Juni 2012

Auswertung 04/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Juni 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Zu Beginn des Monats lag Südwestdeutschland in einer flachen, antizyklonalen Strömung durch ein kleines Hoch über der Normandie und am 2. durch Hoch Quentin über Island. Der Premeteo-Index summierte auf +26.
Tiefdruckphase 1: Am 3. zog Tief Bergit von Irland heran. Der Premeteo-Index betrug noch +21, erst am nächsten Tag erreichte er ein Minimum von -16. Die zyklonale Strömung war damit einen Tag zu früh eingetreten. Der Mond befand sich zugleich am Perigäum und am aufsteigenden Mondknoten. Die Region blieb noch am 4. im Bereich des Tiefs bis zum 4. und der Premeteo-Index summierte auf +5.
Hochdruckphase 2: Am 5. zog Hoch Rolf von Frankreich kommend über Deutschland hinweg. Der Premeteo-Index betrug +9.
Tiefdruckphase 2: Entsprechend dem Premeteo-Index schwang am 6. die Strömung wieder um und Tief Christiane übte seinen Einfluss aus. Am 7. nahm Tief Daria von Großbritannien aus die Herrschaft. Der Premeteo-Index summierte für beide Tage auf -13.
Hochdruckphase 3: Am 8. war es noch sehr wechselhaft mit Sonne, Wolken und einzelnen Schauern, aber die Wetterkarte zeigte zu Mittag  bereits einen flachen Keil des Azorenhochs bis nach SW-D, der auch am 9. das Wetter bestimmte. Das Azorenhoch bestimmte bei relativ starker Wolkenbildung bis zum 10. das Wetter. Der Premeteo-Index summierte auf +28
Tiefdruckphase 3: Am 11. drang Tief Erika über den Ärmelkanal nach W-Europa vor. Das flache Tief brachte kräftige Niederschläge und blieb bis zum 13. wetterbestimmend. Der Premeteo-Index summierte auf -4.
Hochdruckphase 4: Am 14. lockerte die Wolkendecke auf und das flache Hoch Stefan über der Nordsee, das sich die nächsten Tage über Polen zum Balkan bewegte, bestimmte die Strömung. Am 15. betrug der Premeteo-Index -10, wäre aber bei 0 gelegen, wenn bei der Konjunktionssymmetrie Sed 3 Ves Cer A* T* -7 alle Konjunktionsauslösungen mitberücksichtigt worden wären. Die flache, antizyklonale Strömung blieb die folgenden Tage erhalten, war aber durchsetzt von Gewitterstörungen und starker Schwüle. Am 20. überquerte die Tiefdruckrinne Ingelore die Region, aber trotz der starken Bewölkung und der Niederschläge konnte der Tag noch als überwiegend zyklonal eingeordnet werden. Am 21. lag die Region im Einflussbereich von Hoch Torben über S-Skandinavien. Vom 22. bis 24. übernahm Hoch Uwe die Regie. Am 24. beeinflusste Tief Katarzyma vorübergehend die Witterung und es kam lokal zu Gewittern, aber insgesamt blieb die antizyklonale Strömung weiterhin erhalten. Die folgenden Tage bestimmte Hoch Volker von der Biskaya hereinkommend das Wetter, und die Lufttemperatur steigerte sich dabei stetig bis zum 29. und 30. Juni auf über 30°C an den Nachmittagen. Vom Nachmittag des 28., dem ersten Tag mit negativem Premeteo-Index nach 11 positiven Tagen mit z. T. sehr hohem Premeteo-Index  und in der Nacht zum 29. gab es verbreitet lokal ungewöhnlich starke und lang anhaltende Gewitter, mit ungewöhnlich häufigen, grellen Blitzen, ununterbrochenem Donnern und kräftigen Sturmböen. Das wiederholte sich in dieser Heftigkeit noch mal am Abend und in der Nacht des 30. Juni zum 1. Juli. Bis zum 29. war die Strömung als überwiegend zyklonal einzustufen, und der Premeteo-Index summierte für die ganze Hochdruckphase auf +201.
Bemerkenswert für diesen Zeitraum war, dass die heftigen Wetterreaktionen sich nach dem Exaktwerden der Jupiterkonjunktion mit dem absteigenden Mondknoten entwickelten und das die Winkelbeziehungen Uranus 45° Sedna, sowie Uranus 144° Orcus unter den Konstellationen der äußeren Planeten den größten Exaktheitszustand aufwiesen. Uranus stand dabei noch zusätzlich in Konjunktion mit Pallas.
Tiefdruckphase 4: Obwohl am 30. noch überwiegend die Sonne schien und die Atmosphäre aufheizte, zeigte die Berliner Mittagskarte bereits eine ausgeprägte zyklonale Strömung über SW-Deutschland und am Abend kam es zu den schon erwähnten sehr kräftigen Gewittern und Niederschlägen. Der Premeteo-Index betrug an diesem Tag +18 Punkte.

Zusammenfassung:
Die Juni 2012-Prognose war trotz der Dichte der Konstellationen aus dem rechten, oberen Viertel des Kosmogramms sehr gut ausgefallen! Nur an 5 Tagen stimmte das Vorzeichen des Premeteo-Index nicht mit der vorherrschenden Strömung überein.
Auch gab es nur 3 falsch prognostizierte Wettersymbole, das heißt, es gab nur 3 Tage, an denen das Wetter gar nicht den Erwartungen entsprach, die das Symbol weckte.
Andererseits war der Monat viel nasser, als in der Jahresvorschau 2012 angekündigt. Die Wechselhaftigkeit des Wetters in der ersten Monatshälfte wurde allerdings vom Premeteo-Index recht gut wiedergegeben. Die lange Hochdruckphase 4 ab dem 14. Juni  blieb jedoch flach in ihrer Ausprägung und war durchsetzt von Gewittern, die besonders zu Ende des Monats ausgesprochen heftig wurden und viel Schaden anrichteten. Dies war aber begleitet von einem auffallend starken Abfall des Premeteo-Index zur Nulllinie und darunter.

SW-D befand sich an 22 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +264, was einer Indexzahl von +12,0 pro Tag entspricht.

An 8 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +6, was einer Indexzahl pro Tag von +0,75 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 1., 3., 15.), an 15 Tagen richtig und an 12 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  ebenfalls mit 8 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -7,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 22 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +16 pro Tag.

kosmogramm-link
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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.