August 2010

Auswertung 08/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf August 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Der Prognose und den Auswertungen liegt der alternative Premeteo-Index des originalen Prognose-Diagramms zugrunde. Der Auslöse-Aspekt Plu 90 GSZ wurde nicht berücksichtigt.)

Tiefdruckphase 1: Der August begann entsprechend dem Premeteo-Index mit einer zyklonalen Strömung bei flach verlaufendem Luftdruck, die viel Bewölkung, Schauer und Gewitter brachte. Am 5. stieß das T-System-Viola bis zu den Alpen vor, brachte starke Niederschläge und die an der Rückseite einströmende Kaltluft ließ den Druck am 6. rasch ansteigen. Der Premeteo-Index zeigte aber erst am 6. sein Minimum, bei dem der Index 2 den Hauptanteil beisteuerte. Allerdings waren dies alles Symmetrien vom Nachmittag und Abend des Vortags, die möglicherweise einen besonders starken Lokalbezug haben und sich zeitnaher durchsetzten. SW-D lag am 6. um 0 UTC auf 500hpa noch genau unter der Achse des Höhentrogs und abgesehen vom Oberrheintal bildete sich lokal noch dichte Bewölkung aus. Venus war bei drei der Symmetrien beteiligt.
Hochdruckphase 1: Am 7. August setzte sich für einen Tag Hochdruck durch und es schien reichlich die Sonne.
Tiefdruckphase 2: Am 8. reichte T-Wilhelmina bis über SW-D.
Hochdruckphase 2: In der Nacht zum 9. bildete sich ein kleinräumiges Hoch über den Alpen aus und brachte klares Wetter und eine Fehlprognose für den altern. Premeteo-Index, der -21 betrug. Der zentrale Aspekt war Venus 0° GSZ, ein normalerweise starker T-Aspekt, der in diesem Fall im Rahmen einer besonderen Kosmogeometrie auftrat, für die noch keine Regel erarbeitet werden konnte: Venus war am Vortag 17.25 UTC in Konjunktion mit Saturn und am Abend in Opposition zu Jupiter, der ein H-Aspekt ist und in dieser Kombination möglicherweise den stärkeren Lokalbezug für SW-D hat. Die Hochdrucklage setzte sich dann entsprechend dem Premeteo-Index  fort und hielt sich am 11. nur noch in einer flachen H-Brücke über SW-D, in der sich teils lockere, teils dichte Bewölkung durch T-Xenia über der Nordsee allmählich ausbreitete. Der Index war mit +28 zu hoch. Der hohe Index kam aus den Symmetrien. Zweimal war Vesta an den positiven Symmetrien beteiligt. Sie hatte jedoch um 20.29 UTC den T-Aspekt Ves 30 Orc, der leider versehentlich nicht einberechnet und bei den Symmetrien nicht berücksichtigt wurde. Berücksichtigt man ihn, so erhält man einen Premeteo-Index von +7, was korrekter gewesen wäre.
Tiefdruckphase 3: Ab dem 12. setzte sich T-Xenia von der Nordsee bis über SW-D durch. In der Höhe verstärkte sich wieder der ausgeprägte Trog mit Kern über der Nordsee, der bis zum 14. tief nach Süden vorstößt. In der Bodenschicht blieb am 13.
nach dem Einfließen von Kaltluft das Wetter im Oberrheintal zunächst noch ruhig und sonnig, während es in den Berglagen neblig und bedeckt war. Erst am 14. zog geschlossen starke Bewölkung auf und brachte in der zweiten Tageshälfte und in der Nacht zum Teil Starkregen. Das Kosmogramm des 14. zeigte die Dreifach-Konjunktion von Saturn, Vesta und GSZ in Opposition zu Jupiter und überwiegend die roten T-Aspekte. Für Jupiter bedeutete dies eine Dreifachopposition und trotz der überwiegenden T-Aspekte und T-Symmetrien war am 13. bis 14. mit dem Exaktwerden der Konjunktionen ein flacher antizyklonaler Effekt in der Bodenschicht gegenüber der 500 hpa-Schicht zu bemerken. In der Höhe dehnte sich der Trog bis N-Afrika aus. Bis zum 18. beherrschte dann ein herbstlich anmutendes, kühles, stark bewölktes und niederschlagsreiches Wetter SW-Deutschland. Bis hier war der Wetterverlauf konform mit dem Premeteo-Index, der in dieser Phase besonders tiefe Werte annahm.
Hochdruckphase 3: Am 19. prägte am Vormittag noch ein Kaltfrontausläufer von T-Yvette über S-Skandinavien das Wetter, dann wurde es zunehmend sonniger. Noch zeigte die Höhenkarte um 0 UTC eine zyklonale Strömung an, dann kam es zum 20. in der Höhe zur Umstellung in eine antizyklonale Strömung, während über Russland sich ein Trog ausbildete. Der Premeteo-Index zeigte immer noch tiefe Werte an und damit war eine drei- bis viertägige Fehlprognose eingetreten. Wie so häufig bei Fehlprognosen sind damit Konjunktionen oder Oppositionen verbunden. Die Sonne hatte am 20. / 21. eine Doppelopposition zu Neptun und Chiron. Venus hatte eine Konjunktion mit Mars, normalerweise ein H-Aspekt, der aber wegen T-Aspektauslösungen mit Chiron nicht berechnet wurde. Ganz offensichtlich fielen diese T-Auslösungen jedoch weg, entweder weil sich Chiron als Bahnkreuzer hier nicht in die normalen Regeln einordnen lässt (wie schon mehrfach auffällig wurde) oder weil Venus 0° Mars einen besonders starken Lokalbezug zu SW-D hat oder weil Chiron in die Doppelopposition der Sonne einbunden war. Interessant ist, dass Sonne 180 Neptun für West-Russland ein starker T-Aspekt ist (an 23 von 30 Tagen mit diesem Aspekt prägte in der Vergangenheit dort eine zyklonale Strömung das Wetter). Für SW-D ist Son 180 Nep ein H-Aspekt, der offensichtlich viel höher in die Bewertung hätte eingehen müssen. Die stark negative Indexzahl kam jedoch aus dem Index 3, der auch für das bisher überwiegend zyklonale Augustwetter mit dem stabilen Höhentrog verantwortlich war, dessen Ebene aber bei der Konstellation 20./21. offensichtlich vorübergehend niederrangig zu sein schien. Am 22. zog bereits ab Mittag Bewölkung auf und es kam zu Niederschlägen.
Tiefdruckphase 4: Der 23. war entsprechend dem Premeto-Index dann wieder ein Tiefdrucktag, wobei der tiefste Druck bereits am Nachmittag erreicht wurde.
Hochdruckphase 4: Wie oftmals bei stark steigendem Druck gab es am 24. noch dichte Bewölkung und etwas Niederschlag, doch war die Strömung schon überwiegend antizyklonal und hielt sich bis zum 26, was dem Premeto-Index entsprach.
Tiefdruckphase 5: Ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index bildete sich vom 27. bis zum 30. eine zyklonale Strömung aus, mit lokal heftigen Wettererscheinungen und starker Abkühlung.
Hochdruckphase 5: Am letzten Tag des August stellte sich die Strömung gemäß dem Index auf Hochdruck um.

Zusammenfassung: Der August 2010 war in der Jahresvorschau als niederschlagsreicher Monat angekündigt worden, da gemäß dem Premeteo-Index 19 Tage mit negativem und 12 Tage mit positiven Index angezeigt worden waren. Tatsächlich wurde dieses Zahlenverhältnis zwischen zyklonalen und antizyklonalen Tagen auch exakt erreicht, doch waren die Tage nicht völlig identisch. Da müssen vor allem die 4 Tage (19. bis 22.) Fehlprognose der Hochdruckphase 3 bei sehr tiefen Premeteo-Index erwähnt werden, die die Statistik  wegen der hohen Indexbeträge leider etwas verzerren. Trotzdem war der August tatsächlich feucht und mehr bewölkt als sonnig und vor allem die Höhenkarte zeigte nur an 3 Tagen eine antizyklonale Strömung, während an 28 Tagen der südwestdeutsche Raum im Einflussbereich einer stabilen zyklonalen Höhenströmung lag. Dies bestätigt insgesamt die Premeteo-Prognose deutlich, da die Indexwerte tagelang ungewöhnlich tief waren. Einen starken negativen Beitrag leistete dabei der Index 3 durch die Auslösungsaspekte der Konjunktion von Saturn mit dem Supergalaktischen Zentrum M87, die vom 4. bis zum 23. August andauerte.  Es musste in dieser Zeit  aufgrund der Prognoseregeln eine Permanentauslösung von Jupiter 180° GSZ und Orcus 30° GSZ angerechnet werden, die sich insgesamt bestätigte, außer in den erwähnten Tagen der Sonne-Neptun-Chiron-Opposition.  Die Prognose war schon im Februar bein Notariat Offenburg hinterlegt worden.  So ist der August 2010 ein Paradebeispiel für die kosmogeometrischen Zusammenhänge der Erdatmosphäre nicht nur mit dem Sonnensystem, sondern auch mit zentralen Positionen des umfassenden Weltenalls!

Im August 2010 befand sich SW-D an 12 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -25, was einer Indexzahl von -2,08 pro Tag entspricht.

An 19 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -216, was einer Indexzahl pro Tag von -11,37 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 Tagen falsch (am 9., 11., 20., 21., 24.  ), an 13 Tagen richtig und an 13 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre ebenfalls  mit 19 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -14 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 12 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +16 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.