April 2012

Auswertung 04/2012
Auswertung 04/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf April 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Das zweite, korrigierte Index-Auswertungsdiagramm wurde zwischen dem 11. und 20. gemäß den Angaben im Text gegenüber der Originalprognose korrigiert.)


Hochdruckphase 1: Hoch Harry bestimmte auch noch mit viel Sonne die ersten beiden Tage des Monats. Der Premeteo-Index summierte auf +21.
Tiefdruckphase 1: Am 3. war es noch überwiegend sonnig, doch setzten sich die beiden Tiefdruckaspekte aus Index 1, Ves 135° Orc und Son 30° Jup, die schon in der Nacht exakt geworden waren, bis zum Spätnachmittag durch. GaZ 135° Apo H* vom Vorabend bestimmte dagegen noch den Premeteo-Index. Am 4. kam der positive Premeteo-Index lediglich aus einer Symmetrie, an der Chiron beteiligt und die möglicherweise nicht aktiv war. Tief Gritt über Biskaya bestimmte die folgenden Tage das Wetter und bis zum 7. bildete sich auf 500 hpa ein auffallend starker Trog über  ganz Europa und Russland aus, mit einem Kern über NW-Russland und einem Kern über der Iberischen Halbinsel, Am 6. und 7. waren zwei Neptun-Aspekte exakt geworden, die in den letzten 130 Jahren noch nie aufgetreten waren: Nep 150° GSZ und Neptun 180° Orc. Es sieht so aus, als ob beide einen Tiefdruckimpuls tragen, aber sicher ist es nicht, da auch ohne diese beiden Aspekte der Premeteo-Index für diese Tage im negativen Bereich verläuft, jedoch könnte man aus der starken Zyklonalität, die in der Höhenkarte auftrat, darauf schließen. Der Premeteo-Index summierte auf -14.
Hochdruckphase 2: Am 8., dem Ostersonntag, kam es an der Rückseite von Tief Yvonne über dem Baltikum zu einem Zustrom sehr kalter Luft, die am Vormittag über dem Süden von Baden-Württemberg noch zu etwas Schneefall führte. Das Absinken der kalten Luft führte zu einer vorübergehenden Antizyklonalität der Atmosphäre über unserer Region. Der Premeteo-Index betrug +3.
Tiefdruckphase 2: Am 9. dehnte Tief Jacqueline über Island im Laufe des Tages seine zyklonale Strömung bis nach SW-D aus und bestimmte auch am 10. mit der Zufuhr warmer Luftmassen das Wetter. Auch am 11. und 12., zwei Tage mit besonders hohem, positivem Premeteo-Index blieb die zyklonale Wetterlage erhalten. An diesen Tagen vollzog sich die Dreifachkonjunktion von Sonne-Vesta-Eris und wie leider so häufig, traten bei diesen starken Konstellationen Wetterfehlprognosen, aber auch Erdbeben auf. Am 11. um 8:38 fand ein Seebeben von 8,6 Stärke vor der Küste Sumatras statt. Die Konjunktionen von Sonne und Vesta mit Eris lösten zwei noch unbekannte Kuipergürtel-Aspekte aus: Eris 30° Sedna  und Varuna 90° Eris. Der Wetterverlauf vom 11. bis zum 15., dem letzten Tag der Konjunktion mit Vesta, deutete innerhalb der Gesamtkonstellation darauf hin, dass Varuna 90° Vesta ein Tiefdruckaspekt ist. Auf Grund seines hohen Rangs nimmt dann der korrigierte Premeteo-Index  dann entsprechend stark negative Werte an, wie im unteren Korrektur-Diagramm zu sehen ist.
Der Premeteo-Index summierte vom 9. bis zum 12. April 2012 auf +92 und war damit die schlimmste Fehlprognose für eine Tiefdruckphase seit Bestehen des Premeteo-Index!
Hochdruckphase 3: Am 13. wirkte das Azorenhoch mit sonnigem Wetter flach bis nach SW-D. Der Premeteo-Index betrug +16.
Tiefdruckphase 3: Der 14. und 15. wurden vom Mittelmeertief Lucia bestimmt. Am Vorabend war der Tiefdruckaspekt Vesta 90° Varuna exakt geworden und vertiefte offensichtlich dadurch Eris 90° Varuna. Der Premeteo-Index hingegen war positiv und summierte auf +17
Hochdruckphase 4: Am 16. und 17. nahm noch mal das Azorenhoch Einfluss auf W-Europa und brachte am 17. auch Sonnenschein. Der Index summierte auf +18.
Tiefdruckphase 4: Schon am 17. hatte starker Druckfall eingesetzt und entgegen dem Premeteo-Index setzte sich eine zyklonale Strömung durch Tief Madeleine über Großbritannien durch. Am 17. und 18. gab es zwei Konjunktionssymmetrien der Sonne mit 5° und 4° an denen Eris, Vesta und Ceres beteiligt waren und die samt ihren Auslöseaspekten nicht berechnet wurden, weil seit März dieses Jahres Konjunktionssymmetrien nur noch bis 3° zugelassen wurden. Das könnte zumindest bei Beteiligung der Sonne eine Fehlentscheidung gewesen sein. Das korrigierte Diagramm zeigt, wie der Index ausgesehen hätte, wenn die Symmetrien einbezogen worden wären.
Tief Madeleine wurde über Großbritannien stationär, okkludierte und verursachte über ganz Europa ungewöhnlich tiefen Luftdruck und ein wechselhaftes Aprilwetter mit Sonne und Schauern. Am 20. hätte im Index 1 ERI 135 KN1 H* +11 möglicherweise wegen dem noch unbekannten Aspekt Eris 30 Sedna nicht angerechnet werden dürfen, wenn dieser auch einen zyklonalen Impuls tragen sollte.
Der Premeteo-Index summierte auf +44.
Hochdruckphase 5: Erst am 22. bewegte sich die okkludierte Madeleine von Großbritannien in die Nordsee. Die Luftmasse blieb die gleiche, ebenso das wechselhafte Aprilwetter mit Sonne und Schauern, aber für diesen einen Tag überwog die flache antizyklonale Strömung vom Azorenhoch über unserer Region.
Tiefdruckphase 5: Seit dem 10. April hatte sich in der Höhenströmung auf 500 hpa ein Trog über W-Europa ausgebildet, dessen Kerngebiet meistens über Großbritannien oder etwas nach NO verschoben über Skandinavien lag. (Unterbrochen war diese zyklonale Höhenströmung nur am 16. und 17. gewesen.) Sie führte nun Tief Olga  am 23. und 24. nach W- und M-Europa, noch immer entgegen dem Verlauf des Premeteo-Index, der weiterhin positiv war.
Diese zyklonale Höhenströmung setzte kosmogeometrisch ein mit der Dreifachkonjunktion von Sonne-Vesta-Eris und mit der Bildung eines geschlossen Dreiecks durch drei Kuipergürtel-Kleinplaneten auf dem Positionsgradniveau zwischen 22° und 23°: Eris auf 22°00'31" Widder, Sedna auf 22°28'21" Stier und Varuna auf 22°16'32" Krebs (9. 4. 2012). Die drei Kleinplaneten waren in dieser langen Phase der Fehlprognosen immer wieder an Aspekten und Symmetrien beteiligt. Merkur 45° Sedna am 24. ist der letzte Aspekt dieser Witterungsphase, der in Beziehung stand zu dem hochrangigen, kosmogeometrischen Dreieck. Am 25. weist "Die Berliner Wetterkarte" auf die Einleitung der großräumigen Umstellung der Strömungskonfiguration hin und Tief Petra, das vom O-Atlantik hereinkommt, steht wieder in Einklang mit dem Premeteo-Index und beeinflusste das Wetter bis zum 26. Der Premeteo-Index summiert auf +15.
Hochdruckphase 6: Hoch Ignaz über der Adria gewann am 27. vorübergehend an Einfluss. Der Premeteo-Index betrug +11.
Tiefdruckphase 6: Am 28. wirkte der Hocheinfluss noch nach und die Zufuhr sehr trockener, warmer Luft von Süden löste alle Bewölkung komplett auf. Der Druck fiel am Nachmittag bereits kräftig und der Tag musste trotz des schönen Wetters schon als überwiegend zyklonal eingestuft werden. In der Nacht zum 29. zog die Bewölkung mit starkem Südwind auf und am Tag kam es lokal  zu Gewittern. Der Luftdruck folgte, wie das Diagramm zeigt, ab dem 26. sehr schön dem Premeteo-Index, doch hatte sich am letzen Tag des Monats , trotz des vielen Sonnenscheins im nördlichen und östlichen Bereich der südwestdeutschen Region, ab Mittag schon eine zyklonale Strömung eingestellt, so dass dieser Tag von der Strömung her auch als Fehlprognose eingeordnet werden musste. Der Premeteo-Index  summierte auf +6.

Zusammenfassung: Der April 2012 war nach dem Dezember 2010 der Monat, der seit Bestehen des Premeteo-Index für eine markante, dauerhafte Tiefdruckströmung, die ganz Europa erfasste , eine fast totale Fehlprognose war für den Zeitraum vom 11. bis zum 24. April. Davor und danach war die Übereinstimmung zum Premeteo-Index recht gut gegeben.

Die Fehlprognose hatte eingesetzt, als sich die Dreifachkonjunktion von Sonne-Vesta-Eris vollzog, die auch mit einem starken Erdbeben einherging. Am 11. um 8:38 fand ein Seebeben von 8,6 Stärke vor der Küste Sumatras statt. Die Konjunktionen von Sonne und Vesta mit Eris lösten zwei noch unbekannte Kuipergürtel-Aspekte aus: Eris 30° Sedna  und Varuna 90° Eris. Der Wetterverlauf vom 11. bis zum 15., dem letzten Tag der Konjunktion mit Vesta, deutete innerhalb der Gesamtkonstellation darauf hin, dass Varuna 90° Vesta ein Tiefdruckaspekt ist. Auf Grund seines hohen Rangs nimmt der korrigierte Premeteo-Index  dann entsprechend stark negative Werte an, wie im unteren Korrektur-Diagramm zu sehen ist. Es hing also alles an diesem einem hochrangigen Aspekt, der, wenn er einen zyklonalen Impuls trägt, aufgrund der Index-Regeln dann negative Werte für den Premeteo-Index gebracht hätte.

Seit dem 10. April hatte sich in der Höhenströmung auf 500 hpa ein Trog über W-Europa ausgebildet, dessen Kerngebiet meistens über Großbritannien oder etwas nach NO verschoben über Skandinavien lag. (Unterbrochen war diese zyklonale Höhenströmung nur am 16. und 17. gewesen.) Diese zyklonale Höhenströmung setzte kosmogeometrisch nicht nur mit der Dreifachkonjunktion von Sonne-Vesta-Eris ein, sondern mit der Bildung eines geschlossen Dreiecks durch drei Kuipergürtel-Kleinplaneten im tropischen Tierkreis auf dem Positionsgradniveau zwischen 22° und 23°: Eris auf 22°00'31" Widder, Sedna auf 22°28'21" Stier und Varuna auf 22°16'32" Krebs (9. 4. 2012). Die drei Kleinplaneten waren in dieser langen Phase der Fehlprognosen immer wieder an Aspekten und Symmetrien beteiligt und weisen auf einen Zusammenhang höherer Art hin, als die Premeteo-Prognoseregeln bisher erfassen können. Da dieses Dreieck noch bis zum 16. Juni 2012 erhalten bleibt, ist mit weiteren Überraschungen zu rechnen, und auch aus den Gründen, die schon in der Sonderinformation zur gegenwärtigen Prognosesicherheit erwähnt wurden.


SW-D befand sich an 8 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +90, was einer Indexzahl von +11,25 pro Tag entspricht.

An 22 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +160, was einer Indexzahl pro Tag von +7,27 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 11., 12., 15., 16., 18., 24.  ), an 12 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 5 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10,4 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 25 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von 11,4 pro Tag.
Die prognostizierte Monatstendenz war also völlig verfehlt!

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.