August 2012

Auswertung 08/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf August 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Am ersten Tag des Monats herrschte noch eine flache, antizyklonale Strömung durch Hoch Yves. Der Premeteo-Index betrug 0.
Tiefdruckphase 1: Tief Ursula westlich Irlands bestimmte am 2. und 3. die Strömung. Lokal gab es sehr starke Niederschläge im Alpenraum. Der Premeteo-Index summierte auf 0, beim alternativen Index auf -12.
Hochdruckphase 2: Am 4. bildete sich eine flache Hochdruckzone über Frankreich, Deutschland bis Osteuropa aus. Der Premeteo-Index betrug +12.
Tiefdruckphase 2: Über der Schweiz und dem Vorarlberg bildete sich am 5. das Tief Viktoria heraus und brachte in unserer Region reichlich Niederschlag. Es zog rasch nach Norden ab. Der Premeteo-Index betrug +2.
Hochdruckphase 3: Die einfließende Kaltluft ließ den Luftdruck am 6. kräftig steigen, brachte noch den ganzen Tag Bewölkung und Schauer, stellte aber wieder eine antizyklonale Strömung her, die in den folgenden Tagen ein nordisch-kühles und sonniges Wetter brachte. Am 9. und 10. war der Premeteo-Index im schwach negativen Bereich, was mit der Höhenwetterkarte noch übereinstimmte, aber in der Bodenschicht hatten die maritim-polaren Kaltluftmassen das großräumige Hoch Zacharias entstehen lassen, das sich nun über ganz Europa ausdehnte. Es wanderte über Skandinavien nach NW-Russland und bestimmte weiterhin unser Wetter. Am 15. befand sich SW-Deutschland zwischen dem mächtigen Tief Xenia über der Biskaya und dem ebenso mächtigen Tief Wilma über Osteuropa. Deutlich zeigte das Satellitenbild um 14 Uhr die dunkle, schmale Absinkzone von Hoch Zacharias, sich bis über unsere Region ausdehnend und die beiden Tiefdruckgebiete von einander trennend. Der Premeteo-Index war mit +30 an diesem Tag besonders hoch. Konstellatorisch lag die Konjunktion von Mars mit Saturn vor, eigentlich ein Tiefdruckaspekt, der aber wegen der Auslösung Sat 90 Var H* nicht einrechnet wurde. Die Strömung über SW-D verblieb zwischen den beiden Tiefdruckgebieten im antizyklonalen Bereich. Es generierte sich Hoch Achim über Mitteldeutschland und bis zum 18. verblieb die südwestdeutsche Region in seinem Einflussbereich. Die gesamte Hochdruckphase umfasste 13 Tage und der Premeteo-Index summierte auf +149.
Tiefdruckphase 3: Am 19. bildete sich am Boden eine Konvergenzzone über Frankreich und stellte die Atmosphäre im Laufe des Tages auch in unserer Region auf eine zyklonale Strömung um. Die Atmosphäre erwärmte sich ungewöhnlich stark, weil die Witterung weiterhin sonnig blieb und die Strömung auf 500 hpa antizyklonal war. Tief Yva bildete sich im Nordseebereich aus. Auch am 20. wurden Temperaturen über 30° C erreicht. Die flache und heiße Tiefdruckwetterlage durch Tief Yva über Skandinavien und Tief Xenia bei Island blieb auch am 21. bestehen.
Der Premeteo-Index summierte auf -18.
Hochdruckphase 4: Am 22. stellte im Laufe des Vormittags das Azorenhoch die Strömung auf eine antizyklonale Lage um und beherrschte auch am nächsten Tag  noch weitgehend das Wetter. Der Premeteo-Index summierte auf +18.
Tiefdruckphase 4: Entgegen dem Premeteo-Index, der am 24. auf +40 anstieg, bildete sich nun im Luftmassengrenzbereich zwischen subtropischer und maritim-polarer Luft das flache Tiefdruckgebiet Zita über Frankreich aus. Der hohe Index kam durch die Symmetrie Cer 72 Pal Orc (06) H*  H*  H* +14 und die aktuell exakten H-Aspekte von CER 72 ORC, CER 72 PAL, CHI 45 ERI und SON 180 NEP zustande. Als unsicherer Kandidat bezüglich der Impulszuordnung könnte dabei nur der Chiron-Aspekt gelten. Weiterhin trat der T-Aspekt SON 144 URA auf, der wegen des Sonne-Neptun-Aspekts nicht angerechnet wurde. Die zeitnahe Konstellationspräsenz von Ceres, Sonne und Neptun ging mit einem Überwärmungseffekt innerhalb der antizyklonalen Impulsierung einher und die thermodynamischen Prozesse wurden dominant.
Hochdruckphase 5: Noch verbunden mit Regenschauern stellte sich am 25. im Laufe des Vormittags durch das Azorenhoch die Strömung auf antizyklonal um. Am 26. bewegte sich langsam der Kern der Hochdruckzelle Burckhard über Frankreich und überquerte Deutschland am 27. Dieser Tag war mit einem Premeteo-Index von   -8 allerdings ein einzelner negativer Tag zwischen zwei positiven. Orc 45 Hau T* war sowohl in Index 2 als auch Index 3 vertreten bei gleichzeitiger  Konjunktion von Sonne mit Orcus. Dieser H-Aspekt des Zentralgestirns hatte offensichtlich die oberste Priorität. Am 28. lag der Kern von Hoch Burckhard über Österreich und beeinflusste weiterhin unser Wetter bis zum 29. Der Premeteo-Index summierte auf +41.
Tiefdruckphase 5: Tief Christine prägte am 30. und 31. das Wetter. Es begann mit einem Gewitter und die Region wurde anschließend von einer dichten und sich zäh bewegenden Wolkenschicht überzogen. Auch am 31. fiel noch etwas Regen und dieser Tag war bezüglich des Premeteo-Index ein Fehlprognosetag. Der positive Index kam aus Index 3 durch den Auslöseaspekt Chi 30 Ura der Pallas-Uranus-Konjunktion. Der Premeteo-Index summierte über beide Tage auf +1.

Zusammenfassung:

Mit 23 richtig prognostizierten Tagen bezüglich der zyklonalen bzw. antizyklonalen Strömung und nur drei falschen Wetterprognosesymbolen war der August ein gelungener Prognosemonat. Dass die mittlere Indexzahl pro Tag für die Tiefdruckströmungen nicht wie zu erwarten im negativen Bereich lag, sondern mit +2,78 leicht positiv ausfiel, liegt allein an dem einen Fehlprognosetag, dem 24., der mit +40 ungewöhnlich hoch lag und die Statistik "ruinierte". Ohne ihn wäre für die Tiefdurchgänge ein negativer Wert erreicht worden.
Alle anderen Fehlprognosetage ereigneten sich bei flachem Premeteo-Index kleiner ±10.


SW-D befand sich an 22 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +220, was einer Indexzahl von +10 pro Tag entspricht.

An 9 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +25, was einer Indexzahl pro Tag von +2,78 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 6., 24., 26.), an 12 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 11 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -4,3 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 20 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von 14,6 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.