Dezember 2012

Auswertung 12/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Dezember 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Hoch Peng bestimmte aufgrund der kalten Luftmasse am ersten Tag des Monats noch die Strömung. Erst am Nachmittag zogen die Schleierwolken von Tief Iris auf. Es ist noch nicht klar, ob der  alternative Premeteo-Index für diesen Tag die bessere Variante gewesen wäre, das heißt ohne die Auslösung von Chi 72 Qua T*-8, da Realisierungsverzögerungen der Impulse um einen Tag relativ häufig vorkommen. Der Premeteo-Index betrug -11.
Tiefdruckphase 1: So setzte sich Tief Iris gegenüber dem Premeteo-Index erst mit einem Tag Verzögerung durch. Gemäß dem Premeteo-Index kam es am 3. zu einem deutlichen Druckanstieg, aber die Strömung blieb zyklonal. Am 4. und 5. übernahm Tief Johanna über der Ostsee mit deutlichem Druckfall die Regie. Dieser kräftige Tiefdurchgang zeigte sich im Verlauf des Premeteo-Index nicht, der sich an diesen beiden Tagen noch im flach positiven Bereich bewegte. Einziger exakter T-Aspekt war Ven 45 Mak T in Begleitung von Ven 135 Cer AW. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Tiefdruckphase auf -5.
Hochdruckphase 2: Am 6. vollzog sich bei einem Premeteo-Index von + 24 der Umschwung in die antizyklonale Strömung von Hoch Quincy. Der höchste Druck wurde gegen 18 Uhr erreicht. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +24. Dies war in Übereinstimmung, doch zeichnete sich dieser Tag durch das erste Auftreten einer der Konjunktionssymmetrien aus, an der Quaoar beteiligt war, die im Laufe des Dezember 2012 insgesamt zehn Mal exakt wurden, und in deren Gefolge es zu Tiefdruckdurchgängen kam, die dem Premeteo-Index in den meisten Fällen widersprachen.
Tiefdruckphase 2: Im Laufe des Vormittags des 7. Dezember, bei einem Premeteo-Index von +8, dehnte sich Tief Karin von den Britischen Inseln über Westeuropa aus. Am Nachmittag setzte in unserer Region starker Schneefall ein, das Druckminimum wurde gegen 17 Uhr erreicht. Der T-Aspekt Mer 120 Var zusammen mit Mer 0 KN1 erwies sich lokal stärker als Mar 45 Nep Hf. Der Premeteo-Index betrug +8, war aber gegenüber Vortag steil abgefallen.
Hochdruckphase 3: Am 8. stieg der Luftdruck wieder kräftig an und die Strömung stellte sich bis Mittag schon wieder auf antizyklonal um. Hoch Richard über dem Ostatlantik bestimmte auch am 9. noch überwiegend die Strömung. Der Premeteo-Index summierte auf +8.
Tiefdruckphase 3: Gegenüber dem Talpunkt der Premeteo-Indexkurve, die aber im flach positiven Bereich verblieb, setzte die zyklonale Strömung durch Tief Marie über Norddeutschland mit Verspätung am Nachmittag des 9. ein und bestimmte die Wetterlage des 10. Dezember. Es fiel in der ganzen Region Schnee. Der Premeteo-Index lag bei +6.
Hochdruckphase 4: Entsprechend dem Premeteo-Index zog schon am nächsten Tag, am 11., Hoch Schorsch von den Britischen Inseln nach Deutschland und bescherte  am 12. einen sonnigen Tag. Der Premeteo-Index summierte auf +29.
Tiefdruckphase 4: Am 13. hatte sich bis zum Mittag die Strömung wieder zyklonalisiert durch Tief Nicki über dem Nordatlantik. Dies war in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index. Seit dem 12. herrschte das Kältehoch Thomas über Russland. Am 14. wurden 6 T-Aspekte für unsere Region exakt. Für 24 Stunden eine ungewöhnliche Häufung (6 Merkur- und 6 Venus-T-Aspekte).Nicki vertiefte sich über dem Atlantik zu einer mächtigen Warmluftzyklone in dem Maß, wie sich auch das blockierende Hoch Thomas mit seinen kalten Luftmassen über Russland festigte. Ab dem 15. grenzten die beiden großen polaren Strömungsgebilde über dem baltischen und osteuropäischen Raum aneinander und ab diesem Tag zeigte der Premeteo-Index eine antizyklonale Strömung für unsere Region an, die sich aber nicht realisieren konnte. Am 16. befand sich der südwestdeutsche Raum zwar in einer schwachen Divergenzzone doch musste die Gesamtwetterlage weiterhin als zyklonal eingestuft werden. Hoch Thomas über Russland erreichte dagegen 1060 hpa. Am 15. war die Konjunktion von Sonne und Quaoar als H-Aspekt exakt, gleichzeitig aber auch die dreifache T-Symmetrie zwischen Orcus, Haumea und Merkur. Die Sonne-Quaoar-Konjunktion hatte den Auslöse-T-Aspekt Chi 72 Qua, aber die Regel besagt, dass die direkten Sonnekonjunktionen dominant sind. Außerdem war Chi 72 Qua T*  ein seltener, unsicherer Aspekt, so dass nicht anders berechnet werden konnte. Die Sonne-Ouaoar-Symmetrie am 16. war ebenfalls für den positiven Index mit verantwortlich. Allerdings hätte Mar 144 Ves H +4 nicht berechnet werden dürfen, da Mar 120 Sed T -4 zu dem Zeitpunkt bereits im 1°-Bereich lag. Ab dem 16. trat bei den weiteren Konjunktionssymmetrien mit Quaoar noch zusätzlich der Auslöseaspekt Var 150 Qua T* -11 auf. Auch am 17. befanden wir uns am Südrand des Tiefs Nicki, das sich etwas auffüllte. Hoch Thomas über Russland hatte noch 1050 hpa. Der positive Index kam allein durch die Symmetrie Ven 23 Sat Qua  (01) H*(12/4,5) +14 zustande, der Index 1 lag am 17. bei -4.
Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase also leider auf +48, dennoch war aber für diese Wetterlage die Premeteo-Kernhypothese erfüllt, die besagt, dass eine Tiefdruckphase insgesamt mehr T-Aspekte als H-Aspekte enthalten muss. Es gab tatsächlich einen Überschuss von 4 T-Aspekten! Das heißt, dass vor allem die Symmetrien und Konjunktionsauslöseaspekte in ihrer Interpretation nicht mit der Realität übereinstimmten.
Hochdruckphase 5: Am 18. hatte sich schon Hoch Ulli von Iberien bis in unsere Region ausgedehnt. Der Premeteo-Index belief sich auf +25. Die Höhenströmung war noch zyklonal und es kam weiterhin zu starker Wolkenbildung und Niederschlägen, erst am Nachmittag des 19. zeigte sich wieder die Sonne, aber der Index lag mit -3 schon wieder im flachen, zyklonalen Bereich und Tief Petra über dem Atlantik dehnte sich nach Europa bereits aus. Der Premeteo-Index summierte auf +22.
Tiefdruckphase 5: Am 20. lag um Mitternacht der Kern von Hoch Ulli über Tschechien und im Laufe des vormittags zyklonalisierte sich die Bodenströmung, während auf 500 hpa noch eine antizyklonale Strömung vorherrschte. Index 1 lag  bei -6, aber durch die Konjunktionsymmetrie Cer 2op Son Qua (07) AH*+7 summierte der Premeteo-Index auf +1. Tief Petra bestimmte am 21. die Bodenströmung. Am 22. war SW-D kurzfristig in die antizyklonale Strömung der Iberischen Halbinsel mit einbezogen, bei einem Premeteo-Index von +11, auch die Höhenströmung war antizyklonal, doch am Boden setzte sich bis Mittag schon Tief Quirina vom O-Atlantik durch und bestimmte auch am 23. noch das Wetter. Auf 500 hpa herrschte entsprechend dem Premeteo-Index jedoch eine antizyklonale Strömung. Der Premeteo-Index summierte auf +26.
Hochdruckphase 6: Am 24. bei einem Premeteo-Index von +39 stellte sich vom Mittelmeerraum her nur eine schwache antizyklonale Strömung ein. Merkur bildete am nächsten Tag eine weitere der "verhängnisvollen" Quaoar-Symmetrie mit den T-Auslöseaspekten, die nicht einberechnet worden waren aus den oben genannten Gründen.
Tiefdruckphase 6: So dehnte sich am 25. bereits das Tiefdrucksystem Quirina-Rita mit Kernen über dem Ostatlantik und der Nordsee bis in unsere Region einen Tag lang aus, bei einem Premeteo-Index von +18. Das Diagramm zeigt eine jedoch Korrespondenz zwischen Luftdruck und Index 1, nur dass sich die Realität sozusagen eine Etage tiefer im zyklonalen Bereich abspielte durch eine weitere Quaoar-Symmetrie: Qua 3 GaZ Mer  (21) ?* A .
Hochdruckphase 7: Am 26. ragte ein flacher Hochdruckkeil von der Iberischen Halbinsel mit seiner Warmluft bis nach SW-D. Der Premeteo-Index lag bei +21.
Tiefdruckphase 7: In der Nacht zum 27. kam stürmischer Wind auf und Tief Silvia erreichte kurzfristig unsere Region, noch immer bei einem Premeteo-Index von +21.
Der positive Premeteo-Index kam vollständig aus dem Index 1. Gegen 18 UTC fand allerdings die Merkur-Quaoar-Konjunktion statt.
Hochdruckphase 8: Am 28. dehnte sich erneut das Hoch über der Iberischen Halbinsel bis in unsere Region aus, jetzt mit dem Namen Valentin. In der Höhenströmung fand dagegen ein kurzer Wechsel in den zyklonalen Bereich statt. Der Premeteo-Index betrug 0, aber es wurde an diesem Tag der starke Hf-Aspekt Merkur 150 Varuna exakt. Er war wegen Mer 0 Qua und dessen Auslöse-Aspekt  nicht angerechnet worden.
Tiefdruckphase 8: Schon am 29. schwenkte die Strömung auf zyklonal um. Der Premeteo-Index betrug -2.
Hochdruckphase 9: Die letzten beiden Tage des Jahres waren von Hoch Wolfgang geprägt, das von der Iberischen Halbinsel bis in unsere Region reichte. Der Premeteo- Index summierte auf +61, doch war ein erneuter zyklonaler Umschwung durch eine weitere Quaoar-Symmetrie GaZ 3 Qua Mer  (08) ?* H vorprogrammiert.

Zusammenfassung:
Der Dezember 2012 muss zu den Fehlprognosemonaten eingeordnet werden, da das Vorzeichen des Premeteo-Index nur an 16 Tagen mit der real eingetretenen Wetterlage übereinstimmte. Nur an drei Tagen entsprach das Wettersymbol genau den eingetretenen Wetterverhältnissen und an 14 Tagen war eine gegenteilige Witterung eingetreten. Ein ähnlich schlechtes Ergebnis hatte bisher nur der Dezember 2010 aufgewiesen.

Die Fehlprognosen der beiden Dezember 2010 und 2012 weisen auf einen Zusammenhang mit den speziellen Konstellationsbedingungen in diesem Zeitraum hin. Im Kosmogramm kann man sehen, dass die Sonne im Dezember in zeitlich naher Folge mit Merkur und Venus die Positionen von Quaoar und dem Galaktischen Zentrum (GaZ) passiert. Dabei kommt es zu Konjunktionen und Konjunktionssymmetrien mit Quaoar und dem GaZ. Wenn Quaoar und das GaZ zeitgleich fast-exakte Aspekte mit anderen, sich langsam bewegenden Himmelskörpern haben, werden diese ausgelöst. Wenn sich zusätzlich noch weitere Planeten in der Nähe von Quaoar und GaZ befinden (wie dies vor allem 2010 der Fall war, 2012 war es noch zusätzlich Juno, die sich im Schütze-Steinbock-Bereich aufhielt), steigt die Anzahl der Konjunktionssymmetrien unverhältnismäßig stark an und die fast-exakten, hochrangigen Auslöseaspekte dominieren die Konstellationen der exakten Aspekte. Dies war 2010 der Fall und nun auch 2012. Im Laufe des Dezember 2012 wurden Symmetrien mit Quaoar insgesamt zehn Mal exakt, und in deren Gefolge kam es regelmäßig zu kräftigen, meist raschen Tiefdruckdurchgängen, die sich zum Premeteo-Index oft gegenläufig verhielten.

Eine richtige Interpretation der Konjunktionssymmetrien von Quaoar mit dem GaZ war auch dadurch erschwert, dass der Impuls der Quaoar-GaZ-Konjunktion noch unbekannt ist. Die beiden Positionen sind heute, am 4. 1. 2013, noch 2°35' von einander entfernt. Am 7.Januar, 25. Juni und am 19. November 2015 wird Quaoar erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit dem GaZ in Konjunktion treten. Möglicherweise wird es ein Tiefdruck-Aspekt für unsere Region sein.

Eine weitere Besonderheit des Dezember 2012 war das extreme Kältehoch über Russland vom 12. bis 25. des Monats. Die starke Absinkbewegung der Luftmasse über dem russischen Kontinent führte in der Bodenschicht der angrenzenden Gebiete zu einer Ausgleichsbewegung, die unsere regionalen kosmischen Impulse überlagerte. In diesem Zeitraum gab es die meisten Fehlprognosen.

Man erkennt im Diagramm im Vergleich der realen Luftdruckkurve mit dem Premeteo-Index trotz der vielen Fehlprognosetage durchaus noch einen strukturellen Zusammenhang. Der ganze Wetterverlauf war aber gegenüber dem Index um eine "Etage tiefer" gelegen und die Zyklonalisierungsprozesse dominierten immer wieder das Wettergeschehen. Es war vor allem ein sehr niederschlagsreicher Monat für Südwestdeutschland.

SW-D befand sich an 13 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +72, was einer Indexzahl von +5,53 pro Tag entspricht.

An 18 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +120, was einer Indexzahl pro Tag von +6,67 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 14 Tagen falsch, an 3 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 7 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -4,0 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 24 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +14,2 pro Tag.

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2012-12.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.