September 2011

Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das obere Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war. Das untere Diagramm zeigt den korrigierten Premeteo-Index nach dem real eingetretenen Wetterverlauf, wenn Indexierungsfehler entdeckt wurden oder durch die Fehlprognosen eine teilweise Änderung der Prognoseregeln für künftige Prognosen sinnvoll erschien.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf September 2011 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Tiefdruckphase 1: Am ersten Tag des Monats lag SW-D im Einflussbereich von Tief Coppelius über NW-Spanien. Der Premeteo-Index betrug -14.
Hochdruckphase 1: Am 2. und 3. September übernahm Hoch Nina die Regie, doch kommt es am Abend des 3. schon zu Gewittern. Der Premeteo-Index summierte auf +11.
Tiefdruckphase 2: Am 4. bei noch positivem Index von +8 befand sich die Region bereits im Einflussbereich von Tief ex Irene bei Island und es kam zu starken Niederschlägen ab Nachmittag, so dass dieser Tag als Fehlprognose verbucht werden musste. Tief Dieter bestimmte am 5. die Witterung. Der Premeteo-Index summierte auf -5.
Hochdruckphase 2: Am 6. unterbrach in der Bodenschicht ein Zwischenhoch (ZWH) die zyklonale Lage, die auf 500 hpa erhalten blieb. Es wurde auffällig: Ven 90 Kn1 AK und Ven 150 Apo TK. Der Premeteo-Index betrug -6 und der Tag musste als Fehlprognose eingestuft werden.
Tiefdruckphase 3: Am 7. setzte sich Tief Erich vom Nordmeer über Deutschland durch und brachte nochmal reichlich Niederschlag. Der Premeteo-Index war mit -1 nur flach negativ gewesen.
Hochdruckphase 3: Vom 8. bis zum 10. wanderte Hoch Oldenburgia vom Atlantik  zum Balkan. Ausgiebigen Sonnenschein gab es aber erst am letzten Tag und die Temperaturen stiegen lokal nochmal auf 30°C an. Der Premeteo-Index summierte auf +14.
Tiefdruckphase 4: Tief Frank westlich Schottlands dehnte sich am 11. bis nach Deutschland aus. Am Vormittag war es im Süden der Region noch sehr warm und locker bewölkt, im Norden der Region war es schon dicht bewölkt und es kam lokal zu starken Niederschlägen. Der Premeteo-Index betrug -18.
Hochdruckphase 4: Am 12. unterbrach ein Zwischenhoch (ZWH)  in der Bodenschicht ähnlich wie am 6. die zyklonale Lage, die auf 500 hpa erhalten blieb. Es war auffällig, dass die Sonne die gleichen Aspekte bildete wie Venus am 6., Son 90 Kn1 AK und Son 150 Apo A. Der 12. musste daher sowohl beim Index, der -10 betrug,  als auch bei der Symbolprognose als Fehlprognose eingestuft werden.
Tiefdruckphase 5: Am 13. befand sich der süddeutsche Raum  nur im flachen Randbereich des Tief ex Katja über S-Norwegen und die Zuordnung zur zyklonalen Strömung ist etwas problematisch. Doch ist es im Unterschied zum Vortag überall in der Region überwiegend dicht bewölkt und es kommt auch lokal zu Niederschlag. Daher erschien die Zuordnung gerechtfertigt. Der Premeteo-Index betrug -16.
Hochdruckphase 5: Am 14. hatte sich bei einem Index von -8 wieder das Azoren-Hoch über der Südhälfte Deutschlands ausgedehnt. Es war zeitweise noch recht stark bewölkt, so dass dieser Tag zwar in Bezug auf den Index eine Fehlprognose darstellte, während das Wettersymbol doch tendenziell richtig war. Ursache war die im Wetterschlüssel als starker T-Aspekt eingetragene Winkelbeziehung Ceres 120° Varuna (Fehleintragung. Am 15. hatte sich mit Kern über Frankreich eine geschlossene H-Zelle ausgebildet und bekam von der Berliner Wetterkarte den Namen Paula. Der Index 1 war mit +18 durch die beiden exakten Aspekte Uranus 150° Orcus und Sonne 150° Eris  besonders hoch und bestätigte sich in dem sonnigen Wetter, d.h. er setzte sich gegenüber einer Venus-T-Symmetrie zwischen dem Galaktischen Superzentrum und Makemake augenscheinlich in der Bodenatmosphäre durch. Entsprechend dem Index  beherrschte auch am 16. noch Hoch Paula die Region. Der Premeteo-Index summierte aber über die ganze Phase nur auf +1. Das Wetter war insgesamt freundlicher als durch die Wettersymbole prognostiziert.
Tiefdruckphase 6: Am 17. dehnte sich Tief George entsprechend dem Premeteo-Index über Deutschland aus. Es war überwiegend dicht bewölkt und sehr warm. Die Niederschläge setzten erst in der Nacht ein und fielen lokal sehr ergiebig aus. Der Premeteo-Index betrug -10.
Hochdruckphase 6: Der tiefste Druck und die stärksten Niederschläge durch Tief George wurden erst am Morgen des 18. erreicht, doch stellten die Boden-Isobaren bis zum Mittag schon bis in die Region von Kassel hinauf auf antizyklonal um, wobei sie sich im Alpenvorland allerdings stark verdichteten. Daher konnte dieser Tag trotz der starken Bewölkung und den Niederschlägen schon als überwiegend antizyklonal eingestuft werden. Dies deckte sich mit dem Premeteo-Index. Am 19. war um Mitternacht am Boden ein schmaler Hochkeil über den Alpen vorhanden, der Luftdruck war noch relativ niedrig, bei kräftiger Bewölkung, vereinzelten Schauern und stieg erst am Nachmittag deutlich an. Die Höhenkarte zeigte ein ausgeprägtes Tief über ganz Europa. Diese Tage waren gekennzeichnet von der Dreifachkonjunktion von Juno, Saturn und Haumea. Die Konjunktion von Juno mit Saturn ist ein Tief-Aspekt, mit Haumea ein H-Aspekt. Die Hochdruckwetterlage hielt weiter an, auch über den 21. und 23., beide mit einem Premeteo-Index von -11, daher Fehlprognosen. (Grund war, dass im Index 3 am 21, 24. und 25 der Auslöseaspekt Mak 90 Gaz eingerechnet worden war. Er hätte wie beim August nicht eingerechnet werden dürfen. Die drei Fälle waren übersehen worden.) In der Höhe ging die Atmosphäre in eine Westströmung über und der Druck fiel leicht, wie das Diagramm zeigt. Am 26. kam es zu einem sehr starken Anstieg des Premeteo-Index, und der Verlauf des Luftdrucks im Verhältnis zum geglätteten Index spiegelte das wieder. Nach Hoch Renee übernahm Hoch Sepideh bis zum Ende des Monats die Regentschaft über ganz Europa. Der Premeteo-Index summierte auf +127.
(Die Namen der Hoch- und Tiefdruckgebiete werden von der Berliner Wetterkarte verliehen. Laut Wikipedia ist Sepideh ein weiblicher Vorname aus dem Persischen und bedeutet „Morgendämmerung“.)

Zusammenfassung:
An insgesamt acht Tagen, hatte das Premeteo-Index-Vorzeichen nicht mit den realen Wetterlagen übereingestimmt.
An sieben Tagen mit Hochdruckströmung war der Premeteo-Index negativ, an einem Tag mit Tiefdruckströmung positiv prognostiziert worden . Da  die Fehlprognosen fast einseitig zu Lasten der erwarteten Tiefdruckströmungen gingen, fiel der September trockner und sonniger aus, als in der Monatstendenz erwartet. Trotzdem waren nur drei der Wettersymbole falsch prognostiziert, wie unten angegeben, und der Premeteo-Index zeigte einen deutlichen Zusammenhang mit dem Verlauf der Wetterlagen. Auch die Angabe in der Jahresvorschau 2011, dass die zweite Monatshälfte stabiler als die erste sein würde, hat sich voll und ganz bewahrheitet.

SW-D befand sich an 23 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +137, was einer Indexzahl von +6,0 pro Tag entspricht.

An 7 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -64, was einer Indexzahl pro Tag von -9,14 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 12., 23., 25.), an 13 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 14 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -9,2 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 16 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +12,6 pro Tag.

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2011-09.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.