Dezember 2009

Auswertung 12/2009
Auswertung korrigiert 12/2009

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Auswertung und Rückschau

Dezember 2009

 

Wetterlagenverlauf des Dezember 2009 im Vergleich zur Premeteo-Index-Prognose für Südwest-Deutschland vom 6. 12. 2009


Tiefdruckphase T1:  Der Dezember beginnt mit einer zyklonalen Strömung, die von vier aufeinander folgenden Tiefs gespeist wird. Der Luftdruck und die geglättete Index-Kurve verlaufen sehr ähnlich und nah beieinander. Die Bewölkung ist in dieser Phase generell dichter und weniger aufgelockert als von den Prognosesymbolen angezeigt.
Hochdruckphase H1: Vom 8. zum 9. Dezember steigt der Luftdruck sehr stark an und eine antizyklonale Strömung stellt sich ein, die am 9. auch den erwarteten Sonnenschein bringt. Die antizyklonale Lage bleibt die folgenden Tage für SW-Deutschland in der Bodenschicht zwar erhalten, aber Tief Sebastian wandert von der Nordsee am 10.  nach Tschechien am 11. Dezember und beeinflusst mit seinen Regenwolken noch den SW-deutschen Raum. Am 12. hat sich T-Sebastian aufgelöst, doch bleibt es über wiegend bewölkt. Sonne zeigt sich erst am 13. Dezember. In der Höhe (500 hpa) breitet sich allerdings ab dem 12. ein Trog von Osten her über Deutschland aus, so bleibt es während der ganzen Hochdruckphase überwiegend dicht bewölkt. Die antizyklonale Lage hält bis zum 17. Dezember an. Dies entspricht dem geglätteten Premeteo-Index, der auch erst nach dem 17. in den negativen Bereich eintritt.
Tiefdruckphase T2: Die einsetzende zyklonale Strömung bringt durch eine damit verbundene Nordströmung eine starken Kaltlufteinbruch, der in der Nacht vom 19. zum 20. Dezember landesweit  Temperaturminima bedingt. Am 21. folgt bereits wieder eine kräftige Erwärmung und am 22. errreicht der Luftdruckruck durch das Tief Vincent über Großbritannien ein ausgeprägtes Minimum. Dies geht einher mit dem Aspekt Sat 72 KN2, der in Index 1 nicht korrekt berechnet wurde, weshalb der Index im korrigierten Diagramm am 22. um 7 Punkte tiefer liegt. Der starke Druckabfall hat vor allem mit der enormen Erwärmung zu tun und der exakten Konjunktion von Jupiter und Neptun, die am 21. ihre größte Exaktheit erreichte. Die zyklonale Strömung hält sich weiter und am 24. Dezember hat sich über ganz Europa ein mächtiger Trog ausgebildet und am 25. wird ein weiteres Luftdruckminimum über SW-D erreicht und es kommt zu starken Niederschlägen.
Bemerkenswert ist, dass am 25. der starke T-Aspekt Var 150 Qua in den 1°-Exaktheitsbereich eintritt. Dieser Aspekt hat der Statistik nach einen besonderen Lokalbezug zu SW-Deutschland. Er wird allerdings bei der aktuellen KN2-Var-Konjunktionsauslösung im Index 3 wegen des ranghöhern Aspekts Var 60 Sed nicht eingerechnet. Möglicherweise müsste er wegen des besonderen Lokalbezugs auch zusätzlich eingerechnet werden. Der Druckverlauf der kommenden Wochen wird darüber Aufschluss geben.
Hochdruckphase H2: Der Luftdruck steigt zum 26. Dezember steil an und beschert einen sonnigen 2. Weihnachtsfeiertag. Bis Mittag herrscht auch am 27. regional noch die Sonne vor, am Nachmittag aber zieht dichte Bewölkung auf. Auch der 28. Dezember ist trotz der noch leicht antizyklonalen Strömung überwiegend bewölkt mit etwas Regen.
Am 27. wird ein Fehler im Index 3 bemerkt (betrifft Var 72 GSZ A?*, das an Stelle von Var 60 Sed T* auftritt), so dass ab dem 27. bis zum Monatsende der Index 3 um -11 Punkte korrigiert werden muss. Außerdem gab es eine fehlerhafte Bewertungen im Index 2 vom 28. Dezember, der sich auf den 29. auswirkte. Es war nicht beachtet worden, dass Jun 180 Sat noch garnicht den 1°-Orbis erreicht hatte. Das korrigierte Index-Diagramm zeigt den Premeteo-Index  dann am 28. und am 30. im negativen Bereich.
Tiefdruckphase T3: Am 29. Dezember setzt sich am Vormittag die zyklonale Strömung von Tief Angelos durch. Die starke Ausprägung des Trogs in den folgenden Tagen auch gegenüber dem korrigierten Premeto-Index hat möglicherweise hauptsächlich mit dem T-Aspekt Mer180 Var zu tun, der sich genau in der Mondknotenachse vollzieht, wie man das sehr gut in den Kosmogrammen vom 29. und 30. Dezember erkennen kann. Möglicherweise müsste hier die Aspektbewertung noch stärker abgesenkt werden. Im korrigierten Diagramm war er jetzt mit -7 anstatt mit -2 in der Originalprognose eingesetzt worden.
Am 30. und 31. zeigen die Isohypsen der 500hpa-Karte eine schwache, antizyklonale Krümmung, was ein Hinweis auf die im Hintergrund wirkenden H-Aspekte sein kann, die sich nicht bis in die Bodenschicht durchsetzen können.

Im Dezember 2009 befand sich SW-D an 12 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 167, was einer Indexzahl von 13,92 pro Tag entspricht.

An 19 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 7, was einer Indexzahl pro Tag von 0,37 entspricht. Die Indexzahl der zyklonalen Tage liegt damit weit unter der Indexzahl der antizyklonalen Tage, was insgesamt ein befriedigendes Ergebnis ist. Dass sie den negativen Bereich nicht erreicht, wird hauptsächlich durch die Fehlindizierung  von je +30 Punkten des 29. und 31. Dezember verursacht.

Für den  entsprechend korrigierten Premeteo-Index ergibt sich bei antizyklonaler Strömung die Indexzahl 11,58 und  bei zyklonaler Strömung -2,37.

Insgesamt waren 8 Tage durch die Premeteo-Wettersymbole falsch und auch nur 8 Tage richtig prognostiziert, 15 Tage können als tendenziell stimmig prognostiziert angesehen werden. Abgesehen von den letzten vier Tagen des Monats stimmt der Wetterlagenverlauf mit den positiven und negativen Phasen des Premeteo-Index überein.

kosmogramm-link
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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.