Januar 2013

Auswertung 2012/08

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

Wetterlagenverlauf Januar 2013 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Die am letzten Tag des Jahres 2012 erneut aufgetretene Quaoar-Symmetrie GaZ 3 Qua Mer  (08) ?* brachte wiederum entgegen dem hohen Premeteo-Index einen ausgeprägten, aber sich rasch vollziehenden Tiefdruckdurchgang durch Tief Undine über dem Nordmeer. Nach den Erfahrungen des Dezember 2013 war dies nun zu erwarten gewesen. Der Luftdruck stieg dafür besonders kräftig an, da schon im Laufe des Vormittags das Druckminimum erreicht worden war. Der Premeteo-Index betrug +22.
Hochdruckphase 1: Am 2. hatte Tief Udine um 0 UTC Skandinavien erreicht und dehnte sich bis über ganz Deutschland aus. der Premeteo-Index betrug -6. Aber bis Mittag hatte sich bei starkem Druckanstieg schon Hoch Xerxes vom SO-Atlantik bis in unsere Region ausgebreitet, so dass dieser Tag als überwiegend antizyklonal eingestuft werden musste. Hoch Xerxes bestimmte auch am 3. die Strömung. Der Premeteo-Index summierte über beide Tage auf +9.
Tiefdruckphase 2: Bei einem Luftdruck von fast 1040 hpa durch Hoch Xerxes über W-Frankreich erfasste am 4. ein Tiefausläufer von der Nordsee unsere Region. Der Index betrug -19.
Hochdruckphase 2: Am 5. setzte sich bereits die antizyklonale Strömung von Hoch Xerxes durch. Der Premeteo-Index betrug -16/altern. -8 und das Wetter war noch entsprechend, so dass die Symbolprognose zutreffend war. Cer 72 Orc H* +5 war der exakte Aspekt des Tages. Der negative Index kam von Ven 150 Var Tf -8 23 UTC am Vortag und den negativen Auslöseaspekten der Venus-Quaoar-Konjunktion ebenfalls vom Vortag 16 UTC. Hoch Xerxes bestimmte von Frankreich aus unser Wetter bis zum 9. Januar. Durch eine hochnebelartige Bewölkung gab es nur wenig Sonnenschein. Der Premeteo-Index summierte auf +5
Tiefdruckphase 3: Am 10. und 11. kam SW-D entsprechend dem Premeteo-Index unter den Einfluss von Tief Carlos im skandinavischen Raum. Der Premeteo-Index summierte auf -25.
Hochdruckphase 3: Am 12. überwog kurzzeitig eine antizyklonale Strömung von Frankreich her, bei einem Premeteo-Index von +2.
Tiefdruckphase 4: Das okkludierte Tief Dieter über der Biskaya dehnte sich am 13. sehr ruhig und statisch bis in unsere Region aus. Dabei war die Witterung über Gesamtdeutschland noch von Hoch Annegret über Südskandinavien bestimmt. Der Premeteo-Index lag durch die Symmetrie Son 72 Sat Ura  (17) A  H  Hf* +7 vom Vortag im positiven Bereich und das fand seinen Nachklang in dem ruhigen Wetter. Auf 500 hpa lag die Region in einem flachen Höhenkeil. Aber der starke T*-Aspekt Varuna 150° Quaoar war um 1 UTC exakt geworden und machte sein ranghohes Schwergewicht deutlich. Am 14. lag SW-D im Bereich von Tief Eckhard über dem Golf von Genua, am 15. aber geriet es unter den Einfluss von Tief Feodor über der Nordsee , das den Schnee und den Winter wieder in unsere Region brachte. Der Kern des Tiefs verlagerte sich am 16. nach Deutschland hinein.
Am 15. war in der Originalprognose der Premeteo-Index mit +30 angegeben. Leider hatte sich in den Symmetrien ein Vorzeichenfehler eingeschlichen und der Index musste auf +16 korrigiert werden. Gegenüber der realen Wetterlage war auch dieser Wert eine eindeutige Fehlprognose. Aber er war ein einzelner positiver Wert zwischen zwei negativen. Zwei Merkur-H-Aspekte und der Aspekt Jup 90 Chi H* fielen im Index 1 völlig flach neben dem Auftreten des lokal starken T-Aspekts Ven 150 Jup in Kombination mit Ven 45 KN1. Tief Feodor bestimmte auch am 16. und 17. das Wetter mit Schneefall. Am 17. hatte der Premeteo-Index vor allem durch zwei Venus-Pluto-Juno-Symmetrien einen Wert von +30. Aber er war ein einzelner positiver zwischen zwei negativen Tagen und außerdem wurde an diesem Tag die nur alle 18 Jahre auftretende Konjunktion des absteigenden Mondknotens mit Sedna gegen 18 UTC exakt. Sie befand sich den ganzen Monat über im 1°-Exaktheitsbereich und gilt als ein potentiell zyklonaler Impuls. So kam es an diesem Tag zwar zu Druckanstieg bis 1016 hpa am Abend, aber dann fiel der Luftdruck bereits wieder. So bestimmte Tief Feodor über dem Mittelmeerraum weiterhin das Wetter. Am 19. und 20. zog Tief Gong von NW-Spanien nach Frankreich. Der Premeteo-Index lag jetzt wieder im flach positiven Bereich und auf 500 hpa bewegte sich ein flacher Höhenkeil über unsere Region, während der Luftdruck in der Bodenschicht bis zum 20. bis auf 993 hpa absank, Regen brachte in der Nacht zum 20. eine totale Vereisung der Straßen unserer Region. Die Differenzierung zwischen Boden- und Höhenströmung spiegelte sich in den Konstellationen wieder. Merkur und Sonne bildeten innerhalb 24 Stunden eine Teilungssymmetrie zu Chi 72 Qua T?* (2/8) und waren offensichtlich für die starke Zyklonalisierung der Bodenschicht verantwortlich, während sich die anderen H-Symmetrien nur bis in die Höhenströmung durchsetzen konnten. Der 3-period. gl. Durchschnitt des Premeteo-Index zeigte eine ähnliche Verlaufsform wie der Luftdruck, nur dass dieser viel stärker in den zyklonalen Bereich abfiel. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +42, und lag damit gemessen am realen Wettergeschehen viel zu hoch.
Hochdruckphase 4: Am 21. lag SW-D in einem zyklonalen Bereich geringer Druckgegensätze mit Tief Gong über dem Golf von Genua und Hoch Camelia über Skandinavien, der sich bis Mittag über unserer Region in eine schmale antizyklonale Zone umwandelte, die sich sehr flach auch noch am 22. aufrecht hielt, im Westen und Osten flankiert von okkludierten Tiefdruckgebieten. Der hohe Index von +16 ging auf die H-Symmetrie Cer 120 Mar Hau zurück. Der über Deutschland ausgedehnte antizyklonale Bereich des südskandinavischen Hochs Camelia brachte durchweg stark bewölktes, aber ruhiges Wetter mit wenig Niederschlag. Im Südwesten kam es lokal zu kurzzeitigen Auflockerungen und etwas Sonne.
Tiefdruckphase 5: Am 23. stellt sich die Strömung durch das Tief Hans-Georg, das sich von Nordwestfrankreich in den Mittelmeerraum bewegte für einen Tag auf zyklonal um. Der Premeteo-Index lag bei -4.
Hochdruckphase 5: Am 24. überwog wieder die antizyklonale Strömung von Hoch Camelia über Südskandinavien. Hoch Camelia wanderte nach Südosten in den russischen Raum und beeinflusste bis zum 27. unsere Region. Es blieb dabei überwiegend bewölkt und es gab lokal Schneefall. Am 27. dehnte Tief Jolle in der Bodenschicht vorübergehend seinen Einfluss bis in unser Gebiet aus, kam aber nur sehr langsam voran. Auf 500 hpa blieb ein Höhenkeil bestehen. So setzte erst am Abend Niederschlag ein. Der Premeteo-Index war mit +48 am 27. und +42 am 28. ungewöhnlich hoch, und es entstand der Eindruck, dass dadurch die starke, vom Atlantik hereindrängende Zyklonalität über unserer Region aufgehalten und abgemindert wurde. Der hohe Index kam zu einem großen Teil aus den Symmetrien, bei denen Venus in fast allen Fällen beteiligt war. An der Vorderseite des atlantischen Tiefdruckwirbels Jolle  strömte Warmluft aus dem Mittelmeerraum ein, die auch in den folgenden Tagen die Witterung bestimmte. Auf 500 hpa blieb die antizyklonale Strömung gemäß dem Premeteo-Index erhalten, während sich unsere Region in der Bodenschicht besonders am 29. genau im Grenzbereich zwischen der Hochdruckstömung des westlichen Mittelmeers und der Tiefdruckströmung von Tief Kerim befand, das mit seinem Kern bei Schottland lag. In diesem Grenzbereich kam es zu Sturmböen auf den Höhen des Schwarzwalds und ergiebigen Regenfällen bei einem relativ hohen Druckniveau um 1019 hpa. Am 30. lag der Kern von Tief Lennart bei Schottland. SW-D lag  flach im antizyklonalen Isobarenfeld eines Hochs über der Iberischen Halbinsel. Auf 500 hpa hatte sich der Keil über Süd- und Mitteleuropa verstärkt. Er stand in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index, während in der Bodenschicht weiterhin eine starke Westströmung mit Regen das Wetter bestimmte.
Am 31. schließlich verstärkte sich in der Bodenschicht die antizyklonale Strömung und brachte Sonnenschein, während auf 500 hpa die Isohypsen eine flache zyklonale Krümmung über unserer Region zeigten.


Zusammenfassung:
Der Januar 2013 war mit 10 Fehlprognosetagen bezüglich des Premeteo-Index-Vorzeichens ein durchschnittlich guter Prognosemonat. Aber die starke Zyklonalität in der unteren Luftschicht des Atlantiks bewirkte, dass die antizyklonalen Strömungen vor allem in der zweiten Hälfte des Monats über unserem Gebiet zum Teil sehr flach ausfielen und es den ganzen Monat auch während der Hochdruckströmungen meist dicht bewölkt war. Daher fiel die Symbolprognose deutlich schlechter aus als üblich (siehe unten).In der Höhenströmung auf 500 hpa waren nur 5 falsche Tage bezüglich der Strömung zu verzeichnen, was darauf hinweist, dass die jahreszeitlich bedingte Thermodynamik der Luftmassen über dem Atlantik die kosmische Impulsierung stärker als üblich überlagerte.
Eine Besonderheit des ganzen Zeitraums war, dass sich der absteigende Mondknoten in Konjunktion mit dem äußersten Kleinplaneten Sedna befand. Diese Konjunktion, die am 17. gegen 19 Uhr exakt wurde, hatte sich schon aus vergangenen Wetterabläufen als möglicher zyklonaler Impuls erwiesen. Das Diagramm zeigt die generell stärkere Zyklonalität in den zeitnahen Tagen vor und nach dem Exaktwerden des Aspekts.

SW-D befand sich an 18 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +209, was einer Indexzahl von +11,61 pro Tag entspricht.

An 13 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +16, was einer Indexzahl pro Tag von +1,23 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 8 Tagen falsch (am 1., 3., 7., 15., 16., 27., 29. und 30.), an 7 Tagen richtig und an 16 Tagen tendenziell richtig.

Gemäß der originalen Premeteo-Prognose wäre  mit 11 Tiefdrucktagen  bei einem  mittleren Index von -8,5 pro Tag zu rechnen gewesen und mit 20 Hochdrucktagen bei einem mittleren Index von +9 pro Tag.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.