Oktober 2012

Auswertung 09/2012

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Oktober 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Zunächst bestimmte Hoch Harald und dann das Azorenhoch über O-Europa zu Monatsbeginn das Wetter über SW-D bis zum 3. Der Premeteo-Index summierte auf +23.
Tiefdruckphase 1: Am 4. Oktober brachte Tief Marianne über dem Nordmeer reichlich Niederschlag. Der Premeteo-Index betrug -5.
Hochdruckphase 2: Schon am nächsten Tag stellte sich über dem südlichen Deutschland die Strömung wieder um, und auch der 6. Oktober war noch als überwiegend antizyklonal einzustufen. Erst in der Nacht zum 7. setzte starker Regen ein. Der Premeteo-Index summierte auf +49.
Tiefdruckphase 2: Am 6. hatte die Tagesmitteltemperatur in Lahr 17,2°C betragen, am 7. sank sie durch die Kaltfront von T-ex-Nadine auf 12,1°C ab. Der Premeteo-Index betrug -6. Die Kaltluft stabilisierte die Atmosphäre am 8. durch Hoch Joannes vorübergehend. Am Nachmittag verdichtete sich jedoch die Bewölkung bereits wieder und brachte lokal kräftigen Regen. Auch am 9., aber bei einem Premeteo-Index von +5, bestimmte ein Tief über NO-F das Wetter mit andauerndem Regen im Süden der Region. Über die ganze Phase summierte der Premeteo-Index auf -7.
Hochdruckphase 3: Hoch Justin über Großbritannien dehnte sich am 10. flach nach Mitteleuropa aus. Im Süden der Region blieb es weiterhin stark bewölkt und es kam lokal zu starken Niederschlägen. Der Premeteo-Index lag für diesen Tag bei +1.
Tiefdruckphase 3: Am 11. beeinflusste Hoch Justin noch den nördlichen Teil der südwestdeutschen Region. Der Luftdruck fiel beständig und die zyklonale Strömung von Tief Perditha dehnte sich bis in unsere Region aus. Tief Perditha bestimmte bis zum 13. das Wetter und am 14. folgte noch Tief Quendolin nach, obwohl an diesem Tag der Premeteo-Index schon auf +13 geklettert war. Das Diagramm zeigt sehr schön, dass am 13. der Luftdruck sich am Index 1 (täglich exakte Aspekte) orientierte und das Minimum der Tiefdruckphase um einen Tag verspätet gegenüber dem gleitenden Durchschnitt des Premeteo-Index erscheint. Der Index 1 am 13. war von den zwei Mars-H-Aspekten Mars 45° Haumea und Mars 90° Orcus bestimmt. Außerdem hätte die Symmetrie Mer 23 Mar Hau H +14 wegen Mer 144 Jup Ura TTA* -14 nicht berechnet werden dürfen! Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf -24.
Hochdruckphase 4: Am 15. und 16. bildete sich eine flache, antizyklonale Strömung aus, die sich am 17. in die Hochdruckzelle Kourosh über den O-Alpen weiterentwickelte und dann in den Balkan zog. Der Premeteo-Index summierte auf +13.
Tiefdruckphase 4: Am 18. dehnte sich Tief Tavinia flach bis über W-Deutschland aus, und am 19. hielt ein flaches Wellentief über Benelux, W-Frankreich und Spanien eine flache Zyklonalität aufrecht. Der Premeteo-Index summierte auf -3.
Hochdruckphase 5: Eine Hochdruckzelle mit Kernen über N-Italien und Ukraine dehnte sich am 20. über ganz Deutschland aus. Am 21. war es Hoch Lars über der Nordsee, das die Regie übernahm, am 22. wieder Hoch Kourosh über dem Balkan. Am 23. lag die Region erneut im Einflussbereich von Hoch Lars, das sich jetzt über Skandinavien befand. Die antizyklonale Strömung flachte allmählich bis zum 25. ab. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +56.
Tiefdruckphase 5: Tief ex-Rafael westlich von Portugal und Tief Veronika über Skandinavien ließen den Druck am 26. stark fallen und dehnten sich über fast ganz Europa und Russland aus. Am 27. zog der Kernbereich von Tief ex-Rafael über die Region und es schneite den ganzen Tag. Nach 6 Uhr stieg der Druck wieder an. Durch die Merkur-Symmetrie Mer 144 Eri Cer  (23) H  A  T* +7 lag der Premeteo-Index bei +9, als einzelner positiver Tag. Am 28. zeigte die 500 hpa Karte eine gewaltigen Trog über ganz Europa mit Kern über Südfrankreich und SW-D lag gerade im Bereich der Höhentrogachse. Der Schwarzwald war eingeschneit. Für diese Tiefdruckphase summierte der Premeteo-Index auf -7.
Hochdruckphase 6: Entgegen dem Premeteo-Index von  -7 bewirkte der starke Kaltlufteinbruch am 29. eine vorübergehende Absinkbewegung mit der flachen Hochdruckbrücke Mario über ganz Deutschland. Der Höhentrog hatte sich destabilisiert.
Tiefdruckphase 6: Am 30. trat durch Tief Wilma über Skandinavien zwar ein deutlicher Druckfall ein, aber der zyklonale Einfluss blieb für Südwestdeutschland
nur flach. Der Premeteo-Index lag bei -10.
Hochdruckphase 7: Trotz weiterhin stark fallenden Drucks wurde der letzte Tag des Monats in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index von +6 durch Hoch Mario I über dem Balkan von einer antizyklonalen Strömung bestimmt.

Zusammenfassung: Seit Mai 2009, der Veröffentlichung der täglichen Premeteo-Index-Prognosen, ist der Oktober 2012 der Monat mit den wenigsten Fehlprognosetagen. An nur 4 Tagen stimmte das Index-Vorzeichen nicht mit der real eingetretenen Wetterlage überein und nur an einem einzigen Tag zeigte das Premeteo-Wettersymbol eine gegensätzliche Witterung an.

Für das laufende Jahr 2012 lag die monatliche Fehlprognosenrate bezüglich einer zyklonalen oder antizyklonalen Wetterlage bisher im Mittel bei 8,7 Tagen.
Zum Vergleich: 2009 betrug die Fehlprognosenrate je Monat im Mittel 10,1 Tage 2010 waren es 10,2 und im Jahr 2011 9,5 Tage je Monat.

Seit Mai 2009 gab es vier Monate, die insgesamt als Fehlprognosemonate bezeichnet werden mussten: Dezember 2010 mit 17, November 2011 mit 15, sowie Januar und April 2012 mit 16 und 15 Fehlprognosetagen. Ohne diese vier Monate läge die mittlere Fehlprognoserate pro Monat für den gesamten Zeitraum bei genau 9 Tagen.

Nimmt man für dieses Jahr 2012 die beiden Fehlmonate Januar und April aus der Rechnung heraus, so weisen die restlichen acht Monate mit im Mittel nur 6,6 Fehlprognosetagen eine beachtlich gute Bilanz auf, wenn man bedenkt, dass die Prognosen schon ein bis zwei Jahre im voraus erstellt und notariell hinterlegt wurden.
Ein direkter oder indirekter Zusammenhang kosmischer Konstellationen mit regionalen Atmosphärenströmungen wird damit immer wahrscheinlicher.

SW-D befand sich im Oktober 2012 an 17 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +141, was einer Indexzahl von +8,29 pro Tag entspricht.

An 14 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -56 was einer Indexzahl pro Tag von -4 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 1 Tagen falsch (am 15.), an 15 Tagen richtig und an 15 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 12 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -7,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 19 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +9,2 pro Tag.

kosmogramm-link
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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.