Februar 2011

Auswertung 10/2010

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Februar 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Nur der 1. 2. 2011 hat einen alternativen Premeteo-Index, der in die Auswertung einbezogen wird.)

Hochdruckphase 1: Die Hochdruckphase, die am 30. Januar begonnen hatte, setzte sich Anfang Februar weiter fort. Der Premeteo-Index wechselte täglich zwischen positiven und negativen Werten bis zum 5. und es gab bis dahin immer soviel Bewölkung, dass die Symbolprognosen richtig oder tendenziell richtig waren. Auffallend war, dass sich trotz zunehmender Erwärmung der Luftdruck verstärkte und am 5. der erste Fehlprognosetag eintrat, als sich am Nachmittag über der Südhälfte der Region die Bewölkung aufzulösen begann. Über der Iberischen Halbinsel hatte sich das starke Hoch Doreen etabliert, in dessen Einfluss SW-D kam, während das nördliche Deutschland weiter im Einfluss einer ausgeprägten Zyklonentätigkeit stand, die dem Premeteo-Index entsprach, sich aber über dem südlichen Deutschland wegen H-Doreen nicht mehr durchsetzen konnte. Auffallend war am 6. und 7. auf dem Satelittenbild die wie mit dem Zirkel gezogene, kreissegmentförmige, sehr scharf konturierte Luftmassengrenze von H-Doreen zur Westströmung über England, den Benelux-Ländern und N-D. Am dritten Gründungstag (6.2.2008) von Premeteo also leider ein Fehlprognosetag, aber eine sehr schöne Strömungsformation!
(Konstellatorische Besonderheit: Am Nachmittag des 4. wurde gegen 17 Uhr die Sonne-Mars-Konjunktion exakt, die die besondere Eigentümlichkeit hatte, sich 9 Tage lang vom 1. - 9. 2. im Exaktheitsbereich von ± 1° zu bewegen. Das heißt, Mars hatte über einige Tage eine sonnenähnliche Geschwindigkeit inbezug zur Erde. In diesen Zeitraum fiel auch die Entwicklung des ausstralischen Super-Zyklons Yasir und des ungewöhnlichen Schneesturms der USA. Die Sonne-Mars-Konjunktion ist ein T-Aspekt für SW-D, möglicherweise ist er ein H-Aspekt für die Iberische Halbinsel. Dies wird erst zu klären sein, wenn ein Wetterschlüssel für die Region Madrid erzeugt sein wird.)
Tiefdruckphase 1: Am 8. setzte sich Tief Nicolas von S-Skandinavien über ganz Deutschland als Trog durch, der aber nach Süden hin immer flacher wurde. Bis etwa Lahr bezog sich der Himmel am Morgen dicht mit Bewölkung, während es in Freiburg und am Feldberg ganz sonnig war.
Hochdruckphase 2: Am 9. -10.hatte sich schon wieder eine antizyklonale Lage von den Alpen bis über ganz Deutschland ausgebreitet, doch blieb die Region weitgehend unter dichtem Nebel.
Tiefdruckphase 2: Entsprechend dem Premeteo-Index kam die Region ab dem 11. unter Tiefdruckeinfluss, der gemessen am Index aber recht flach blieb und im Süden wenig wetterwirksam wurde. In der Höhe blieb die Strömung antizyklonal  und nur in der Nacht vom 12. zum 13. bildete sich eine schmale zyklonale Welle aus, also zum Zeitpunkt des Premeteo-Index-Minimums. Wieder auffallend, dass gerade die Mars-T-Aspekte des Index 1 nur mit einer gedämpften Zyklonalität einhergingen. Dagegen kam es am 12. mit dem Premeteo-Index-Minimum von -41, mit Tief Paolini zu einer außergewöhnlich starken Zyklogenese über dem Nordatlantik, dessen Wetterwirksamkeit aber erst am 15. bis SW-D vorstieß, als der Index schon wieder in den positiven Bereich kletterte. Auch zum 16. fällt der Druck noch leicht, doch das Wetter in der Vorzone von T-Quirin entspricht dem positiven Premeteo-Index. Sehr frühlingshaftes, ruhiges und heiteres Wetter mit hoher Schleierbewölkung. Die Satelittenkarten zeigten auch für den 17., dass sich die Region unterhalb einer Höhenokklusion in einem Bereich absinkender Luftmassen befand und sich das T-System-Quirin insgesamt sehr statisch verhielt, so dass die Witterung einen antizyklonalen Charakter annahm, der dem positiven Premeteo-Index  in der winterlichen Jahreszeit entsprach: Es kam in den Tallagen zu Nebel und Hochnebel und nur auf den Höhen des Schwarzwalds gab es Sonnenschein.
Hochdruckphase 3: Im Laufe des 18. kam die Region unter den Einfluss von H-Heike über NO-Skandinavien. Bei steigendem Druck bildete sich eine recht dichte Hochnebeldecke aus.
Tiefdruckphase 3: Am 20. überquerte in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index-Minimum ein Tiefausläufer von Frankreich kommend SW-D, löste mit seiner Bewölkung den Hochnebel ab und brachte etwas Regen.
Hochdruckphase 4: Schon am 21. geriet die Region wieder in den Einflussbebreich des Hochs Heike über Finnland/Russland, aber in der Nacht hatte es noch geschneit und am Tage blieb es bedeckt. Erst am 22. setzte sich im nördlichen Bereich der sw- deutschen Region die Sonne durch. Die antizyklonale Strömung blieb bis zum 25. erhalten, aber Sonnenschein gab es wegen Nebel und Hochnebelbewölkung allgemein nur spärlich.
Tiefdruckphase 4: Am 26. dehnte sich der Trog von Tief Tim flach bis über W-D aus und gegen Abend setzte im Rheintal Regen ein. Die zyklonale Lage blieb nach der Berliner Wetterkarte bis zum 28. überwiegend erhalten. Durch das Einfließen von Kaltluft nahm die Witterung bei steigendem Druck dann schon wieder antizyklonalen Charakter an, so dass die Symbolprognose trotzdem stimmig war.

Zusammenfassung: Die erste Dekade des Februar 2011 fiel ruhiger als erwartet aus und im Zentrum dieses Zeitraums stand die Sonne-Mars-Konjunktion, die sich 9 Tage lang im Exaktheitsbereich von 1 Bogengrad aufhielt. Es waren insbesondere die T-Aspekte von Mars, Venus und Sonne, die nicht zum Tragen kamen. Auffallend war, dass diese drei Körper dabei gleichzeitig in einer Beziehung zur Mondknotenachse standen: Venus in Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten und Sonne und Mars in 45° dazu, wobei der 45°-Aspekt der Sonne als H-Aspekt gilt. Dennoch gab es nur zwei überwiegend sonnige Tage und die Symbolprognose war befriedigend.

Insgesamt gesehen gab der Luftdruckverlauf die Formtendenzen des Premeteo-Index wieder, wobei aber die Minimumverschiebung, gepaart mit einem flachen Witterungsverlauf, zwischen dem 12. und dem 17. Februar auffallend wurde.

Im Februar 2011 befand sich SW-D an 16 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +147, was einer Indexzahl von +9,19 pro Tag entspricht.

An 12 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -61, was einer Indexzahl pro Tag von -5,08 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 6., 18., 21., 24.), an 12 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 13 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -14,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 15 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +18,1 pro Tag..

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.