Juli 2012

Auswertung 04/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Juli 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Trotz Gewitter und Regen war die Strömung über SW-D in den ersten Tagen als überwiegend antizyklonal einzuordnen. Der Premeteo-Index vom 1. bis 3. betrug +28, -5. +30 und der eine negative Tag zwischen zwei stark positiven Tagen spiegelte die Gesamtlage recht gut wieder. Die flache antizyklonale Lage blieb über unserer Region erhalten, aber am 6., bei Premeteo-Index -22, zog in der Nacht und den frühen Morgenstunden eine sehr heftige Gewitterstörung durch. Die flache antizyklonale Lage blieb bis zum 7. erhalten. Der Premeteo-Index summierte auf +35.
Tiefdruckphase 1: Ab dem 7. Juli setzte sich das bereits okkludierte Tief Mina flach bis über SW-D durch. Der originale Premeteo-Index erschien etwas zu tief, der alternative am 10. zu hoch. Tief Mina wanderte in den folgenden Tagen über den Ärmelkanal nach Dänemark und bis nach Skandinavien, wo es bis zum 13. Juli stationär wurde. Es gab neben Gewittern auch Sonnenschein und Schwüle. Am 10. hatte der Premeteo-Index +30 betragen, aber er war ein einzelner positiver Tag zwischen zwei negativen und entsprechend der Regel wurde das Gemischtwetter-Prognosesymbol angezeigt. Bezüglich der Strömung war hier aber ein Fehlprognosetag zu verbuchen. Am 11. hätte bei Premeteo-Index -1 ebenfalls das Gemischtwettersymbol angezeigt werden müssen, versehentlich war das Schönwettersymbol ausgegeben worden. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf -22.
Hochdruckphase 2: Am 12. setzte sich im Laufe des Tages eine flache antizyklonale Strömung durch, und am 13. war die Strömung zwar entsprechend dem Premeteo-Index noch bis in den Nachmittag antizyklonal durch ein Hoch über den Alpen, doch war das Wetter weiterhin bestimmt durch Wolkenfelder und Niederschlag des Tief Mina. Der Premeteo-Index summierte auf +16.
Tiefdruckphase 2: Tief Oksana-Petra über der Nordsee wurde am 15. und 16. wetterwirksam und brachte ungewöhnlich starke Niederschläge. Der Premeteo-Index summierte auf -12.
Hochdruckphase 3: Hinter dem Tief stieg durch die Zufuhr kalter Luftmassen der Luftdruck sehr rasch an, und am 16. setzte sich das Azorenhoch durch, "leider" bei einem Premeteo-Index von -33, so dass es an diesem Tag zu einer Gegenläufigkeit zwischen Luftdruckkurve und Premeteo-Indexkurve kommt. Gewaltige Cumulonimben bestimmten noch das Himmelsbild, aber die Niederschlagsneigung war stark zurückgegangen.
Tiefdruckphase 4: Tief Quintina über der Nordsee bestimmte am 17. die Wetterlage.
Premeteo-Index -2.
Hochdruckphase 4: Am 18. dehnte sich ein Hochdruckgebiet über Frankreich vorübergehend über unsere Region aus. Premeteo-Index -3.
Tiefdruckphase 4: Am 19. übernahm für einen Tag das Tief Rhiannon über der Nordsee die Regie. Premeteo-Index -5.
Hochdruckphase 4: Erst am 20. bahnte sich eine Stabilisierung der Wetterlage an und die Berliner Wetterkarte gab dem Hoch über dem Atlantik den Namen Xerxes. Diese Stabilisierung in eine antizyklonale Phase war auch im Diagrammverlauf des Premeteo-Index ab diesen Zeitpunkt gut sichtbar. Trotzdem trat die Antizyklonalisierung erstmal nur in West- und Mitteleuropa in der Bodenschicht auf, während in der Höhe auf 500 hpa noch immer ein Trog über ganz Europa lagerte. Entsprechend war auch das Wetter noch sehr durchwachsen mit zum Teil kräftigen Schauern. In der Nacht zum 21. Juli lag der Kern von Hoch Xerxes über Großbritannien. Er wanderte über den Ärmelkanal nach Osten, überquerte Deutschland am 22. und 23. in Richtung Russland. Von dort beeinflusste es unser Wetter noch bis zum 27. Juli. Erst am 28., bei einem Premeteo-Index von +35 lag die Region vorübergehend unter einem Höhenkeil, der in der Bodenschicht durch eine flache H-Zone das Übergreifen der Tiefs von Westen noch verzögerte. Die Atmosphäre heizte sich an diesem Tag sehr stark auf und brachte lokal Temperaturmaxima von 35° C bis 36° C! Der Premeteo-Index summierte auf +87.
Tiefdruckphase 5: Am 28. und 29. bestimmte Tief Tinke das Wetter, am 30. hielt noch Tief Susanne  bei Schottland die zyklonale Strömung aufrecht. Der Premeteo-Index summierte auf +1.
Hochdruckphase 5: Am 31. Juli übernahm Hoch Yves von Frankreich kommend die Regie. Der Premeteo-Index betrug -22. Es lagen die Symmetrie Ven 30 Var Sed  (13) A  H  T?* (0,5/4) -14 und zugleich der Aspekt VEN 72 PAL Hf vor. Der Hf-Aspekt war zugunsten der Symmetrie nicht berechnet worden. Aber hier weist der Hf-Aspekt offensichtlich auf einen starken Lokalbezug hin!


Zusammenfassung: Der Juli 2012 wurde, wie in der Jahresvorschau prognostiziert, ein recht feuchter Monat, trotz der überwiegenden Anzahl der antizyklonalen Tage. Es gab ungewöhnlich heftige Gewitter. An 8 Tagen stimmte das Vorzeichen des Premeteo-Index in der Bodenschicht der Atmosphäre nicht mit der Wetterlage überein, aber in der Höhenschicht auf 500 hpa war von diesen Tagen in 4 Fällen noch immer eine Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index vorhanden, während in 3 Fällen die Höhenströmung im Grenzbereich zwischen zyklonal und antizyklonal lag.
Die Abfolge der Hoch- und Tiefdruckwetterphasen spiegelte sich im Premeteo-Index recht gut wieder.


SW-D befand sich an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt  +80, was einer Indexzahl von +4,0 pro Tag entspricht.

An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -40, was einer Indexzahl pro Tag von -3,64 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 6 Tagen falsch (am 1., 3., 11., 13., 29., 31.  ), an 11 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 16 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -10,4 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 15 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +14,4 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.