Januar 2016

Auswertung 2015/12

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Januar 2016 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Hochdruckphase 1: Am ersten Tag des Jahres setzte sich noch die Hochdruckphase der letzten Dezemberdekade fort, wobei die Kerne der Hochdruckzone über der Iberischen Halbinsel und über Frankreich lagen. Der Premeteo-Index hatte den Wert +5.
Tiefdruckphase 1: Tief Gerd hatte sich am 2. Januar mit seinem Kern über dem Atlantik südlich von Irland befunden, dehnte seinen Isobarenbereich bis nach Südwestdeutschland aus und brachte Niederschlag. Am 3. lag sein Kern über SO-England und auch über dem Golf von Genua hatte sich ein Tief etabliert. Am 4. war bereits Tief Helmut nachgerückt, hielt mit seinem Kern bei Irland den Luftdruck auf niedrigem Niveau und brachte ausgiebigen Regen, in höheren Lagen auch Schnee. Tief Helmut etablierte sich bis zum 6. über England. Am 7. erreichte Tief Britta II mit seinem Kern Irland und dehnte sich ebenfalls bis über unsere Region aus. Es gab reichlich Niederschlag und gegen 15 Uhr wurde der tiefste Druck erreicht. (Für diesen Tag musste eine Berichtigung des Premeteo-Index durchgeführt werden. Bei der Prognose war in der Symmetrie-Zeile der Tabelle am 7. Januar vergessen worden die Punktzahl -14 der Symmetrie Hau 46 Ven Orc  (22) T  T*  T  vom 6. Januar auf den 7. Januar zu übertragen. D.h. die -6 Punkte des Premeteo-Index mussten auf -20 berichtigt werden. Symmetrien oder auch Aspekte nach 12 UTC bzw. nach 16 UTC bei Merkur, Venus, Sonne oder Mars als Symmetrie- oder Aspektkörper, werden gemäß der Prognoseregel immer erst am Folgetag angerechnet!) Am 8. schwächte sich die Zyklonalität über der Region zunächst etwas ab und es kam zu Aufklarungen. Am Nachmittag fiel der Luftdruck erneut und dichte  Bewölkung zog auf, dennoch hatte sich auch am 9. die Atmosphäre zwischen Tief Brita I-Carolina über dem Atlantik und einem flachen Hoch über dem Nordostbalkan etwas stabilisiert. Es blieb dicht bewölkt, aber weitgehend niederschlagsfrei. Am 10. war es Tief Carolina, das sich über Großbritannien vertiefte, sich am 11. mit einem weiteren Kern Daniela über Südwestfrankreich verstärkte und über ganz Europa reichte. Gegen 15 Uhr wurde in der Region der tiefste Luftdruck erreicht. Zum 12. stieg der Premeteo-Index für einen einzelnen Tag steil in den positiven Bereich, aber Tief Carolina über der Nordsee und am 13. über Norddeutschland blieb weiter wetterwirksam. Der 12. Januar 2016 war somit der erste Fehlprognosetag des Jahres. Am 14. kletterte um 0 UTC der Luftdruck im Einklang mit dem Premeteo-Index über die Nulllinie, fiel aber in den folgenden Stunden wieder rasch ab. Es gab sowohl starke H-Aspekt-Impulse wie Merkur 30° Ceres Hf und Pallas 30° GaZ Hf*, aber auch T-Aspekt-Impulse wie Ceres 90° Sedna T* und Sonne 90° Haumea T, verbunden mit der Konjunktion durch den rückläufigen Merkur. Die Konfrontation der gegensätzlichen Impulse war begleitet durch kräftige Schneefälle, die sich am 15. bei wieder leicht steigendem Luftdruck durch Tief Emma über den Niederlanden verstärkten. Der 14. und 15. waren somit als Fehlprognosetage zu verzeichnen. Tief Emma wanderte nach Osteuropa und bestimmte zusammen mit Tief Gudrun auch am 16. mit weiteren Schneefällen das Winterwetter. Der Druck stieg kräftig an und über dem Ostatlantik dehnte Hoch Benno seinen Isobarenbereich über die Iberische Halbinsel und Frankreich aus. Trotz des relativ hohen Luftdrucks bestand selbst am 17. über West- und Südwestdeutschland noch eine ganz schmale und flache Tiefdruckzone zwischen der 1025-hpa-Isobare des Hochs Benno über der Biskaya und der 1025-hpa-Isobare eines Hochs mit Kern über Polen. Den ganzen Tag kam es immer wieder zu Schneeschauern aus Cumulonimben, die tief herunter reichten und kurzzeitig alles in ein Schneegestöber hüllten. Erst am Nachmittag stieg der Druck weiter an. Der Premeteo-Index summierte auf -31.
Hochdruckphase 2: Hoch Benno befand sich am 18. um 0 UTC über Deutschland  und verlagerte bei Venus 90° Jupiter und Mars 45° Jupiter seinen Kern rasch nach Osten über Österreich. Der Luftdruck fiel deutlich ab, doch verblieb die Region flach im Isobarenbereich von Hoch Benno. Am 20. übernimmt Hoch Claudius über dem Ärmelkanal die Regie und zieht mit seinem Kern am 21. über Deutschland. Am 21. war der Premeteo-Index schon auf -3 gefallen, während sich der geglättete Index noch im positiven Bereich bewegte. Doch auch am 22. kam Tief Iris über dem Nordostatlantik nur langsam nach voran. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von
-16 durch den Tf-Aspekt Venus 150° Varuna, der im Index 1 und in den Symmetrien auftrat, als auch im Index 3 Varuna 150° Quaoar auslöste. Aber die Sonne stand mit Sonne 120° GSZ H dagegen, dies macht sich auf 500 hpa bemerkbar, wo die Region in den Übergangsbereich zwischen der antizyklonalen Strömung im Westen und der zyklonalen Strömung im Nordosten zu liegen kam. Am 23. um 0 UTC befand sich die Region dann eindeutig unter einem Höhenkeil von Nordost-Afrika auf 500 hpa, während am Boden der Trog von Tief Iris, das seinen Kern nach Island zurückgezogen hatte, über ganz Deutschland reichte. Es kam in der Nacht vom 22. zum 23. zu Eisregen mit 330 Autounfällen in Baden-Württemberg, aber schon die Mittag-Bodenkarte zeigte die Region im Isobarenfeld von Hoch Dietrich, das sich mit seinem Kern von der Biskaya nach Südwestdeutschland verlagerte. Am 23. hatte der Premeteo-Index einen Wert von -2, aber es gab einen alternativen Index von +5 und auch Index 1 hatte +8 Punkte. Zum 24. stieg der Premeteo-Index wieder steil an, was in Übereinstimmung war mit der Verstärkung der Hochdruckwetterlage. Der Kern des Hochs, das unser Wetter bestimmte, lag am 25. über dem Tyrrhenischen Meer und holte wieder das mediterrane Wetter zurück, das schon den ganzen Dezember 2015 bestimmt hatte. Am 26. lag der Kern von Hoch Dietrich über Ostfrankreich und entfernte sich am 27. ins nördliche Mittelitalien. Zugleich war Tief Leonie bei Irland angelangt und auf 500 hpa hatte sich der Hochdruckkeil stark abgeflacht, so dass am 27. verstärkt graue Wolken aufzogen und sich verdichteten. Tief Leonie lag am 28. um 0 UTC über Südskandinavien und hatte seinen Isobarenbereich über ganz Deutschland ausgedehnt, doch bis Mittag setzte sich das Hoch vom Atlantik bereits erneut bis in unsere Region durch, so dass dieser Tag auch wieder als überwiegend antizyklonal eingestuft werden konnte. Das Azorenhoch ließ am 29. den Luftdruck noch mal  kräftig ansteigen und bestimmte auch am 30. noch die Strömung. Doch hatte sich über dem Nordmeer das Tief Marita so verstärkt, so dass es zwischen Tief Marita und dem Azorenhoch zu einer starken Verdichtung der Isobaren kam mit entsprechend hohen Windgeschwindigkeiten, die auf den Schwarzwaldhöhen zeitweise Orkanstärke erreichten. Der Premeteo-Index summierte über die 13-tägige Hochdruckphase auf +85.
Tiefdruckphase 2: In der Nacht vom 30. zum 31. setzte sich Tief Marita mit lokal starken Regen- und Schneefällen für einen Tag durch, so dass der letzte Tag des Januar, der einen flachen Premeteo-Index von +6 Punkten hatte, als Fehlprognosetag eingestuft werden musste.

Zusammenfassung:
Der Januar 2016 war mit 24 richtig und 7 falsch prognostizierten Tagen bezüglich der zyklonalen oder antizyklonalen Strömungsphasen ein erfolgreicher Prognosemonat gewesen. Im Diagramm (siehe Link weiter unten) wird besonders die fehlende Reaktion des Luftdrucks auf das Index-Minimum am 22. auffällig. Tatsächlich hatte in der Bodenatmosphäre ein Trogdurchgang stattgefunden, während sich in der Höhe auf 500 hpa ein Höhenkeil ausbildete. Der starke Tiefdruckaspekt von Venus 150° Varuna stand vor allem den beiden Hochdruckaspekten von Merkur 0° Pluto und Sonne 120° GSZ gegenüber. Die Nacht vom 22. zum 23. brachte dem Südwesten Blitzeis, das in Badenwürttemberg über 300 Autounfälle verursachte!

Tiefdruckminima wurden außerdem am 4./5. erreicht mit Sonne 72° absteigender Mondknoten und Venus 72° absteigender Mondknoten, sowie am 11. mit dem starken Tiefdruckaspekt Varuna 150° Quaoar.
Das Luftdruckmaximum fand bei Uranus 180° Mondapogäum statt.

Die Auswertung der Wettersymbole zeigte einen hohen Anteil von 19 Tagen, an dem die Witterung nur tendenziell richtig angezeigt war. In der Regel war die Bewölkung dichter und stärker als das Symbol anzeigte.

SW-D befand sich an 14 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +90, das einer Indexzahl von +6,43 pro Tag entsprach.
 
An 17 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -25, das einer Indexzahl pro Tag von –1,47 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 Tagen falsch (am 12., 15., 19., 24. und 27.), an 7 Tagen richtig und an 19 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 01/2016

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.