März 2012

Auswertung 08/2011
Auswertung 08/2011

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf März 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Das zweite, korrigierte Index-Auswertungsdiagramm wurde am 12. und 13. gemäß den Angaben im Text gegenüber der Originalprognose korrigiert.)


Hochdruckphase 1: Hoch Eitel setzte Anfang des Monats die lang anhaltende antizyklonale Wetterlage bis zum 3. März fort. Der Premeteo-Index summierte auf +28.
Tiefdruckphase 1: Am 4. und 5. kam die Region flach unter den Einfluss von Tief Xenia. In der Nacht vom 4. zum 5. gab es etwas Niederschlag. Der Premeteo-Index summierte auf +3.
Hochdruckphase 2: Am 6. bildete sich in der Bodenschicht eine kleine Hochdruckzelle über S-D aus. Das okkludierte Tief Xenia I blieb über der Benelux-Region liegen, Xenia II über Italien, und sie zeigten sich auf 500 hpa mit zwei ausgeprägten Kaltluftkernen. Dies dürfte mit Cer 45° Nep T* zusammenhängen, das am 5. gegen 15 UTC exakt wurde. In der Nacht vom 7. zum 8. wurde ein Trog von S-Skandinavien wetterwirksam und brachte Niederschlag, die Strömung stellte sich dann schnell auf die antizyklonale Lage von Hoch Gulliver um, so dass beide Tage doch als überwiegend antizyklonal eingestuft werden konnten. Hoch Gulliver bestimmte nun weiterhin das Wetter. Der Premeteo-Index war am 11., 12. und 14. im negativen Bereich. Am 11. streifte ein Ausläufer eines Tiefs über dem Baltikum SW-D und brachte dichte Bewölkung mit Nieselregen. Doch die Bodenströmung bewahrte ihren antizyklonalen Charakter. Am 12. kam der negative Index aus den Symmetrien: Pal 73 Sed GaZ  (00) A*  A*  T?* -14, Mer 31 Ven Chi  (05)T K  A  A -7. Die Merkursymmetrie hätte wegen der zeitgleichen H-Merkurkonjunktion mit Vesta nicht berechnet werden dürfen, so dass der korrigierte Premeteo-Index -7 betragen würde.
Der 14. war der Tag der Dreier-Konjunktion von Venus-Jupiter-Mondapogäum  und im Index 3 traten sieben Aspekte auf, von denen Jupiter 135° Quaoar H* der ranghöchste war. Jupiter trat zugleich in der Symmetrie  Jup 120 Mar Plu  (01) T  A*  AW -7 auf, diese hätte nicht berechnet werden dürfen. Ebenso hätte die Symmetrie vom Vortag 13 UTC Plu 120 Ven Mar  (13) T K  AW  A W -7 wegen Venus 0° Jupiter berechnet werden dürfen. Der korrigierte Premeteo-Index kam für den 14. somit auf +13 Punkte. Die Verschachtelung  der Rangordnungen über die drei Indizes wird doch leicht immer wieder zur Fehlerquelle. Hoch Gulliver bestimmte die Wetterlage bis zum 17.
Am 18. kam SW-D vorübergehend in den Einflussbereich von Tief Barbara und es fielen auf der Westseite des Schwarzwaldes auch ausgiebigere Niederschläge, doch hatte sich bis zum Mittag die Strömung schon mit Hoch Harry über dem O-Atlantik verbunden, so dass dieser Tag noch als überwiegend antizyklonal eingestuft werden musste. Der einzige Aspekt, der mit der kurzfristigen Zyklonalisierung in Zusammenhang gebracht werden konnte, war am 17. Son 72° KN1 TW.
Hoch Harry bestimmte weiterhin das Wetter und bewegte sich mit seinem Kern am 22. bis in die Nordsee. Der 22. war ein einzelner Tag mit negativem Index, der aus Index 1 kam mit SON 180 GSZ T, MAR 180 CHI T und SED 60 VAR T*. Tatsächlich setzte deutlicher Druckfall ein, aber wie auch der geglättete Premeteo-Index anzeigte, blieb die Strömung weiterhin antizyklonal.
Hoch Harry verharrte bis zum 26. in der Nordsee. Am 26. zeigte sich - wie schon am 10. Januar 2012 -, dass Saturn 30° Makemake einen starken Lokalbezug zu Deutschland hat und hätte höher bewertet werden können. Die Auslösungsaspekte von Venus 0° Sedna machen sich kaum bemerkbar, dafür folgte der Luftdruck der grünen Linie des Index 1. Ab dem 27. hatte sich der Kern von Hoch Harry etwas nach Westen über Großbritannien verlagert. Der 28. hatte als einzelner Tag einen negativen Index und ab Mittag setzte deutlicher Druckfall ein, doch blieb die südwestdeutsche Region noch bis zum 30. im Einflussbereich von Hoch Harry, dessen Kern sich immer weiter auf den Atlantik hinaus bewegte. Der Premeteo-Index summierte über die ganze, 26 Tage andauernde Hochdruckphase auf +237.
Tiefdruckphase 2: Am 31. erlangte Tief Ellen über der Ostsee vorübergehend Einfluss bis nach SW-D.

Zusammenfassung:
Wie in der Jahresvorschau 2012 angekündigt, war der März 2012 sonnig und trocken ausgefallen und bestätigte damit die Premeteo-Langzeitprognose. Es gab nur drei Tage mit einer ausgeprägten zyklonalen Strömung. Der gleitende Durchschnitt des Premeteo- Index hatte sich bis auf drei Tage immer im positiven Bereich oberhalb der Nulllinie bewegt. Fünf der acht negativen Tage des Index, waren einzelne negative Tage zwischen zwei positiven gewesen, bei denen schon im Voraus damit gerechnet werden konnte, dass sie sich nicht durchsetzen würden. In vier Fällen war das dann auch der Fall.

SW-D befand sich an 28 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 266, was einer Indexzahl von +9,46 pro Tag entspricht.

An 3 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 0, was einer Indexzahl pro Tag von 0 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 2 Tagen falsch (am 18. und 19.), an 14 Tagen richtig und an 15 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 8 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -7,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 23 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von 14,1 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.