März 2010

Auswertung 03/2010
Auswertung korrigiert 03/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf  März 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Der Prognose und den Auswertungen liegt der alternative Premeteo-Index des originalen Prognose-Diagramms zugrunde.)


Hochdruckphase 1: Der März beginnt mit einem sonnigen Tag.
Tiefdruckphase 1: Am 2. März kommt SW-D von Frankreich her unter den Einfluss einer zyklonalen Strömung
Hochdruckphase 2: Am 3. März setzt sich wieder eine antizyklonale Strömung durch, die bis zum 5. März anhält und den Luftdruck noch auf 1028 hpa (Durbach) steigen lässt.  Für diesen Tag zeigt der Premeteo-Index schon einen Wert von -15 und auf 500 hpa hat sich auch schon ein kräftiger Trog ausgebildet, doch bleibt es noch sternenklar bis Mitternacht.
Tiefdruckphase 2: Erst am 6. März setzt mit heftigen Schneefällen und Schneestürmen, die den Verkehr teilweise lahmlegen, das Tiefdruckwetter ein. Gegen 7 Uhr wird der tiefste Druck bei 1011 hpa (Durbach) erreicht.
Hochdruckphase 3: Der Druck steigt sofort wieder an, in der Nacht vom 6. auf den 7. fällt die Temperatur auf -8° und am Boden setzt sich am 7. schon wieder eine antizyklonale Strömung durch. Das Kosmogramm zeigt am 7. März die besondere und seltene Stellung von Ura 180 Mak, die bisher als A?* im Wetterschlüssel eingetragen war. Dieser Aspekt ist in den letzten 120 Jahren nur 10 mal aufgetreten. Alle Termine wurden nochmal überarbeitet und er wurde nun als H?*(6/3) umgeändert. Der korrigierte Indexverlauf zeigt die Anpassung an die reale Situation.
Am 8. tritt eine Symmetrie mit Ura 30 Nep auf, bisher ebenfalls als A?* eingetragen, jetzt umgeändert in H?*(4/0). Wie das korrigierte Diagramm zeigt, bleibt am 8. der alternative Premeteo-Index trotzdem  mit -7 Punkten im negativen Bereich, das hätte aber das gemischte Wettersymbol zur Folge gehabt. Eine weitere mögliche Ursache für den generell zu tiefen Index ist die Konjunktion von Ceres mit  dem galaktischen Zentrum vom 3. bis 10. März, wodurch die zwei Auslöseaspekte Sed 144 GaZ und Mak 90 GaZ mit zusammen -23 Punkten im Index 3 erscheinen. Möglicherweise handelt es sich bei Mak 90 GaZ doch nicht um einen T-Aspekt, oder aber es liegt eine grundsätzliche Lücke bei den Index 3-Regeln vor, nämlich dass fast-exakte Aspekte immer nur durch die Passage am rangniedereren Planeten ausgelöst werden können. Das wird wichtig sein, in Zukunft zu beobachten.
Weiterhin fiel auf, dass der starke Kälteeinbruch genau in den Zeitraum zwischen Ven 180 Mak am 4. und Ven 180 (GSZ 0 Sat) am 9./10. März fiel. Das dürfte kaum ein Zufall sein.
Tiefdruckphase 3: Am 10. März setzt sich vom Mittelmeerraum aus eine zyklonale Strömung über dem südlichen Deutschland durch und bringt am 11. nochmal kräftigen Schneefall.
Hochdruckphase 4: Am 12. März dehnt sich ein Hoch mit Kern westlich Irland bis über Deutschland aus. Bis zum 15. bleibt das Wetter trüb, da noch eine flache zyklonale Höhenströmung über SW-D bis zum 15. vorhanden ist. Erst als sich in der Höhe die Umstellung auf eine antizyklonale Strömung vollzogen hat, gibt es ab dem 17. auch etwas mehr Sonnenschein und am 18. März kommt es endlich zu einer deutlichen Erwärmung.
Tiefdruckphase 4: Am 20. und 21. liegt SW-D im Bereich einer zyklonalen Strömung, die vom Premeteo-Index nur als flaches Minimum noch innerhalb des positiven Bereichs angezeigt wird. Der 21. März ist damit falsch prognostiziert, doch kommt es schon zu einem deutlichen Druckanstieg und in der zweiten Tageshälfte vollzieht sich die Umstellung in eine antizyklonale Strömung.
Hochdruckphase 5: Der 22. und 23. März bringen viel Sonnenschein, doch fällt am Nachmittag des 23. der Luftdruck bereits wieder.
Tiefdruckphase 5: Der 24. ist noch überwiegend sonnig, es breiten sich hohe Wolkenfelder aus, und bis zum Mittag ist SW-D wieder im Einflussbereich einer zyklonalen Strömung. Der 26. und 27. März sind mit +23 und +10 Punkten Premeteo-Index eine Fehlprognose. Der hohe Index kommt aus Index 2 und die mögliche Ursache könnte Jupiters Symmetriestellung zwischen Orc 30 GSZ = T?* sein, die am 27. exakt ist. Denn am 26. treten zwei Symmetrien auf mit Jup 150 Hau = H*, die durch den  rangjöheren Aspekt der Symmetrie zwischen Orc und GSZ gelöscht worden sein könnten. Der korrigierte Index zeigt des eigentlichen Verlauf. Dabei bildet sich das Wellentief Judy  recht unvermittelt über SW-Frankreich aus und bewegt sich am 26. in 24 Stunden bis zur Ostsee. Am 27. setzt sich eine sehr flache antizyklonale Strömung ü SW-D vom Mittelmeerraum durch, der Druck steigt auch am 28., doch ist T-Kerstin für das Regenwetter, das besonders in den Höhenlagen des Schwarzwaldes ergiebige Niederschläge bringt, ausschlaggebend.
Hochdruckphase 6: Am 29. setzt sich die antizyklonale Strömung in der Höhe durch die Bewölkung lockert aber erst am Nachmittag auf, wobei der Druck schon wieder fällt, vor allem durch die Zufuhr von warmer Luft aus dem Mittelmeerraum.
Tiefdruckphase 6: Über Großbritannien hat sich Tief Kerstin positioniert und sich bis über Mitteleuropa ausgebreitet. Im Premeteo-Index stehen nur H-Aspekte, doch liegt der Index unter 10 Punkten, wo mit wechselhaftem Wetter gerechnet werden kann.
(Was benötigt wird, ist ein Wetterschlüssel für Großbritannien, vielleicht kann bis zum Ende des Jahres diese Aufgabe in Angriff genommen werden!)

Zusammenfassung
Es fällt auf, dass der Wetterlagenverlauf die ersten 7 Tage vor allem mit dem Index 1 gekoppelt ist. Der Premeteo-Index aber weicht durch einen stark negativen Index 3 ab. Index 3 enthält vom 3. bis zum 10. März durchgehend 9 - 10 Auslöseaspekte, was relativ selten vorkommt und die ganze Situation für eine sachgerechte Behandlung noch zu unübersichtlich sein lässt. Trotz des viel zu niedrigen Premeteo-Index sind in der 1. Märzdekade aber dennoch nur 3 Tage falsch prognostiziert.
Der Zeitraum vom 10. bis zum 25. März wurde recht zutreffend vom Premeteo-Index prognostiziert.

Im März 2010 befand sich SW-D an 19 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 118, was einer Indexzahl von 6,21 pro Tag entspricht.

An 12 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 16, was einer Indexzahl pro Tag von 1,33 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 Tagen falsch (am 5., 8., 15., 16., 21., 26., 27.), an 12 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 12 Tiefdrucktagen  bei einem mittleren Index von -11 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 19 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von 13 pro Tag.

kosmogramm-link
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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.