November 2011

Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf November 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Besonderheiten des Monats: Vom 30.10.2011 bis 15.11.2011 befanden sich Merkur und Venus in einer fast-exakten Konjunktion, ohne dass diese exakt wurde. Am 8. und 9. war die Konjunktion auf 4' genau. Am 18. und 19. befand sich Mars in Konjunktion mit Orcus.

Hochdruckphase 1: Hoch Viola über O-Europa bestimmte am 1. und 2. das Wetter. Der Premeteo-Index summierte auf -26 und war für diese beiden Tage eine Fehlprognose. Dies hing noch mit dem handwerklichen Fehler vom 31. Oktober zusammen, der dort beschrieben wurde. Der korrekte Index für den 1. und 2. November hätte 0 und -4 betragen.
Tiefdruckphase 1: Am 3. November hatte der Premeteo-Index den hohen Wert von +26, doch verlor Hoch Viola im Laufe des Vormittags an Einfluss und Tief Qinn übernahm die Regie, so dass dieser Tag als Fehlprognose eingestuft werden musste. Merkur und Venus, die sich in fast exakter Konjunktion befinden, bildeten mehrere  T-Aspekte, die aber nicht in den Index eingingen. Besonders betroffen war der Mittelmeerraum um den Golf von Genua, wo es zu heftigen bis katastrophalen Niederschlägen am 4. und 5. kam. Tief Rolf bildete sich über Frankreich und bestimmte die Tiefdruckphase bis zum 7. Der Premeteo-Index war für Tief Rolf mit negativen Werten von -17 und -12 vertreten, doch summierte der Index über die ganze Phase nur auf 0.
Hochdruckphase 2: Am 8. kam die Region in den Einflussbereich von Hoch Xenia über S-Skandinavien und auch der Index bewegte wieder in den positiven Bereich. Bis zum 11. brachte der Hochdruck zunächst verbreitet Nebel. Am 12. verstärkte sich Hoch Xenia und an diesem einzigen Tag gab es einen deutlichen Rückgang des Nebels in der Region. Der Premeteo-Index fiel jedoch am 12. und 13. steil ab in den negativen Bereich und war für diese beiden Tage eine komplette Fehlprognose. Da stiftete die Venus-Merkur- Konjunktion Verwirrung mit Ven 72° GSZ  als T-Aspekt am 13. und Mer 72° GSZ als Hf-Aspekt am 14. (Hf = besonders starker Hochdruckaspekt in vergangenen Wetterabläufen.) Venus hat eigentlich die höhere Rangordnung, aber der Merkur-Hf-Aspekt offensichtlich den stärkeren Lokalbezug, so dass es dadurch zu einer Umkehrung aller Verhältnisse rückwirkend bis zum 12. kam. Alle T-Symmetrien von Merkur und Venus fielen damit weg, wenn der Merkur-GSZ-Aspekt den höchsten Rang hatte. Hier fehlte die Erfahrung. So bildete sich die Luftdruckkurve gerade entgegengesetzt zum Premeteo-Index aus. Im Mai 2011 gab es einen ähnlichen Fall und führte auch zu Fehlprognosen. Vom 15. bis zum 17. war die antizyklonale Lage wieder in Übereinstimmung mit dem positiven Index.
Die vom Premeteo-Index angezeigte, aber ausgefallene Tiefdruckphase vom 18. und 19. kam wiederum bei einer Konjunktion zustande. Dieses Mal stand Mars in 0° mit dem Kuiperianer Orcus und beide bildeten zusammen einen Winkel von 45° zu Haumea, ebenfalls im Kuipergürtel. Die Mars-Aspekte zu Orcus und Haumea sind beide in der Vergangenheit als H-Aspekte registriert worden. Der fast-exakte 45°-Aspekt zwischen Orcus und Haumea ist jedoch ein Tiefdruckaspekt, der in dieser Kombination zwischen Orcus, Haumea und Mars als ausgelöster Aspekt entsprechend den Premeteo-Regeln die höchste Rangordnung hatte und daher wurde die ganze Konstellation mit je -11 Punkten für beide Tage berechnet. Wenn Mars mit seinen Aspekten jedoch der größere Lokalbezug zukam, dann hätten seine H-Impulse den Wetterverlauf geprägt. (Dies könnte man aus vergangenen Wetterabläufen durchaus recherchieren, doch steht Premeteo zurzeit hierfür nicht die finanzielle und personelle Ausstattung zur Verfügung.)
Der 20. mit positivem Index war geprägt vom Exaktwerden des 120°-H-Aspekt zwischen dem Galaktischen Zentrum (GaZ) und dem Mondapogäum, der sich vom 12. bis zum 29. November im 1°-Genauigkeitsbereich befand. Er wird am 24. durch die Konjunktion von Venus mit dem GaZ noch mal ausgelöst, was mit einem starken Druckanstieg verbunden war und es entstand ein Hochdruck-Kern über Frankreich.
Dies könnte auch eine Rolle gespielt haben für die Fehlprognosetage vom 21. bis 23. Da der Luftdruck am 22. sein Minimum erreichte, zeigte sich hier wenigstens wieder formal ein Anklang zum Verlauf des Premeteo-Index.
Am 24. und 25. stand bei hohem Luftdruck der Index wieder im Einklang mit der Wetterlage, am 26. und 27. jedoch wieder nicht. Hoch-Afra beherrschte das ganze südliche Europa von Frankreich über Spanien, Italien bis Balkan und dehnte sich über die Alpen bis in die Südhälfte Deutschlands aus, während der Norden unter dem Einfluss des starken Tiefs Yoda stand. Im Druckverlauf zeichnete sich der Zusammenhang zum Premeteo-Index zwar ab, aber die Wetterlage blieb über SW-Deutschland antizyklonal. Erst am Abend des 27. drangen Wolkenfelder des Tiefs vorübergehend in die Region ein. Die Hochdruckwetterlage blieb auch die letzten Tage des November 2011 antizyklonal, aber es zeichneten sich die Schwankungen des Premeteo-Index im Luftdruckverlauf wenigstens ab und es kam zum Durchzug von Wolkenfeldern, die vereinzelt ein wenig Niederschlag in der Region brachten.
Der Premeteo-Index summierte durch die zahlreichen, oben beschriebenen Fehlprognosen auf -22.


Zusammenfassung:
Die Premeteo-Index-Prognose für den November 2011 muss, bezüglich der Gesamttendenz des Monats, die in der Jahresvorschau 2011 angegeben wurde,  leider als Fehlprognose eingestuft werden. Nur an 15 Tagen stimmte das Indexvorzeichen mit der Wetterlage überein.

Abgesehen von den ersten zwei Tagen des Monats, an denen die Fehlprognose auf einen handwerklichen Fehler zurückzuführen war, war, hatten sieben Fehlprognosetage direkt mit der lang anhaltenden Merkur-Venus-Konjunktion zu tun und mit der Konjunktion von Mars und Orcus.

Während der 23-tägigen Hochdruckphase vom 8. bis 30. November gab es durchaus einen deutlichen Überschuss von 34 H-Aspekten gegenüber 20 T-Aspekten. Auffallend war auch die ungewöhnlich hohe Zahl von fünf Hf-Aspekten  (Hf = besonders starker Hochdruckaspekt in vergangenen Wetterabläufen) und 11 H*-Aspekten (H* = Hochdruckaspekt zwischen Planeten ab dem Asteroidengürtel) gegenüber nur drei T*- und einem Tf-Aspekt während dieser Phase. Dass durch den Premeteo-Index dann doch vier Tiefdruckphasen errechnet wurden, die nicht eintrafen, hängt damit zusammen, dass durch die Rangordnungsregeln des Index die T-Aspekte zum Zuge kamen und ein Teil der H-Aspekte unterdrückt wurde. Das ist eine spezielle, immer wieder bei Konjunktionen auftretende Problematik.

Hf-Aspekte müssen als Aspekte mit besonders starkem Lokalbezug aufgefasst werden, die in Einzelfällen höherrangige Aspekte des gleichen Planeten mit entgegen gesetztem Impuls dominieren. Leider konnte zu diesem Thema noch keine extra Studie durchgeführt werden, so dass diese Fehlerquelle noch eine Zeitlang für den Premeteo-Index erhalten bleiben wird.


SW-D befand sich an 25 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -48, was einer Indexzahl von -1,92 pro Tag entspricht.

An 5 Tagen lag eine zyklonale Strömung vor. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 0.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 1., 2., 12., 27.), an 13 Tagen richtig und an 13 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 16 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -12,3 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 14 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +10,6 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.