August 2011

Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf August 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Hochdruckphase 1: In Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index begann der August mit einer zweitägigen Hochdruckwetterlage. Der Index summierte sich auf +30.
Tiefdruckphase 1: Am 3. sorgte ein flaches Tief über Belgien-Frankreich für bedecktes Wetter mit lokalen Schauern. Der Index betrug -9.
Hochdruckphase 2: Am 4. dehnte sich vorübergehend das Azorenhoch bei meist bewölktem Himmel bis nach SW-Deutschland aus. Der Premeteo-Index betrug 0.
Tiefdruckphase 2: Ab dem 5. beeinflusste Tief René den west- u. mitteleuropäischen Raum und wurde am 6. durch Tief Sven über dem O-Atlantik verstärkt, das über Großbritannien nach S-Skandinavien zog. Es kam lokal zu sehr starken Niederschlägen über SW-D. Im Laufe des 8. August stieg bei deutlicher Abkühlung und positivem Premeteo-Index der Druck wieder kräftig an, doch musste dieser Tag noch als zyklonal eingestuft werden. Der Premeteo-Index summierte sich auf -25.
Hochdruckphase 3: Im Laufe des 9. dehnte sich ein Hoch vom O-Atlantik flach nach SW-D aus und noch immer kam es zu kräftigen Schauern, da sich ab dem 8. das Höhentief über der Region verstärkt hat. Erst der 10. und 11. fielen weitgehend trocken und sonnig aus, dann fiel der Druck schon wieder ab. Der Premeteo-Index summierte sich auf +11.
Tiefdruckphase 3: Tief Timo bei Dänemark reichte am 12. flach bis über SW-D. Der Premeteo- Index betrug -11.
Hochdruckphase 4: Am 13. konnte sich bei hohem Index von +35 (handwerkl. Fehler: eigentlich +28) vorübergehend das Azorenhoch bis SW-D durchsetzen. Es blieb in der Region auch weitgehend trocken, aber doch stark bewölkt und Sonne zeigte sich nur im südlichen Teil. Das Wettersymbol musste als falsch eingestuft werden.
Tiefdruckphase 4: Am 14. reichte schon wieder die zyklonale Strömung von Tief Uwe zwischen Island und Schottland nach Deutschland herein, und bei einem Premeteo-Index von +11 musste dieser Tag als Fehlprognose eingestuft werden. Wegen des flachen Druckgradienten blieb es bis zum Nachmittag noch sonnig bei sehr schwüler Atmosphäre. Auf 500hpa war die Strömung flach antizyklonal.
Hochdruckphase 5: Am 15. wurde mit einem Tag Verspätung der positive Index durch den Einfluss des Azorenhochs bestätigt. Dieser Tag hatte als einzelner Tag mit negativem Index  zwischen zwei positiven Tagen einen Wert von -15. Der negative Anteil kam aus der Symmetrie Ven 119 Qua Eri  (05) T  T  A* (5/4) -14. Die Witterung mit starker Bewölkung und lokalem Regen entsprach jedoch der Symbolprognose. Auch auf 500hpa war die Strömung zyklonal.
Die bis zum 23. anhaltende,  9-tägige Hochdruckphase entsprach an 7 Tagen ganz der Symbolprognose, an 2 Tagen nur tendenziell. Am letzten Tag lag die Region um Mitternacht schon im Randbereich von Tief Zion über der Normandie, doch stabilisierte sich die Atmosphäre entsprechend dem Premeteo-Index nochmal und könnte als überwiegend antizyklonale Strömung verbucht werden.
Der Premeteo-Index summierte sich auf +29.
Tiefdruckphase 5: Am 24. vollzog sich der starke Fall des Premeteo-Index auch mit lokal sehr heftigen Gewitterstürmen und Hagel durch Tief Zion über der Nordsee. Die Tiefdruckphase setzte sich bis zum 27. mit lokal heftigen Wettererscheinungen fort. Der 26. hatte als einzelner Tag einen positiven Index von +13 und das machte sich in der Region auf der Wetterkarte mit einer vorübergehenden flachen Hochdruckzone und viel Sonnenschein bemerkbar. Erst am Spätnachmittag bis Abend setzten erneut Gewitter ein.
Hochdruckphase 5: Am 28. setzte sich von der Biskaya her Hoch Nina über Frankreich bis Süddeutschland durch und bestimmte bis Monatsende in der Bodenschicht die Atmosphärenströmung der Region, während in der Höhe eine durchgehend zyklonale Westströmung erhalten blieb. Der Premeteo-Index war aber für den 30. und 31. August schon mit einem stark negativen Wert berechnet worden. Es setzte zwar ein leichter Druckfall ein, doch mussten die letzten zwei Tage des Monats als Fehlprognose eingestuft werden.
Zwei Chiron-T-Aspekte mit Quaoar und Mars steuerten schon -18 Punkte bei. Zu bemerken ist, dass Chiron zeitgleich einen fast-exakten H-Aspekt mit seinem Nachbarn Uranus hat und Mars 90° zum Mondapogäum, was sich stark dämpfend ausgewirkt haben könnte, andererseits kann die Einstufung Chi 72° Qua T falsch sein.

Zusammenfassung:
Die Premeteo-Indexprognose hatte einen relativ flachen Verlauf und überwiegend im positiven Bereich, was einen schwül-heißen, gewittrigen August schließen ließ. Der reale Wetterverlauf hat das weitgehend bestätigt. Von den Wettersymbolen mussten nur 4 als falsch eingestuft werden, 8 konnten als tendenziell richtig bezeichnet werden  und 19 Tage entsprachen der Symbolprognose genau.

Konstellatorisch war es eine Besonderheit des Monats, dass durch die Konjunktion des aufsteigenden Mondknoten mit Quaoar, die als H-Aspekt gilt, vom 7. bis zum 24. August im Index 3 der Aspekt Chiron 72° Quaoar ausgelöst wurde. Er wurde nur im alternativen Index einberechnet, nicht in den originalen Premeteo-Index, der als die wahrscheinlichere Variante galt. Der reale Wetterverlauf bestätigte diese Entscheidung.

SW-D befand sich an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +66, was einer Indexzahl von +3,3 pro Tag entspricht.

An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -49, was einer Indexzahl pro Tag von –4,45 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 13., 14., 30. und 31.  ), an 19 Tagen richtig und an 8 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 13 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10,9 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 18 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +9,4 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.