Februar 2016

Auswertung 2016/02

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Februar 2016 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Im Diagramm sind über der Datumsachse die real eingetreten Hoch- und Tiefdruckphasen durch Doppelpfeile eingetragen. Ausschlaggebend für die Evaluation ist der tägliche Premeteo-Index, in der dünneren, roten Linie mit Dreieckspunkten dargestellt. Ein negativer Premeteo-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Tiefdruckströmung, ein positiver Premeteo-Index die Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Hochdruckströmung an.
Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Ausschlaggebend ist die Europa-Bodenkarte um 0 UTC, die feiner skalierte 12 UTC-Karte von Mitteleuropa wird nur bei einem Wetterlagenwechsel für die Einordnung des Tages hinzugezogen. Am Ende des Dokuments befinden sich die Tabellen und Konstellationen, die dem Diagramm zugrunde liegen.)

Hochdruckphase 1: Ein Hoch mit Kern über dem Atlantik westlich der Iberischen Halbinsel setzte sich bis Südwestdeutschland durch. Es blieb noch bedeckt, doch der Luftdruck stieg den ganzen Tag an. So begann der Februar in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index. Auch am 2. Februar bestimmte das Azorenhoch die Strömung über der Region, allerdings blieb es noch immer überwiegend dicht bewölkt und in der Nacht zum 3. kam es zu einem kurzen Vorstoß von Tief Norkys, dessen beide Kerne über Schweden und Finnland lagen. Mit zum Teil stürmischem Wind und kräftigen Niederschlägen kam es zu einem raschen Trogdurchgang und bis zum Mittag hatte sich bei steigendem Luftdruck bereits wieder das Azorenhoch durchgesetzt, das inzwischen den Namen Edwin bekommen hatte. Der Premeteo-Index zeigte vom 2. zum 3. Februar einen Abfall von 10 Punkten auf den Wert 1 und stieg zum 4. wieder steil auf 12 Punkte an. Das wurde vom Luftdruck nachgezeichnet. Der hohe Luftdruck hängt mit der Opposition von Uranus mit dem Mondapogäum zusammen, die durch die Konjunktion von Vesta mit Uranus im Index 3 aktiviert wurde. Am Nachmittag des 4. kam es zu einem Trogdurchgang von Tief Pia, das um 0 UTC mit seinen Kern noch über der Südspitze Grönlands lag. Es war schon den ganzen Tag trotz des hohen Luftdrucks dicht bewölkt und am Nachmittag begann es zu regnen. Da bis Mittag die Isobaren noch nicht eindeutig zum Tief hin gekrümmt waren, wurde dieser Tag noch als überwiegend antizyklonal eingestuft. Hoch Edwin bestimmte auch am 5. und 6. die Strömungslage über unserer Region und wanderte dabei mit seinem Kern von Südwestfrankreich zur Adria. Sonniges und frühlingshaftes Wetter gab es dabei am 6., aber bei bereits wieder kräftig fallendem Luftdruck. Der Premeteo-Index summierte über die 6-tägige Hochdruckphase auf +50.
Tiefdruckphase 1: Tief Quirina westlich von Schottland dehnte sich am 7. über West- und Mitteleuropa aus. Am 8. hatte Tief Ruzica diese Position eingenommen und brachte Sturm, weshalb einige Rosenmontagsumzüge abgesagt wurden. Gleich am folgenden Tag, dem 9. Februar, stürmte Tief Susanna mit seinem Kern über den Nordwesten Deutschlands. In Südwestdeutschland wurde der tiefste Druck zusammen mit Gewittererscheinungen bei unter 990 hpa gegen 18 Uhr MEZ erreicht. Da sich der Tiefdruckdurchgang sehr rasch vollzog, erschien dieses Minimum nicht im Diagramm.  Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf -8.
Hochdruckphase 2: Tief Ruzica verlagerte im Laufe des 10. seinen Kern in den skandinavischen Raum. Um 12 UTC lag Südwestdeutschland trotz des sehr niedrigen Luftdrucks schon im Isobarenbereich eines flachen Hochdruckkeils von Südwesteuropa, der die Atmosphäre auch am 11. stabilisierte. Der Premeteo-Index summierte auf + 11.
Tiefdruckphase 2: Am 12. sank auch in den Tallagen die Temperatur auf 0°C herab, doch am Vormittag setzte durch Tief Therese über dem Ostatlantik schon Druckfall ein und die Mittagkarte zeigte, dass sich sein Isobarengebiet über Südwestdeutschland ausgedehnt hatte. Tief Therese zog am 13. über Deutschland und am 14. folgte ihm Tief Ulrika von Westen bereits nach. Der Luftdruck erreichte erneut ein extremes Minimum von unter 990 hpa. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf -4.
Hochdruckphase 3: Tief Ulrika wanderte nach Osten ab und um Mittag des 15. hatten sich schon die Isobaren von Hoch Friedhelm über die südwestdeutsche Region ausgedehnt. Hoch Friedhelm über dem Ostatlantik bestimmte auch am 16. die Wetterlage. Auf 500 hpa blieb die Strömung zyklonal und die beiden Tage waren weitgehend dicht bewölkt. Der Premeteo-Index summierte auf +21.
Tiefdruckphase 3: Tief Virginie über Sardinien reichte am 17. flach über unsere Region. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -10.
Hochdruckphase 4: Der Luftdruck erreichte zwar erst am 18. ein Minimum, aber um 0 UTC zeichnete sich eine kleine, flache Hochdruckzelle über den Alpen/Norditalien ab und Deutschland lag im Bereich eines nur schwachen Luftdruckgradienten, obwohl der Premeteo-Index noch einen Wert von -9 hatte. Verantwortlich ist hierfür wahrscheinlich Neptun 135° Haumea, der zwar erst am 19. im Index 3 und ohne Bewertung erscheint, da zum Prognosezeitpunkt sein Impuls noch unbekannt war. Aber inzwischen wurde er als möglicher H?*(6/3)-Aspekt im Wetterschlüssel eingetragen. Der Aspekt wurde durch die Konjunktion von Ceres mit Neptun aktiviert. Am 19. stimmte der Premeteo-Index mit +8 Punkten wieder mit der Wetterlage überein. Das Island-Tief Xin verstärkte sich mit Ceres 72° GaZ W* am 20., doch blieb über Südwestdeutschland die Strömung noch flach antizyklonal durch Hoch Gerhard über der Iberischen Halbinsel. Die Bewölkung von Tief Xin drang jedoch mit starkem Wind am Vormittag und Regen am Nachmittag bis über die Region vor. Der tiefste Luftdruck wurde gegen Mitternacht mit etwa 1020 hpa erreicht. Am Vormittag des 21. dehnte Hoch Gerhard seinen Isobarenbereich schon wieder über Südwestdeutschland aus. Auch am 22. bestimmte Hoch Gerhard noch das Wetter über Südwestdeutschland, aber sein Kern hatte sich um 0 UTC weit nach Süden zurückgezogen bis über die Küste von Tunesien-Libyen. Der Premeteo-Index summierte über die 5-tägige Hochdruckphase auf +34.
Tiefdruckphase 4: Der kräftige, schnelle Tiefdruckdurchgang am 23. war im Verlauf des Premeteo-Index nicht vorgesehen. Er fand statt durch Tief Xin I und II über Nordmeer und Baltikum, begleitet durch die Aspekte Sonne 144° Varuna T am 22. um 17:03 UTC, Venus 135° aufst. Mondknoten T am 23. um 11:19 UTC (ungefähr Zeitpunkt des tiefsten Luftdrucks). Die H-Aspekte von Merkur, Venus und Vesta kamen nicht zum Zuge. Tief Xin hatte über dem Nordmeer schon am 20./21. seine stärkste Zyklonalität erreicht mit (Ceres 0° Neptun T*W*) 72° GaZ W*. Der Vorstoß bis Südwestdeutschland kam erst zustande, als die beiden H-Aspekte der Sonne zu Makemake und GSZ abgeklungen waren und der T-Aspekt mit Varuna exakt wurde. Auch war der Index 3 zum 23. dadurch stark abgefallen. Wieder ein Hinweis darauf, dass die Sonne im Premeteo-System in bestimmten Strukturkombinationen als unterbewertet erscheint. Der Premeteo- Index hatte einen Wert von +17.
Hochdruckphase 5: Hoch Hans über dem Nordatlantik bildete am 24. um 0 UTC einen schmalen Keil bis nach Südwest- und Süddeutschland aus, während sich über dem Ostatlantik das okkludierte Tief Yuki befand, das am Nachmittag mit seinen Wolkenfeldern bis in unsere Region vordrang und in der Nacht zum 25. rasch über Südwestdeutschland hinweg zog. Es brachte etwas Niederschlag, in höheren Lagen als Schnee. Die Strömung stellte sich schon bis Mittag auf Hoch Hans um, das sich auch noch am 26. mit seinem Kern über Westdeutschland befand. Der kurze Einbruch des Tiefs Yuki am 25. vollzog sich bei einem Premeteo-Indexwert von +1 und der Luftdruckverlauf entsprach dem Indexverlauf und auch der Tatsache, dass die Strömung dennoch für diesen Tag als überwiegend antizyklonal eingestuft werden konnte. Interessanterweise blieb jedoch während der 3-tägigen Hochdruckphase am Boden die Strömung auf 500 hpa zyklonal. Der Premeteo-Index summierte über auf +32.
Tiefdruckphase 5: Zum 27. vollzog sich in der Höhe ein Wechsel zu einer flachen antizyklonalen Strömung, während sich in der Bodenschicht Tief Zissy über der Biskaya vertiefte und Südwestdeutschland schon in seinen Isobarenbereich mit einschloss. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +7 und das frühlingshafte, sonnige Wetter stimmte mit den Erwartungen durch einen positiven Premeteo-Index überein. Der Aspekt Merkur 60° Uranus T scheint einen starken Lokalbezug zur Region Frankreichs zu haben. Tief Zissy mit 995 hpa Kerndruck wanderte zum 28. in den Westmittelmeerraum und Deutschland verblieb weiterhin in seinem Isobarenbereich. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +23. Das sehr ruhige Wetter mit hochnebelartiger Bewölkung hatte tatsächlich einen leicht antizyklonalen Charakter, und auf 500 hpa war auch eine flache Hochdruckzone vorhanden. Dennoch musste auch dieser Tag als Fehlprognose bezüglich der Strömung eingeordnet werden, obwohl ab Mittag deutlicher Luftdruckanstieg einsetzte. Die Sonne trat gegen 16 UTC in Konjunktion mit Neptun. Dies aktivierte den Aspekt Neptun 72° Gaz ?*, dessen Impuls noch nicht geklärt ist. Eine weitere Besonderheit dieses Tages ist die Konjunktion von Makemake mit dem Supergalaktischen Zentrum berechnet für 23:32 UTC auf 2°17’24’’ Waage. Die erste dieser Konjunktionen war am 4. November 2015 während einer Hochdruckphase aufgetreten. Auch am letzten Tag des Monats lag unsere Region im Isobarenbereich von Tief Zissy, das sich auf 990 hpa vertieft hatte und nun mit seinem Kern über Korsika lag.

Zusammenfassung:
Da 75% der 29 Februartage bezüglich der Hoch- oder Tiefdruckströmung richtig prognostiziert waren, darf dieser Monat zu den guten Prognosemonaten des Premeteo-Index gezählt werden. Auffallend war der sehr tiefe Luftdruck zwischen dem 12. und 14. Februar durch Tief Therese und Tief Ulrike, während der Premeteo-Index nur flach um die Nulllinie schwang. Ebenso auffällig war die starke Entfaltung von Tief Zissy am 27. und 28., das von der Biskaya zum Mittelmeer wanderte  (siehe Diagramm und Wetterlagenbeschreibung unter dem Link Auswertung-der-Februar-2016-Premeteo-Prognose ).

Die Symbolprognose war mit 9 Fehlprognosetagen relativ schlecht ausgefallen. Immer gab es sehr viel mehr Bewölkung als erwartet, auch an den richtig prognostizierten antizyklonalen Tagen.

Eine Besonderheit des Februar 2016 war die zweite Konjunktion der sehr seltenen Konjunktionsphasen des Kuipergürtelplaneten Makemake (Umlaufzeit rund 310 Jahre) mit dem Supergalaktischen Zentrum (GSZ). Sie wurde nach unserem Berechnungsverfahren für den 28.02.2016 um 23:32 UTC auf 2°17’24’’ Waage berechnet.

SW-D befand sich an 18 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +148 und entsprach damit einer Indexzahl von +8,22 pro Tag.
 
An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +23 und entsprach damit einer Indexzahl von +2,09 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 9 Tagen falsch (am 1., 2., 4., 10., 15., 16., 20., 23. und 28.), an 6 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 02/2016

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.