August 2009

Auswertung 08/2009
Auswertung korrigiert 08/2009

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Auswertung und Rückschau

August 2009

 

Wetterlagenverlauf des August 2009 im Vergleich zum Premeteo-Index für Südwest-Deutschland

Wetterphase H1: Der August 2009 begann am 1. Tag mit einer Hochdruckwetterlage und viel Sonne, aber mit  fallendem Luftdruck.
Wetterphase T1: Am 2. August setzte sich tiefer Druck durch, der einherging mit der Dreifachkonjunktion von Pallas, Merkur und Orcus. Pallas und Merkur lösen den T-Aspekt von Orcus 45° Haumea aus (siehe Kosmogramm vom 2. 8. 2009). - Auslöseaspekte löschen andere gegenläufige Impulsaspekte oder Symmetrien der Auslöseplaneten. Diese Auslöschung war beim Erstellen des Premeto-Index  für den 2. August nicht beachtet worden, wodurch es zur Fehlprognose kam.
Wetterphase H2: Am 3. August hatte sich wieder eine antizyklonale Strömung eingestellt, doch blieb es noch überwiegend bewölkt. Erst ab dem 4. des Monats bis zum 7. brachte die Hochdruckwetterlage viel Sonnenschein.
Am 7. August ist wieder eine Index-Korrektur durchzuführen. Der Mars-Hst-Aspekt um 13.31 UTC war dem 8. August zurechnet worden. Es zeigte sich auch hier wieder, das Hst-Aspekte nach 12 UTC doch zum aktuellen Datum gezählt werden sollten. Nach der Korrektur bleibt der Index am 7. August mit 13 Punkten deutlich positiv, was sich auch im Wetter wiederspiegelte. Erst am Spätnachmittag/Abend war von Westen dichte Bewölkung aufgezogen, die auch am nächsten Tag bei einem korrigierten Index von 5 Punkten bei flacher antizyklonaler Strömung und einer Luftmassengrenze über W-Deutschland den Himmel verschloss. Am 9. August gibt es nochmal Sonne, doch fällt in der Nacht zum 10. August auch schon Regen. Diese Wetterphase wurde vom Premeteo-Index tendenziell richtig prognostiziert.
Wetterphase T2: Der Premeteo-Index liegt überwiegend im negativen Bereich und prognostiziert diese Phase zufriedenstellend.
Wetterphase H3: Mit dem 14. August beginnt eine Hochdruckphase, die bis zum 18. tendenziell richtig ist, doch gibt es leichten Druckfall am 17. trotz hohen Premeteo-Index. Das Kosmogramm zeigt für den 16. und 17. August die besondere Situation, dass die Sonne genau gegenüber der Dreifachkonjunktion von Jupiter, Chiron und Neptun steht. Während Sonne 180° Jupiter und Neptun H-Aspekte sind, ist die Opposition zu Chiron ein T-Aspekt. Chiron steht zwischen Jupiter und Neptun und damit offensichtlich in einer stärkeren Position als der Index berücksichtigt.
Der 19. August ist eine völlige Fehlprognose. Wie meist an Fehlprognosetagen liegt eine Konjunktion (0°) vor, die nicht richtig behandelt wurde. In diesem Fall ist es Venus 0° Varuna, selbst ein T-Aspekt, löst zwei Aspekte aus: Sedna 60° Varuna, der noch nicht sicher bestimmt werden konnte, da er erst 5 mal in den letzten 120 Jahren auftrat. Der aktuelle Wetterverlauf lässt darauf schließen, dass er kein Impulsaspekt ist. Der andere ausgelöste Aspekt ist Jupiter 150° Varuna, ein H-Aspekt. Dieser also ist damit der anzurechnende Aspekt und der Premeteo-Index wurde entsprechend korrigiert. Die große Differenz zwischen dem korrigierten und unkorrigierten Index kommt dadurch zustande, dass Venus mit zwei weiteren T-Aspekten vertreten ist, die gleichzeitig noch in Symmetrien auftreten und die bei einer H-Auslösung annulliert werden müssen.
Wetterphase T3: Der 21. August als Tiefdrucktag wurde nicht prognostiziert und ist im Verlauf der Druckkurve  auch nicht zu erkennen, brachte aber dichte Bewölkung und lokal Regen. Wiederum zeitgleich mit einer Konjunktion (0°), dieses Mal von Merkur mit Makemake (siehe Kosmogramm), deren Auslösung Neptun 150° Makemake  in den Index nicht eingerechnet worden war. Aber auch der korrigierte Premeteo-Index würde keine Tiefdruckprognose für diesen Tag nahelegen. Möglicherweise spielte die starke Erwärmung am Tag davor für das Kippen der Wetterlage eine große Rolle. Der 20. August war wahrscheinlich der heißeste Tag des Sommers. Freibug meldete 36,3°C und Mannheim 36,7°C! Es ist auch der Tag mit der größten positiven Premeteo-Indexzahl im August.
Wetterphase H4: Bei der Konjunktion von Sonne 0° Orcus am 23. August ist leider schon wieder eine Fehlprognose zu verzeichnen. Diese Konjunktion ist selbst ein H-Aspekt und die Sonne hat hier offensichtlich die dominante Stellung und wirkt nicht als Auslöser für den T-Aspekt Orcus 45° Haumea. Dieses unterschiedliche Verhalten bei Sonnekonjunktionen im Vergleich zu Planetenkonjunktionen wurde schon öfter beobachtet und muss in Zukunft berücksichtigt werden. Trotzdem bleibt auch der korrigierte Premeteo-Index  leicht negativ und das wolkenlose Wetter ist von einem stetigen Druckfall begleitet.
Wetterphase T5: Die gleitende Tendenzlinie des Premeteo-Index und Luftdruckkurve zeigen hier Übereinstimmung.
Wetterphasen H5 und T6: beide Phasen sind in Übereinstimmung mit dem originalen Index.
Wetterphase H6: Für diese Phase herrschte beim Erstellen der Prognose noch bei den Symmetrien eine bestimmte Unsicherheit, weshalb das Wettersymbol "teils wolkig, teils heiter" angegeben worden war. Für den 29. und 30. August stimmt der Premeteo-Index  und er muss nun nur für den 31. korrigiert werden. Am 31. bildete Mars eine 90° Symmetrie zu Juno und Merkur und beide 90°-Aspekte tragen einen Hst-Impuls, d. h. einen starken Hochdruck-Impuls, der wahrscheinlich mit einer noch höheren Punktzahl berechnet werden kann, als es in der korrigierten Fassung nach den derzeit gültigen Regeln geschehen ist.

Insgesamt waren 8 Tage durch die Premeteo-Wettersymbole falsch und 15 Tage richtig prognostiziert, 8 Tage können als tendenziell stimmig prognostiziert angesehen werden. Abgesehen vom 2., 19. und 21. August,  zeigen der Premeteo-Index bzw. sein gleitender Durchschnitt und die Luftdruckkurve einen  tendenziell ähnlichen Verlauf.

Im August 2009 befand sich SW-D an 23 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des Premeteo-Index für diese Tage ergibt 221, was einer Indexzahl von 9,61 pro Tag entspricht.
An 8 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des Premeteo-Index für diese Tage ergibt 21, was einer Indexzahl pro Tag von 2,63 entspricht. Die Bestimmung der wenigen Tiefdrucktage war nicht sehr geglückt, normalerweise sollte der Index im negativen Bereich sein, aber immerhin ist die Indexzahl pro Tag für die Hochdruckwetterphasen 3 mal so stark, wie die der Tiefdruckwetterphasen.

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2009-08.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die unten zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik und dabei auch ein Augenmerk auf die besondere Konstellation des Jahres 2009 richten, die Dreifachkonjunktion von Chiron, Jupiter und Neptun um 26° Wassermann.