Februar 2017

Auswertung 2017/02

 Auswertung 2017/02 korrigiert

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

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Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Februar 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Die Prognose des Februar 2017 wurde ähnlich wie der Januar 2017 nur unbefriedigend erfüllt. Bezüglich der Strömung waren nur 16 Tage mit richtigem Vorzeichen berechnet worden und der mittlere Premeteo-Index in den realen Tiefdruckwetterphasen lag im positiven statt im negativen Bereich.

Der Blick auf das Auswertungsdiagramm zeigt, dass besonders zu Beginn und am Ende des Monats der Premeteo-Index viel zu hoch im positiven Bereich verlief, zusätzlich jeweils kombiniert mit einem spiegelbildlichen Verlauf, der ein Hinweis auf das Phänomen eines Umkehrimpulses durch die retrograd rotierenden Planeten Venus und Uranus sein kann. Tatsächlich wurden am 4. Februar die beiden Aspekte Venus 90° Juno und Venus 90° Quaoar exakt, wobei Juno und Quaoar eine Konjunktion bildeten.
Am 28. Februar lag die Besonderheit vor, dass Mars mit der schon bestehenden Uranus-Eris-Konjunktion ebenfalls in Konjunktion trat und dass sich dies zugleich in Opposition zu Jupiter vollzog. Auch hier zeigte sich deutlich eine Intensivierung des Wettergeschehens zum gleichen Zeitpunkt wie durch den Premeteo-Index errechnet, aber in einer gegenteiligen Auswirkung.
Wenn auch die Premeteo-Interpretation dieser intensivierten Konstellationen falsch war, so war der Intensivierungszeitpunkt der Strömungsverhältnisse dennoch richtig erfasst und bestätigte trotz Fehlprognose den Einfluss der Raumstrukturen auf die Strömungen der Erdatmosphäre über Südwestdeutschland.

Die Auswertung des Januar 2017 hatte gezeigt, dass der Index 3 mit den Auslösungsaspekten durch Konjunktionen Ursache für einen insgesamt zu hohen oder zu tiefen Premeteo-Index sein kann. Ein besseres Ergebnis wurde erzielt, als nur die Auslöseaspekte berücksichtigt wurden, bei denen der Aspektpartner einen höheren Rang hatte als der jeweils beteiligte Konjunktionsplanet. Diese Korrektur wurde nun ebenfalls für den Februar 2017 durchgeführt und in einem zweiten Diagramm dargestellt. Es zeigte sich auch in diesem Monat, dass sich die Premeteo-Indexwerte an den betroffenen Tagen dadurch zugunsten des realen Wetterlagenverlaufs veränderten. Die Fehlprognosetage zu Beginn und am Ende des Monats konnten jedoch wegen des spiegelbildlichen Verlaufs nicht ganz beseitigt werden, aber die Kurven des Premeteo-Index und des Luftdrucks näherten sich dadurch einander mehr an. Der mittlere Premeteo-Indexwert der Tiefdruckphasen blieb zwar im positiven Bereich, war dann aber deutlich kleiner als der mittlere Indexwert der Hochdruckphasen.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Tiefdruckphase 1: Die Tiefdruckwetterlage, die am 30. Januar durch Tief Hubert begann, setzte sich Anfang Februar fort. Der 1. Februar war mit einem Premeteo-Index von +47 damit eine totale Fehlprognose. Die Wetterkarte zeigte allerdings, dass nur Südwestdeutschland unter der Höhenokklusion von Tief Hubert mit Kern über den Ostalpen lag, und dass das restliche Deutschland zum Isobarenbereich eines Hochs über dem Schwarzmeer gehörte! Die hohen positiven Werte des Premeteo-Index kamen aus Index 2 und 3 durch die Konjunktion von Juno mit Quaoar, während Index 1 mit +1 der Wetterlage am ehesten entsprach. Juno 0° Quaoar (1. - 7. 2., exakt am 3.) löste den unsicheren Aspekt Quaoar 144° Sedna H?* aus, der nur im alternativen Index nicht berechnet worden war und der nun aufgrund des Wetterlaufs zu Beginn dieses Monats auf A?* umgestuft wurde. Eine konstellatorische Besonderheit des 1. Februars war die exakte Konjunktion von Pallas mit Neptun, ein A*-Aspekt, der Neptun 135° Haumea T?* auslöste. Diese Konjunktion mit dem Auslöseaspekt war seit dem 29. Januar im 1°-Toleranzbereich und mit ihr wurde zeitgleich die besonders kalte Winterphase vom 16. bis zum 28. Januar beendet. Am 2. Februar kam es zwar zu einem schwachen Luftdruckanstieg mit heiteren Witterungsmomenten, doch wechselte die Region bei sehr milden Temperaturen in den Isobarenbereich von Tief Jürgen über dem Ostatlantik, das seinen Kern bis zum 3. nach Norden westlich von Schottland verlagerte, während sich nun Tief Kurt westlich der Biskaya entwickelte und am 4. schon okkludiert über Großbritannien lag. Über der Biskaya war derweil sehr rasch das Sturmtief Leiv entstanden, das über Frankreich fegte und am Spätnachmittag mit seinem Luftdruckminimum unsere Region passierte, dabei aber stark an Energie verlor und keine Schäden anrichtete. Der gegensätzliche Verlauf von Premeteo-Index und Luftdruckkurve vermittelte an diesem Tag den Eindruck einer Impulsumkehr durch die begleitenden 90°-Venus-Aspekte zu Juno und Quaoar, die sich miteinander in Konjunktion befanden. Der Premeteo-Index und der altenative Premeteo-Index (ohne die Auslösung von Quaoar 144° Sedna H?*) lagen weiterhin im positiven Bereich, aber der einzige, exakte Impuls-Aspekt des Tages war Merkur 45° Neptun T, der durch die Konjunktion von Pallas mit Neptun auch im Index 3 als Auslöseaspekt auftrat. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige Tiefdruckwetterphase auf  +110 / altern. +66, und sie  wies im Index 1 nur einen einzigen T-Aspekt auf!
Nach den Erfahrungen mit dem Index 3 bei der Auswertung des Januar 2017, wurde nun auch für den Februar 2017 ein nachträglich im Index 3 korrigierter Premeteo-Index erstellt. Es wurde darauf geachtet, dass nur die fast-exakten Aspekte der Konjunktionsplaneten als aktiviert betrachtet wurden, deren Aspektpartner einen höheren Rang hatte als der jeweils beteiligte Konjunktionsplanet. Die nicht berechneten Aspekte wurden in den Tabellen rot markiert. Die 4-tägige Tiefdruckphase summierte korrigiert damit auf +57.
Hochdruckphase 1: Am 5. war von Tief Leiv nur noch ein okkludierter Rest mit Kern über den Beneluxländern übrig. Von Südfrankreich erstreckte sich um 0 UTC ein schmaler Hochdruck-Keil mit geringem Luftdruckniveau nach Norden bis an den Südrand unserer Region. Tief Marcel lag mit seinem Kern etwas westlich der Biskaya und hatte bis Mittag mit seinem Isobarenbereich noch nicht unsere Region erreicht. Deshalb wurde dieser Tag als schwach antizyklonal eingestuft, obwohl das Wetter unverändert von dichter Bewölkung und Niederschlag bestimmt war. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +20, im Index 3 korrigiert von +10.
Tiefdruckphase 2: Am 6. lag Tief Marcel mit seinen Kernen über Ostfrankreich und Mittelitalien. Wenigstens der Index 1 und der alternative Index hatten nun einen negativen Wert. Hoch Erika über Finnland hatte um 0 UTC seinen Einfluss über ganz Deutschland ausgedehnt, doch zeigte die Mittagskarte bereits wieder eine flache zyklonale Strömung über Südwestdeutschland. Trotz des steigenden Luftdrucks gelangte die Region am 8. in den Isobarenbereich von Tief Oli mit Kernen über den Beneluxländern und Südfrankreich. Tief Oli verlagerte zum 9. seinen Kern nach Sardinien und hielt weiterhin seinen Einfluss über unser Gebiet aufrecht. Zum 10. fand ein Übergang in den Isobarenbereich von Tief Pierre statt, das mit seinem Kern westlich der Biskaya lag. In den folgenden Tagen bis zum 12. verlagerte es seinen Kern etwas nach Süden und hielt trotzdem mit seinen relativ milden Luftmassen das kalte Hoch Erika über Skandinavien in Schach, dessen Isobaren an der Südseite trotz des steigenden Luftdrucks deutlich zum Kern von Tief Pierre gekrümmt blieben. Der Premeteo-Index summierte über die 7-tägige Tiefdruckphase auf +5, im Index 3 korrigiert auf -17.
Hochdruckphase 2: Hoch Erika konnte erst am 13. seinen Einflussbereich über ganz Deutschland ausweiten und brachte endlich Sonnenschein bis in die Tallagen hinab. Am 14., bei einem Premeteo-Index von 0, hatte Tief Pierre um 0 UTC noch einmal seinen Isobarenbereich über Südwestdeutschland ausgedehnt, doch blieb die Wetterlage insgesamt antizyklonal. Der Premeteo-Index lag am 15. wieder auf +10 und Hoch Erika entfaltete sich nun kräftiger über ganz Deutschland und verlagerte zum 16. seinen Kern zu den Karpaten. Am Abend des 16., ein wenig verspätet gegenüber dem Premeteo-Index dieses Tages von
-13, griff noch mal Tief Pierre auf Deutschland über und brachte zum Teil kräftige Niederschläge. Bis 12 UTC des 17. (Premeteo-Index +10) lag unsere Region schon wieder im flach antizyklonalen Bereich von Hoch Felicitas, das sich nun von Frankreich herein bewegte. Es wanderte allerdings relativ rasch nach Osten weiter, und ein Keil des Azorenhochs rückte am 19. und 20. nach Südwestdeutschland vor. Der Premeteo-Index summierte über die 8-tägige Hochdruckphase auf +66, im Index 3 korrigiert auf +68.
Tiefdruckphase 3: Tief Rolf mit Kern über dem Baltikum dehnte sich in der Nacht zum 21. über ganz Deutschland aus und leitete damit die Phase ein, in der sich auch der Premeteo-Index und der Luftdruck im Diagramm der Nulllinie annäherten. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +5.
Hochdruckphase 3: Das Azorenhoch setzte sich am 22. kurzzeitig noch mal über Südwestdeutschland durch und auch am 23. verblieb unsere Region im Zwischenhochbereich von Tief Thomas, das um 0 UTC noch über Irland lag und sich mit seinem Kern im Laufe des Tages über die Nordsee bewegte. Um 0 UTC des 24. lag Sturmtief Thomas mit seinem Kern über Nordostdeutschland und dehnte seinen Isobarenbereich über ganz Deutschland aus, doch bis Mittag lag schon wieder der Keil des Azorenhochs über Südwestdeutschland, so dass sowohl der 23. als auch der 24. als „überwiegend antizyklonale“ Tage eingestuft werden mussten. Das Sturmtief hatte auf den Bergen und nördlich unserer Region Bäume entwurzelt und zum Teil erhebliche Schäden verursacht. Das Azorenhoch dehnte sich am 25. als Hoch Geri weit nach Osten aus. Dies entsprach dem hohen positiven Wert des Premeteo-Indexes. Bis zum 26. hatte es seinen Kern schon nach dem Ostbalkan verlegt, aber auch am 27. bestand noch eine flache H-Brücke zwischen dem Azorenhoch und Hoch Geri, das nun über Südrussland lag. Der Premeteo-Index summierte über die 6-tägige Hochdruckphase auf +40 im Index 3 korrigiert auf +45.
Tiefdruckphase 4: Am letzten Tag des Monats, als der Premeteo-Index ein Maximum von +34 erreichte, trat durch das Sturmtief Udo III und IV ein Luftdruckminimum ein. Das Diagramm zeigt hier einen spiegelbildlichen Verlauf von Luftdruckkurve und Premeteo-Index, der auf das Phänomen der Impulsumkehrung hinweisen könnte. Es bestand eine besondere Konstellation, die bei ihren Einzelaspekten nur H-Impulse aufwies und die insbesondere auch über Symmetrien den Premeteo-Index nach oben trieben. Mars bildete eine Dreier-Konjunktion mit Uranus und Eris bei gleichzeitiger Opposition zu Jupiter. Dies könnte die entscheidende Konstellation für die Impulsumkehrung gewesen sein, da Uranus als ein Planet mit retrograder Eigenrotation daran beteiligt war. Der im Index 3 korrigierte Premeteo-Index hatte an diesem Tag den Wert +28.

SW-D befand sich an 15 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +126 / korr. +154. Dies entsprach einer Indexzahl von +8,4 / korr. +11,85 pro Tag.
An 13 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +123 / korr. +73. Dies entsprach einer Indexzahl von +8,20 / +5,62 pro Tag.
Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 Tagen falsch (am 1., 4., 5., 20., 28.), an 10 Tagen richtig und an 13 Tagen tendenziell richtig.


 


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Kosmogramm 02/2017

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.