Juli 2010

Auswertung 07/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Juli 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Wegen der Mondapogäum-Chiron-Konjunktion und deren unsicheren Auslöseaspekten war für den 1. bis 9. Juli ein alternativer Index ohne diese Aspekte errechnet worden, der weitgehend im positiven  Bereich verläuft. Allerdings wurde erst während der Auswertungsarbeit bemerkt, dass anstelle des alternativen Premeteo-Index nur der alternative Index 3 in die Datenquelle des Diagramms einkopiert worden war (auch schon bei der Ausgabe, die beim Notariat hinterlegt worden war).  Im Auswertungsdiagramm wurde nun der korrekte alternative Premeteo-Index eingesetzt.

Hochdruckphase 1: Die ersten zwei Tage setzte sich die Hochdruckphase vom Juni 2010 noch fort, doch war der Himmel dabei fast durchgehend mit ausgedehnten Cirren- und Altostratus translucidus – Feldern bezogen, die eine große Schwüle erzeugten. Diese beiden Tage könnten sowohl für den alternativen Prognose-Index als auch für die geglättete Kurve des originalen Index gelten.
Tiefdruckphase 1: Am 3. Juli stellte ein flaches Tief über Benelux  die Strömung über SW-D auf zyklonal um, deren Wetterwirksamkeit aber erst am Abend eintrat. Es gab lokal starke Gewitter und gebietsweise starke Niederschläge, ebenso noch am 4. Juli. Der originale Index zeigte eine sehr starke Zyklonalität für den 3. und 4, Juli an, während der alternative Index  sich vom 3. auf den 4. Juli in den negativen Bereich bewegte und damit den realen Wetterverlauf  besser spiegelte.
Hochdruckphase 2: Am 5. setzte sich das Azorenhoch über SW-D durch, aber am Nachmittag zog von Westen bereits wieder starke Bewölkung auf. In der Nacht und am Tage des 6. Juli entwickelte sich starke Kaltfrontbewölkung von T-Karin über dem Nordmeer, aber die Gesamtströmung blieb am Boden im antizyklonalen Bereich des Azorenhochs. Es fiel nur wenig Niederschlag. Die 500 hpa Karte um 0 UTC zeigte in der Höhe allerdings eine zyklonalen Trog, der bis SW-Deutschland reichte. So wurde das negative Minimum des originalen, wie des alternativen Premeteo-Index am 6. Juli doch ein wenig im Wettergeschehen sichtbar. Die eingeflossene Kaltluft ließ den Druck ansteigen und stabilisierte die antizyklonale Strömung. Nach klaren, kühlen Nächten gab es am 7. und 8. Juli reine Sonnenscheintage, die der Premeteo-Index damit fehlprognostiziert hatte. Am 9. Juli zog schon am Vormittag sich allmählich verdichtende Bewölkung auf, die eine enorme Schwüle mit sich brachte und es kam lokal zu Gewittern. Dies könnte eine 24 stündige Verschiebung des negativen Index des Vortages sein. Am 10. Juli erreichte die Hitzewelle ihr Maximum. Wie das Kosmogramm zeigte, ging sie einher mit einer starken Aspektierung der Venus:  0° zu Orcus, 180° zu Neptun und Chiron, 150° zu Uranus. Am Nachmittag des 12. Juli stellte sich die Strömung auf zyklonal um und am Spätnachmittag und Abend regnete es bereits.
Tiefdruckphase 2: In Übereinstimmumg mit dem Premete befand sich am 13. und 14. Juli SW-Deutschland im Bereich der zyklonalen Strömung der Tiefs Olivia und Norina und der Druck war auch entsprechend gefallen. Doch schon am 13. löste sich am Nachmittag die Bewölkung weitgehend auf und am 14. gab es bei weiter fallendem Druck überwiegend wolkenlosen Sonnenschein und damit bei den Wettersymbolen zwei Fehlprognosen!
Interessant ist, dass am 14. um 00.18 UTC der im Wetterschlüssel als „stark“ notierte H-Aspekt Mars 45° Pallas auftrat und um 23.00UTC der ebenfalls als „stark“ notierte H-Aspekt Venus 45° Juno, deren antizyklonaler Lokalbezug offensichtlich wesentlich stärker ist, als in der Premeteo-Indexbewertung erfasst wurde. Der Luftdruck aber folgte getreulich dem Index! Erst am Abend setzte das prognostizierte Tiefdruckwetter ein.
Hochdruckphase 3: Am Vormittag des 15. Juli löste sich die Bewölkung des Gewittertiefs wieder auf und am 16. kletterte das Thermometer wieder auf 30°C bei wolkenlosem Himmel. Am 17. bewegte sich eine kalte Luftmassengrenze über die Region, und eine überwiegend geschlosse Wolkendecke bedeckte den südwestdeutschen Raum. Die Wetterkarte aber zeigte, dass die Antizyklonalität gewahrt und durch die kalte Luftmasse noch verstärkt wurde. Der Premeteo-Index aber war am 19. bereits wieder tief im negativen Bereich, wodurch das Wettersymbol falsch prognosetiziert war, doch blieb die Strömung noch eindeutig antizyklonal. Es wurde bei den Symmetrien ein Bewertungsfehler bei Cer 150 Var Sed festgestellt. Statt -7 statt +7 Punkte eingetragen worden, d.h. der korrekte Index hätte +2 für diesen Tag betragen. Aber auch ohne diese Korrektur befand sich der gleitende Durchschnitt des Premeteo-Index noch im positiven Bereich. Der Druck fiel den ganzen Tag, so auch am 20. und erreichte erst am 21. seinen tiefsten Wert, was ebenfalls in Übereinstimmung mit dem gleitenden Durchschnitt war, aber doch für den 19. und 20. eine Fehlprognose bezüglich der Wettersymbole und eine anschließende Verschiebung des Wetterverlaufs gegenüber der Prognose bedeutete.
Tiefdruckphase 3: So stellte sich die Strömung erst ab dem 21. durch T-Quendeline über Großbritannien auf zyklonal um und brachte bis zum 23. endlich reichlich Niederschlag und ein Ende der Hitzewelle. Der starke positive Ausschlag des Premeteo-Index am 22. wird vom Wetterverlauf „übergangen“, was wieder zu einer Fehlprognose des Wettersymbols führte, aber zwischen geglätteter Kurve und Luftdruckverlauf zeigte sich eine gewisse Übereinstimmung.
Hochdruckphase 4: Am 24. und 25. lag die Region wieder im Bereich flacher antizyklonaler Strömung von den Azoren in Übereinstimmung mit dem Prognose-Index.
Tiefdruckphase 4: Ebenfalls entspechend dem Premeteo-Index setzte sich ab dem 26. ein Tiefdruckgebiet durch und die zyklonale Lage blieb mit viel Niederschlag und Gewittern bis zum 29. erhalten.
Hochdruckphase 5: Der Wechsel in die antizyklonale Strömung am 30. Juli entsprach ebenfalls der Prognose und blieb bis zum 31. erhalten.

Zusammenfassung: In der ersten Dekade des Monats schien der alternative Premeteo-Index der zutreffendere zu sein. Ab der zweiten Hälfte des Monats zeigten der geglättete Verlauf des Premeteo-Index und der Verlauf des Luftdruck einen auffallend ähnlichen Gang. Die folgenden Ausführungen zeigen, dass die Juli 2010-Prognose insgesamt den Zusammenhang zwischen der Kosmogeometrie und den zyklonalen, sowie antizyklonalen Strömungen über SW-Deutschland sichtbar machte.

Im Juli 2010 befand sich SW-D an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +69 (alternativ +133), was einer Indexzahl von +3,45 (alternativ +6,65) pro Tag entspricht.

An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -41 (alternativ -9), was einer Indexzahl pro Tag von –3,72 (alternativ – 0,82) entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 8 (alternativ 6) Tagen falsch (am 7., 8., 13., 14., 17., 19., 20., 22.  ), an 14 Tagen richtig und an 9 (alternativ 11) Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 16 (alternativ 10) Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 15 (alternativ 21) Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +12 (alternativ +11) pro Tag..

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2010-07.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.