalprognose und im Index 3 korr. Prognose) zeigt, dass der Luftdruck mit seinem Wellenverlauf sich mehrfach gegenläufig zum Premeteo-Index verhielt. Deshalb wurde auch ein drittes Diagramm erstellt, bei dem der korr. Premeteo-Index mit -1 multipliziert wurde. Man sieht sofort, dass eine auffallend ähnliche Rhythmik von Luftdruck- und Indexverlauf besteht. Besonders ins Auge fällt der 21. August, bei dem eine Impulsumkehrung durch die in retrograder Schleifenbewegung exakt werdende Konjunktion Merkurs mit Orcus möglicherweise einherging.
 
Während der lang anhaltenden Hochdruckwetterlage H1 vom 2. bis 22. August lag die Region auf 500 hpa nur an 2 Tagen eindeutig unter einer antizyklonalen Strömung, an 8 Tagen im Übergangsbereich und an 11 Tagen unter einer zyklonalen Strömung.

Die wärmsten Augusttage fanden zu Anfang und zum Ende des Monats statt, am 2.und 3., als sich die Dreifachkonjunktion Merkur-Vesta-Orcus vollzog, am 26. mit den drei Konjunktionen Mars 0° aufst. Mondknoten, Venus 0° Varuna und Merkur 0° Sonne und am 30. mit Ceres 72° GSZ, Makemake A*A*, Venus 144° Quaoar A (zugleich 2. Luftdruckminimum). Für die kalten Tage am 10. und 11. fallen die drei Mars-Aspekte Mars 135° Chiron Tf, Mars 150° Neptun AK, Mars 135° Quaoar T auf, sowie Uranus 45° Neptun H?* auf. Am 20. gingen mit der Abkühlung  Venus 90° Haumea A und Eris A einher, sowie Venus 45° Orkus A und Merkur TK. Damit war auch zugleich der höchste Luftdruck des Monats verbunden. Der tiefste Luftdruck wurde am 8. mit Mars 135° GaZ T und am 30. mit erreicht.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Tiefdruckphase 1: Am 1. August setzte sich die Tiefdruckphase von Ende Juli noch fort. Tief Eric hatte einen Kern über Westdeutschland, und der Luftdruckverlauf zeigte an diesem Tag am Barographen eine auffallend zittrige Bewegung. Bei großer Schwüle kam es zu Auflockerungen und Verdichtungen der Bewölkung mit Regenfällen. Dies entsprach dem Premeteo-Index von +4 / korr. -1.
Hochdruckphase 1: Am 2. setzte sich das Azorenhoch durch und die Schwüle war dadurch etwas abgemildert. Hoch Jolanda lag mit seinem Kern über der Ukraine und verlagerte zum 3. seinen Kern etwas nach Westen über den Balkan, während tief Fritz bei Irland lag. Es kam zu Niederschlag in der Nacht und in den folgenden Tagen bis zum 6. zu relativ starker Bewölkung bei teils schwüler Atmosphäre. Vom 4. bis zum 6. war ein Keil des Azorenhochs maßgebend, der am 6. den Namen Katja erhielt mit einem Kern über Frankreich. Dieser Kern verlagerte sich zum 7. nach Tschechien und schloss damit die 6-tägige Hochdruckphase ab. Der Premeteo-Index, der sich diesen Monat in der korrigierten und unkorrigierten Form kaum unterschied, verlief vom 4. bis zum 6. durch den Index 3 mit Orcus 45° Haumea T*-11 und Orcus 135° Eris ?* im negativen Bereich. Vesta 0° Orcus H* am 4. in Index 1 war nicht angerechnet worden, obwohl zeitgleich kein höherrangiger Vesta-Aspekt mit zyklonalem Impuls existierte. Das war eine Verletzung der Prognoseregel, die nun bei der Auswertung berichtigt und in der Tabelle grün hinterlegt wurde, dennoch verblieb der Premeteo-Index im flach negativen Bereich. Merkur, Vesta und Orcus bildeten vom 3. bis zum 6. zusammen eine Dreier-Konjunktion. Am 5. wurde um 19:52 UTC die fünfte und letzte Konjunktion von Makemake mit dem Supergalaktischen Zentrum (GSZ) exakt. Sie könnte einen H*-Impuls tragen und damit für die deutliche Stabilisierung der Bodenatmosphäre in der Nacht zum 6. verantwortlich gewesen sein, die den starken Tf-Aspekt Sonne 135° Quaoar nur auf 500 hpa sichtbar werden ließ. Am 7. lag der Kern von Hoch Katja um 0 UTC über Tschechien. Der Luftdruck fiel zum 8. kräftig ab und Tief Hartmut über Frankreich übernahm kurzzeitig die Regie. Bis 12 UTC kam die Region doch schon in den Bereich einer kleinen H-Zelle über der Schweiz und am 9. setzte sich über Südwestdeutschland bei starker Bewölkung eine flache antizyklonale Strömung weiter durch, die mit dem Premeteo-Index übereinstimmte, während auf 500 hpa eine Tiefdruckströmung lag, deren geschlossener  Kern sich über Nordwestfrankreich befand. Dieser Kern des Höhentiefs bewegte sich, am 10. und 11. über Frankreich verbleibend, etwas nach Osten und Süden mit einem Kältezentrum von unter -20° C. In der Bodenatmosphäre lag unsere Region ganz knapp im antizyklonalen Bereich des Azorenhochs direkt im Grenzgebiet zum Tiefdrucksystem Hartmut und es stellte sich eine kalte, herbstliche und trübe Witterung ein. Das starke, kalte Höhentief über Frankreich ging einher mit Sonne 45° GSZ A/ Makemake T, Mars 135° Chiron Tf, Sonne 135° Juno T, Mars 135° GaZ T/ Quaoar T und Uranus 45° Neptun H?*. Es fiel also eine Häufung der Winkel 45° und 135° auf, die sich zu 180° ergänzen, und die bei der Strukturanalyse des Wetterschlüssels im Jahr 2009 eine jeweils markante Stellung zeigten. Am 12. bewegte sich der Kern des Höhentiefs unter Erwärmung mit Ceres 120° Neptun T* W*, Venus 120° Neptun T W, Venus 0° Ceres AW rasch über Deutschland hinweg und machte am 13. einem flachen Höhenkeil vom Mittelmeer Platz. Am 11. und 12. war es in der Region lokal noch zu kräftigen Niederschlägen gekommen, die zum schwach negativen korr. Premeteo-Index passten, auch wenn die reale Bodenströmung über Südwestdeutschland dem Azorenhoch zugeordnet werden musste. Am 13. und 14. lag Hoch Lisa mit seinem Kern über Deutschland. Auch am 15. überwog noch der Einfluss von Hoch Lisa. Erst am Spätnachmittag zog eine Kaltfront auf, die die Region mit Luftdruckanstieg und kräftigen Regenschauern überquerte und noch am Vormittag des 16. lokal Niederschlag brachte. In der Bodenatmosphäre hatte sich Hoch Maria über den Alpen als Keil des Azorenhochs ausgebildet, während die Region auf 500 hpa in den Bereich einer zyklonalen Strömung von Südwest gelangte, wie es dem für diesen Tag negativen Premeteo-Index entsprach. Hoch Maria bestimmte auch am 17. und 18. von den Alpen aus, aber immer schwächer werdend, die Strömung. Am 18. befand sich dabei unsere Region auf 500hpa um 0 UTC in einem zyklonalen/antizyklonalen Übergangsbereich und geriet dann am 19. wieder ganz in den Einfluss einer zyklonalen Strömung zunächst aus Südwest, dann zum 20. auf Nord drehend. Die Bodenatmosphäre kühlte enorm ab und bildete einen Keil des Azorenhochs aus, dessen Kern mit Namen Nilüfer über die Biskaya nach Frankreich zog und am 21. um 0 UTC über Ostfrankreich lag. Während es am 18. und 19. noch zu lokal kräftigen Niederschlägen kam und das Wetter damit dem flach im negativen Bereich verlaufenden Premeteo-Index entsprach, stabilisierte sich die stark abgekühlte Bodenatmosphäre innerhalb des Azorenhochkeils. Am 21. (Tag der totalen Sonnenfinsternis über den USA gegen 19 UTC) hatte der Premeteo-Index in der korrigierten, als auch in der unkorrigierten Variante eine steile Spitze nach unten, die vom realen Wetterverlauf völlig übergangen wurde. Es war wieder eine typische Konstellationssituation, bei der eine Aneinanderreihung von Sonne-, Merkur- und Venus-T-Aspekten mit einer starken Abkühlung einherging und am 21. um 2 UTC mit Venus 150° aufsteigender Mondknoten T K  und um 20 UTC mit Venus 72° Pallas Hf ein Impulswechsel vorlag. Der Hf –Aspekt zeigte seinen besonders starken Lokalbezug in der Bodenatmosphäre sehr deutlich und die T-Symmetrie im Index 2 mit Merkur, Venus und Haumea kam dadurch überhaupt nicht zum Zuge. Außerdem war Merkur am 21. und 22. in Konjunktion mit Orcus und löste im Index 3 sowohl Orcus 45° Haumea T* aus, als auch noch den unbekannten Aspekt Orcus 135° Eris ?* aus, der den höheren Rang von beiden hatte und eventuell einen H- Impuls sein könnte. Der Premeteo-Index summierte über die 21-tägige Hochdruckwetterlage summierte auf -41 / korr.-87. Tatsächlich gab es an mindestens  10 Tagen in der Region Niederschlag und auf 500 hpa lag die Region nur an 2 Tagen eindeutig unter einer antizyklonalen Strömung, an 8 Tagen im Übergangsbereich und an 11 Tagen unter einer zyklonalen Strömung. Es war also eine ziemlich nasse und für August zeitweise recht kühle Hochdruckphase. Die Symbolprognose war an 12 Tagen richtig und nur an 3 Tagen falsch und an 6 Tagen tendenziell richtig.
Tiefdruckphase 2: Am 23. und 24. dehnte Tief Leif westlich von Schottland seinen Einfluss bis nach Südwestdeutschland aus. Am 25. geriet die Region dann in den Warmfrontbereich von Wellentief Mathias, dessen Kern über Westfrankreich lag. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckwetterphase auf 0 / korr. -3.
Hochdruckphase 2: Der Kern von Tief Mathias wanderte nach Norden und befand sich um 0 UTC des 25. über den Beneluxländern mit weit aufgespreizten Fronten. Über den Alpen hatte sich eine Hochdruckzelle etabliert, die bis zum 27. für unsere Region wetterbestimmend blieb. Am 28. hatte der Premeteo-Index eine steile Spitze nach unten, deren Wetterwirksamkeit über der Region nur durch den Okklusionsausläufer von Tief Mathias mit Kern über Weißrussland auf der 0 UTC Karte sichtbar wurde. Am Tage setzte sich Hoch Oldenburgia durch. Der negative Index kam aus Index 2 und 3. Inzwischen waren die Konjunktionen von Sonne und Merkur mit Orcus in eine Konjunktionssymmetrie von 3° übergegangen, wieder wurde Orcus 45° Haumea T* angerechnet und wieder zeigte das Strömungsverhalten der Atmosphäre, dass die H-Aspekte der Konjunktionen, vor allem der Sonnenkonjunktion, den größeren Lokalbezug gegenüber dem T*-Impuls von Orcus und Haumea hatten. Am 29. lag Südwestdeutschland um 0 UTC zwischen Tief Nepomuk mit Kern über der Biskaya und Hoch Oldenburgia mit Kern über Polen und das Hoch setzte sich im Laufe des Tages ein letztes Mal durch. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige Hochdruckphase auf -31 / korr. -27.
Tiefdruckphase 3: Am 30. dehnte Tief Nepomuk mit Kern über Belgien seinen Einfluss für einen Tag bis über unsere Region aus. Das geschah sozusagen verspätet, denn der Premeteo-Index, der die letzten drei Tage im negativen Bereich verlief, war nun gerade wieder in den positiven Bereich geklettert, so dass zwischen Luftdruck  und Premeteo-Index eine Gegenbewegung entstand. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +10 / korr.+6.
Hochdruckphase 3: Am letzten Tag des Monats fiel der Index wieder in den negativen Bereich ab. Um 0 UTC lag die Region im Trog von Tief Nepomuk mit Kern in der Ostsee bei Dänemark, aber mit der eintretenden starken Abkühlung der Atmosphäre setzte sich bis Mittag schon Azorenhoch Petra durch, so dass der Tag trotz starker Bewölkung und Niederschlag, die der Symbolprognose entsprachen, schon wieder dem antizyklonalen Strömungstyp zugeordnet werden musste. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -11 / korr. -15.

SW-D befand sich an 26 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -129. Dies entsprach einer Indexzahl von -4,96 pro Tag.

 An 5 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +10 / korr. +2. Dies entsprach einer Indexzahl von +2 / korr. +0,4 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 3., 6., 21. und 28.), an 17 Tagen richtig und an 10 Tagen tendenziell richtig.


 

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Kosmogramm 08/2017

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.