Mai 2009



 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}


Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Auswertung und Rückschau

Mai 2009

 

Wetterlagenverlauf des Mai 2009 im Vergleich zum Premeteo-Index für Südwest-Deutschland

Der Mai 2009 beginnt mit steigendem Druck und einer H-Wetterlage mit relativ kühler Luftmasse, die bis zum 4. Mai sich auch mit viel Sonnenschein darbietet. Am 5. des Monats zieht starke Bewölkung auf, am 6. kommt es auch zu Niederschlag. Der Formverlauf des gleitenden Durchschnitts des Premeteo-Index gibt dies wieder, doch liegt er deutlich zu tief im negativen Bereich. Der 4.Mai war daher durch das Premeteo-Wettersymbol falsch prognostiziert und es musste auch ein Indexfehler korrigiert werden. Es gibt nochmal viel Sonne am 7. Mai, doch auch schon etwas Niederschlag, und dann folgt ab dem 8. des Monats eine lange zyklonale Phase von 8 Tagen, in deren Mitte, am 11. Mai, der Premeteo-Index ein starkes Minimum erreicht. Die Luftdruckkurve selbst bleibt jedoch ziemlich flach, da die Höhenströmung auf 500 hpa in diesem Zeitraum meist antizyklonal oder im Grenzbereich zwischen Zyklonalität und Antizyklonalität verläuft.
Eine deutliche Parallelität zwischen Premteo-Index und Luftdruck zeigt sich zwischen dem 15. und 18. Mai. Am 19. jedoch ist der Premeteo- Index zum Druckverlauf gegenläufig, was wiederum eine Fehlprognose bei den Wettersymbolen verursachte. Auch hier konnte eine Indexfehlbewertung erkannt werden, deren Korrektur vor allem für den 21. Mai eine Rolle spielt, der sehr viel zyklonaler und niederschlagsreicher war, als es das Premeteo-Wettersymbol mit "wechselhaft" vorgab. Die flache H-Wetterlage vom 22. bis zum 25. war weitgehend korrekt prognostiziert, aber sie endete aufgrund der enormen Atmosphärenerwärmung ab dem 24. Mai einen Tag früher als prognostiziert . Am 26. setzte sich schon Tiefdruck durch und brachte starke Niederschläge. Die damit verbundene starke Abkühlung etablierte danach eine Bodenhochdruckwetterlage, während der dazu gegenläufige, zyklonale Premeteo-Index nur von der 500 hpa-Karte bestätigt wurde, die einen Höhentrog für diesen Zeitraum zeigt. So waren der 26., 27., 29., und 30. Mai von den Wettersymbolen falsch prognostiziert.
Insgesamt war an 6 Tagen das Wetter durch die Premeteo-Wettersymbole fehlprognostiziert, an 11 Tagen war es richtig prognostiziert und an 14 Tagen konnte es als tendenziell richtig angesehen werden.
Im Mai 2009 befand sich SW-D an 18 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des Premeteo-Index für diese Tage ergibt -75 , was einer Indexzahl von -4,17 pro Tag entspricht.
An 13 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des Premeteo-Index für diese Tage ergibt -133, was einer Indexzahl von -10,23 entspricht.
Die Indexzahl sollte für die Hochdruckwetterphasen eigentlich im positiven Bereich liegen. Durch die unten erwähnte Dreifachkonjunktion erhält jedoch jeder Tag einen negativen Auslöseimpuls von -10 Punkten, der das Diagramm des Premeteo-Index in den negativen Bereich verschiebt und tatsächlich war es auch so, dass von den 18 antizyklonalen Tagen für die Station Lahr nur 8 Tage als völlig niederschlagsfrei ausgewiesen wurden. Immerhin ist der Negativwert pro Tag der zyklonalen Phasen mehr als doppelt so groß wie bei den antizyklonalen Phasen, was zumindest den Tendenzverlauf des Premeteoindex bestätigt.

kosmogramm-link
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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich mit Hilfe des Kosmogramms für verschiedene Tage im Mai die Planetenkonstellationen um die Erde anzuschauen. Insbesondere soll hier auf die seltene Dreifachkonkunktion von Chiron, Jupiter und Neptun hingewisen werden, die eine Besonderheit des Jahres 2009 ausmacht. Solche Dreifach-Konjunktionen verkomplizieren generell die kosmogeometrischen Konstellationen und focusieren zeitweise bestimmte Verknüpfungen sehr stark. So ist im Mai die Konjunktion von Chiron, Jupiter und Neptun vor allem mit dem Galaktischen Superzentrum M87 (GSZ) bei 2° Waage über 144° verknüpft. Am 23. Mai 2009 ist die Dreifach-Konjunktion bereits so exakt, dass die drei Planeten im Kosmogramm nicht mehr optisch unterschieden werden können.