September 2012

Auswertung 2012/09

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf September 2012 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Hoch Christoph über dem O-Atlantik bestimmte in den ersten Tagen das Wetter unserer Region. Dabei war es bis zum 3. überwiegend stark bewölkt und kühl, vor allem im Süden der südwestdeutschen Region. Der 3. September war ein einzelner stark negativ prognostizierter Tag zwischen einem  sonst im positiven Bereich verlaufenden Premeteo-Index und in ihrer Gesamtentfaltung spiegelte die Witterung das durchaus wieder. Auch der 4. September wurde noch von Hoch Christoph geprägt, das sich dann weiter nach Osten bewegte und Hoch Dennis Platz machte, das vom Ostatlantik über Großbritannien bis nach Deutschland zog. Ein weiterer Fehlprognosetag war der 7. mit einem Premeteo-Index von -5, wiederum ein einzelner negativer Tag. Das Diagramm zeigte aber einen geglätteten Index, der ebenfalls im positiven Bereich blieb. Die Luftmasse wurde nun zusehends trockener und die Wolkenbildung ging stark zurück. Hoch Dennis bestimmte das Wetter bis zum 11. Im Laufe des 11. kam es durch den Einfluss von Tief Grainne über dem Nordmeer zu Gewitterbildungen am Nachmittag und in der Nacht. Am 12. dehnte sich bereits Hoch Ennio vom Atlantik bis Südwestdeutschland aus, aber die einfließende Kaltluft führte noch zu starker Bewölkung und Schauern, außerdem bildete sich zum 13. ein kleiner, flacher Trog über den Beneluxländern aus. Insgesamt blieb die Strömung überwiegend antizyklonal in der Bodenschicht, während in der Höhe die Region unter einem stark ausgeprägten Trog lag. Entsprechend musste speziell am 12. die Symbolprognose als falsch eingestuft werden. Vom 14. auf 15. ging eine flache Kaltfront durch und Hoch Ennio teilte sich in Hoch Ennio I über dem Ostatlantik und Hoch Ennio II über S-Deutschland und die antizyklonale Lage setzte sich weiter fort. Am Abend des 18. kam es durch Tief Ilka über dem Eismeer zu einem Vorstoß kalter Luftmassen mit Gewitterbildung über unserer Region. Am 19. mit einem Premeteo-Index von -15 überquerte die Höhentrogachse unser Gebiet, aber in der Bodenschicht sanken die kalten Luftmassen ab und setzten die antizyklonale Lage, die nun schon seit Beginn des Monats anhielt, bis zum 21. September weiter fort. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +239.
Tiefdruckphase 1: Tief Jenny und Tief Karin übernahmen ab dem 22. die Regie. Am 24. lag der Premeteo-Index bei +13 als Tief Karin mit Sturmböen die Region überquerte. Die 13 Punkte kamen aus dem Index 3 durch die Konjunktion der Sonne mit dem Galaktischen Superzentrum. Diese Konjunktion ist ein T-Aspekt, aber der Auslöse-Aspekt GSZ 120 Apo ist ein H-Aspekt. Bei der Prognosenerstellung bestand die Unsicherheit, ob die Konjunktion oder ihre Auslösung dominant sein würde. Es ist also eindeutig die Konjunktion der Sonne, zumal diese gegen 16 UTC auch noch einen T-Aspekt mit Juno bildete. Zusätzlich verstärkte sich die Konstellation durch Son 120 Apo. Das korrigierte Diagramm zeigt den Premeteo-Index ohne den Auslöseaspekt. Tief Karin bestimmte bis zum 27.die Witterung, wobei am 26. auch der Höhentrog bei einem Premeteo-Index von -18 seine prägnante Entwicklung erreichte. Der Premeteo-Index summierte auf +6.
Hochdruckphase 2: Der Höhentrog blieb weiterhin bis zum Monatsende erhalten, aber in der Bodenschicht bildete sich erst Hoch Günter, dann Hoch Harald aus und stabilisierten die Atmosphäre. Es kam verstärkt zu Nebelbildung. Der Premeteo-Index summierte auf +3.




Zusammenfassung:
Der September 2012 war mit insgesamt 23 Hochdruckwettertagen prognostiziert worden. In der Realität waren es 24 Tage. Eine Besonderheit des Monats war die Hochdruckphase H1, die vom 1. bis zum 21. anhielt und in Südwestdeutschland nur kurz von Gewitterfronten unterbrochen war. Diese brachten dann jeweils starke Niederschläge durch eindringende Kaltluftmassen, die aber zugleich wieder die Bodenschicht rasch antizyklonalisierten.

SW-D befand sich an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt 242, was einer Indexzahl von +10,08 pro Tag entspricht.

An 6 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +6, was einer Indexzahl pro Tag von +1,00 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 1., 12., 24., 25.), an 20 Tagen richtig und an 6 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 7 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -12,4 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 23 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +14,6 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.