Mai 2012

Auswertung 04/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Mai 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Tief Queenie über dem O-Atlantik beeinflusste noch am 1. das Wetter, während am 2. Tief Rolande die zyklonale Strömung fortsetzte, am Nachmittag aber schon aufgelockerte Bewölkung brachte. Der Premeteo-Index, der sich bis zum 7. nur im flachen, mal positiven, mal negativen Bereich um die Nulllinie bewegte, summierte für die ersten beiden Tage auf +3.
Hochdruckphase 1: Am 3. und 4. stellte sich eine flache antizyklonale Strömung ein und brachte Sonnenschein und Wärme. Der Premeteo-Index summierte auf -4.
Tiefdruckphase 2: Am 5. beeinflusste wiederum das Tief Queenie mit Kernen über den Beneluxländern und der Biskaya den südwestdeutschen Raum und zog am 6. nach Deutschland herein. Am 4. war gegen 13 UTC die Konjunktion Eris-Merkur exakt geworden und die Korrektur des Auslöseaspekts Var 90 Eris zu einem T*-Aspekt mit -11 Punkten nach den Erfahrungen mit den Eris-Konjunktionen im April, hatte sich schon bewährt!
Tief Queenie bestimmte bis zum 7. das Wetter, dann gab es eine kleine Zwischenhochphase mit Sonne und Wärme bis am 8. ab Mittag Tief Tatijana, von Irland kommend, die Regie übernahm. Der Premeteo-Index summierte auf -13.
Hochdruckphase 2: Im Laufe des Vormittags des 9. Mai dehnte sich Hochdruckeinfluss vom Mittelmeer nach Deutschland aus. Es blieb noch stark bewölkt mit einzelnen Schauern und lockerte erst am Abend auf. Hochdruckeinfluss vom westlichen Mittelmeer führte sehr warme Luftmassen nach Mitteleuropa und brachte am 11. Temperaturmaxima von über 30° C. In der Nacht zum 12. überquerte eine kalte Luftmassengrenze die Region und brachte zum Teil kräftigen Niederschlag. Danach bewegte sich durch die Absinkbewegung der sehr kalten Luftmasse Hoch Manfred vom Atlantik nach Mitteleuropa und hielt den hohen Druck bis zum 13. aufrecht. An diesem Tag wurde die Dreifachkonjunktion Jupiter-Sedna-Sonne exakt mit dem stark negativen Index von -53. In der Höhe dehnte sich ein Trog von Norden bis über die Region, am Boden beherrschte jedoch die kalte antizyklonale Luftmasse das Wetter. Der Luftdruck fiel ab dem 13. kontinuierlich.
Der Premeteo-Index summierte auf -44. (Eine Besonderheit von Hoch Manfred war, dass es ähnlich wie ein Tief mit seinem Kern sehr rasch durch Europa hindurch nach Russland zog.)
Tiefdruckphase 3: Am 14. stellte sich im Laufe des Vormittags die Strömung auf zyklonal um, aber bei hoher, sich am Nachmittag zeitweise verdichtender Schleierbewölkung überwog noch der Sonnenschein. Am Morgen hatte es Frost gegeben. Der Premeteo-Index betrug -55.
Hochdruckphase 3: Die Auswirkungen von T-System Wiebke-Vera kamen erst am 15. mit der Kaltfront, die bis Mittag dann die Region schon überquert hatte, und eine antizyklonale Strömung nach sich zog, die am 16. den Namen Norbert bekam, deren Kern an diesem Tag noch über dem O-Atlantik lag und über der südwestdeutschen Region noch Graupel- und Schneeschauer brachte. Christi Himmelfahrt am 17. hatte dann das himmlische Wetter mit Hoch Norbert über Deutschland. Der Premeteo-Index summierte auf +21.
Tiefdruckphase 4: Am 18. und 19. übernahm Tief Xanthippe  von Frankreich und Großbritannien die Regie. Dies war mit dem Premeteo-Index als noch stimmig anzusehen, Ab dem 20. nahm der Wetterverlauf eine gegensätzliche Entwicklung zum Index. Tief Yvi bewegte sich von der Iberischen Halbinsel nach Frankreich und Deutschland herein und verstärkte sich unter starker Erwärmung der Luftmassen. Während in unserer Region das Wetter entsprechend dem Premeteo-Index jedoch noch mit viel Sonne und wenig Niederschlag einherging, brachte die Konstellation N-Italien ein starkes Erdbeben (6,1) und starke Niederschläge. Auffallend wurden vor allem drei Symmetrien an denen Ceres und Merkur im Zusammenhang mit Sedna, Jupiter und Sonne beteiligt waren. Am 21. kam Merkur in Konjunktion mit Sedna und das hatte zwei Auslöseaspekte zur Folge: Var 60 Sed T-11 und Hau 144 Sed H11. Da sich die Zyklonalität der Atmosphäre verstärkte, scheint VAR 60 SED den stärkeren Lokalbezug zu haben. Andererseits kam Merkur am nächsten Tag mit Jupiter in Konjunktion mit der Folge eines weiteren, für europäische Verhältnisse starken Erdbebens 5,6 in Bulgarien. So verband Merkur noch mal Jupiter und Sedna zu einer Konjunktion und im Gegensatz zum Konjunktionsgeschehen mit der Sonne kam es zu starker Erwärmung und Gewitterbildung. Der Premeteo-Index summierte auf +25.
Hochdruckphase 4: Am 23. stellte sich die Atmosphäre auf eine antizyklonale Strömung von den Pyrenäen um, am 24. lag der Kern eines Hochs über dem Ärmelkanal und am 25. übernahm schließlich Hoch Petermartin über Skandinavien die Regie und prägte die Witterung bis zum 28. Mai. Am 29. hatte sich ein kleines Hoch über der Normandie gebildet, während sich im Ostsee-Raum Tief Zara entwickelte. Die sehr flache antizyklonale Strömung blieb über Südwestdeutschland bis zum Ende des Monats erhalten. Der Premeteo-Index summierte auf +74.

Zusammenfassung: Die Mai-2012 Prognose  war gemessen an der extremen Gesamtkonstellation recht gut ausgefallen. Der Luftdruckverlauf des Auswertdiagramms gibt den Verlauf des Premeteo-Index in Annäherung wieder.

Gegenläufigkeiten zum Premeteo-Index gab es bei den Konjunktionen von Merkur mit Eris, Sedna und Jupiter. Das ausgeprägte Index-Minimum bei der Dreifachkonjunktion von Jupiter-Sedna-Sonne erfolgte beim Luftdruck mit einem Tag Verspätung, weil eine sehr kalte Luftmasse eingeströmt war.

Die Anzahl der prognostizierten Hoch- und Tiefdrucktage deckte sich in etwa mit den real eingetretenen

SW-D befand sich an 19 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +47, was einer Indexzahl von 2,47 pro Tag entspricht.

An 12 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -43, was einer Indexzahl pro Tag von -3,58 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 3 Tagen falsch (am 13., 14., 21.)  ), an 15 Tagen richtig und an 13 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 10 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -15,1 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 21 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +10,3 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.