Dezember 2017

Auswertung 2017/12

 Auswertung 2017/12 korrigiert

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Dezember 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Der Dezember 2017 war durch eine ungewöhnliche Häufung von Planetenpositionen im Bereich des Galaktische Zentrums (26°59’ Schütze) und des Kleinplaneten Quaoar (29°50’ Schütze) gekennzeichnet. Das Kosmogramm vom 1. 12. zeigt
Saturn und den rückläufigen Merkur zwischen diesen beiden angeordnet. Im Kosmogramm des 24. Dezember ist sehr schön die dichte Aneinanderreihung von Galaktischem Zentrum, Venus, Quaoar, Sonne und Mondapogäum zu sehen. Ähnlich wie im Dezember 2010, als es auch eine ungewöhnliche Häufung von Planeten in diesem Bereich gab, war dies verbunden  mit einer allgemeinen Labilisierung der Atmosphäre, einer Intensivierung thermodynamischer Prozesse und einem Anstieg von Fehlprognosetagen bezüglich der Wetterlage.

Kosmogramm Auswertung 2017/12

Kosmogramm Auswertung 2017/12

 Kosmogramm Auswertung 2017/12

Die beiden Auswertungsdiagramme des originalen Premeteo-Indexes sowie des im Index 3 korrigierten Premeteo-Indexes zeigen, dass besonders drei Tiefdruckphasen unpassend zum Premeteo-Index auftraten. Das bisher erarbeitete Regelwerk zum Prognostizieren zyklonaler oder antizyklonaler Wetterlagen ist für solche Fälle intensivierter Konstellationen noch nicht differenziert genug. Und doch haben alle drei Phasen eine auffällige Aspektierung (siehe Texte der Wetterlagenbeschreibungen und der Fehlprognosen), die bei einer ausreichend großen Sammlung ähnlicher Monate eine Weiterentwicklung möglich machen würde.
Bei der Zuordnung der Wetterlagen schnitt der im Index 3 korrigierte Premeteo-Index mit 21 richtigen Tagen wieder etwas besser ab, als die Originalprognose, bei der es nur 18 Tage waren. Die Hochdruckwetterlagen hatten einen stark erhöhten, positiven, mittleren Premeteo-Index pro Tag, aber er lag entgegen der Premeteo-These dabei sogar unter dem Wert der Tiefdruckwetterlagen, was die Jahresstatistik leider ungünstig verzerren wird.

Die Symbolprognose war mit 14 / korr. 15 falschen Tagen sehr schlecht ausgefallen. Das hing einerseits mit der winterlichen Jahreszeit zusammen, bei der sich während  antizyklonalen Wetterlagen generell oft Hochnebel-Bewölkung bildet, andererseits auch damit, dass die Region ähnlich wie im Vormonat nur an 9 Tagen auf 500 hPa eindeutig unter einer antizyklonalen Strömung lag und es auch während der Hochdruckwetterlagen der Bodenatmosphäre relativ häufig zu Niederschlägen kam.

Luftdruckminima traten am 11., 15. und 27. Dezember mit Mars 90° Varuna T, Mars 60° Apogäum T, und mit der Dreierkonjunktion Venus-Quaoar-Saturn plus Venus 45° Jupiter T und Venus 150° Varuna Tf auf.
Luftdruckmaxima waren am 5./6. mit Venus 60° Makemake H, Juno 90° Pallas H*, Vesta 60° Orcus Hf* sowie Juno 120° Sedna H *und vom 22. bis 24. Dezember mit Sonne 0° Quaoar H, Vesta 60° Pluto H*, Juno 120° GSZ H*, Saturn 0° Quaoar H?*, Sonne 90° GSZ Hf sowie Sonne 135° Kn1 H zu verzeichnen.

Die wärmsten Tage des Dezember 2017 waren der 11. mit Ceres 0° Kn1 am Vortag, sowie der 30. und 31. mit Venus 0° Apogäum am Vortag und Merkur 120° Kn1/Ceres.
Die kältesten Tage waren zu Beginn des Monats der 2. und 3. mit Mars 0° Haumea / 180° Uranus am Vortag, mit Venus 144° Uranus, Sonne 90° Orcus / 45° Haumea / 45° Mars. Dann der 9. Dezember mit Venus 90° Orcus / 45° Haumea, Mars 72° Ceres / Kn1. Gegen Ende des Monats der 28. mit Pallas 180° Haumea.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Tiefdruckphase 1: Tief Torsten, das Ende November wetterbestimmend wurde und eine geschlossene Schneedecke beschert hatte, war in der Bodenatmosphäre am 1. Dezember noch in okkludierter, schwacher Form vorhanden, während der Premeteo-Index bereits wieder einen hohen, positiven Wert von +13 / korr. +28 angenommen hatte. Auf 500 hPa lag um 0 UTC ein Tief mit seinem Kältepol direkt über den Benelux-Ländern, in der Bodenatmosphäre gab es Dauerfrost und der Luftdruck stieg kräftig an.
Hochdruckphase 1: Am 2. Dezember setzte sich Hoch Anke über dem Ostatlantik in der Bodenatmosphäre langsam durch. Auf 500 hPa verlief um 0 UTC die kalte Trogachse über der südwestdeutschen Region nach Süden bis in den Mittelmeerraum mit einem zweiten Kältepol über den Balearen. Dieser prägnante Kältevorstoß vollzog sich mit der prägnanten Konstellation von Mars 0° Haumea 180° Uranus. Der 3. Dezember war ein einzelner Tag mit negativem Premeteo-Index von -20 / korr. -5. Von Norden dehnte sich Tief Uwe über dem Nordmeer nach Süden aus, aber sein Isobarenbereich erreichte Südwestdeutschland nicht. Auffallend war das kalte Tiefdruckzentrum auf 500 hPa über dem westlichen Mittelmeer, das nun über Sardinien lag. Es war begleitet u. a. von den Aspekten Sonne 90° Neptun, Sonne 30° Jupiter und Venus 30° Apogäum. Entsprechend dem Premeteo-Index stieg der Luftdruck am 4. stark an, aber der Keil von Hoch Anke über dem Ostatlantik umschloss nur Südwestdeutschland. Für den übrigen Teil Deutschlands war noch Tief Uwe wetterbestimmend, das nun mit seinem Kern über der Barentssee lag. Am 5. und 6. wanderte der Kern von Hoch Anke von Nordwest- nach Ostfrankreich und stabilisierte die Atmosphäre über West- und Süddeutschland bei hohen Luftdruckwerten, doch blieb der Himmel vielerorts von Hochnebel verschlossen. Die Annäherung von Tief Walter mit Kern zwischen Island und Schottland am 7. bewirkte ein Aufklaren der Atmosphäre über der südwestdeutschen Region, die trotz des starken Luftdruckfalls im antizyklonalen Strömungsbereich verblieb. Um 0 UTC des 8. dehnte sich Sturmtief Walter mit Kern über dem südlichen Nordmeer bis über die Alpen nach Süden. Es bewegte sich jedoch so schnell voran, dass schon um 12 UTC der Isobarenbereich des ostatlantischen Hochs Bärbel über die südwestdeutsche Region reichte. Auch am 9. reichte der Isobarenbereich von Hoch Bärbel noch über unseren Raum. Der Premeteo-Index summierte über die 8-tägige Hochdruckphase auf +192 / korr. +161.
Tiefdruckphase 2: Hoch Bärbel lag am 10. um 0 UTC mit seinem Kern noch über den Alpen, aber bis 12 UTC fegte bereits Tief Xanthos als Schneesturm über Deutschland. In den beiden Auswertungsdiagrammen sieht man sehr gut den analogen Verlauf von Luftdruck und Premeteo-Index, nur dass dieser zu hoch im positiven Bereich verlief. Im originalen Premeteo-Index zeichnete sich am 11. die Tiefdruckspitze nach unten noch besser ab, als beim korrigierten Index. Dafür lag der gleitende Durchschnitt des korr. Premeteo-Index deutlich tiefer als der unkorrigierte. Der tiefste Luftdruck wurde am 11. gerade in dem Zeitraum erreicht, als Merkur und Quaoar eine Symmetrie von 3° um das Galaktische Zentrum (GaZ) der Milchstraße bildeten. Das aktivierte im Index 3 den fast-exakten Aspekt Neptun 72° Quaoar T?* -10/0, der im korrigierten Index nicht angerechnet worden war. Interessant ist, dass sich der starke Luftdruckfall und die hohen Windgeschwindigkeiten mit dem Exaktwerden von Ceres 0° aufsteig. Mondknoten A*, sowie Merkur 120° Uranus T, Venus 90° Neptun T und Mars 90° Varuna T vollzog. Der Index 1 war am 11. auch negativ, der positive Wert des Premeteo-Index kam allein aus dem positiven Index 3, der in dieser Konstellation offensichtlich seine stabilisierende Wirkung verlor, bzw. es zeigte sich wiederholt der starke Lokalbezug von Neptun 72° Quaoar, der mit hoher Wahrscheinlichkeit ein T*-Aspekt ist. Neptun 72° Quaoar trat in den letzten 130 Jahren, seit rekonstruierte Wetterkarten zur Verfügung stehen, am 08.07.2014 zum ersten Mal als exakte Winkelbildung auf. Seither wurde der Winkel achtmal exakt, sechsmal davon bei prägnanten Tiefdruckdurchgängen. Es scheint für die südwestdeutsche Region ein sehr relevanter Aspekt zu sein, der sich in den verschiedensten Kombinationen durchsetzte. Er müsste in zukünftigen Prognosen eine starke Gewichtung erfahren. Allerdings wird der Aspekt am 03.03.2018 das letzte Mal exakt und es wird wohl mehr als 100 Jahre dauern, bis er erneut auftreten wird.
Hochdruckphase 2: Am 12. setzte sich im Laufe des Vormittags das Azorenhoch über Südwestdeutschland durch. Der Premeteo-Index summierte auf +24 / korr. +13.
Tiefdruckphase 3: Am 13. setzte sich im Laufe des Vormittags Tief Zubin bei Island durch. Es wanderte bis zum 15. in die Nordsee und verursachte damit drei Fehlprognosetage. Am 13. begann die Konjunktion von Saturn mit Quaoar. Dadurch wurde wiederum Neptun 72° Quaoar T?* ausgelöst (Index 3) und die Labilität der Atmosphäre verstärkte sich erneut. Neptun 72° Quaoar T* wurde im korrigierten Premeteo-Index nicht angerechnet, da Neptun einen geringeren Rang hat als Quaoar, aber dieser Aspekt bildet offensichtlich durch seinen starken Lokalbezug eine Ausnahme von der Regel, er schien alle anderen Aspekte im Index 3 außer Kraft zu setzen. Das gemeinsame Auftreten der beiden Aspekte Neptun 72° Quaoar T?* und Ceres 0° aufst. Mondknoten erinnert an den Juli 2014 mit seinen Extremniederschlägen im südwestdeutschen Raum. Am 15. erreichte der Luftdruck seinen tiefsten Wert und in den Tabellen fiel für diesen Fehlprognosezeitraum vom 10. bis 15. Dezember eine ungewöhnliche Abfolge von 11 Venus-Aspekten auf. Die starke Labilisierung der Atmosphäre vollzog sich neben der noch immer anhaltenden Konjunktion von Ceres mit dem Mondknoten zusätzlich auch mit der retrograden Bewegung Merkurs in Richtung Sonne und Venus, so dass auch eine Impulsumkehrung für die Fehlprognosen eine Rolle gespielt haben konnte. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf +66 / korr. +52.
Hochdruckphase 3: Am 16. setzte sich im Laufe des Vormittags das Azorenhoch Carina nur flach durch. Auch am 17. blieb es grau bedeckt mit einzelnen Schauern. An diesem Tag hatte der Premeteo-Index einen einzelnen, negativen Wert. Hoch Carina hatte am 18. einen Kern über Nordwestspanien und einen zweiten Kern über dem süddeutschen Alpenvorland, blieb aber mit seinem Wettereinfluss nur sehr schwach ausgeprägt. In der Nacht zum 18. fiel  bis in die Tallagen Schnee. Der Luftdruck stieg am 19. weiter an, und Hoch Carina bestimmte weiterhin mit sehr trüber, feuchtkalter Atmosphäre das Wetter. Der 21. hatte im originalen Premeteo-Index einen einzelnen, negativen Tag von -6 / korr. 0 und Tief Bob krümmte um die Mittagszeit vorübergehend die Isobaren bis weit über Deutschland zu seinem Kern hin. So entsprach die Witterung dem negativen Index. Aber auch vom 22. bis zum 25. verblieb die Region bei positivem Index im Isobarenbereich von Hoch Carina. Die grau-trübe, bedeckte Witterung löste sich jedoch erst am letzten Tag auf und machte etwas Sonnenschein möglich. Der Premeteo-Index summierte über die 10-tägige Hochdruckphase auf +104 / korr. +166.
Tiefdruckphase 4: Am 26. um 0 UTC reichte noch ein flacher Keil vom Mittelmeerraum über das südliche Deutschland. Bis 12 UTC hatte sich jedoch bereits der Tiefdruckeinfluss von Tief Edilbert über Südengland durchgesetzt, der auch am 27. die Wetterlage bestimmte. Der starke Luftdruckfall, der zu diesen zwei Fehlprognosetagen führte, vollzog sich mit der  Dreierkonjunktion von Venus-Saturn-Quaoar und den beiden Venus-T- bzw. Tf-Aspekten Venus 45° Jupiter und Venus 150° Varuna. Hier war die Originalprognose näher an der real eingetretenen Wetterlage, da es hier offensichtlich wieder zu einer direkten Aktivierung von Neptun 72° Quaoar T* kam, die im Index 3 des korrigierten Premeteo-Index nicht angerechnet worden war. Diese Dreier-Konjunktion in Kombination mit den beiden Venus-T- bzw. Tf-Aspekten stellte offensichtlich eine solche Intensivierung der Raumzeitstrukturen dar, dass die zeitgleichen positiven Indexeinträge von Vesta, Sonne und Merkur völlig überdeckt wurden. Der Premeteo-Index summierte über die 2-tägige Tiefdruckphase auf +8 / korr. +43.
Hochdruckphase 4: Um 0 UTC des 28. bestimmte noch Tief Edilbert mit Kern über Südskandinavien die Wetterlage, doch stellte sich bis 12 UTC eine antizyklonale Strömung über der südwestdeutschen Region ein. Am 29. wurde ein Hoch mit Kern über Ostfrankreich mit kurzen Auflockerungen am Vormittag und lokalen Schneeschauern am Nachmittag wetterbestimmend. Das Zentrum der antizyklonalen Strömung wechselte am 30. nach Nordwestafrika und es kam zu einer starken Erwärmung der Atmosphäre, die auch am 31. noch anhielt. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige Hochdruckphase auf -29 / korr. +47.

SW-D befand sich an 23 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +291 / korr. +387. Dies entsprach einer Indexzahl von +12,65 / korr. +16,83 pro Tag.

 An 8 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +119 / korr. +151. Dies entsprach einer Indexzahl von +14,88 / korr. +18,88 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 14 / korr. 15 Tagen falsch (am 1., 4., 8. - 10., 11. nur korr., 12. - 16., 18. – 20., 22.), an 4 / korr. 3 Tagen richtig und an 13 Tagen tendenziell richtig.

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Kosmogramm 12/2017

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.