Mai 2011

Auswertung 10/2010
Auswertung 10/2010

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Mai 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland


Hochdruckphase 1: Der Mai begann mit einem flachen Hochdrucktag.
Tiefdruckphase 1: Am 2.  stellte sich die Strömung vom O-Atlantik her flach auf zyklonal um. Es gab noch viel Sonnenschein und erst am Abend zog Bewölkung auf und brachte Regen. Am 3. zeigte sich der Kern des Tief in der 0 UTC-Karte über S-Deutschland.
Hochdruckphase 2: Der Luftdruck stieg am 4. schon wieder kräftig an und die Bewölkung hatte sich völlig aufgelöst. Am 7. und 8. war der Premeteo-Index negativ, aber das Tief über dem O-Atlantik kam nicht nach Osten voran, stattdessen verstärkte sich das Hoch über der Ostsee und behielt Deutschland  in seinem Bereich. Lediglich hohe und großflächige Schleierwolken bezogen den Himmel, durch die die Sonne aber immer hindurchscheinen konnte. So waren diese beiden Tage eine Fehlprognose. Auffallend wurde die Dreifachkonjunktion von Eris-Merkur-Venus mit H-Impuls am 9., die sich aber schon in den Symmetrien am 7. zeigte. Ab dem 6. trat eine starke Südströmung auf, deren trockene Luftmasse die Bewölkung weit geringer hielt, als in den Wettersymbolen angezeigt. Die antizyklonale Strömung hielt bis zum 11. Mai an, war aber an den letzten beiden Tagen schon labilisiert, wodurch vermehrt Bewölkung entstand und geringfügig lokal etwas Niederschlag fiel. Am 11. zum Zeitpunkt der Dreifachkonjunktion Jupiter-Venus-Merkur fand das Erdbeben in SO-Spanien statt.
Tiefdruckphase 2: Am 12. überquert die Kaltfront von Tief Norbert über S-Skandinavien die Region. Durch die absinkende Kaltluft ist die Strömung schon um die Mittagszeit wieder antizyklonal, doch wird dieser Tag, der endlich kräftigeren Niederschlag brachte, den zyklonalen zugerechnet.
Hochdruckphase 3: Ein Zwischenhoch mit viel Sonne herrschte am 13. Mai, am Abend ziehen aber bereits die ersten Schleierwolken auf. Der prognostizierte Premeteo-Index betrug für diesen Tag -3, das gemischte Wettersymbol war nur tendenziell richtig. Es gab aber einen handwerklichen Fehler mit dem starken H-Aspekt Venus 72 ° Pallas, er war versehentlich nicht berechnet worden wegen eines ranghöheren Venus-Aspektes am Vortag. Doch hatten die beiden Venuspositionen schon eine Differenz von mehr als 45’ und der H-Aspekt hätte angerechnet werden müssen. Der Premeteo-Index hätte korrekt +5 betragen.
Tiefdruckphase 3: Im Laufe des 14. wurde Tief Paul von der Nordsee her wetterwirksam.
Hochdruckphase 4: Es kam am 15. zu einem kräftigen Vorstoß von absinkender Kaltluft mit noch mächtigen Cumulonimben, Gewittern und Regenschauern. In der Höhe etablierte  sich ein Trog über der Region und so war es am 16. trotz des hohen Luftdrucks überwiegend bewölkt, kühl mit lokalen Schauern. Für diesen Tag zeigten der Index 1 und der Premeteo-Index eine deutliche Diskrepanz. Der Luftdruckverlauf bestätigte den Index 1, der negative Wert des Premeteo-Index kam aus den Symmetrien und hier ließ eine konsequentere Beachtung der Rangordnung eine Korrektur zu. Das Azorenhoch dehnte sich im südwestdeutschen Bereich flach aus, während der nördliche Teil Deutschlands von Skandinavien her unter Tiefdruckeinfluss stand.  Während es am 17. durchgehend stark bewölkt, aber trocken blieb, gab es am 18. nochmal verbreitet Sonnenschein.
Tiefdruckphase 4: Erst am 19. griff die zyklonale Strömung von T-Richard über dem südlichen Nordmeer auf den west- und mitteleuropäischen Raum über und brachte am Nachmittag lokal kräftige Schauer.
Hochdruckphase 5: Am 20. bildete sich über den Alpen eine kleine Hochdruckzelle aus und zugleich dehnte sich das Azorenhoch in einem schmalen Keil über NW-Frankreich, Südengland biis in die Nordsee aus. Trotzdem gab es vereinzelt Regenschauer. Der Premeteo-Index war mit -16 Punkten für diesen Tag eine Fehlprognose. Das Kosmogramm zeigt dass Merkur, Venus und Mars in einer Dreifachkonjunktion im Bereich „Stier“ beisammenstehen. Es fand in diesem Zusammenhang das Erdbeben in der Türkei statt. Während Merkur 0° Mars ein T-Aspekt ist, ist Venus 0° Mars ein H-Aspekt. Das Kosmogramm zeigt, dass diese Konstellation vom 19. bis zum 24. andauerte.
Eine Besonderheit des Monats Mai 2011 ist zusätzlich, dass sich Merkur und Venus vom 6. bis zum 21. im Konjunktionsbereich (Positionsdifferenz <1°) befanden. Am 9. und am 16. wurde die Konjunktion jeweils ganz exakt.
Tiefdruckphase 5: Die Hochdruckzelle Yasmina über dem nördlichen Deutschland ließ den Luftdruck allgemein noch leicht ansteigen, während der sw-deutsche Raum am 21. in dem flachen Tiefausläuferbereich lag, der mit dem Tief Richard über N-Russland zusammenhing. Eine seltene Formation.  Am 22. war es der schwach zyklonale Einfluss des Tiefs Tronje bei Schottland, der die Atmosphäre labilisierte und ab Mittag Gewitterzellen entstehen ließ. Verglichen mit dem Premeteo-Index war die Tiefdruckströmung zu flach und es gab ingesamt weniger Bewölkung und Niederschlag als die prognostizierten Wettersymbole erwarten ließen.
Hochdruckphase 6: Am 23. setzte sich schon Hoch Zinnia von Frankreich kommend durch. Der Premeteo-Index war mit -6 angeben, aber es lag eine Fehleintragung bei den Symmetrien vor, korrigiert hatte er den Wert +3. Die Hochphase hielt bis zu 25. an.
Tiefdruckphase 6: Am 26. und 27. setzte sich Tief Viktor von Norden her durch. Diese beiden Tage waren eine Fehlprognose durch den Premeteo-Index, der mit +26 und +9 eine deutliche H-Lage angezeigt hatte. Zwei 144°-Symmetrien, an denen Saturn und Merkur beteiligt waren, zeigten keine Präsenz. Warum, kann nicht geklärt werden. Anwesend waren zwei Asteroiden-T-Aspekte CER 120 VAR Tf* (wurde wegen Cer 30 Eri H* nicht berechnet) und PAL 150 JUN T*, die möglicherweise einen besonders starken Lokalbezug haben. Außerdem war die Symmetrie Mar 134 Mak GaZ  (13) H  T  T?* -7? vorhanden. Bei einer entsprechenden Korrektur hätte der Index +8 betragen können. Am 27. stieg der Druck bereits wieder an.
Hochdruckphase 7: Am 28. und 29. brachte Hoch Birgit eine antizyklonale Strömung.
Tiefdruckphase 7: Am 30. herrschte noch überall in der Region den ganzen Tag die Sonne bei recht trockener Atmosphäre, doch fiel der Druck, und die 13 MEZ Karte zeigte bereits eine leicht zyklonale Strömung an, weshalb dieser Tag schon zu den zyklonalen gerechnet wurde. Auffallend sind die beiden Symmetrien Mer 60 Var Cer  (17) H  A  Tf*( -14, wurde wegen Cer 30 Eri H* nicht berechnet wie am 26.!) und  Qua 150 Var Mer  (01) Tst*  A  H -14 (könnte wahrscheinlich stärker bewertet werden).
Am 31. war es am Vormittag lokal noch teils heiter, teils bewölkt und erst ab Nachmittag setzte ein sanfter und ausdauernder Regen ein.

Zusammenfassung: Der Mai war konstellatorisch ein besonderer und auffallender Monat, da sich Merkur und Venus vom 6. bis zum 22. in Konjunktion befanden. Unter anderen dadurch kam es zu insgesamt vier Dreifachkonjunktionen: Am 1. zwischen Mars-Jupiter-Eri, am 9. zwischen Eris-Merkur-Venus, am 11. zwischen Jupiter-Merkur-Venus (Erdbeben Spanien), und am 20. zwischen Merkur-Venus-Mars (Erdbeben Türkei). Die vom Premeteo-Index prognostizierten Tiefdruckwetterlagen traten nur in sehr abgeflachter Version oder garnicht auf. Damit war die monatliche Witterungstendenz, wie sie in der Jahresvorschau 2011 charakterisiert war, nicht erfüllt.
An 13 Tagen stimmte das Indexvorzeichen nicht mit der Wetterlage überein, jedoch war an 8 Tagen der Index dabei aber im flachen Bereich, so dass es letztendlich nur 5 falsche Prognosen durch die Wettersymbole gab. Insgesamt war die Bewölkung meist geringer, als durch die Symbole angegeben und es blieb zu trocken.

Gemessen daran, dass erfahrungsgemäß die meisten Fehlprognosen in Zeiträumen mit viel Konjunktionen liegen, ist der Mai 2011 doch noch glimpflich abgelaufen. Im Monatsmittel war der Premeteo-Index pro Tag bei den realen Tiefdruckphasen dennoch wie erwartet negativ und bei den Hochdruckphasen wenigstens noch ganz flach positiv. Es gab 12 Konjunktionen und nur 3 Oppositionen, also vier mal soviel Konjunktionen wie Oppositionen und doch überwogen überraschender Weise die antizyklonalen Strömungen.


Im Mai 2011 befand sich SW-D an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +12, was einer Indexzahl von +0,6 pro Tag entspricht.

An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -66, was einer Indexzahl pro Tag von – 6,0 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 Tagen falsch (am 7., 8., 21., 22. und 27.) an 11 Tagen richtig und an 15 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 17 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -11,8 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 14 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +10,5 pro Tag.

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2011-05.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.