November 2010

Auswertung 10/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf November 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Der Prognose und den Auswertungen liegt der alternative Premeteo-Index des originalen Prognose-Diagramms zugrunde.)

Hochdruckphase 1: Der November begann entsprechend dem Premeteo-Index über SW-Deutschland mit einer Hochdruckphase, die nur am ersten Tag sonniges Wetter und dann aber viel Bewölkung brachte, wie es dem Index entsprach, der sich bis zum 7. flach an der Nulllinie bewegte. Der Luftdruck folgte am 4. und 5. auffallend der grün gestrichelten Linie des Index 1, und die hohen positiven Werte wurden durch die starken H-Aspekte Sonne 45° Galakt. Zentrum und Vesta 72° Orcus erzeugt, die offensichtlich noch höher bewertet werden könnten. An beiden Tagen gab es gegenläufig dazu T-Symmetrien, die sich von Skandinavien her in der Bewölkung durchsetzen. So war es trotz der der starken antizyklonalen Lage sogar noch stärker bewölkt als von den Premeteo-Symbolen angegeben. Rein optisch zeigte das Indexdiagramm für diesen Zeitraum eine Talsohle, die meist flach im positiven Bereich verlief und die Witterung entsprach ganz dieser Situation.
Tiefdruckphase 1: Erst in der zweiten Tageshälfte des 6. setzte sich der Tiefdruck über SW-D durch, als sich zwar der geglättete Premeteo-Index noch in der Talsohle befand, aber der originale Index bereits am 7. wieder über die Nulllinie in den positiven Bereich angestieg. T-Anneli brachte reichlich Niederschlag.  
Hochdruckphase 2: Erstaunlicherweise war am 8. November trotz des extrem tiefen Luftdrucks zwischen 990 bis 980 hpa eine flache anzizyklonale Brücke vorhanden von Spanien über S-Deutschland bis zu dem Hoch über S-Russland. So blieb es überwiegend trocken und die Sonne ließ sich lokal auch für einige Stunden blicken.
Dies korrespondierte zum Premeteo-Index, der positiv war.
Tiefdruckphase 2:  Am 9. war es bis zum frühen Nachmittag häufig noch sonnig und trocken, erst dann setzte in der Region Regen ein. Die Luftdruckkurve des November verlief bisher gerade entgegengesetzt zum Premeteo-Index, wie es nur selten zu beobachten ist, trotzdem war die Prognose durch die Wettersymbole immer noch tendeziell richtig. Vom 9. bis zum 11. war das zyklonale Wetter relativ ruhig, aber der Premeteo-Index  lag am 9. und 10. mit seinen hohen positiven Werten völlig falsch. Auffällig ist der ungewöhnlich tiefe Druck, der mit relativ geringem Druckgefälle am 9. mit 779 hpa erreicht wurde. Sonne und Vesta kamen in Konjunktion und zugleich in 45° zum Galaktischen Superzentrum M87, aber als H-Aspekte vermerkt. Der Grund für die Fehlprognose könnte im kosmischen Lokalbezug der umgebenden Regionen gelegen haben..
Erst am 11. ging der Premeteo-Index mit starkem Gefälle in den negativen Bereich über und ab Nachmittag setzte sich – nach kurzem Zwischenhochenfluss mit Sonnenschein -  das Orkantief Carmen durch. Die Region blieb bis zum 13. im Einflussbereich dieses Tiefs.
Hochdruckphase 3: Der 14. war beim Premeteo-Index ein einzelner positiver Tag mit +11 Punkten und brachte tatsächlich für einen Tag eine antizyklonale Ströumung von den Alpen her mit viel Sonnenschein in der ganzen Region. Es wurde für die Jahreszeit sehr warm. Der Druck jedoch fiel und schon am Abend schwenkte die Strömung um.
Tiefdruckphase 3: Am 15. überzog ein dichter Nimbostratus die Region und brachte ausgiebig Regen. Der Premeteo-Index war ebenfalls wieder im negativen Bereich und die Tiefdruckströmung setzte sich gemäß des Index bis zum 18. November fort.
Hochdruckphase 4: Zum 19. stieg der Luftdruck an und in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index bildete sich im Laufe des Vormittags eine antizyklonale Strömung aus. Es gab aber nur sehr spärliche Auflockerungen der Bewölkung, und lokal kam es auch noch zu etwas Niedersclag. Die antizykonale Strömung war entgegen den Erwartungen durch den Premeteo-Index nur schwach ausgeprägt und hatte schon am nächsten Tag keinen Bestand mehr.
Tiefdruckphase 4: Die Nacht zum 20. war wie erwartet klar gewesen und am Vormittag war es noch verbreitet sonnig, doch dann zog besonders in Tallagen hochnebelartige Bewölkung und am Abend auch Bodennebel auf. Der Einfluss von Tief Gundula über der Biskaya blieb aber auch am 21. nur schwach ausgeprägt. Ein Stratus bedeckte die Region, doch es fiel kaum Niederschlag. Der zu hohe und positive Index wurde durch zwei Sonne- und einen Vesta-H-Aspekt bewirkt. Das Kosmogramm zeigte aber bei 17° Schütze eine Dreifachkonjunktion von Merkur, Mars und Pallas, wobei Mer 0° Mar einen T-Aspekt darstellte, der jedoch gemäß den Regeln wegen H-Aspektauslösungen aus Hierarchiegründen nicht berücksichtigt worden war. Es zeigte sich, dass der schon häufig beobachtete starke Lokalbezug von Merkur-Mars-Aspekten zu Deutschland hier Sonderregeln erfordern würde. Andererseits bestätigte sich, dass bei Dreifachkonjunktionen unabhängig von den Impulszuordnungen immer mit einer stärkeren Labiliserung der Atmospäre zu rechnen ist. (Weiterhin ist ein handwerklicher Fehler anzumerken. Seit dem 16. war der aufsteigende Mondknoten in Konjunktion mit Pluto im Steinbock gekommen, der zwei gegenläufige Aspektauslösungen bewirkte, Plu 72° Apo H11 und Orc 90° Plu T-11, die versehentlich beide angerechnet wurden. Gemäß den Regeln ist der Aspekt zwischen den Körpern der dominante, der nur allein eingerechnet werden darf,  so dass der korrigierte, tatsächliche Index vom 16. bis zum 24. täglich um -11 Punkte geringer ist.) Erst in der Nacht vom 21. zum 22. setzte sich Tief Gundula mit Kernen über S-Frankreich und N-Italien wetterwirksam, d. h. mit Regen über SW-Deutschland durch. Über ganz Europa hatte sich ein starker Höhentrog ausgebildet und die zyklonale Strömung blieb erhalten. Ab dem 23. war aus der oben erwähnten Dreifachkonjunktion sogar eine Vierfachkonjunktion geworden, da sich Pallas, Mars und Merkur nun Quaoar angenähert hatten, sodass der ganze Zeitraum zur Fehlprognose wurde. Mehrfachkonkunktionen zeigen häufig eine besondere Labilisierung der Atmosphäre, aber noch liegen zu wenig Erfahrungen vor im Abgleich mit den zeitgleich auftretenden, aber impuls-gegenläufigen Aspekten, so dass bis jetzt diese seltenen Konstellationen noch nicht in die Prognosen eingerechnet werden konnten. Ab dem 25. setzte Schneefall ein.
Hochdruckphase 5: In der Nacht vom 25. zum 26. schneite es bereits und es schneite noch bis zum Abend im südwestdeutschen Raum, obwohl sich in der Bodenschicht bis Mittag eine flache antizyklonale Strömung von Südwest her ausdehnte. Nur der Vormittag des 27.  brachte lokal eine in der Sonne glitzernde Winterstimmung. Dies war ein schwacher Anklang an den Premeteo-Index, der für diese beiden Tage positiv war. In der Höhe blieb jedoch der Trog über Europa erhalten.
Tiefdruckphase 5: T-Henni leitete am 28. die nächste Tiefdruckphase ein, und nun wieder im Einklang mit dem Premeteo-Index. T-Jenna lies es weiter schneien und so lag SW-D am letzten November-Wochenende unter einer geschlossen Schneedecke.

Zusammenfassung: Der reale Wetterverlauf wies die Monatsprognose November insgesamt als Fehlprognose aus, da für diesen Monat 18 Tage mit positivem und 12 Tage mit negativem Index vorausgesagt waren, und die Tage mit besonders hohem oder tiefem Index im Normbereich lagen. Tatsächlich gab es nur 11 antizyklonale, aber 19 zyklonale Tage. Dabei verlief der alternative Premeteo-Index, der der öffentlichen Prognose und Auswertung zugrunde liegt, bis zum 20. November noch befriedigend, so dass es die letzten zehn Tage waren, die die Statistik des November belasteten. Wie oben beschrieben schlugen ein über acht Tage anhaltender, handwerklicher Fehler  und die Drei- und Vierfachkonjunktion von Merkur, Mars, Pallas und Quaor zu Buche.


Im November 2010 befand sich SW-D an 11 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +93, was einer Indexzahl von +8,45 pro Tag entspricht.

An 19 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +52, was einer Indexzahl pro Tag von +2,74 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 Tagen falsch (am 8., 10., 19., 21., 24., 26., 27.  ), an 7 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 12 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -9 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 18 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +13 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.