April 2011

Auswertung 10/2010

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf April 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Der Prognose und den Auswertungen lag der alternative Premeteo-Index ohne Auslösungsaspekt Mak 90° GaZ zugrunde.)


Hochdruckphase 1: Der Monat begann bei flachem positiven Premeteo-Index mit einer antizyklonalen Lage und einer starken Erwärmung auf fast sommerliche Temperaturen. Am 2. fiel bei wolkenlos sonnigem Wetter bereits der Luftdruck.
Tiefdruckphase 1: Am 3. hatte sich durch T-Günther über dem Nordmeer ein Trog bis in die südwestdeutsche Region flach ausgedehnt, aber bei hoher Schleierbewölkung schien noch überwiegend die Sonne. Am Abend braute sich ein Gewitter zusammen und brachte reichlich Niederschlag in der Nacht und am 4. Der Druck stieg durch die Kaltfront wieder rasch an.
Der Verlauf des Premeteo-Index war vom 1. bis 4. relativ flach und die Wettersymbole stimmten tendenziell mit der Witterung überein.
Hochdruckphase 2: Ab dem 5. stellte sich mit H-Qirinia eine antizyklonale Lage ein, was dem Premeteo-Index genau entsprach. Am 7. , als einzelner Tag, hatte der Index einen flachen, negativen Wert, doch zeigt die geglättete Indexkurve, dass sie im positiven Bereich blieb und so gestaltete sich auch der Wetterverlauf. Es kam zu einem leichten Druckfall und in der Nacht zum 8. zog ein größeres Wolkenfeld durch, dass sich am 9. bereits auflöste. H-Ruth übernahm die Herrschaft bis zum 11. April. Am 11. war der Premeto-Index als Einzeltag auf -3 zurückgegangen, doch stellte sich erst am 12. über SW-D kurzzeitig durch T-Karl über Skandinavien eine flache, zyklonale Strömung ein, die ab Mittag aber schon wieder in die Antizyklonalität überging. Es gab ein wenig Niederschlag und blieb durchgehend bewölkt, so dass die Symbolprognose für diesen Tag falsch war. Ab dem 13. griff H-Stephanie auf die Region über, während sich in der Höhe eine zyklonale Strömung ausdehnte, wodurch es trotz des Bodenhochs relativ viel Bewölkung gab, die mit der Symbolprognose übereinstimmte und der Luftdruck flachte etwas ab. Ab dem 17. war dann auch die Höhenströmung wieder eindeutig antizyklonal. Der 16. und der 20. waren zwei Tage mit flachem negativen Premeteo-Index, der erwartungsgemäß die antizyklonale Strömung nicht unterbrechen konnte. Aber in der Höhe setzte sich allmählich eine südliche Strömung durch und führte zu Erwärmung und Absenkung des Luftdrucks und ab dem 20. tratt vermehrt Bewölkung mit leichter Schauerneigung auf. Vorallem zeigte die 12-Uhr-Bodenkarte eine deutliche Zyklonalisierung der Atmosphäre durch die Thermik, die sich in den Nächten wieder abbaute. So blieb die Großwetterlage über der Region doch flach antizyklonal, trocken und sonnig, was mit dem Premeteo-Index übereinstimmte.
Tiefdruckphase 2: Der Luftdruck hatte sich schon in den Tagen zuvor durch ein Tief über NW-Spanien abgeflacht. Dieses wanderte am 24. nach Frankreich und weitete den Trog über Deutschland aus. Es bildeten sich Gewitter und es fiel der erste kräftige Niederschlag nach fast 3 Wochen Trockenheit.
Hochdruckphase 3: Doch schon am 25. herrschte bei hohem positiven Index bereits wieder reiner Sonnenschein und eine flache antizyklonale Strömung. Am 26. sinkt der Index auf 0 ab und es kommt zu lokal kräftiger Cumulibildung mit etwas Schwüle, es fällt lokal auch geringfügig Regen, doch bleibt die Strömung am Boden flach antizyklonal. In der Höhe hatte sich über Osteuropa eine Tiefdruckzelle ausgebildet, die in der Bodenkarte nicht sichtbar wurde, aber von Osten kräftige Bewölkung aufziehen ließ. Am 27. kam die südwestdeutsche Region in den Bereich dieses Höhentiefs.
Tiefdruckphase 3: Am 28. lag der Kern des Höhentiefs genau über dem Oberrhein und der Premeto-Index hatte den Wert -10 als einzelner negativer Tag zwischen zwei positiven. In der Bodenkarte erschien dieser Kern allerdings nicht, sondern Tief-Leo südlich von Griechenland hatte sich flach bis nach S-Deutschland ausgedehnt. Erst 24 Stunden später zeigte sich auch in der Bodenkarte eine Tiefdruckzelle über SW-D. Die Region blieb in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index bis zum Ende des Monats unter flachem Tiefdruckeinfluss, und es traten lokal Gewitter zum Teil mit Hagel auf.

Zusammenfassung: Der April 2011 hatte die Schwierigkeit, dass über den ganzen Monat ein alternativer Index wegen eines unsicheren Planeten-Aspekts aus dem Kuipergürtelbereich berechnet werden musste, der als die wahrscheinlichere Variante eingeschätzt und der veröffentlichten Prognose zugrunde gelegt wurde. Diese Entscheidung war richtig und der Monat wurde damit zu einem besonders erfolgreichen Prognosemonat. Das Diagramm zeigte die geglättete Kurve des altern. Premeteo-Index fast durchgehend im positiven Bereich. Erst in den letzten Tagen des Monats glitt er in den negativen Bereich ab und folgerichtig stellte sich auch erst in den letzten Tagen wieder eine flache Tiefdrucklage ein. Der Luftdruckverlauf und der Verlauf des Index zeigten in Übereinstimmung den sonnigen und trockenen April an.


Im April 2011 befand sich SW-D an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +224, was einer Indexzahl von +9,33 pro Tag entspricht.

An 6 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -8, was einer Indexzahl pro Tag von -1,33 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war nur an einem Tag falsch (am 12. ), an 19 Tagen richtig und an 10 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der alternativen Premeteo-Prognose wäre  mit 8 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -3,6 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 21 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +11,3 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.