Februar 2012

Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Februar 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)
Hochdruckphase 1: Am 1. Februar zeigte die Berliner Bodenwetterkarte ein beeindruckendes Bild: Hoch Dieter über NO-Russland mit einem Kerndruck von über 1065 hpa dehnte sich über ganz Europa aus, mit Ausnahme der Mittelmeerländer. In der Höhenwetterkarte auf 500 hpa bildete sich dagegen eine zyklonale Strömung aus. Deren Zentrum lag am 3. über dem Baltikum und bildete in der Bodenschicht  des Baltikums zwei kleinräumige Tiefdruckzellen aus. Fast ganz Europa, außer dem westlichen Mittelmeerraum war starker Kälte ausgesetzt. Hoch Dieter bestimmte als Kältehoch die Witterung ununterbrochen und mit viel Sonnenschein bis zum 11. Februar. An diesem Tag war die Opposition von Uranus zum Galaktischen Superzentrum M87 zum dritten Mal exakt geworden und hat sich nun inzwischen klar als Aspekt mit antizyklonalem Impuls qualifiziert.
Der Premeteo-Index erschien bis zum 8. im Vergleich zu den hohen Druckwerten zwar relativ flach positiv und die Wettersymbolprognose zeigte daher immer eine gemischte Witterung an, weshalb die sonnigen Tage nur als tendenziell richtig angerechnet werden können, doch spiegelte sich der Zusammenhang zum Premeteo-Index in der zyklonalen Höhenströmung, die dem Hochdruck der Bodenschicht bis zum 7. überlagert war. Am 8. bildete sich auf 500 hpa von NW ein Höhenkeil aus. Dieser wich aber am 9./10. wieder nach Westen zurück und es kam zu Schneefall, wobei sich aber gleichzeitig am Boden gemäß dem Premeteo-Index der Hochdruckeinfluss verstärkte. Im Index 2 gab es zwei negative Mars-Eri-Merkur/Sonne-Symmetrien. Am 12. zeigte der Premeteo-Index einen einzelnen stark negativen Tag mit -35 Punkten, der allerdings durch die Konjunktionssymmetrie-Auslösung von Ura 180 GSZ H9 auf -14 zurückkorrigiert werden könnte. Schon der Index 1 war mit -23 stark negativ. Zwar war dieser Tag noch kalt und sonnig, doch zeigte sich nun  im Isobarenbild der Wetterkarte, dass eine Umstellung in der Großwetterlage in Gang gekommen war, die das Kältehoch Dieter, das seit Beginn des Monats die Wetterlage Mitteleuropas dominiert hatte, nach Osten zurückgedrängte. Am 13. und 14. lag SW-D im östlichen Randbereich eines Atlantikhochs und die Erwärmung der Luftmassen erzeugte dichte Bewölkung, aus der es schneite. Im Satellitenbild war die Brücke vom Atlantikhoch zu Hoch Dieter über SO-Russland gut zu erkennen. Die starke Erwärmung vom 13. bis 15. vollzog sich dabei mit der Dreierkonjunktion Merkur-Pallas-Neptun und der Konjunktion Venus-Ceres. Der Norden Deutschlands befand sich dabei innerhalb der zyklonalen Strömung der Tiefs Maike und Nicole. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +80.
Tiefdruckphase 1: Erst am 15. setzte sich die zyklonale Strömung von Tief Olivia bis SW-D durch und brachte viel Niederschlag. Aus Index 2 und 3 kam der hohe positive Wert des Premeteo-Index von +18. Nur Index 1 war negativ durch Aspekt Jup 144 KN1 T*, der sich aufgrund der vortägigen starken Erwärmung kurzfristig durchsetzte.
Hochdruckphase 2: Am 16. lag die Region bereits wieder unter dem Einfluss des Atlantikhochs, doch war es meist stark bewölkt. Am 19. erhielt dieses Hoch den Namen Eitel. Dieser Tag lag in der Nacht vorübergehend unter dem Einfluss von Tief Quiana über N-Skandinavien, doch im Laufe des Vormittags setzte sich Hoch Eitel vom Atlantik schon wieder über SW-D durch. Hoch Eitel bestimmte weiterhin das Wetter, aber richtig viel Sonnenschein gab es nur am 21. und 22. Am 24. hatte der Premeteo-Index den Wert -11, aber der Druckfall setzte erst am 25. durch Tief Ursel über der Ostsee ein, es kam nun auch zu Niederschlag, doch blieb die antizyklonale Strömung von Hoch Eitel über SW-D in der Bodenschicht und auf 500 hpa erhalten. Auch am 25. und 26. lag SW-D im Bereich von Hoch Eitel, während sich weiter nördlich Tief Ursel und Tief Tanja durchsetzten. Doch war es auch über SW-D  bis zum 26. bedeckt und es gab etwas Nieselregen. Hoch Eitel blieb bis zum Ende des Monats wetterbestimmend, Sonne gab es meist nur in höheren Lagen.

Zusammenfassung:
Der Februar 2012 war ein auffallender Monat mit einer außergewöhnlichen Kälte in den ersten 12 Tagen durch Hoch Dieter, das die russische Kälte bis in unsere Region dringen ließ. Am 12. Februar hatte der Premeteo-Index als einzelner Tag einen negativen Wert von -37. Es ist genau der Tag, an dem sich die Umstellung der Wetterlage vom ost- und nordeuropäischen Einfluss  auf einen Hochdruckbereich des O-Atlantiks mit seinen wärmeren Luftmassen vollzog. Zu einem kurzen Tiefdurchgang kommt es erst 3 Tage später am 15. Februar. Dieser Tag blieb der einzige zyklonale Tag des ganzen Monats! Der Premeteo-Index hatte insgesamt 6 Tage mit negativem Index prognostiziert. Davon 4 Tage mit nur flachem Index < -9.

In der Jahresvorschau 2012 war vorhergesagt worden:
"Die Witterung wird überwiegend von Hochdruckwetterlagen bestimmt werden, daher ist wenig Niederschlag zu erwarten, sondern eher Kälte und Nebel und Hochnebel in tieferen Lagen."
Dies hat sich voll bewahrheitet. Vor allem ab der zweiten Monatshälfte kam es wegen Nebel und Hochnebel  meist nur in höheren Lagen zu Sonnenschein, so dass es relativ wenig richtige Tage, bzw. sehr viele nur tendenziell richtige Tage  in Bezug auf die Wettersymbole gab. Wie vorhergesagt trat nur wenig Niederschlag auf.

SW-D befand sich an 28 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +241, was einer Indexzahl von +8,6 pro Tag entspricht.

An 1 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 18, was einer Indexzahl pro Tag von +18 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 Tagen falsch (am 14., 15., 17., 18., 20., 23., 28.  ), an 6 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 6 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 23 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +13,9 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.