April 2010

Auswertung 03/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf April 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Hochdruckphase 1: Der April 2010 begann mit einer flach ausgebildeten antizyklonalen Strömung mit relativ viel Bewölkung und etwas Niederschlag.
Tiefdruckphase 1: Ab dem 3. und bis zum 4. April dehnte sich durch Tief Lia über Großbritannien eine zyklonale Strömung über SW-D aus.
Hochdruckphase 2: Vom 4. zum 5. April stieg der Druck rasch an und es bildet sich ein kräftiges Hochdruckgebiet aus, dass am 8. von dem schmalen Wellen-Tief Martina über der Nordsee etwas beeinträchtigt wurde. Über SW-D herrschte eine hochnebelartige Bewölkung bei ganz windstiller Wetterlage. Das gleiche auch am 9., dabei stieg der Druck kontinuierlich, so dass am Boden die antizyklonale Strömung erhalten blieb und die erwartete zyklonale Strömung sich nur schwach am 9. in der Höhe ausbildet. Erst ab dem 10. fällt der Luftdruck, aber am Boden bleibt die antizyklonale Strömung erhalten und ab dem 11. bildet sich nur in der Höhe eine zyklonale Strömung aus. Das Wetter wechselt zwischen sonnigen und stark bewölkten Phasen aprilgemäß und es gibt nur wenige Schauer am 11. April.
Der gleitende Durchschnitt des Premeteo-Index bleibt auch bis auf den 11. im schwach positiven Bereich, so dass die Symbolprognose in den ersten 10 Tagen nur zweimal falsch war. Am Boden blieb die antizyklonale Lage beständig erhalten, während ab dem 11. bis zum16. auf 500 hpa beständig eine zyklonale Strömung bestand. Entsprechend war das Wetter auch immer etwas mehr bewölkt, als von den Wettersymbolen angegeben. Erst am 17. stellte sich auch auf 500 hpa die Strömung auf antizyklonal um und wir haben hier im Rheintal trotz  der anhaltenden Hochdruckphase nach 10 Tagen das erste Mal wieder einen richtigen Sonnenscheintag. Der Druck fiel schon wieder zum 18., doch war die Antizyklonalität der Atmosphäre für diesen Tag und bei wolkenlosem Himmel noch stark.
Tiefdruckphase 2: Das spitze Minimum des Premeteo-Index am 19.  im negativen Bereich ging – auf der Berliner Wetterkarte gut sichtbar - zeitgleich einher mit der Ausbildung eines flachen Trogs von der Biskaya bis nach NO-D. So kam es nach zwei fast wolkenlosen Tagen wieder ab Mittag zu Wolkenbildung. Trotzdem blieb es überwiegend sonnig und trocken.
Hochdruckphase 3: Ab dem 20. stellte sich gleich wieder eine antizyklonale Lage ein, aber eine Luftmassengrenze verursachte im Oberrheingraben einzelne Gewitter. Viel Sonne am 21. und 22..
Tiefdruckphase 3: Es bleibt sonnig, aber mit viel hoher Schleierbewölkung, die eine zyklonale Strömung anzeigt, die sich am 23. April von SW-Frankreich bis über SW-D ausdehnt. Trotz ganz sonnigen Wetters auch am 24. besteht ein flacher Trog vom Mittelmeerraum, der am 25. übergeht in einem Trog von T-Rosalie über dem NO-Atlantik, dessen Okklusion über SW-D am Abend und in der Nacht zum 26. zum Teil kräftigen Niederschlag bringt. Der negative Premeteo ist also für diese Tage richtig, aber am 24. und 25. so stark negativ, dass die Wettersymbole  schlechteres Wetter anzeigten, als real eintraf. Vorallem der 24. war gegenteilig prognostiziert worden.
Hochdruckphase 4: Schon am 26. stellte sich bei noch starker Bewölkung die Strömung wieder auf antizyklonal um und am 28. war es wolkenlos sonnig. Der Premeteo-Index zeigte auch positive Werte ab dem 26., aber nur mit maximal 9 Punkten, so dass noch „teils heiter, teils bewölkt“ prognostiziert worden war.
Tiefdruckphase 4: Am 30. April stellte sich durch das nordeuropäische Tief Siglinde wieder eine zyklonale Strömung ein und brachte etwas Niederschlag.

Zusammenfassung: Ungewöhnlich war für diesen Monat die lange Hochdruckphase vom 5. bis zum 22. April 2010, die nur am 19. kurz unterbrochen wurde und deren Kerne durchweg nördlich und westlich von Deutschland lagen und kalte Luftmassen bewirkten. Der April verfügte als einziger der vergangenen zwölf Monate über doppelt soviel H- wie T-Aspekte!


Im April 2010 befand sich SW-D an 23 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 171, was einer Indexzahl von 7,43 pro Tag entspricht.

An 7 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -58, was einer Indexzahl pro Tag von – 8,29 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am  ), an 10 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 9 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10,67 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 21 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von 9,95 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.