Dezember 2010

Auswertung 10/2010
Auswertung 10/2010

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Dezember 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Der Prognose und den Auswertungen liegt der alternative Premeteo-Index des originalen Prognose-Diagramms zugrunde.)

Tiefdruckphase 1: Der Dezember begann gleich mit einer Fehlprognose! Der am 30. November um 0 UTC noch sichtbare Einfluss von Hoch Uwe über Skandinavien wurde von dem im Mittelmeerraum sich verstärkenden Tief Katharina zurückgedrängt. Gegen 17 Uhr setzte am Oberrheingraben der Schneefall ein. Grund für die Fehlbewertung könnte die noch anhaltende Konjunktion Pallas 0° Ouaor sein, die am 28. November exakt war und selbst ein starker T-Aspekt ist, der aber wegen dem H-Aspekt Pallas 150° Sedna nicht eingerechnet wurde, der am 1. Dezember exakt war. Sedna hat die höhere Rangordnung als Quaoar, aber der 0°-Winkel könnte eben in diesem Fall die Dominanz haben, da diese Konjunktion schon als starker T-Aspekt im Wetterschlüssel vermerkt ist. Die zyklonale Lage hielt bis zum 3. an, an dem der Premeteo-Index mit -43 einen besonders tiefen Wert annahm. Ganz Deutschland befand sich unter einer geschlossenen Schneedecke.
Hochdruckphase 1: Die eingeflossene Kaltluft bewirkte für ein bis eineinhalb Tage eine antizyklonale Strömung.
Tiefdruckphase 2: Am 5. setzte sich T-Liane von Norden her durch und brachte zum Teil erneut Schneefall, in tieferen Lagen aber Regen. Vom 4. bis zum 8. Dezember waren leider wieder handwerkliche Fehler zu entdecken. Bei der automatischen Berechnung des Index 3 wurde durch die Pluto-Mondknoten-Konjunktion Plu 180 KN2 H11 berechnet, was von Hand herauskorrigiert werden musste. Dies war für den 1. bis 3. und für den 9. Dezember durchgeführt worden, aber versehentlich nicht für die Tage dazwischen! Aus diesem Grunde war der Premeteo-Index in diesem Zeitraum schon mal um 11 Punkte zu hoch und das Wetter viel zyklonaler und niederschlagsreicher als prognostiziert. Außerdem war der Fehler unterlaufen für den 5. die beiden H-Aspekte Mars 90° Makemake und Mars 144° Sedna einzurechnen, obwohl Mars sich in Konjunktion mit dem GaZ (Galakt. Zentrum unserer Milchstrasse) befand und dadurch den ranghöheren T-Aspekt Sedna 144° GaZ auslöste. Dies war im Kosmogramm nur schwer zu erkennen, da die grüne Linie die schwächere, rote überdeckte. D. h. der korrekte Premeteo-Index hätte für den Zeitraum vom 4. bis zum 8. Dezember die Werte -15, -7, -7, +14, -5 und gäbe so die reale Wettersituation deutlich besser wieder, wie das korrigierte Diagramm zeigt. Die +14 Punkte des 7. Dezember blieben aber als ungeklärter Ausreisser bestehen.
Der Durchgang des T-Systems Monika  brachte sehr viel Niederschlag, teils als Regen, teils als Schnee und an den Flüssen bestand Hochwassergefahr.
Hochdruckphase 2: Am 9. setzte sich das Hochdruckgebiet Warren vom Atlantik her durch. Brachte aber selbst am 10. bei hohem Luftdruck und hohem Premeteo-Index keine Sonne, sondern sogar Schneefall. Gegen 11 UTC war der Sonne-T-Aspekt Sonne 60° Haumea (mit Son 90 Apo) exakt. Durch die NW- und N-Strömung auf 500 hpa stellte sich erst ab dem 13. Dezember sonniges Wetter ein, als sich die Kaltluft bis in Bodenschicht durchgesetzt hatte und Frost brachte. Zugleich traten lokal immer wieder Schneefallgebiete auf. Die Zeit vom 13. bis 15. zeichnete sich durch eine starke Häufung von Konjunktionen aus. Es kam zur Konjunktion der Sonne mit Quaoar auf 21° Schütze und Pallas mit dem Galakt. Zentrum auf 27° Schütze. Auf 5° Steinbock kam es zur Dreifachkonjunktion von Merkur, Mars und Pluto. Die Witterung gab diese Konstellation recht getreu wieder, denn einerseits ist die Konjunktion zwischen Mars und Pluto für Südwest-Deutschland ein starker H-Aspekt, ebenso ist die Konjunktion zwischen Merkur und Pluto ein H-Aspekt, aber die Konjunktion zwischen Mars und Merkur ist ein T-Aspekt, zwar von untergeordnetem Rang aber mit starkem Lokalbezug. Und so hatten wir eingebettet in eine kalte Hochdruckwetterlage immer wieder Schneefallgebiete. Außerdem wirken beobachtungsgemäß Mehrfachkonjunktionen zyklonalisierend. So war die Strömung auf 500 hpa durchgehend zyklonal und dichte Bewölkung verschloss meist den Himmel.
Tiefdruckphase 3: Schon am 16. Dezember kam es zu einem steilen Druckabfall und ab dem 17. „überwältigte“ von Norden Tief Petra Deutschland mit seinen Schneemassen. Der Premeteo-Index verlief während dessen weiterhin im positiven Bereich mit zum Teil sehr hohen Werten, die weitgehend aus den Symmetrien stammten. Es sind da besonders die Konjunktions-Symmetrien von Merkur und Sonne zu nennen, die sich innerhalb der dichten Positionsfolge im Schütze-Steinbockbereich abspielten, wie das Kosmogramm zeigt. Bemerkenswert ist, dass Merkur rückläufig in rascher Bewegung auf die Sonne zulief und das sich dies in Gemeinschaft mit Pallas und dem Galaktischen Zentrum, also praktisch in einer Vierfachkonjunktion vollzog. Das GaZ hat von den beteiligten Positionen den höchsten Rang und die Konjunktionen mit Sonne und Merkur lösen die beiden T*-Aspekte Chi 60 GaZ und Sed 144 GaZ aus. Das bedeutet, dass alle Symmetrien mit Sonne und Merkur und deren H-Aspekte im Index 1 vom 18. bis zum 20, Dezember nicht hätten berechnet werden dürfen. Das korrigierte Diagramm zeigt, wie der Premeteo-Index aussehen würde, wenn die Auslösungen gegenüber den Symmetrien als dominant angesehen werden.
Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, fallen Häufungen von Konjunktionen (0°) durch eine allgemeine Zyklonalisierung (tiefer Druck) und Häufungen von Oppositionen (180°) durch eine allgemeine Antizyklonalisierung (hoher Druck) über Europa auf, für die jedoch noch kein Massstab entwickelt werden konnte und die daher noch nicht in den Premeteo-Index mit einbezogen werden konnten. Es handelt sich hier um eine Ebene, die die Ebene der Winkelbeziehungen und Symmetrien überlagert und nur in Zeiträumen relevant wird, wenn Konjunktionen und Oppositionen in einem extrem polarisierten Verhältnis auftreten. Das ideale Verhältnis von Konjunktionen zu Oppositionen entspricht dem Wert 1.
Im Zeitraum vom 20. November bis zum 31. Dezember treten 28 Konjunktionen aber nur 4 Oppositionen auf, das entspricht dem Wert 7. Das bedeutet, dass unabhängig von den Impulsierungen der einzelnen Konjunktionen noch ein siebenfach erhöhter Wert in Richtung Zyklonalisierung besteht, der gemessen am ganzen Jahr 2010 einmalig ist. Schwankungen des Verhältnisses zwischen 0,5 bis 2  auf einen Monatszeitraum bezogen sind normal.
Die Tiefdruckwetterlage hielt bis zum 25. Dezember an.
Hochdruckphase 3: Ab dem 26. dehnte sich in der  Bodenschicht H-Yannik von Großbritannien über W-Europa aus und brachte einen starken Temperatursturz mit sich. In der Höhe lagerte ein Trog über dem skandinavisch-baltischen Raum, dessen Westgrenze über unserer Region verlief und das Wetter trotz der Antizyklonalität am Boden weiterhin trüb und bedeckt sein ließ. Am Abend des 28. brachte ein kurzwelliger Durchgang einer Höhenokklusion lokal nochmal etwas Schneefall. Erst am 30. und 31. gab es im Hochschwarzwald Sonnenschein, während in den tieferen Lagen der Himmel von Nebel und Hochnebel dicht verschlossen blieb.

Zusammenfassung
Als Monatsprognose war der Dezember 2010 eine totale Fehlprognose gewesen. Wie unten erwähnt waren 26 Hochdrucktage erwartet worden. Die Gründe für die Fehlprognose waren wie oben dargestellt z. T. handwerkliche Fehler, aber auch die ungewöhnlich hohe Anzahl von 20 Konjunktionen gegenüber 4 Oppositionen, die besonders mit einer nicht abreißenden Zyklonalität auf dem 500hpa-Niveau einherging, so dass auch die Hochdruckphasen in der Bodenschicht nicht den erwarteten Sonnenschein brachten und die Prognose durch die Wettersymbole nur an 4 Tagen als richtig bewertet werden konnte.  Die enge Konzentrierung von 8 Positionen innerhalb 20 Bogengrad im Bereich Schütze-Steinbock ist ein seltenes Ereignis. Es traten besonders viele Konjunktions-H-Symmetrien mit dem Galaktischen Zentrum auf, die den Premeteo-Index nach oben trieben, aber wegen des Auslöseaspekts Sed 144° GaZ offensichtlich nicht hätten berechnet werden dürfen. Es lag einfach noch keine Erfahrung mit einer so ungewöhnlichen Konstellation vor. Es empfiehlt sich die Prognosesicherheit bei solchen Positionskonzentrierungen in Zukunft herabzusetzen.


Im Dezember 2010 befand sich SW-D an 15 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +218, was einer Indexzahl von +14,53 pro Tag entspricht.

An 16 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +260, was einer Indexzahl pro Tag von +16,25 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 15 Tagen falsch, an 4 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre   nur mit 5 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -14 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 26 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +22 pro Tag.

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2010-12.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.