Februar 2013

Auswertung 2013/02Auswertung korrigiert 2013/02

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Februar 2013 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Der Monat begann mit einer flachen, antizyklonalen Strömung bei starker Bewölkung und Niederschlag, die sich am Nachmittag auf zyklonal umstellte durch Tief Norfried, das sich mit seinem Kern vom O-Atlantik  nach O-Deutschland um Mitternacht verlagerte. Auch am 2. kam es zu starkem Niederschlag, der am Abend in Schnee überging, doch zeigten die Isobaren der Mittagskarte über unserem Gebiet bereits wieder eine antizyklonale Krümmung und der Druck stieg recht schnell wieder kräftig an. Das Diagramm zeigt, dass die rasche, tief abfallende Luftdruckpassage gegenüber dem Premeteo-Index um einen Tag zu früh eintrat. Am 1. war für 19 UTC die Symmetrie Var 150 Qua Mer  (19) Tf*  Hf K  H -7? notiert und wegen der gegenläufigen starken Impulse nicht einberechnet worden. Der reale Wetterlauf zeigte in diesem Fall, dass der höherrangige T-Aspekt Var 150 Qua gegenüber dem lokal starken H-Aspekt  Mer 150 Var dominant war. Das hat zur Folge, dass drei zeitnahe Merkur-H-Aspekte eigentlich nicht anzurechnen waren. Die starken Merkur-T-Impulse des 2./3. Februar hatten sich dagegen verfrüht schon mit der Merkur-T-Symmetrie sozusagen entladen.   Der korrigierte Premeteo-Index würde dann für den 2. Februar nur bei +1 liegen. Am 3. hatte sich das Azorenhoch über unsere Region ausgedehnt und damit wurde dieser Tag bei einem Index von -27 zur Fehlprognose bezüglich der Strömungsform, war aber überwiegend bewölkt mit Schneeschauern, d.h. bei der Symbolprognose richtig. Trotz starkem Wind und reichlich Regen blieb der Isobarenverlauf in unserer Region am Boden und in der Höhe durch das Azorenhoch flach antizyklonal. Die Strömungsform entsprach daher flach dem Vorzeichen des Premeteo-Index, aber die Symbolprognose war falsch. Mars war am 4. und 5. in Konjunktion mit Neptun und dies löste den noch völlig unbekannten Aspekt Neptun 150 GSZ aus. Wahrscheinlich wird er sich als zyklonaler Impuls erweisen. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +50.
Tiefdruckphase 1: Am 5. fiel der Luftdruck deutlich und nach einigen Auflockerungen am Vormittag setzte zum Teil kräftiger Schneefall ein. Die Mars-Neptun-Konjunktion löste Neptun 150 GSZ aus, dessen Tiefdruckimpuls damit immer wahrscheinlicher wurde. Am 6. schließlich wurde der Neptun-Aspekt gegen 1 UTC in seiner Konstellation zur Erde exakt. Tief Pille durchquerte dabei Deutschland und der Impuls dieser Winkelbeziehung erwies sich eindeutig als zyklonal. Es kommt weiter zu kräftigen Schneefällen, auch noch am 7., an dem die Strömung wieder auf antizyklonal umstellte. Der prognostizierte Premeteo-Index summierte auf +38, der korrigierte Premeteo-Index auf -3.
Hochdruckphase 2: Am 7. war um die Mittagszeit über unserer Region die Strömung bereits antizyklonal. Es bildete sich ein flacher Keil von der Iberischen Halbinsel über Frankreich nach W- und S-Deutschland aus. Dabei kam es immer wieder zu kräftigen Schneefällen, auch noch am 8. Auf 500 hpa blieb die Strömung im zyklonalen Bereich. Erst am 9. kam es vermehrt zu Sonnenschein. Der Premeteo-Index summierte auf + 54.
Tiefdruckphase 2: Am 10. herrschte bei beständig fallendem Luftdruck wunderbar sonniges Wetter. Um die Mittagszeit stellte die Strömung durch Tief Reinhold auf zyklonal um, das einen kräftigen Trog von Island über England bis NW-Frankreich bildete. Es kam in der Nacht zum 11. und zum 12. zu Schneefällen. Die Witterung blieb auch am 12. überwiegend zyklonal, obwohl der Premeteo-Index bereits wieder flach positiv war, aber der Luftdruck stieg deutlich an. Der Premeteo-Index summierte auf +7.
Hochdruckphase 3: Am 13. kam unsere Region bis Mittag in den antizyklonalen Bereich von Hoch Doris über NW-Russland, sozusagen mit einer gewissen Zeitverzögerung durch den flach positiven Premeteo-Index der zwei vorangegangenen Tage. Am 13. selbst lag der Index bei 0.
Tiefdruckphase 3: Bei einem Premeteo-Index von -10 fiel am 14. permanent der Luftdruck durch Tief Nemo südlich Islands, und in der Mittagszeit stellte sich die Strömung auf den zyklonalen Bereich um. Das Druckminimum wurde am nächsten Tag gegen 3 Uhr erreicht, so dass der 14. als der Tag mit dem größeren Anteil an Zyklonalität angesehen werden konnte.
Hochdruckphase 4: Am 15., nach kräftigem Schneefall in der Nacht, kam unsere Region bis Mittag in den Strömungsbereich von Hoch Elke, das sich mit seinem Kern vom Atlantik westlich der Iberischen Halbinsel nach Frankreich und auch nach Deutschland hinein bewegte und am 19. eine Hochdruckbrücke bildete von England über Frankreich und das südliche Deutschland bis über den Balkan zu Hoch Doris. Ab dem 20. wurde Hoch Fenne über Skandinavien wetterbestimmend. Das okkludierte Tief Sigmund hatte sich über Polen festgesetzt und bestimmte auf 500 hpa als kräftige zyklonale Strömung die Witterung mit starker Wolkenbildung und Schneeschauern. SW-D lag bis zum 22. noch im antizyklonalen Isobarenbereich von Hoch Fenne innerhalb der Bodenschicht, während die Höhenkarte über Mitteleuropa ein ausgeprägtes Tief aufwies. Entsprechend gab es viel Bewölkung mit Schneeschauern und die Symbolprognose war nur tendenziell richtig, das heißt, das Wetter war bedeckter und "schlechter", als die Prognosesymbole erwarten ließen.
Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +57.
Tiefdruckphase 4: Am 23. setzte sich das Tiefdrucksystem Thomas über dem westlichen Mittelmeer mit seinem zyklonalen Strömungsbereich auch über unserer Region durch. Der Premeteo-Index war mit +8 flach positiv durch Jun 180° Var H*, begleitet von Ven 144° GSZ A und Ven 60° GaZ T. Auch am 24. bei einem Premeteo-Index von +24 blieb Deutschland voll im Bereich von Tief Thomas über Norditalien. Der positive Index kam hauptsächlich aus den Symmetrien. Interessant waren hierbei die Oppositionssymmetrie von Orcus zu Sonne und Neptun, die darauf hindeutet, dass die noch unbekannte Opposition zwischen Neptun und Orcus einen Tiefdruckimpuls enthalten könnte. Außerdem zeigte die Konjunktionssymmetrie der Sonne zwischen Neptun und Chiron, dass diese Neptun 150° GSZ als Tiefdruckimpuls auslöste, während die reine Konjunktion der Sonne mit Neptun, die für sich selbst ein H-Aspekt ist, den zyklonalen Neptun-Aspekt nicht auslöste. Das ist eine wichtige Beobachtung! Da der Impuls bei der Erstellung der Prognose noch nicht bekannt war, zeigt das korrigierte Diagramm nun auch den für diesen Tag aktualisierten Premeteo-Index. Der originale Premeteo-Index summierte auf +32.
Hochdruckphase 5: Am 25. übernahm in der Bodenströmung bis Mittag Hoch Fenne über Skandinavien die Regie. Auf 500 hpa blieb es noch zyklonal. Erst am 27. bei einem Premeteo-Index von +17 setzte sich auch in der Höhe die antizyklonale Strömung durch. Am 28. kam Venus in Konjunktion mit Neptun, doch die Auslösung von Nep 150° GSZ  als möglicher, zyklonaler Impuls blieb bezüglich der Strömung nur ganz schwach ausgeprägt. Es gab im Index 2 H-Symmetrien mit Sonne und Jupiter. Die Witterung zeigte sich jedoch weiterhin dicht bewölkt und mit einer deutlichen Erwärmung ab dem 27. Februar. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Hochdruckphase auf +30.




Zusammenfassung:

Der Februar 2013 war bezüglich der Bodenströmung mit 21 richtig prognostizierten Tagen ein guter Prognosemonat, fiel aber bezüglich der Prognosesymbole sehr schlecht aus. Da gab es nur zwei richtige Tage. Wie schon im Januar war es trotz der realen 20 antizyklonalen Tage fast immer stark bewölkt, es fielen Niederschläge und Sonnenschein zeigte sich nur sehr selten.

Der Februar 2013 hatte die Besonderheit, dass es zwar in der Bodenströmung 20 antizyklonale Tage gab, in der Höhe auf 500 hpa lagen jedoch nur 5 Tage eindeutig im antizyklonalen Bereich. Diese andauernde Differenz zwischen Boden- und Höhenströmung mit dem ausgeprägten Höhentief verursachte die schlechte Symbolprognose, die ja nur eine einfache Zuordnung zum Premeteo-Index darstellt.

Konstellatorisch prägnant war für den Februar 2013 die bisher unbekannte Winkelbeziehung Neptun 150° Supergalaktisches Zentrum (GSZ), die am 6. Februar exakt wurde. An diesem Tag wurde der niedrigste Luftdruckwert mit 999,1 hpa (Lahr, 6 UTC) des Monats erreicht!  Mars,  Merkur, Sonne und Venus bildeten im Verlaufe des Monats Konjunktionen mit Neptun, so dass der wahrscheinlich zyklonale Impuls der Neptun-GSZ-Struktur besonders aktiviert und auf 500 hpa präsent blieb.

SW-D befand sich an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +191, was einer Indexzahl von +9,55 pro Tag entspricht.

An 8 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +67, was einer Indexzahl pro Tag von +8,38 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 12 Tagen falsch (am 1., 2., 4., 5. - 9., 16., 20., 24., 27.), an 2 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 2 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -14,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 26 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +12,9 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.