Juni 2010

Auswertung 06/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Juni 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Hochdruckphase 1: Die flache antizyklonale Lage, die sich schon am 31. Mai eingestellt hatte, brachte durch ein starkes T-System über dem osteuropäischen Raum kein sonniges Wetter. Von Osten drückte es die Bewölkung herein, so dass vom 1. bis 3. Juni es überwiegend stark über dem südwestdeutschen Raum bewölkt war. Erst am 4. und 5. als das Tief Bergthora beschleunigt nach Russland weiterzog, stellte sich sonniges Wetter ein.
Tiefdruckphase 1: Am 6., mit Venus 0° Varuna und entsprechend dem Premeteo-Index, setzte sich eine zyklonale Strömung durch, die lokal starke Regenfälle brachte und sich mit einem Wechsel von Sonne, Wolken und Gewittern fortsetzte bis zum 13. Juni.
Hochdruckphase 2: Ab dem 14. Juni stellte sich die Atmosphäre auf eine antizyklonale Strömung über SW-D um, aber anders als der Premeteo-Index erwarten ließ, nur ganz flach. Der Kern des H-Gebietes bewegte sich vom Nordmeer, über Großbritannien zur Nordsee. Zeitgleich hatte sich über S-Frankreich ein Tiefdruckgebiet ausgebildet, das in der Provence katastrophale Regenfälle brachte und dessen Wolkenfelder sich bis über die Alpen in den S- und SW-deutschen Raum ausdehnten. So gab es nur im nördlichen Baden-Württemberg Sonne, während nach Süden hin die Bewölkung stark zunahm und  vereinzelt Regen brachte.
Tiefdruckphase 2: Am 17. dehnte sich die zyklonale Strömung des Mittelmeertiefs dann eindeutig über den südwestdeutsche Raum aus, völlig entgegen dem hohen Premeteo-Index, dessen hohe Werte durch die Symmetrien und Auslöseaspekte der Jupiter-Uranus-Konjunktion zustande kamen. Der T-Aspekt Neptun 60° Ceres bei gleichzeitiger Konjunktion Neptun 0° Mondapogäum dominierte mit dem Mittelmeertief Eliane total die Situation auch über dem südlichen Deutschland. Ceres befand sich zudem in Konjunktion mit dem Galaktischen Zentrum. Tief Eliane wanderte am 18. über die östlichen Alpen nordwärts und die zyklonale Strömung blieb mit lokal kräftigen Niederschlägen bis zum 19. Juni über Deutschland erhalten. Durch den hohen Premeteo-Index am 17. Juni fällt der mittlere Index dieser Tiefdruckphase mit +18 deutlich zu hoch aus.
Hochdruckphase 3: Ab dem 20. Juni dehnte sich in der Bodenschicht das Hoch über dem O-Atlantik über Frankreich nach W-Deutschland aus. Am 24. war das Wettersymbol nicht entsprechend der Regel eingesetzt worden. Es hätte das Symbol für teils heiter teils bewölkt sein müssen. Der geglättete Premeteo-Index blieb bis zum 25. Juni im positiven Bereich und entsprach besser dem tatsächlichen Hochdruckwetter als der originale Index, der zwischen negativen und positiven Werten täglich wechselte, wodurch auch die Wettersymbole zuviel Bewölkung anzeigten. Am 26. ist der Premeteo-Index mit -35 Punkten sehr niedrig. Es bleibt am Vormittag überwiegend sonnig, erst am Nachmittag nimmt die Bewölkung stark zu. Das Kosmogramm dieses Tages zeigte klar, die Sonne hatte zwei T-Aspekte (wobei der mit Eris den höchsten Rang hatte) und den H-Aspekt 180° mit Pluto. Es ist zu vermuten, dass es auch eine Hierarchie der Winkel gibt, die zudem noch für jeden Himmelskörper teilweise individuell gestaltet sein kann. Konjunktionen und Oppositionen sind bei der Sonne die Winkel, die am häufigsten von allen elf Winkeln als Impulswinkel auftreten. Es könnte sein, dass daher nur dieser 180°-Aspekt relevant war. Ein Unsicherheitsfaktor dieses Tages war auch die Opposition von Jupiter und Uranus mit dem Galaktischen Superzentrum. Für Jupiter galt T*(5/9), für Uranus H?*(3/0). Es wurde nur der Jupiter-Aspekt eingerechnet, weil der Uranus-Aspekt erst mit wenigen Fällen untersucht werden konnte. Wenn er tatsächlich ein H-Aspekt wäre, käme man auf einen korrigierten Index von -2. Trotzdem zeigt der Verlauf der Luftdruckkurve, dass gerade am 26. ein flaches Minimum erreicht wurde. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Konjunktion des Mondapogäums mit Chiron, diese beginnt im 1°-Bereich am 26. Juni und endet am 9. Juli. Während Chi 0° Apo selbst als H-Aspekt gekennzeichnet ist, tritt gleichzeitig der Auslöseaspekt Chi 180° Orc T?*(2/4) als möglicher T-Aspekt auf und wurde in die Prognose probehalber so eingerechnet. Doch bei Chiron-Auslösungen hat sich schon gezeigt, dass Chiron als Bahnkreuzer nicht unbedingt den gleichen Regeln folgt wie die normalen Planeten. Man wird also erst nach dem 9. Juli etwas weiter sehen. Die antizyklonale Strömung hielt bis zum Ende des Monats an. Erwähnenswert für den 30. Juni ist die Dreifachkonjunktion von Merkur, Juno und aufsteigendem Mondknoten.


Zusammenfassung:

Das Auswertungsdiagramm zeigt, dass sich die Wetterphasen H1, T1 und H2 in relativ guter Übereinstimmung  mit dem Premteo-Index entwickelten.

Völlig entgegen dem Premeteo-Index verlief die Tiefdruckphase 2 vom 17. bis zum 19. Juni. Der besonders hohe Indexwert des 17. Juni kam mit 21 Punkten durch Index 2 (Symmetrien) zustande. Beteiligt waren zwei Venus-H-Aspekte, die aber rangtiefer als der T-Aspekt Ven 144 GaZ (am 16. Juni, 20.25 UTC) waren. Dies hätte beachtet werden müssen, würde aber den Premeteo-Index nur um die Hälfte reduzieren. Einen weiteren Beitrag mit +10 Punkten lieferte die als H-Aspekt eingestufte Winkelbeziehung Pluto 180° Juno. 18 Punkte aus Index 3 waren durch Uranus-Aspektauslösungen eingegangen. Bemerkenswert ist, dass sich im Laufe des 17. Juni eine Dreieckskonstellation herausbildete, die im Kosmogramm vom 18. Juni sichtbar wird: Die Konjunktion Ceres mit dem Galakt. Zentrum hat zugleich 144° zu Venus und zu Sedna, die wiederum beide durch 72° verbunden sind. Sedna 144° GaZ aber ist ein T-Aspekt! Gleichzeitig ging die Oppositionslinie zwischen Sonne und  Galakt. Zenrtum als eine Symmetrie-Achse durch das Dreieck. Also eine eine sehr außergewöhnliche, geometrische Situation mit sehr starken Positionen, die mit den bis jetzt erschlossenen Prognoseregeln offensichtlich noch nicht bewältigt werden konnte.
Die 10 tägige Hochdruckphase H3 hatte nur an 3 Tagen (am 22., 24., 26.) einen negativen Index und stimmte dadurch im Mittel mit dem Premeteo-Index überein.


Im Juni 2010 befand sich SW-D an 19 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 201, was einer Indexzahl von +10,58 pro Tag entspricht.

An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 17, was einer Indexzahl pro Tag von +1,55 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 Tagen falsch (am 2., 3., 13., 16., 17., 24., 26.  ), an 11 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

Abgesehen von den 3 Tiefdrucktagen vom 17. bis zum 19. Juni, zeigte der Verlauf des Premeteo-Index die Wetterlagen in annähernder Übereinstimmung an.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.