Oktober 2010

Auswertung 10/2010

 

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Oktober 2010 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Der Prognose und den Auswertungen liegt der alternative Premeteo-Index des originalen Prognose-Diagramms zugrunde.)

Tiefdruckphase 1: Der Oktober 2010 begann mit einer Tiefdruckphase in der Bodenschicht und brachte am 1. und 2. zeitweise dichte Bewölkung und Niederschlag. Am 3. und 4. blieb die Strömung am Boden zyklonal und der Druck senkte sich stetig ab, doch hatte sich in der Höhe vorübergehend ein antizyklonaler Keil ausgebildet, der mit dem Höhenhoch über Skandinavien-Westrussland zusammenhing. So war es trotz des stark gefallenen Drucks lokal überwiegend sonnig. Inzwischen hatte sich in Russland das Hochdruckgebiet Mareile etabliert, das ganz Russland überspannte und sich bis zum 5. auf 1035 hpa verstärkte. Zugleich stand ihm über dem NO-atlantik das Tiefdruckgebiet Olympia mit einem Kerndruck von nur 955 hpa gegenüber, was eine Druckdifferenz von 80 hpa bedeutete! Es kam zu katastrophalen Niederschlägen in Ligurien.
Während dieser 5-tägigen zyklonalen Phase hatte der Premeteo-Index einen Zickzackverlauf, wobei er sich zweimal im negativen Bereich und dreimal im positiven Bereich befand. Dies spiegelte sich in dem wechselhaften Wetter  mal mit Sonne und  mal dichter Bewölkung wieder, so dass alle prognostizierten Wettersymbole richtig oder tendenziell richtig waren.
Hochdruckphase 1: Ab dem 6. dehnte sich in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index wieder der Einfluss des starken Hochdruckgebietes Marcel über Russland bis nach Deutschland aus und brachte bis zum 10. viel Sonne, zum Teil in tieferen Lagen auch Nebel und hochnebelartige Bewölkung. Der Index blieb die ganze Phase im positiver Bereich.
Tiefdruckphase 2: Am 11. setze sich die zyklonale Strömung mit dem Tief Paula über dem West-Mittelmeerraum für einen Tag bis nach SW-D durch, was jedoch nur am stark gefallenen Druck bemerkbar wurde, das Wetter blieb überwiegend trocken und sonnig. Der Premeteo-Index hatte an diesem Tag den Wert -8.
Hochdruckphase 2: Am 12.  setzte sich die Hochdruckwetterlage in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index bis zum 15. fort und brachte überwiegend Sonnenschein und zeitweise in tieferen Lagen Nebel.
Tiefdruckphase 3: Am 16. unterschritt der Premeteo-Index  wieder die Nulllinie in den negativen Bereich und schon stellte sich auch die Strömung auf zykonal um und Regenwetter setzte ein. Am 17. hatte sich in der Höhe bereits ein mächtiger Trog ausgebildet, der bis nach N-Afrika reichte. Die Tiefdruckentwicklung ging einher mit der Konjunktion von Ceres mit Pluto, die am 20. gegen Mitternacht exakt wurde und die vom 17. bis zum 23. zwei T-Aspekte von Pluto auslöste, die den Premeteo-Index die stark negativen Werte annehmen lies.
Hochdruckphase 3: Am 18. kam SW-D kurz unter den Einfluss von H-Olav über dem O-Atlantik, dabei blieb es aber in der Region überwiegend bedeckt.
Tiefdruckphase 4: Am 19. setzte sich entsprechend dem Premeteo-Index die Tiefdruckwitterung fort und  der Luftdruck erreichte am 20. recht genau zum Zeitpunkt der exakten Konjunktion von Ceres mit Pluto den tiefsten Wert. Auf der Rückseite des Tiefs Saphira über Skandinavien strömte arktische Luft nach Mitteleuropa und ließ den Luftdruck sehr rasch ansteigen. Im Schwarzwald fiel bereits Schnee.
Hochdruckphase 4: Am 21. und 22. setzte sich durch die Kaltluft trotz des tiefen Premeteo-Index H-Olav am Boden vom O-Atlantik über Frankreich bis Deutschland durch, während in der Höhe der starke Trog erhalten blieb.
Tiefdruckphase 5: Am 23. kam die Region unter den Einfluss von Tief Ursula über Großbritannien. Der Premeteo-Index hatte noch das letzte Mal einen extrem tiefen Wert von -51. Schon am Abend wurde der tiefste Druck erreicht und das Tief zog am 24. mit seinem Kern über Dänemark  zur Ostsee weiter.
Hochdruckphase 5: Am 25. kam die Region in den Einflussbereich von Hoch Quentin über Großbritannien und ab dem 26. stellte sich sonniges Wetter entsprechend dem Premeteo-Index ein, das bis zum 28. anhielt.
Tiefdruckphase 6: Am 29. gab es noch einen durchgehend sonnigen Tag, doch stellte sich bei fallendem Druck die Atmosphäre bis Mittag schon auf zyklonal um. In der Folge kam es vor allem zu einer kräftigen Advektion von Warmluft, die den Druck stark fallen ließ, doch blieb das Wetter  trocken und besonders am 31. wurde es trotz des tiefen Drucks überwiegend sonnig, was in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index war, der für diesen einzelnen Tag mit +49 Punkten einen stark positiven Wert aufwies.

Zusammenfassung: Der Premeteo-Index war diesen Monat  besonders mit der Strömung der 500 hpa-Höhenkarte auffallend gut übereinstimmend und mit nur an 3 Tagen falsch prognostizierten Wettersymbolen besonders erfolgreich.

Im Oktober 2010 befand sich SW-D an 16 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +76, was einer Indexzahl von +4,75 pro Tag entspricht.

An 15 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -68, was einer Indexzahl pro Tag von –4,53 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 21., 24., 25. ), an 17 Tagen richtig und an 11 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 12 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -21 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 19 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +16 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.