Januar 2012

Auswertung 08/2011
Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Januar 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)
Wegen der vielen Fehlprognosetage dieses Monats wurde noch ein Diagramm mit einem nachträglich korrigierten Premeteo-Index erstellt, der die im Text dargestellten Zusammenhänge berücksichtigt. In diesem korrigierten Diagramm wurde die Trendlinie zur besseren Übersicht weggelassen.

Zusammenfassung:
Der Januar 2012 hat sich bezüglich des Vorzeichens des Premeteo-Index mit nur 16 zutreffenden Tagen als ein sehr problematischer Prognosemonat herausgestellt. Dazu hatte vor allem die lang anhaltende Hochdruckphase H2 beigetragen. Allerdings deckte sich die Witterung trotz der antizyklonalen Strömung noch vom 6. bis zum 12./13. annähernd mit der Wettersymbolprognose, die dem Index zugeordnet worden war. Erst die Konjunktion von Venus mit Neptun am 13. brachte dann für unsere Region in der Bodenschicht die  klare Fehlprognose, mit den Gründen, die in der nachfolgenden Beschreibung der Wetterlagen dargestellt werden.
In der Höhenströmung auf 500 hpa zeigte sich allerdings, dass sich das Prognosegebiet an 9 Tagen gerade im Grenzbereich zwischen zyklonaler und antizyklonaler Strömung befand und nur 5 Tage bezüglich des Premeteo-Index-Vorzeichens als falsch einzustufen waren. Auch war die Premeteo-Kernhypothese für alle real abgelaufenen Wetterphasen erfüllt mit Ausnahme der zweitägigen Tiefdruckphase 1.
Die Premeteo-Kernhypothese fordert, dass in Hochdruckwetterlagen die H-Aspekte und in Tiefdruckwetterlagen die T-Aspekte insgesamt die Mehrheit  der Aspekte bestimmen müssen. Da dies bis auf die erste Tiefdruckphase der Fall war, hängen die Fehlprognosetage in diesem Monat, ähnlich wie schon im November 2011 mit den noch unzureichenden Regeln und Erfahrungen der Symmetrien (Index 2) und der Auslöseaspekte von Konjunktionen (Index 3) zusammen. Aber auch die noch momentan bestehende Unkenntnis des kosmischen Bezugs anderer Regionen spielt eine Rolle, da dieser sich auch steuernd auf das Gesamtwettergeschehen auswirken kann. In diesem Monat waren die Atmosphärenströmungen über dem russischen Raum besonders prägnant gewesen.

Hochdruckphase 1: Der Januar 2012 begann mit einer schmalen Hochdruckbrücke zwischen dem Azorenhoch und dem Hoch Daliah über dem Balkan. Tief Thilo bei Island dehnte sich bereits nach Süden aus und eine relativ dichte Stratocumulus-Bewölkung bedeckte den Himmel. Am 2. lag die Region in der Nacht und am Vormittag unter dem Einfluss des Tiefs, es fiel auch etwas Niederschlag, doch war gegen 8 Uhr bereits der Durchgang des Druckminimums erreicht und die Okklussion befand sich in der Mittagskarte schon östlich des Prognosegebiets, das wieder in den Einflussbereich des Azorenhochs kam . Der Druck stieg rasch an und am Vormittag des 3. konnten auch Sonnenstunden verzeichnet werden. Tief Ulli näherte sich von Irland kommend und die Mittagskarte zeigte ein enormes Druckgefälle von 979 hpa über der Nordsee zu 1025 hpa über dem Südschwarzwald. Als besondere Konstellation hatte sich durch die Konjunktion von Merkur mit Quaoar auf 23° Schütze ein Doppelaspekt von 150° zu Varuna im Krebs ausgebildet. Während Merkur 150° Varuna ein lokal starker H-Aspekt ist, ist Quaoar 150° Varuna ein starker T-Aspekt und man hat den Eindruck, dass das atmosphärische Geschehen genau diese starke Polarität der beiden Aspekte zum Ausdruck brachte. Der Premeteo-Index summierte auf +45.
Tiefdruckphase 1:  Im Kosmogramm vom 4. Januar ist diese gegenläufig impulsierte Doppelaspektierung gut zu erkennen durch die rote und grüne Linie von Varuna zu Quaoar-Merkur. Der Merkur-Hf-Aspekt hätte nichtberechnet werden dürfen. Die gleiche Fehlprognose bei gleicher Konstellation hatte es auch schon am 6. Januar 2011 gegeben!
Sturmtief-Ulli über Skandinavien erfasste schon in der Nacht die Region, im Laufe des Vormittags stieg der Druck rasch an, es kam zu Auflockerungen, doch in der Nacht zum 5. übernahm Orkantief Andrea über der Nordsee bereits die Regie und die Fronten überquerten Deutschland im Laufe des Tages. Bei einem Premeteo-Index von +18 war dieser Tag eine völlige Fehlprognose. Die Konjunktionssymmetrie Merkur 2° Quaoar GaZ A H war als H-Symmetrie bewertet worden noch nach der Regel vor Dezember 2010. Seit Dezember 2010 ist klar, dass auch Konjunktionssymmetrien fast-exakte, höher ranginge Aspekte auslösen, und das war in diesem Fall Quaoar 150° Varuna Tf* mit -11 Punkten. Der Premeteo-Index hätte nach der neuen Regel also -1 betragen. Das korrigierte Diagramm zeigt diesen verbesserten Indexverlauf an. Der Premeteo-Index summierte auf +26.
Hochdruckphase 2: Am 6. setzte sich schon wieder das Azorenhoch durch. An diesem Tag wäre der alternative Premeteo-Index von +2  ohne den Aspekt Chiron 60° Apogäum T?* der Richtigere gewesen, wegen dem hanghöheren GSZ 150° Apo. Trotz bedecktem Wetter und Niederschlag war auch am 7. die Strömung über SW-D überwiegend antizyklonal. Dies war bis hierher konform mit dem Premeteo-Index. Am 9. betrug der Index -19, die Strömung war durch Hoch Axel über der Biskaya überwiegend antizyklonal, doch überquerte am Nachmittag und in der Nacht ein Ausläufer von Tief Celine mit Regen die Region, so dass die Witterung mit dem negativen Index übereinstimmte. Am 10. war der Premeteo-Index mit +2 flach positiv, der Luftdruck kletterte weiter nach oben und es kam zu ersten Auflockerungen der Wolkendecke. Der 11. war mit  Index -22 dann eine komplette Fehlprognose. Am 10. wurde Saturn 30° Makemake exakt, mit möglicherweise hohem Lokalbezug. Erst am 12. setzte Druckfall ein und am Nachmittag zog dichte Bewölkung von Tief Elfriede über der norwegischen See auf und in der Nacht zum 13. gab es Niederschläge, aber der 12. musste doch noch als überwiegend antizyklonal verbucht werden. Im Laufe des 13. übernahm Hoch Bertram vom Atlantik die Regie bei flachem negativem Premeteo-Index. Wie das Kosmogramm zeigt, war Venus in Konjunktion mit Neptun, dies löste zwei fast-exakte hochrangige Neptunaspekte aus: den H*-Aspekt Neptun 144° Varuna und den T*-Aspekt Neptun 150° Makemake. Venus 144° Varuna ist ebenfalls ein H-Aspekt und Venus 150° Makemake ein T-Aspekt. Varuna und Makemake sind beide zwei Kuipergürtel-Kleinplaneten, wobei die Umlaufbahn Makemakes den größeren Raum umschließt, weshalb dieser Aspekt als der dominante angesehen und berechnet wurde. Die reale Wetterlage zeigte, dass Deutschland zwischen dem Hoch Bertram im Westen und dem starken Tief Elfriede im Osten lag, wobei Tief Elfriede ihren Einfluss über den ganzen russischen Raum ausdehnte und gerade am Konjunktionstag seinen tiefsten Druck erreichte. Auf 500 hpa lag SW-D gerade im Grenzbereich zwischen beiden Strömungen. Am 15. zeigt das Kosmogramm sehr schön, wie sich Venus zwischen Neptun und Chiron positionierte und mit dieser Konjunktionssymmetrie noch mal die gleichen Neptun-Aspekte auslöste, wie bei der Konjunktion mit Neptun selbst. Auffallend war, dass Tief Elfriede ab dem 13. das mächtigere Druckgebilde gegenüber Hoch Bertram war, seinen Bereich über ganz Russland ausgedehnt hatte und in der Höhenkarte noch flach bis über ganz Deutschland reichte, sich dann langsam wieder auffüllte.
Am 16., bei noch immer stark negativem Index, setzte sich das Hochdruckwetter fort. Venus kam jetzt in Konjunktion mit Chiron, normalerweise ein Tf-Aspekt, aber unter dem Einfluss der Konjunktionssymmetrie des Vortags, vollzog sie sich innerhalb einer Struktur höherer Ordnung, bei der für die Opposition zwischen Chiron und Orcus noch keine gesicherte Impulszuordnung vorlag. Am 17. verstärkte sich Hoch Bertram wieder und lag mit seinem Kern über S-D. Der weiterhin negative Premeteo-Index kam allein durch die fraglichen Auslöseaspekte Chirons zustande, der ein Bahnkreuzer ist.
Am 18. verstärkte sich Hoch Bertram noch weiter über der Region und nun wieder im Einklang mit dem Premeteo-Index und blieb bis zum 19. wetterbestimmend.
Der Premeteo-Index summierte über die ganze Hochdruckphase aufgrund der vielen Fehlprognosetage auf -40.
Tiefdruckphase 2: Am 20. kam die Region unter den Einfluss des T-Systems Fabienne im Norden, am 21 wurde es schon von Tief Gisela über dem Nordmeer abgelöst, das bis zum 23. viel Niederschlag brachte, jedoch nur in den höheren Berglagen als Schnee. Der Premeteo-Index summierte auf -22.
Hochdruckphase 3: Ab dem 24. setzte sich Hochdruck zunächst von Westen flach durch. Mit dem Exaktwerden der Konjunktion von Ceres mit Uranus baute sich über Russland das kräftige Hoch Cooper aus, das sich am 26. auch über Deutschland ausdehnte. Wegen Nebelbildung gab es lokal häufig keinen Sonnenschein. Der Premeteo-Index summierte auf +23.
Tiefdruckphase 3:
Am 27. setzte das Tiefdrucksystem Helga über dem Nordmeer seinen Einfluss bis über W-D durch. Da war der Premeteo-Index noch flach positiv, er fiel erst am 28. stark in den negativen Bereich. Es bildete sich dann über dem westlichen Mittelmeerraum  mit relativ hohem Druckniveau das Tief Ines aus, das flach auf unsere Region übergriff. Am 29. hatte der Premeteo-Index den hohen Wert von +16 und einen alternativen Wert von nur +2, der, wie sich nun zeigte, zutreffender war. Die starke positive Bewertung kam aus dem Index 2. Positive Venus- und Jupiter-Symmetrien hätten wegen Venus 0° Vesta und der negativen Auslösung Vesta 45° Jupiter nicht angerechnet werden dürfen.
Am 31. sorgte noch Tief Julia für eine flache zyklonale Strömung über unserer Region und brachte ein wenig Schneefall. Der Premeteo-Index hatte für diesen Tag +9 und so summierte die letzte Tiefdruckphase des Januars insgesamt auch auf einen positiven Wert von +13, mit dem alternativen Index jedoch nur auf -1, was der flachen zyklonalen Strömung bei relativ hohem Luftdruck genau entsprochen hätte.

SW-D befand sich an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +28, was einer Indexzahl von +1,4 pro Tag entspricht.

An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +17, was einer Indexzahl pro Tag von +1,55 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 Tagen falsch (am 1., 3., 5., 7., 15. bis 17.), an 7 Tagen richtig und an 17 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 15 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -9,3 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 16 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +11,5 pro Tag.

kosmogramm-link
link-arrow-grau{tiframe linktext:="Kosmogrammgraphik anzeigen" width:="540" height:="640" url:="http://www.premeteo.com/prognosetage/kosmogramm/kosmogramm-2012-01.php"}


Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.