November 2012

Auswertung 11/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf November 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Der November 2012 begann unter der Herrschaft von Tief Xanthippe mit Kern über Schottland, das sich auch auf 500 hpa über ganz Europa ausdehnte. Tief Xanthippe blieb in den folgenden Tagen steuernd und leitete Tiefausläufer in die südwestdeutsche Region. Der 4. November mit einem Premeteo-Index von +30 wurde damit zu einer kompletten Fehlprognose. Mit ausschlaggebend für den hohen, positiven Index waren die zwei Symmetrien Ven 72 Mar Var  (01) A W?  A  H +14 und Ura 3op Ven GSZ  (08) A  H?*(3/1)  +7/0. Im Index 1 war es der Hf-Aspekt Son 45 GaZ, der offensichtlich nicht wirksam werden konnte mit dem zeitgleichen Exaktwerden von Son 144 Ura T. Es gab noch folgende Besonderheit für den Zeitraum: vom 19. 10 bis 16.11. 2012 befand sich der Aspekt Cer 72 Eri T* im 1°-Exaktheitsbereich, jedoch ohne ganz exakt zu werden. Der exakteste Moment wurde am 2. 11.2012 mit 16,2 Bogenminuten erreicht und dies ging einher mit einer starken Warmluftzufuhr, die die Zyklonalität förderte. Die Tiefdrucklage durch Xanthippe hielt bis zum 5. November an. Der Premeteo-Index summierte vor allem durch den Fehlprognosetag vom 4. November auf +18.
Hochdruckphase 1: Noch bei Regenwetter und negativem Index stellte sich im Laufe des  6. eine antizyklonale Strömung ein. Auch der 7. hatte noch einen flachen negativen Index durch die Symmetrie Hau 45 Orc Mer  (17) T*  T  T -14. Hoch Normen zog von der Biskaya nach SW-D und bestimmte die Wetterlage bis zum 9. Der Index summierte auf +5.
Tiefdruckphase 2: Das großräumige Tief Catrin griff am 10. auf die Region über und der Durchgang des Druckminimums erfolgte schon gegen Spätnachmittag/Abend. Auf 500 hpa hatte sich ein mächtiger Trog ausgebildet, dessen Hauptachse aber am 11.noch entlang der Westküste Europas verlief und bis nach Nordwestafrika  reichte. Der 11. war mit einem Premeteo-Index von +8 ausgewiesen, das war ein handwerklicher Fehler. Es hätte -8 sein müssen und wurde gleich im Auswertungsdiagramm korrigiert. Der entscheidende Aspekt war Mar 150 Var Tf -10. Er war in der Nacht  um 3 UTC exakt geworden. Der Tiefdurchgang war also etwa 7 Stunden früher erfolgt. Der Premeteo-Index summierte nur auf -1.
Hochdruckphase 2: Das Azorenhoch dehnte sich sehr schnell bis in unsere Region aus, so dass der 12. mit einem Index von -19 zur Fehlprognose wurde. Auf 500 hpa war der Trog allerdings noch vorhanden und das Wetterprognosesymbol lag aufgrund der noch dichten Bewölkung auch im richtigen Bereich. Der stark negative Index war durch die beiden unsicheren und relativ selten auftretenden Aspekte Chi 180 Orc und Chi 72 Qua aufgetreten, deren möglicher Tiefdruckimpuls aber mit einem Fragezeichen versehen war und weshalb auch ein alternativer Indexwert ohne Einberechnung dieser beiden Aspekte im Prognosediagramm angegeben war. Mit -3 wäre die reale Situation  besser wiedergegeben, jedoch war es auffallend, dass sich vom 12. auf den 13. aus dem Höhentrog über Spanien und Nordwestafrika eine geschlossene Tiefdruckzelle abschnürte , wodurch die Ausdehnung des Azorenhochs bis nach Mitteleuropa begünstigt wurde und als Hoch Otto in den folgenden Tagen die Wetterlage weiter bestimmte. Allerdings lag der Premeteo-Index dabei flach im negativen Bereich. Der Auslöseaspekt  Orc 45 Hau T* durch die Venus-Haumea-Konjunktion wurde nicht wirksam, möglicherweise durch die kurz hintereinander exakt werdenden Uranus-H*-Aspekte Ura 150 Orc und Ura 30 Chi. Das Auftreten im "Doppelpack" hätte hier stärker bewertet werden können. Ura 150 Orc trat dann auch noch am 15. in einer Symmetrie auf, die sich auch hier stärker als die Sonne-T-Aspekte des Tages erwies, so dass nun 4 Tage hintereinander das Indexvorzeichen nicht mit der Wetterlage übereinstimmte, was nur sehr selten bisher vorkam. In Italien gab es dagegen katastrophale Regenfälle, das heißt, der Zyklonalisierungsfokus hatte sich nach Süden verschoben. Hoch Otto bewegte sich mit seinem Kern langsam weiter bis nach Osten über den Balkan nach Russland und blieb dabei über annähernd ganz Deutschland und bis nach Frankreich ausgedehnt. Am 17. / 18. bewirkte Tief Denise über dem Nordmeer einen Luftdruckrückgang, der mit dem Premeteo-Index korrespondierte, aber keinen Wetterlagenwechsel brachte. Hoch Otto dehnte sich noch bis zum 22. von Russland weit bis nach Deutschland aus. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +32.
Tiefdruckphase 3: SW-D befand sich am 23. im flach zyklonalen Bereich eines Tiefs bei Island, das bei Sonnenaufgang im Oberrheingraben ein eindrucksvolles Morgenrot bewirkte. Dieser Tag hatte als einzelner Tag einen stark negativen Index von -17.
Hochdruckphase 3: Am 24. hatte sich das Tief über Island wieder auf den Atlantik zurückgezogen und Hoch Otto über Südostrussland bekam für einen Tag noch mal  Einfluss auf unsere Region. Der Premeteo-Index lag bei +12.
Tiefdruckphase 4: Dann übernahmen Tief Franziska über Großbritannien und anschließend Tief Gabriele die Regie. Am 28. bildete sich Tief Heike über dem Golf von Genua aus. Die Opposition Chiron 180° Orcus wurde an diesem Tag zum zweiten Mal im November exakt und ähnlich wie am 11. / 12. November kam es erneut zu starken Niederschlägen im Mittelmeerraum! Aber dieses Mal blieb auch unsere Region bis zum 29. im Bereich dieser starken Zyklone. Der Premeteo-Index summierte über die ganze zyklonale Phase auf -17.
Hochdruckphase 4: Am letzten Tag des Monats setzte sich durch die Kaltluft an der Rückseite des Tiefs das Zwischenhoch Peng durch. Der Premeteo-Index betrug +1.

Zusammenfassung:
Der November hatte problematische Prognosephasen durch das zweimalige Exaktwerden der Chiron-Orcus-Opposition am 11. und am 28. November 2012. Der Zyklonalisierungsfokus verlagerte sich in beiden Fällen in den Mittelmeerraum, wo es gerade  um diese Tage zu katastrophalen Starkniederschlägen kam. Das Auftreten dieser exakten Opposition war im ersten Fall begleitet von dem zeitnahen Exaktwerden der beiden noch unsicheren H-Aspekte Uranus 150° Orcus und Uranus 30° Chiron, und die südwestdeutsche Region geriet in eine antizyklonale Strömung. Beim zweiten Fall kam das Exaktwerden des sicheren T-Aspektes  Orcus 45° Haumea  hinzu und SW-D verblieb im zyklonalen Bereich.
So machte der November - trotz des nur mäßigen Prognoseerfolgs -  rückblickend gerade die strukturelle Einheit des Sonnensystems bis in den äußeren Kuipergürtel wieder besonders sichtbar.

Der Premeteo-Index stimmte mit seinem Vorzeichen an 13 Tagen nicht mit der Bodenwetterlage überein, doch lag er an 8 Tagen dabei im sehr flachen Bereich von =¦5¦, wodurch die Auswertung der Symbolprognose doch zufriedenstellend ausfiel.

SW-D befand sich an 17 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +50, was einer Indexzahl von +2,94 pro Tag entspricht.

An 13 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -17, was einer Indexzahl pro Tag von -1,31 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 2 Tagen falsch (am 4, u. 24. ), an 17 Tagen richtig und an 11 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 11 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -9,1 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 19 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +8,1 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.