Dezember 2011

Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Dezember 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Hochdruckphase 1: Am 1. bestimmte Hoch Belice zum letzten Mal die Strömung, wobei schon viel Bewölkung aufzog. Der Premeteo-Index betrug +22.
Tiefdruckphase 1: Am 2. übernahm Tief Zafer über Norwegen die Regie, gefolgt von Tief Bob am 3. bis 5. über Nordmeer und Norwegen mit Sturm und kräftigen Schauern. Am 6. folgte Danilo über dem südlichen Nordmeer und am 7. bestimmte Tief Ekkehard bei Schottland das Wetter. Der Premeteo-Index summierte für diese Phase auf -16.
Hochdruckphase 2: Am 8. stieß mit steilem Druckanstieg vorübergehend das Azorenhoch über Spanien bis nach SW-D vor. In der Höhe blieb die Strömung zyklonal. Der Premeteo-Index betrug +2.
Tiefdruckphase 2: Tief Friedhelm vor der norwegischen Küste bestimmte am 9. und 10. den Wetterverlauf mit starken Niederschlägen. In der Nacht zum 11. bildete sich eine kleine Zwischenhochzelle über Süddeutschland aus, doch bis zum Mittag setzte sich die zyklonale Strömung bereits wieder durch von Tief Günter bei Island. In der Nacht zum 13. zeigte sich in der Höhenströmung ein flacher Hochkeil, aber in der Bodenschicht bildete sich am Vormittag mit starkem Wind der Trog von Tief Hergen südlich Islands aus. Tief Hergen bestimmte die Strömung vom 13. bis zum 15., in dieser Zeit war der Premeteo-Index flach positiv. Der 3-period. gleitende Durchschnitt des Index kam aufgrund der vorangehenden und nachfolgenden stark negativen Werte nur am 15. in den positiven Bereich.  Das jahreszeitlich bedingte, starke Temperaturgefälle zwischen  Nord und Süd verstärkte die Zyklogenesen.
Am 16. fegte Orkantief Joachim von Frankreich kommend über Deutschland. Zur Gesamtkonstellation lässt sich sagen, dass im Kosmogramm im 1°-Exaktheitsbereich 9 Tiefdruck-Aspekte gegenüber nur 4 Hochdruckaspekten auftraten. Drei Tiefdruck-Aspekte wurden an diesem Tag exakt: Sonne 150° Varuna, Merkur 45° Haumea und Mars 135° Jupiter. Jupiter befand sich dabei in Konjunktion mit dem Mondapogäum und dieses wiederum in 135°/45° mit auf- und absteigendem Mondknoten, ebenfalls ein T-Aspekt. Begleitet wurde das Ganze von der Konjunktion zwischen Neptun und Vesta. Der Premeteo-Index  betrug an diesem Tag -15. Der Kern von Tief Joachim wanderte zur Ostsee, wo er stationär wurde und noch bis zum 19. in Übereinstimmung mit dem negativen Index die zyklonale Witterung über Deutschland bestimmte.
Apo 135° KN1 befand sich vom 4. bis 16. im 1°-Exaktheitsbereich. Immer wenn dieser Aspekt berührt wurde verstärkte sich die Zyklonalität.
Am 20., bei einem positiven Premeteo-Index von +25 zeigte sich um 0 UTC ein deutlicher Keil über den Alpen und dem süddeutschen Raum, doch setzte sich bis Mittag schon der Trog von Tief Louis über der Nordsee durch, so dass dieser Tag als Fehlprognose verbucht werden musste.
Der Premeteo-Index summierte auf -72.
Hochdruckphase 3: Das Azorenhoch setzte sich am 21. flach bis über SW-D durch, doch blieb die Witterung bedeckt und nass, was dem noch negativen Index von -2 entsprach. Am 22. war es nachts in der Bodenschicht antizyklonal, doch übte der Trog von Tief Martin bei Island im Laufe des Tages noch einen starken Einfluss aus und bei weiterhin steigendem Druck kam es zu ausgiebigen Niederschlägen. Bis Mitternacht zeigte sich wieder ein antizyklonales Strömungsbild über der Region und die Niederschlagsneigung ging am 23. deutlich zurück, doch blieb es weiterhin geschlossen bewölkt. Auf den Satellitenfotos bildete sich der Hochdruckbereich schon gut ab. Sonne 60° Vesta lässt den Luftdruck ab Mittag noch mal fallen und das Minimum wurde am 24. gegen 2 UTC erreicht. Es fiel nur geringfügig Regen. Das Hoch Cora dehnte sich dann rasch und kräftig aus, so dass auch dieser Tag als überwiegend antizyklonal eingestuft werden konnte. Die Wettersymbole mit Sonnenschein dieser Hochdruckphase 3 waren falsch oder tendenziell falsch/richtig bis zum 26., da es keinen Sonnenschein gab, sondern durchgehend dichte Bewölkung und in den ersten vier Tage zeitweise kräftige Niederschläge durch die Tiefs im Norden, deren Tröge kurzzeitig immer wieder nach Süden vorstießen. Auf 500 hpa war die Strömung ab dem 23. antizyklonal. Hoch Cora erreichte als warmes Hoch recht hohe Luftdruckwerte, was auf eine starke antizyklonale Dynamik hinwies, die auch durch den Premeteo-Index ausgedrückt wurde.
Am 27. war der Premeteo Index negativ, jedoch mit Merkur 72° GSZ, einem Hf-Aspekt und zusätzlich Merkur 0° aufsteigender Mondknoten. Wie zu sehen war, setzte sich beides durch den starken Lokalbezug gegenüber zwei einfachen Venus-T-Aspekten bei starker Nebelbildung durch. Die Venus-T-Aspekte waren auch noch in den Symmetrien erschienen und hatten dadurch den Premeteo-Index nach unten gedrückt. Die antizyklonale Wetterlage hielt bis zum 29. an. In der Nacht zum 30. griff Tief Sebastian mit seinem Trog vorübergehend auf SW-D über und brachte oberhalb 300 m der ganzen Region Schnee. Der Premeteo-Index war in der Originalprognose nur mit -1 angegeben. Der ausschlaggebende Aspekt Neptun 150° Makemake T*, dessen zyklonaler Impuls seit Mai 2007 schon bekannt ist und der mit -10 Punkten im Index 1 eingetragen war, wurde leider bei der Handanalyse mit positivem Vorzeichen verrechnet. Die Korrektur wurde im Diagramm schon durchgeführt von -1 auf -17 für den Premeteo-Index. Das korrespondierte besser mit der Heftigkeit des Wettergeschehens. Dennoch musste der 30. als überwiegend antizyklonal und damit als Fehlprognose bezüglich des Vorzeichens eingestuft werden, da sich Hoch Daliah  im Laufe des Vormittags schon von der Iberischen Halbinsel bis in unsere Region ausdehnte und lokal auch einige Sonnenstunden brachte. Ebenso musste der 31. als überwiegend antizyklonal angesehen werden, da sich die Warmfront von Tief Thilo erst am Nachmittag von Westen her durchsetzte. Die Witterung war schon von diesem Strömungswechsel geprägt und lies das zugeordnete Wettersymbol zur Fehlprognose werden.
Der Premeteo-Index summierte für diese Phase auf +106.

Zusammenfassung:
Der Wetterlagenverlauf des Dezember 2011 zeigte einen deutlichen Zusammenhang zum Verlauf der Premeteo-Index-Prognose, doch war die Witterung des Monats besonders im letzten Drittel zyklonaler gestimmt, als dies durch den Premeteo-Index zu erkennen war. So brachte die Hochdruckphase ab dem 21. noch relativ viel Niederschlag und Bewölkung durch die starke Zyklogenese im Norden.

SW-D befand sich an 13 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +130, was einer Indexzahl von +10 pro Tag entspricht.

An 18 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -88, was einer Indexzahl pro Tag von -4,89 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 1., 20., 22. bis 24., 31.), an 11 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 15 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 16 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +13,5 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.