Juni 2009



 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Auswertung und Rückschau

Juni 2009

 

Wetterlagenverlauf des Juni 2009 im Vergleich zum Premeteo-Index für Südwest-Deutschland

Der Juni begann mit einer flachen, zyklonalen Strömung über SW-D im Bereich flacher Tiefdruckgebiete über der Iberischen Halbinsel und dem Nordbalkan. Vom 2. bis zum 4. Mai bildete sich vom N-Atlantik ein Hochdruckkeil, der ebenfalls nur flach über SW-D reichte, aber mit viel Sonneschein verbunden war. Der Premeteo-Index zeigt diesen Wechsel von zyklonaler zu antizyklonaler Strömung durch kräftigen Anstieg an, kommt aber nur knapp über die Nulllinie, weshalb es zu einer 3-tägigen Fehlprognose durch die Premeteo-Wettersymbole kam. Bereits ab dem 3. Juni kam es zu leichtem Druckfall , dem auch der fallende Premeteo-Index entspricht, und ab dem 5. setzte sich eine zyklonale Strömung durch, die bis zum 11. des Monats anhält. Dies spiegelt sich auch im Verlauf des Premeteo-Index. Die folgende Hochdruckphase vom 12. bis zum 14. Juni ist vor allem am 12. gegenläufig zum prognostizierten Premeteo-Index. Am 12. und am 13. Juni konnten Indexierungsfehler festgestellt werden, deren Korrektur den Premeteo-Index im unteren Diagramm an diesen beiden Tagen etwas anhebt. Am 15. des Monats brachte ein Tief über Frankreich zum Teil starke Niederschläge, bevor sich ab dem 16. wieder Hochdruck durchsetzte und als antizyklonale Bodenströmung bis zum Monatsende erhalten blieb, aber zwischen dem 19. und 23., sowie am 27. Juni viel Bewölkung und auch Niederschlag brachte, wobei die Höhenkarte eine zyklonale Strömung über SW-D auswies.
Vom 16. bis zum 22. Juni war ein H-Auslöseimpuls der Juno-Uranus-Konjunktion, die am 19. exakt wurde, mit 8 Indexpunkten versehentlich doppelt in den Premeteo-Index einberechnet worden. Das korrigierte Diagramm zeigt dadurch eine bessere Annäherung an den realen Luftdruckverlauf.

Insgesamt betrachtet zeichnen sich die wesentlichen Tendenzen des realen Luftdruckverlaufs auch im Verlauf des Premeteo-Index ab, besonders im Vergleich mit dem gleitenden Durchschnitt wird das optisch gut sichtbar. Was die Prognose mithilfe der Premeteo-Wettersymbole betrifft, war diese an 7 Tagen falsch prognostiziert, an 16 Tagen konnte sie als richtig eingestuft werden und an 7 Tagen als tendenziell richtig.

Im Juni 2009 befand sich SW-D an 21 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des Premeteo-Index für diese Tage ergibt 201 , was einer Indexzahl von 9,75 pro Tag entspricht.
An 9 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des Premeteo-Index für diese Tage ergibt -92, was einer Indexzahl von -10,22 entspricht.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die unten zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik und dabei auch ein Augenmerk auf die besondere Konstellation des Jahres 2009 richten, die Dreifachkonjunktion von Chiron, Jupiter und Neptun um 26° Wassermann.