Januar 2014

Auswertung 2014/01

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Januar 2014 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Das Jahr 2014 startete mit einer milden zyklonalen Strömung durch Tief Felix über dem Nordostatlantik, und wurde nach kurzem Zwischenhocheinfluss von Tief Anne am 4. Januar abgelöst. Der Premeteo-Index summierte auf -21.
Hochdruckphase 1: Am 5. stellte sich die Strömung um, und Südwestdeutschland kam in den Einflussbereich eines Hochdruckgebiets über den Alpen. Der Luftdruck blieb relativ flach wegen der milden Luftmassen, die das kräftige Tief Christina über dem Atlantik von Süden hereinlenkte. Südwestdeutschland verblieb im flachen Grenzbereich einer flachen Hochdruckzone vom Mittelmeerraum. Für die Jahreszeit war es viel zu warm. Der Premeteo-Index lag vom 6. bis zum 8. Januar zwischen +30 und +14 Punkten und es war beeindruckend zu beobachten, dass es das kräftige Tief Christina nicht schaffte weiter nach Süden und Osten vorzudringen. Am 9. befand sich die Region um 0 UTC noch im Isobarenbereich eines Hochs über dem Balkan. Tief Dagmar über Großbritannien schaffte es am 9., als der Premeteo-Index auf +1 zurückgegangen war, sich bis Mittag bis in den südwestdeutschen Raum auszudehnen. Doch bis Mitternacht auf den 10. geriet Südwestdeutschland bei Niederschlag und steigendem Druck bereits wieder in den antizyklonalen Isobarenbereich des Mittelmeerraums. Auch am 11. blieb die Region im schwach antizyklonalen Bereich. Dies war in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index. Am 12. jedoch fiel der Premeteo-Index für diesen Tag auf -26 u. a. durch den starken Aspekt Varuna 150° Quaoar Tf*. In der Bodenschicht stieg der Luftdruck an, während auf 500 hpa sich ein zyklonaler Trog ausgebildet hatte. In der Bodenschicht setzte sich erst am nächsten Tag die zyklonale Strömung durch. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Hochdruckphase auf +56.
Tiefdruckphase 2: Tief Floora griff gegenüber dem Premeteo-Index also einen Tag verspätet, am 13., auf Südwestdeutschland über. Auf 500 hpa war nun die Strömung gemäß dem Premeteo-Index bereits wieder antizyklonal. In der Bodenschicht verblieb die Strömung am 14. (Premeteo-Index +9)und 15. (Premeteo-Index -3) im zyklonalen Bereich von Tief Floora über Großbritannien und Tief Gudrun, das von Südfrankreich nach Osteuropa zog. Ab dem 16. nahm Tief Helga über dem Atlantik die Regie. Am 19. gesellte sich noch Tief Ilona hinzu, das von der Iberischen Halbinsel ins westliche Mittelmeer zog und am 21.von da über ganz Deutschland reichte. Dann bewegte sich sein Kern in die Adria und Hoch Benjamin über Skandinavien machte seinen Einfluss am  22. und zum 23. leicht bemerkbar, doch blieb die Strömung insgesamt flach zyklonal, und Tief Jenna und ein Trog von Island griffen am 23. und 24. wieder auf Deutschland über. Die Tagesmitteltemperaturen gingen bis zum 25. deutlich zurück und in den höheren Lagen kam es teilweise zu starkem Schneefall. Die Zufuhr kalter Luftmassen ließ den Luftdruck ansteigen, doch blieb die Strömung überwiegend im zyklonalen Bereich durch Tief Kaat bei Island am 26. und Tief Lilly bei Schottland am 27. Januar. Am 28. vertiefte sich die zyklonale Strömung auf 500 hpa deutlich, der Kern von Tief Lilly verblieb weiterhin über Großbritannien. Bis zum 31. bestimmten dann Tief Lilly und zusätzlich Tief Mayla, das sich im Mittelmeerraum etablierte, die zyklonale Strömung über Südwestdeutschland. Dabei war die Witterung aber relativ stabil, es gab kaum Niederschlag und häufig aufgelockerte Bewölkung mit etwas Sonnenschein.
Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf -164.

Zusammenfassung:
Der ungewöhnlich warme Januar 2014 war ein guter Prognosemonat!

Die Witterung gliederte sich in drei Phasen, die vom Premeteo-Index recht gut vorausberechnet waren, wie das Diagramm zeigt. Vom 1. bis zum 4. herrschte eine Tiefdruckwetterlage, vom 5. bis zum 12. eine Hochdruckwetterlage und der ganze lange Zeitraum bis zum Ende des Monats stand dann permanent unter einer zyklonalen Strömung. 19 Tage waren mit einem negativen Index prognostiziert worden, und 23 zyklonale Tage traten dann tatsächlich auf. So hatte die Prognose korrekt auf einen Wintermonat verwiesen, der sehr stark durch meist westliche Strömungen bestimmt sein und das folgerichtig eine eher milde Witterung zur Folge haben würde.
Von den sieben Fehlprognosetagen bezüglich des Vorzeichens, hatten fünf Tage nur einen flachen Index, vier Tage waren als Einzeltage mit entgegengesetztem Vorzeichen aufgetreten, was zeigt, wie eng doch der kosmische Zusammenhang in diesem Monat sichtbar wurde.


SW-D befand sich an 8 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +56, das einer Indexzahl von +7,0 pro Tag entsprach.
 
An 23 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -185, das einer Indexzahl pro Tag von –8,04 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 6., 7., 13., 28.), an 10 Tagen richtig und an 17 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 01/2014

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.